28 items tagged "Wirtschaft"

  • Antisozialer Tourismus

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    Konsequenzen des Massentourismus

    Die im Baskenland auflagenstärkste Tageszeitung, aus der der folgende Kolumnen-Text stammt, ist nicht als besonders tourismus-kritisch bekannt. Vielmehr bedient sie das bürgerliche Publikum und Gewerbe, und berichtet gerne über die Anstrengungen der Behörden, dem Tourismus Tür und Tor zu öffnen: die Rekorde des Guggenheim, die Errungenschaften eines Kreuzfahranlegers, die Zukunft des für die Bevölkerung völlig unnützen Hochgeschwindigkeitszuges. Der hier dokumentierte Text ist eine Ausnahme.

  • Baskenland Jahresrückblick '17

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    Von Waffen, Sexismus, Fischzucht und Folter

    Zu den wichtigsten Themen im Baskenland 2017 gehörten Ereignisse, die sich „außerhalb“ abspielten: die Schließung des AKW Garoña direkt vor der Grenze und das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien. Und was noch? Die Waffenabgabe von ETA war ein großer Schritt im „Friedensprozess“, aber auch der einzige. Sonst: Schnellzug wird weitergebaut, AKW wird zu Fischfabrik, ein Folterbericht und ein Vergewaltigungsprozess machen Furore, Massentourismus steht heftig zur Debatte, Korruption ist überall.

  • Baskische Spitzentechnologie

    aht001Mit dem BC3 gegen Klimawandel

    Seit im vormals hochindustrialisierten Baskenland in den 80er Jahren auf europäischen Beschluss große Teile der Schwerindustrie stillgelegt wurden, geht die wirtschaftliche Tendenz in Richtung Dienstleistung. Tourismus ist das allgemeine Zugpferd, auf das so gut wie alle Institutionen setzen. Daneben gibt es die von der Baskischen Regierung geförderte Hochtechnologie, die innerhalb des spanischen Staates eine Spitzenposition erreicht hat. Als Beispiel das Forschungszentrum BC3.

  • Baskischer Alltag (1)

    K17
    Missing

    Im Baskenland verschwinden jedes Jahr mehr als 2.000 Personen. 60% sind Jugendliche, die sich wegen Stress oder Streit aus ihrem Umfeld verabschieden, oder unbegleitete jugendliche Migranten. Ansonsten sind es vor allem ältere Menschen, die beim Spaziergang aus Desorientierung den Weg verlieren und nicht zurückkehren. Die meisten Fälle klären sich innerhalb von 48 Stunden auf. Positiv oder negativ. Nackte Zahlen – anonyme Statistik. Ihre Anonymität verliert das Zahlenspiel, wenn es sich um eine bekannte Person handelt.

  • Baskischer Waffenhandel

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    Produktion im Wert von 800 Millionen Euro

    Baskische Unternehmen verkaufen Militärmaterial im Wert von 800 Millionen Euro, daraus wird ein Gewinn von 150 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen wurden von Organisationen in Bilbao bekanntgegeben, die sich mit den Themen Ökologie, Antimilitarismus und Internationalismus beschäftigen. Im April 2017 veranstalteten sie eine Protestfahrt, die von Bilbao über Barakaldo nach Getxo führte. Dabei wurde auf den fragwürdigen Wirtschaftszweig aufmerksam gemacht, der Waffen in Kriegsgebiete bringt.

  • C19-Situation im Baskenland

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    Interview mit dem Kulturverein Baskale

    Das Baskenland ist neben Katalonien und Madrid zu einem Zentrum der Coronavirus-Krise geworden. Die Hauptstadt Gasteiz ist stark betroffen, der Tourismus ist zum Erliegen gekommen, alle gastronomischen Betriebe sind ebenfalls geschlossen, die für Bilbao geplante Fußball-Europa-Meisterschaft ist verschoben, kulturelles und politisches Leben gibt es praktisch nicht mehr. BASKULTUR.info hat eine Aktivistin des baskisch-deutschen Kulturvereins BASKALE nach ihrer Einschätzung zur Situation befragt.

  • Coronavirus – Fünfte Woche

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    Industrielle Produktion wird stillgelegt

    Die dritte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit beginnt im spanischen Staat mit einer wichtigen Zusatzmaßnahme: der “Einstellung aller nicht essenziellen wirtschaftlichen Aktivitäten“. Fabriken und Gewerbe bleiben somit geschlossen. Nur zur Bekämpfung der Pandemie wird noch gearbeitet. Gleichzeitig wird gebetsmühlenhaft der Tag X beschworen, an dem die Zahlen von Toten und Neuansteckungen zurück gehen und es nur noch Berichte von als geheilt Entlassenen gibt.

  • Coronavirus – Sechste Woche

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    Wem sollen wir noch glauben?

    Schlossallee verkauft, gehe zurück zur Badstraße. Die vierte Woche Alarmzustand, Ausgangssperre, Einschränkung der Bewegungsfreiheit sollte eigentlich die letzte sein. Doch alle Maßnahmen der Regierungen waren so unkoordiniert wie wirkungslos. Das Volk bleibt im Käfig bis zum 26. April. Nicht so Industrie und Bauwesen, die Protagonisten der kapitalistischen Wirtschaft dürfen wieder schweißen und wühlen. Auf Kosten der Beschäftigten. Der Stressfaktor der Sperrzeiten wird zweifellos immens zunehmen.

  • Coronavirus – Verlängerung

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    Warten auf den Höhepunkt

    Maßnahmen wie Ausgangssperre und Einschränkung der Mobilität haben im Baskenland bisher zu keiner Verbesserung der Situation geführt. Die Maßnahmen sind ungenügend, werden nicht konsequent eingehalten, Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Die Verantwortlichen warten auf den Höhepunkt, den Tag mit den meisten Neu-Ansteckungen und Toten. Danach soll die Welt wieder ins Gleichgewicht kommen. Italien stirbt langsam. Die Botschaft Chinas, das die Pandemie überwunden hat, will niemand hören.

  • Coronavirus a la Vasca

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    Der baskische Alltag mit Covid-19

    Wer einen Begriff davon hat, was Globalisierung bedeutet, wer weiß, wie Massentourismus heutzutage funktioniert, wer sich ungefähr vorstellen kann, wie viele Flugzeuge und Handelsschiffe jeden Tag rund um den Planeten kreisen – konnte sich leicht ausrechnen, dass der chinesische Coronavirus, COVID-19, eher früher als später auch im Baskenland landen würde. Die bedrohliche Epidemie zieht ihre Kreise. Was gestern aus dem Ausland berichtet wurde, wiederholt sich heute vor der Haustüre. (Dieser Artikel wird täglich aktualisiert.)

  • Coronavirus, Ausnahmezustand

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    Beschränkungen der Bewegungsfreiheit

    Die Maßnahmen wegen der Coronavirus-Verseuchung haben im Baskenland (Spanien) eine neue Stufe erreicht: Die Regierung in Madrid hat am 14.3. den Notstand ausgerufen und eine relative Ausgangssperre verhängt. Bis auf Läden von primärer Lebensnotwendigkeit wurden alle Geschäfte geschlossen. Wer auf der Straße ist, muss gute Gründe nachweisen können, Polizei kontrolliert überall. Zuwiderhandlung steht unter Strafe. Zuvor hatte Welt-Gesundheits-Organisation WHO hat die Epidemie zur Pandemie erklärt.

  • Der ignorierte Generalstreik

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    Wenn Bask/innen allein streiken

    Vermutlich hat kaum jemand im deutschsprachigen Raum mitbekommen, dass es im Baskenland am 30. Januar einen Generalstreik gab. Sogar Zeitungen, die sich sozialistisch nennen oder die sich als linke Medien definieren, war es bestenfalls eine Randmeldung wert, dass auf beiden Seiten der Pyrenäen-Grenze mehrere hunderttausend Menschen für würdige Renten, Löhne und Arbeitsbedingungen streikten und auf die Straßen gingen: Schüler*innen, Jugendliche, Arbeitnehmer*innen und vor allem Rentner*innen.

  • Forschung Entwicklung

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    Innovation als Krisenfeuerwehr

    Österreich könnte vom Baskenland in Sachen angewandte Forschung und Innovation einiges lernen. Das meint das mittelständische Forschungs-Netzwerk Austrian Cooperative Research (ACR) nach einer Studienreise nach Donostia und Bilbo. Der Abschlussbericht zeigt, wie in der Autonomen Gemeinschaft nach der Krise der 80er Jahre Industrie-Förderung betrieben wurde, mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Technologie-Entwicklung. Mit Zahlen belegt ACR, dass die Basken im europäischen Vergleich sehr gut dastehen.

  • Fracking-Verbot im BL

    fracking gasteizEnergiepolitik und Umweltschutz

    Seit Jahren ist Fracking Thema Nummer eins in der baskischen Ökologie-Bewegung. Trotz der vernichtenden Erfahrungen aus den USA ist das Thema in der Politik umstritten. Die Zentralregierung setzt bedingungslos auf Fracking, regionale Parlamente jedoch – u.a. Kantabrien und Navarra – wollen sich diesem Joch nicht beugen. Problematisch, dass die Kompetenz für eine Fracking-Politik in Madrid liegt. Deshalb gehen die Gegnerinnen des Fracking neue Wege, die nicht allein auf Verbot setzen.

  • Generalstreik im Baskenland!

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    Wenn sonst nichts hilft …

    In den Städten, Dörfern und Stadtteilen des Baskenlandes werden eifrig Komitees zusammengestellt, Strategien besprochen, Plakate werden verklebt, Presseerklärungen herumgeschickt. Etwas Wichtiges bahnt sich an: ein Generalstreik! Im Baskenland gibt es diese politisch umstrittene Form des Streiks nach wie vor. Einzige Voraussetzung: eine Gewerkschaft – oder mehrere – muss dazu aufrufen. Den Organisator*innen geht es am 30. Januar 2020 um “Rente, Löhne, würdiges Leben“, so das Motto der Mobilisierung.

  • Illegale Tourismus-Wohnungen

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    Bußgelder wegen irregulärer Vermietung

    Der Massentourismus hat längst das Baskenland erreicht. San Sebastian schon länger, nun ist Bilbao immer mehr im internationalen Blickfang. Gentrifizierung, AIRBNB, Wohnungsarmut, Preissteigerungen und Vertreibung einheimischer Bevölkerung aus den Zentren sind die Schlagworte, die die öffentliche Diskussion markieren. Die baskische Regierung hat nun begonnen, Strafen zu verhängen gegenüber Eigentümern von Tourismus-Wohnungen, die illegal oder irregulär vermietet werden. Eine überfällige Maßnahme.

  • Kabeljau-Fischerei

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    Geschichte der baskischen Kabeljau-Fischerei

    Im Auftrag des Kabeljau-Unternehmens Biscay Seafood haben die Historiker José Maria Unsain und Peio Urrutia ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Die Basken und die Kabeljau-Fischerei / The Basque cod fishery“. Die Publikation ist zweisprachig, Englisch und Spanisch. Sie zeigt das Panorama der abenteuerreichen Kabeljau-Fischerei, vom 16. Jahrhundert bis in die heutigen Tage. In der zweiten Hälfte des Buches ist eine umfangreiche Fotosammlung zu finden, die von jenen Fischerei-Erfahrungen zeugt.

  • Kein Fracking im BL

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    Verzichtserklärung der baskischen Regierung

    Im gesamten spanischen Staat ist die „Hydraulic Fracturing“ oder kurz „Fracking“ genannte Methode, Erdgas-Vorkommen zu erschließen, sehr umstritten. Verschiedene Regional-Regierungen versuchten sich mit Verbots-Gesetzen, die von der Zentralregierung gekippt wurden. In der baskischen Provinz Araba werden Gas-Vorkommen vermutet, die Genehmigung für einen Fracking-Versuch liegt vor. Den will die baskische Regierung nun aber nicht wahrnehmen, sie hat einen Verzicht auf die Fracking-Technik angekündigt.

  • Meeresenergie Mutriku

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    Wellenkraft-Pionieranlage in Gipuzkoa

    Fünf Jahre nach seiner Fertigstellung hat das Wellenkraftwerk von Mutriku gleich zwei Rekorde geschlagen. Zum einen ist es das weltweit produktivste, in keinem anderen wurde eine vergleichbare Menge an Energie erzeugt; zum anderen ist es das einzige Werk in Europa, das an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen ist. Für die baskische Regierung ist es ein Vorzeige-Projekt, das unter Beweis stellen soll, dass sie im Bereich moderner Technologie auf Forschung und alternative Energiequellen setzt.

  • Mit und ohne Fracking

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    Umstrittene baskische Gas-Pläne

    Ökologisch gesehen ist es umstrittener denn je, weiter auf Erdöl, Kohle oder Erdgas zu setzen. Doch letzteres gehört zum Energie-Versorgungs-Plan der baskischen Regierung. Dafür hat sie nun von der spanischen Regierung die Zustimmung erhalten, in der Provinz Araba Probebohrungen durchzuführen, die zu einer Förderung führen könnten. Die baskische Opposition und alle Ökologie-Gruppen laufen Sturm. Zwar ist die Fracking-Methode vom Tisch. Doch fossile Brennstoffe sind mega-out – Windenergie ist in.

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