24 items tagged "Navarra"

  • „Azken Muga – Letzte Grenze“

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    Partizipatives Kunst- und Kultur-Projekt

    Zwischen Bedaio und Azkarate, am Aufstieg zum Aralar-Bergmassiv, gibt es nach wie vor eine Grenze: die „Azken Muga – Letzte Grenze“, die Gipuzkoa und Navarra trennt. Bei zwei Buchenwäldern wird das Gebiet durch eine Schranke geteilt. In dieser Umgebung haben Künstlerinnen verschiedener Disziplinen zum Thema „Letzte Grenze“ gearbeitet und im Sommer 2016 ihre Werke in der Natur installiert. Gemeinsam mit der Bevölkerung der Dörfer wurde das Programm „Azken Muga – Letzte Grenze“ ins Leben gerufen.

  • Andres Gangoiti Cuesta

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    Des Heizers letzte Reise

    Andrés Gangoiti ist eine der vielen tragischen Figuren des Spanienkrieges vor mehr als 80 Jahren. Er war nicht der einzige, der im falschen Moment am falschen Ort war. Und das, obwohl er nicht direkt am Kriegsgeschehen teilgenommen hatte. Mit 15 Jahren fuhr Andrés zur See, wie viele aus seiner Familie. Lange sollte diese Laufbahn nicht dauern, dafür sorgten der Putsch der Franco-Generäle und der Spanienkrieg, der im Baskenland nur 11 Monate dauerte, bis zum 19. Juni 1937, als Bilbao besetzt wurde.

  • Azken Muga 2017 – Bilanz

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    Zweite Ausgabe des „Letzte Grenze”-Festivals

    Im Oktober 2017 wurde die zweite Ausgabe des Kultur-Festivals Azken Muga (Letzte Grenze) an der Grenze zwischen Navarra und Gipuzkoa abgeschlossen. Von Juli bis September (mit Nachschlag Januar) wurde eine Vielzahl verschiedenster kultureller, musikalischer und künstlerischer Aktivitäten durchgeführt. Beteiligt waren Künstler*innen, Musiker*innen, Bertsolaris und Volkstänzer*innen – sowie viele Freiwillige, die das Ganze organisieren halfen mit tatkräftiger Unterstützung der umliegenden Gemeinden.

  • Baskische Identität

    owep01Katholizismus und Nationalismus

    Die gemeinsam von Renovabis und dem Zentralkomittee der deutschen Katholiken herausgegebene Vierteljahres-Zeitschrift “OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) publizierte 2008 den Artikel “Wir sind die Basken des Baskenlandes – baskische Identität(en) heute“. Die Autorin Antje Bräcker hat 1998/1999 an der Universidad San Sebastián (Donostia) studiert und ist z. Zt. Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Trier.

  • Baskische Schmuggler

    schmuggel01Altes Gewerbe im Baztan

    Wenn Leute im Baztan-Tal nach derSchmugglerei gefragt werden, erzählen sie, dass fast alle Bewohnerinnnen in irgendeiner Weise am Geschäft beteiligt waren. Das Baztan-Tal liegt ideal für diese illegale Tätigkeit, am Fuße der noch niedrigen Pyrenäen, unterhalb der französisch-spanischen Grenze, nicht leicht zugänglich. Der neueste Trend: die Geschichte der Schmugglerwege wird nun in alternativem Tourismus aufgearbeitet, ein Verein bietet Exkursionen an, eine Nacht oder sieben Tage.

  • Burg Irulegi Navarra

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    Wechselvolle Geschichte einer königlichen Festung

    Navarrer haben die Burg Irulegui gebaut, Navarrer haben sie abgerissen und Navarrer*innen sind nun dabei, die Reste der Festung wieder auszugraben. Irulegi diente einst dem Königreich Navarra als Stützpunkt. Später wurde es von Kastilien erobert, zurückerkämpft und von Navarra selbst geschliffen, um es nicht erneut dem Feind in die Hände fallen zu lassen. Seit 10 Jahren wird auf dem Berg im Aranguren-Tal gegraben, die Grundfesten sind schon deutlich zu sehen. Bald wird die alte Burg zu besuchen sein.

  • Euskara im Mittelalter

    eusk001Euskara am navarrischen Hof

    Das Staatsarchiv von Navarra stellt in einer seiner Galerien im Monat April einen Briefwechsel aus, der von zwei Staatsbeamten – Martín de San Martín und Machín de Zalba – mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 1416 geschrieben und unterzeichnet wurde, ein Briefwechsel, der als der längste handgeschriebene Text in baskischer Sprache aus dem Mittelalter gilt. De Zalba war königlicher Schatzmeister von Carlos dem III. (el Noble), in den Briefen geht es um Steuerfragen und private Angelegenheiten.

  • Faschisten im Baskenland

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    Immer wieder die Falange

    Eine Gruppe von Neonazis bedroht im Baskenland linke Aktivist*innen. Die Gruppe „Falange Vasconavarra” (Baskisch-Navarrische Falange) versichert, bis zu 100 Mitglieder zu haben. Über soziale Netze wurden zuletzt mithilfe von Fotos immer wieder linke Treffpunkte als potentielle Angriffsziele markiert – und danach tatsächlich mit Sprühereien und Sachbeschädigungen attackiert. Die Naziführer weisen jegliche Verantwortung zurück und geben sich als „ordnungsliebende Partei“. Bisher ohne Personenschaden.

  • Franquismus in Navarra 1936

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    Das kämpferische Leben der María Camino

    Am 10. August 1936 wurde die republikanische Lehrerin Camino Oscoz Urriza ermordet. Der Grund: sie war Mitglied der kommunistischen Partei und der Gewerkschaft UGT. Außerdem war sie eine engagierte Lehrerin. Nach ihrer Festnahme am 31. Juli 1936 und 10 Tagen Gefängnis in Pamplona, wurde sie am 10. August aus dem Gefängnis geholt, ohne zu wissen, was auf sie wartete. Falangisten führten sie zu einem Auto mit laufendem Motor. Sie wurde beseitigt wie so viele andere ohne je vor Gericht gestanden zu haben.

  • Frauen im Franquismus

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    Sklavinnen der Kirche

    Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung. Mithilfe einer Webseite und der Publikation von persönlichen Erinnerungen kämpft die Gruppe „La Comuna“ (Die Kommune) gegen das Vergessen der franquistischen Repression und gegen die Straffreiheit der Täter jener Zeit, die sich über Jahrzehnte fortgesetzt hat. Mehr als 40 Jahre nachdem der Diktator und Massenmörder Franco im Bett und im Vollbesitz seiner Macht starb. Überlebende des Franquismus, die Repression erlitten hatten, haben „La Comuna“ gegründet.

  • Geschichts- und Kultur-Archiv

    sancho deia1xDas Archiv des Baskenlandes

    Vor 50 Jahren (1964) wurde das Studien- und Forschungs-Zentrum Sancho el Sabio (Sancho der Weise) gegründet, die später vom Sozialwerk der Sparkasse Vitoria zur Stiftung gemacht wurde. Heute ist die Einrichtung bedeutender Bezugspunkt für alle Aspekte der baskischen Gesellschaft und Kultur. Da das historische Baskenland kein einheitlich verwaltetes Territorium darstellt, gibt es kein gemeinsames National-Archiv. In dieser Lücke hat sich die Stiftung ihren Platz erkämpft und einen weitreichend guten Ruf erarbeitet.

  • Hausbesetzung in Pamplona

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    Jugendliche Selbstorganisation in der Stierstadt

    Im Dezember 2015 begann in der Compañia Straße der Altstadt von Iruñea (Pamplona) ein neues Besetzungs-Projekt. Kurz danach beschloss die Vollversammlung der Besetzerinnen, den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen alternativen Standort in einer alten Villa am Rande des Altstadt zu akzeptieren. So schnell es geht wollen die jungen Aktivistinnen dort Wurzeln schlagen und ihr Kulturprojekt vorantreiben. Geplant ist, das neue Gaztetxe-Jugendhaus Iruñea am 29.Oktober zu öffnen: fröhlich und ungehorsam.

  • Historisches Gedenken

    sagardia01Ein Verbrechen wird aufgeklärt

    Im blutigen Sommer von 1936 wurde in Navarra eine schwangere Frau mit sechs ihrer Kinder in die Felsspalte von Legarrea geworfen. Nicht aus politischen Gründen, dennoch ist nicht klar, wie es zu diesem brutalen Mord kam. Bisher war dieses Kapitel aus dem Spanischen Krieg im Dunkeln geblieben. Doch ohne Klärung lastet die Geschichte wie eine offene Wunde im Bewusstsein einer Familie und eines ganzen Dorfes. Nachforschungen und ein neues Buch beleuchten das Sagardía-Verbrechen.

  • Itoiz: der umstrittene Stausee

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    Ökologie, Korruption und direkte Aktion

    Itoiz war ein kleiner Ort in den südlichen Pyrenäen-Ausläufern von Navarra. Bekannt wurde er in den 80er und 90er Jahren als Namensgeber für einen großen Stausee, der gleichzeitig das Verschwinden des Dorfes bedeutete, weil große Teile der zum Ort gehörenden Ländereien überflutet wurden. Der Protest gegen das ökologisch fragwürdige Großprojekt ließ nicht auf sich warten, Bürgerinitiativen mit verschiedenen Strategien formierten sich, um einen Baustopp zu erreichen – teilweise mit spektakulärem Erfolg.

  • Iturissa - Navarra

    iturissa01Urzeitliche Baskenstadt

    Moderne Techniken wie Geomagnetismus, Georadar, elektrischer Widerstand und Geoarchäologie haben die Existenz einer urzeitlichen Siedlung bestätigt, die im Norden von Navarra in der ausgedehnten Hochebene von Auritz begraben liegt. Alle bisherigen Funde deuten in die Richtung, dass es sich um die vaskonische Stadt Iturissa handeln könnte, die bereits vom berühmten griechischen Historiker und Philosophen Claudius Ptolemäus vor 1.900 Jahren erwähnt wurde. Ein definitiver Beweis steht noch aus.

  • Königreich Navarra (1)

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    Ruinen der Festung Orzorrotz freigelegt

    Im Laufe der Jahrhunderte hat die Natur die Reste der Festung Orzorrotz in Nord-Navarra unter der Oberfläche verborgen. Von kastilischen Truppen wurde die Burg um 1522 zerstört. Im Jahr 2016, fast 500 Jahre später, kommen bei Ausgrabungen Teile des Fundaments zum Vorschein, erneut sichtbar wird somit die Geschichte dieses strategischen Ortes im ehemaligen Königreich Navarra. Neben Orzorrotz wurden auch andere Burgen zerstört, um den Navarrern nach der Eroberung ihren Widerstandsgeist zu nehmen.

  • Kunst im Wald

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    LETZTE GRENZE – Kunst und Kultur

    Wo vor 2000 Jahren die Römer vorbeikamen, wo sich vor 800 zwei Königreiche gegenüberstanden, wo vor 60 Jahren noch ein Schlagbaum stand, wo die Mikeletes genannte Polizeitruppe Schmuggel und illegalen Grenzübertritt verhindern sollte – dort haben verschiedene Künstlerinnen und Künstler in der Natur große Skulpturen aufgestellt, im Buchenwald und auf den Weiden. LETZTE GRENZE heißt das Kunst- und Kulturprojekt, das nach 2016 bereits in seinen zweiten Durchgang geht – auf Baskisch: AZKEN MUGA.

  • Pamplona – Iruñea

    pamplona05Geschichten um Stiere und Hemingway

    Auch wenn die Stadt keinen Strand hat, ist August der Monat, in dem Pamplona die meisten Touristinnen empfängt. Vor allem in der Altstadt tauchen sie auf, die Kamera immer griffbereit. Was die meisten zuallererst wissen wollen: wo laufen im Juli die Stiere lang? Im Sommer sind nicht mehr die Fiestas oder Ernest Hemingway die touristischen Renner der Stadt, sondern die Absperrgeländer der Stierlaufbahn und die Figur des Heiligen San Fermin, der den Fiestas seinen Namen verleiht.

  • Pamplona exhumiert

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    Ende des Faschisten-Mausoleums in Navarra

    Auf dem Weg zur Aufarbeitung des Franquismus kommt es in Pamplona (baskisch: Iruñea) zu einem historischen Schritt, der für die Opfer von Krieg und Diktatur einen Hoffnungsfunken darstellt. Die linksliberale Stadtverwaltung will die Leichen der Putsch-Generäle Emilio Mola und José Sanjurjo exhumieren, die bisher in einer Art Mausoleum begraben sind, in dem in der Vergangenheit regelmäßig Gottesdienste und Ehrungen stattfanden. Die navarrische Rechte protestiert gegen den Wegfall der Ehrenstätte.

  • Politische Justiz in Spanien

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    Rachejustiz im Baskenland und in Katalonien

    Die jüngste Verurteilung von baskischen Jugendlichen zu hohen Haftstrafen, sowie die Anklagen gegen katalanische Politiker machen zwei Dinge klar: die spanische Justiz urteilt durchweg politisch. Und gegen die „Verräterprovinzen“ ist ohnehin jede juristische Maßnahme gerechtfertigt. Gesetze sind die Mittel zum Zweck, wenn nötig im Widerspruch zu Menschenrechten. Immer steht der Feind links, für Ordnung sorgt die paramilitärische Guardia Civil. Das hat sie bereits während der Franco-Diktatur getan.

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