Krieg 1936

Krieg 1936 behandelt die Ereignisse nach dem Militär-Aufstand vom 18.Juli 1936, insbesondere die Folgen des Krieges für das Baskenland: die Vernichtung der Stadt Gernika durch die Legion Condor, Geschichte des Picasso-Gemäldes. Konsequenzen der Diktatur in den baskischen Regionen, nazistische Intervention während des 2.Weltkriegs in Südfrankreich, das Konzentrationslager Gurs, die Maquis-Guerrilla - Aufarbeitung von Krieg und Diktatur.

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Franquismus: Auch Pfarrer nicht verschont

Ein dunkles und bis heute relativ unbearbeitetes Kapitel der Geschichte der spanischen Franco-Diktatur ist die Repression gegen die Arbeiterpriester der 1960er Jahre. Die katholische Kirche war neben dem Militär, der Guardia Civil, der Falange und der Oligarchie eine der Grundsäulen des faschistischen Regimes. In der baskischen Kirche hingegen gab es Räume, die für den antifranquistischen Wiederstand genutzt wurden – selbstverständlich entgegen der Kirchenoberen. Die Opfer fordern Anerkennung.

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Das kämpferische Leben der María Camino

Am 10. August 1936 wurde die republikanische Lehrerin Camino Oscoz Urriza ermordet. Der Grund: sie war Mitglied der kommunistischen Partei und der Gewerkschaft UGT. Außerdem war sie eine engagierte Lehrerin. Nach ihrer Festnahme am 31. Juli 1936 und 10 Tagen Gefängnis in Pamplona, wurde sie am 10. August aus dem Gefängnis geholt, ohne zu wissen, was auf sie wartete. Falangisten führten sie zu einem Auto mit laufendem Motor. Sie wurde beseitigt wie so viele andere ohne je vor Gericht gestanden zu haben.

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Untersuchung von Verbrechen über Argentinien

In Argentinien werden Verbrechen untersucht, die während der franquistischen Diktatur Spaniens gegen Frauen verübt wurden. Die argentinische Richterin Maria Servini hat eine Klage der Frauen-Organisation Women's Link Worldwide akzeptiert. Die hatte eine Untersuchung aller Verbrechen gegen Frauen gefordert, die während des Krieges von 1936 bis 1939 und der folgenden Franco-Diktatur verübt wurden – Verbrechen gegen Frauen, weil sie Frauen waren. Die Klage von WLWW bezieht sich auf sechs konkrete Fälle.

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Durango kämpft um seine Geschichte

Es geschah am 31. März 1937, vor etwas mehr als 81 Jahren. Bei einem Luftangriff der italienischen Luftwaffe, die Mussolini zur Unterstützung des franquistischen Militäraufstands geschickt hatte, wurde die bizkainische Kleinstadt Durango zerstört. 336 Menschen fanden bei diesem Massaker den Tod, unzählige wurden verletzt. Es versteht sich von selbst, dass in Durango jedes Jahr Ende März an diesen schwarzen Tag erinnert wird. Bis heute sucht die Stadt Justiz, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.

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Sklavinnen der Kirche

Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung. Mithilfe einer Webseite und der Publikation von persönlichen Erinnerungen kämpft die Gruppe „La Comuna“ (Die Kommune) gegen das Vergessen der franquistischen Repression und gegen die Straffreiheit der Täter jener Zeit, die sich über Jahrzehnte fortgesetzt hat. Mehr als 40 Jahre nachdem der Diktator und Massenmörder Franco im Bett und im Vollbesitz seiner Macht starb. Überlebende des Franquismus, die Repression erlitten hatten, haben „La Comuna“ gegründet.

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Weiterer Schritt in der Kriegs-Aufarbeitung

Es ist schwer vorstellbar, dass von einer Leiche nur zwei Oberschenkel-Knochen übrig bleiben, auch wenn sie seit mehr als 80 Jahren unter der Erde liegt. So dachten viele der knapp 100 Personen, die sich am 24.3.2018 nach Lemoa in Bizkaia aufmachten, um an einem Bergabhang der Exhumierung eines Soldaten aus dem Spanienkrieg beizuwohnen. Vor 81 Jahren hatten hier heftige Schlachten stattgefunden zwischen den aufständischen Faschisten mit ihren Verbündeten und der baskischen Verteidigungsarmee.

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