Deutsche Spuren

Die Abteilung DEUTSCHE SPUREN beschreibt die Erinnerung an die Gegenwart von Personen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, dem sog.deutsch-sprachigen Raum also. Persönlichkeiten, die im Baskenland auf unterschiedliche Weise gewirkt haben: als Industrielle, Militärs, Wissenschaftler, Literatinnen / Literaten.

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Legion Condor war doch beteiligt

Am 31. März 1937 wurde die bizkainische Kleinstadt Durango während des Spanienkrieges bei einem Fliegerangriff bombardiert, es kam zu mehr als 300 Toten. Bis heute waren Historiker*innen davon ausgegangen, dass diese Bombardierung von der italienischen Luftwaffe „Aviazione Legionaria Italiana“ ausgeführt wurde, die Franco von Mussolini zur Hilfe geschickt worden war. Neue Nachforschungen haben ergeben, dass auch die Nazis mit ihrer Legion Condor an dieser Bombardierung direkt beteiligt waren.

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Der Baskenland- und Euskara-Forscher aus Berlin

Wilhelm Humboldt bereiste Europa und studierte Gewohnheiten und Sprachen, wie das Euskera. Sein Bruder Alexander fuhr nach Amerika und untersuchte Himmel, Flüsse und Tausende von botanischen Arten. Wilhelm (1767-1835) widmete sich der Anthropologie und reiste durch Europa, um die Sprachen zu lernen und Geschichte und Gewohnheiten der Völker zu studieren. Seine beiden Baskenland-Reisen trugen zum Euskera-Studium bei, er beschrieb das Land, seine Bevölkerung und seine politisch-soziale Struktur.

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Die Wunstorf-Guernica-Connection

Sich mit dem Namen „Guernica“ zu schmücken ist in Deutschland zu einer institutionellen Mode geworden. Dass gerade der 80. Jahrestag der Bombardierung der baskischen Stadt Gernika war, hat sicher dazu beigetragen, das gleichnamige Picasso-Gemälde wurde deshalb besonders oft in den Medien gezeigt. Doch auch vorher schon zierte „Guernica“ das Straßenbild deutscher Städte. In Kriegszeiten sind Friedenssymbole besonders begehrt, um die politische Praxis zu verschleiern. Geschichtslos, zusammenhanglos.

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Gernika-Bizkaia / Wunstorf-Hannover

Am 26. April 2017 ist es 80 Jahre her, dass die baskische Stadt Gernika von Fliegern der deutschen Legion Condor in Schutt und Asche gebombt wurde. Die NS-Regierung unterstützte damals einen Militärputsch gegen die spanische Republik. Presseberichte über den Angriff und Fotos von den Ruinen sorgten weltweit für Entsetzen. Pablo Picasso schuf unter dem Eindruck der Verwüstungen sein bekanntestes Gemälde, nannte es „Guernica“ und machte den Namen zum Synonym für Leiden der Zivilbevölkerung im Krieg.

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Kleine Anfrage der Fraktion
Die Linke

Am 26. April 2017 jährt sich zum 80. Mal die nahezu komplette Zerstörung der baskischen Stadt Gernika (spanisch: Guernica) durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte unter dem Kommando der deutschen Legion Condor. Die Angriffe fanden ohne jeden Zusammenhang mit Kampfhandlungen statt. Ziel war die Zivilbevölkerung, hunderte bis tausende Menschen starben. Militärische Ziele wie eine Munitionsfabrik außerhalb der Stadt blieben unbeschädigt. (Kleine Bundestags-Anfrage der Fraktion der Linken).

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Republikanische Gefangene in Nazi-KZ`s

In der Absicht, die historische Erinnerung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, begann der Kulturverein Aritza (Aritza Kultur Elkartea, „aritza“ bedeutet Eiche) in Villabona-Amasa (Gipuzkoa) mit einer Nachforschung über Personen aus dem Ort und ihre Geschichte während und nach dem Spanienkrieg von 1936 bis 1939. Dabei entdeckten sie das Schicksal eines Bewohners aus Amasa, der im Konzentrationslager Mauthausen in Österreich zu Tode gekommen war. Die Nachforschungen führten sie nach Österreich.

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