45 items tagged "Spanienkrieg"

  • Exhumierung nach 81 Jahren

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    Weiterer Schritt in der Kriegs-Aufarbeitung

    Es ist schwer vorstellbar, dass von einer Leiche nur zwei Oberschenkel-Knochen übrig bleiben, auch wenn sie seit mehr als 80 Jahren unter der Erde liegt. So dachten viele der knapp 100 Personen, die sich am 24.3.2018 nach Lemoa in Bizkaia aufmachten, um an einem Bergabhang der Exhumierung eines Soldaten aus dem Spanienkrieg beizuwohnen. Vor 81 Jahren hatten hier heftige Schlachten stattgefunden zwischen den aufständischen Faschisten mit ihren Verbündeten und der baskischen Verteidigungsarmee.

  • Faschismus-Aufarbeitung

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    Die Verbrechen zwischen 1936 und 1978

    Nur wenige Tage vor dem 80. Jahrestag des Militärputschs von Franco und weiteren faschistischen Generälen (18.Juli 1936) hat die baskische Regierung eine Studie in Auftrag gegeben, die die Menschenrechts-Verletzungen während des Franquismus untersuchen und dokumentieren sollen. Unter Franquismus wird dabei nicht nur die Zeit des Krieges von 1936 bis 1939 und die folgende 36-jährige Diktatur verstanden, sondern auch die drei Jahre des sog. „demokratischen Übergangs“ nach Francos Tod am 20.November 1975.

  • Franquismus gegen Frauen

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    Leben und Tod der Journalistin Juanita Mir

    Am 5. August 1937 wurde die Journalistin Juanita Mir von Francos Schergen erschossen, zusammen mit 14 anderen Verurteilten an der Friedhofsmauer von Derio. Die in Iruñea (Pamplona) geborene Juanita lehnte Gewalt und Krieg radikal ab, sie prangerte die Brutalität der Franquisten an und bezahlte ihre Worte mit dem Leben. Trotz dieses hohen Preises, den sie für die baskische und republikanische Seite bezahlt hatte, geriet sie in Vergessenheit – wie viele Frauen aus dem antifaschistischen Widerstand.

  • Franquismus in Pamplona

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    Faschistische Monumente werden abgewickelt

    Abriss oder Neubestimmung. Diese Frage wird in der Bevölkerung Iruñeas (span: Pamplona) seit Sommer 2016 eifrig diskutiert. Objekt der Auseinandersetzung ist ein gigantisches Monument, das Größte in Euskal Herria, das zur Ehrung der Gefallenen des Spanienkrieges errichtet wurde. Obwohl sein offizieller Name neutral formuliert ist, werden mit diesem Gebäude-Denkmal nur die Gefallenen auf Seiten der Franquisten geehrt. Die Basilika des Vatikans stand Modell beim Bau des Monuments in der Hauptstadt Navarras.

  • Gernika – Legion Condor

    doku01„Ein voller Erfolg der Nazis“

    2015 stellte der in Bilbao ansässige baskisch-deutsche Kulturverein Baskale einen Dokumentarfilm vor über die nazi-deutsche Beteiligung am Spanischen Krieg von 1936. „Legion Condor, Vergangenheit und Gegenwart eines deutschen Kriegsverbrechens“. Dem Film vorausgegangen war die Erstellung einer historischen Ausstellung über Geschichte und Einsatz der Legion Condor durch den Arbeitskreis Regionalgeschichte Neustadt, die von Baskale baskisch und spanisch übersetzt und im Baskenland mehrfach gezeigt wurde.

  • Gernika 26.April 1937 Markttag

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    Mörderische Erfolge der Nazi-Luftwaffe

    Vor 82 Jahren flog die nazideutsche Legion Condor einen Luftangriff auf die baskische Stadt Gernika. Der Ort lag weder direkt an der Front,noch hatte er eine besondere militärische Funktion. Einzig interessant für die Faschisten hätte die Waffenfabrik Astra sein können. Doch ausgerechnet sie blieb verschont von der Zerstörung, die 90% des Ortes betraf. Gernika gilt als der erste Luftangriff in der Militärgeschichte auf Zivilbevölkerung. Drei Wochen vorher war bereits Durango bombardiert worden.

  • Gernika Wunstorf Kriegsfolgen

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    Gernika-Bizkaia / Wunstorf-Hannover

    Am 26. April 2017 ist es 80 Jahre her, dass die baskische Stadt Gernika von Fliegern der deutschen Legion Condor in Schutt und Asche gebombt wurde. Die NS-Regierung unterstützte damals einen Militärputsch gegen die spanische Republik. Presseberichte über den Angriff und Fotos von den Ruinen sorgten weltweit für Entsetzen. Pablo Picasso schuf unter dem Eindruck der Verwüstungen sein bekanntestes Gemälde, nannte es „Guernica“ und machte den Namen zum Synonym für Leiden der Zivilbevölkerung im Krieg.

  • Hemingway im Baskenland

    hemingway01Spurensuche zwischen Donostia und Bilbo

    John Hemingway, Enkel des Literatur-Nobelpreisträgers Ernest Hemingway (1899–1961), wandelte im Frühjahr 2016 im Baskenland auf den Spuren seines berühmten Großvaters. Wie dieser ist er Schriftsteller, vor Jahren hat er eine Familienchronik geschrieben. Hintergrund der Reise war eine Reportage für das Magazin National Geographic Traveller. Begleitet wurde John bei seinen familiären Nachforschungen vom baskischen Schriftsteller und Hemingway-Kenner Edorta Jiménez, der mehrfach über Ernest schrieb.

  • Historische Erinnerung

    urduna01kzExhumierungen in Urduña

    Im gesamten spanischen Staat liegen noch mehr als 120.000 Leichen in Massengräbern, alle aus der Zeit des sogenannten Bürgerkriegs von 1936 bis 1939. Eine Kommission der Vereinten Nationen bezeichnet diese Toten als "Verschwundene" und hat die staatlichen Behörden wiederholt aufgefordert, sie zu suchen, zu bergen und zu versuchen, ihre Identität festzustellen. Die Kleinstadt Urduña in Bizkaia gibt seit zwei Jahren ein gutes Beispiel ab, wie Erinnerungarbeit funktionieren sollte.

  • Historische Erinnerung

    arch memo01Archäologie des Krieges

    Das Baskenland, ebenso wie alle anderen Regionen und Orte, die Schauplatz des Spanischen Krieges waren, stehen auch 79 Jahre nach dem kriegsauslösenden Putsch und 40 Jahre nach Ende der folgenden franquistischen Diktatur vor einer großen Aufgabe: die der Aufarbeitung beider Zeitepochen: es geht um die Fragen von Wahrheit, dem Schicksal der Opfer, einer demokratischen Gerechtigkeit und der Wiedergut-machung für die Opfer. Bei der Bewältigung der Aufgabe reklamiert neuerdings die Archäologie ihren Platz.

  • Historisches Gedenken

    sagardia01Ein Verbrechen wird aufgeklärt

    Im blutigen Sommer von 1936 wurde in Navarra eine schwangere Frau mit sechs ihrer Kinder in die Felsspalte von Legarrea geworfen. Nicht aus politischen Gründen, dennoch ist nicht klar, wie es zu diesem brutalen Mord kam. Bisher war dieses Kapitel aus dem Spanischen Krieg im Dunkeln geblieben. Doch ohne Klärung lastet die Geschichte wie eine offene Wunde im Bewusstsein einer Familie und eines ganzen Dorfes. Nachforschungen und ein neues Buch beleuchten das Sagardía-Verbrechen.

  • Krieg in Elgeta / Gipuzkoa

    intxorta01Vorbildliche Erinnerungsarbeit

    Neben dem stagnierenden „Friedensprozess“ bleibt die Aufarbeitung des Krieges von 1936 im Baskenland ein politischer Dauerbrenner. Kein Tag vergeht ohne Nachricht, sei es aus dem Bereich der Politik oder aus der Bewegung der zivilen Gruppen, die an der Aufarbeitung der Geschichte beteiligt sind. Kontinuierlich werden Massengräber von illegal Erschossenen gehoben. Bemerkenswert und beispielhaft im Bereich Geschichts-Aufarbeitung sind die Bemühungen der kriegsbetroffenen gipuzkoanischen Gemeinde Elgeta.

  • Literatur-Tipp

    ingoniebel003Das Baskenland 1936/37

    “Mal sind es die Katalanen, deren Sezessionswünsche in die Schlagzeilen kommen, mal sind es die Basken, deren Bestreben, sich von der spanischen Krone loszusagen, für Unruhe in Madrid sorgt“ – mit seiner neuen Publikation “Das Baskenland im Spanischen Bürgerkrieg 1936/37“ hat der deutsche Historiker und Schriftsteller Ingo Niebel einen weiteren Beitrag geleistet zum besseren Verständnis des Baskenlandes, seiner Geschichte und Zukunft – eine Rezension aus dem Wuppertaler NJUUZ-Portal.

  • Marcelo Usabiaga

    usabiaga01Verteidiger der Republik

    Marcelo Usabiaga, einer der letzten überlebenden Verteidiger der Republik gegen den faschistischen Aufstand von 1936 ist im Alter von 98 Jahren im Juli 2015 gestorben. Marcelo Usabiaga war Mitglied der baskischen Abteilung der spanischen KP. Nach dem Militärputsch wurde er Befehlshaber des Bataillons Rosa Luxemburg, geriet auf eine Irrfahrt zwischen Frankreich und den Resten der Republik. Die Nachkriegszeit war geprägt von Verfolgung, Illegalität, Gefängnis und ungebeugtem Widerstand.

  • Memoria-Broschüre BASKALE

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    Antifaschistische Geschichts-Aufarbeitung

    Der in Bilbo ansässige gemeinnützige KULTURVEREIN BASKALE hat aus Anlass der 80-Jahr-Feiern in Gernika, Durango und Bilbo eine Broschüre mit dem Titel „Antifaschistische Erinnerung Bilbao Baskenland“ herausgegeben. Anlass für diesen Reader ist eine Reihe von 80. Jahrestagen verschiedener Kriegsereignisse, die im Jahr 2017 im Baskenland anstehen: die Bombardierung von Durango, die Vernichtung von Gernika im April, im Juni der Fall von Bilbao, der die definitive Niederlage des Baskenlandes besiegelte.

  • Militärputsch 1936

    franco01
    Wer finanzierte Krieg und Diktatur?

    Der Schmuggelkönig Juan March, das Portugal Salazars, Mussolinis Italien, die deutschen Nazis, verschiedene europäische Banken und viele andere mehr haben eines gemeinsam: während des Spanienkrieges von 1936 bis 1939 finanzierten sie die Franquisten. Eine Publikation von José Ángel Sánchez Asiaín mit dem Titel „Die Finanzierung des Spanischen Bürgerkriegs“ liefert eine detaillierte Liste der finanziellen und materiellen Hilfen, die den Aufständischen zu Gute kamen, sowie die Namen der Geldgeber.

  • Nazis in Bilbao

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    Jahre der faschistischen Freundschaft

    Schon lange vor dem Spanienkrieg bestand die deutsche Gemeinde in Bilbao vorwiegend aus Nazis oder deren Sympahisanten. Während des Krieges sorgte die von Hitler entsandte Luftwaffe mit ihrer Legion Condor, dass die Aufständischen um Franco den Krieg für sich entscheiden konnten. Nach dem Krieg waren die franquistischen Amtsträger Bilbaos gefällige Gastgeber der Nazis in der Stadt. Für ihre Kriegswirtschaft nahmen die Deutschen alles mit, was sie für ihre Weltkriegs-Feldzüge brauchen konnten.

  • Nazis in Durango

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    Legion Condor war doch beteiligt

    Am 31. März 1937 wurde die bizkainische Kleinstadt Durango während des Spanienkrieges bei einem Fliegerangriff bombardiert, es kam zu mehr als 300 Toten. Bis heute waren Historiker*innen davon ausgegangen, dass diese Bombardierung von der italienischen Luftwaffe „Aviazione Legionaria Italiana“ ausgeführt wurde, die Franco von Mussolini zur Hilfe geschickt worden war. Neue Nachforschungen haben ergeben, dass auch die Nazis mit ihrer Legion Condor an dieser Bombardierung direkt beteiligt waren.

  • Paris zeigt Guernica

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    Picassos Bild gegen den Krieg

    Am 26. April 2018 sind es genau 81 Jahre, dass die baskische Kleinstadt Gernika von der Legion Condor, einem von Hitler für Franco geschickten Kriegsgeschwader in Schutt und Asche gelegt wurde. Der Spanienkrieg war in vollem Gang. Die mörderische Zerstörung Gernikas bewegte Pablo Picasso, dem von der republikanischen Regierung für die Weltausstellung in Paris 1937 in Auftrag gegebenen Bild den Namen „Guernica“ zu geben. Bis heute vergeblich fordert die baskische Regierung das Bild für Gernika.

  • Picassos Geheimnisse

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    Die Entschlüsselung des „Guernica“-Bilds

    Die Geschichte und Ikonografie von Pablo Picassos Bild „Guernica“ beschäftigt Historiker*innen wie Kunstexpert*innen gleichermaßen. Was oder wieviel hat das Bild mit der Zerstörung der baskischen Stadt Gernika (baskischer Name) zu tun? Welche Symbolik haben die Figuren, die auf dem Bild erscheinen? Der Kunsthistoriker Jörg Martin Merz hat eine neue Interpretation von Picassos Antikriegs-Gemälde vorgelegt. Dargestellt wird sie im SZ-Artikel „Warum 'Guernica´ nichts mit Guernica zu tun hat“.

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