Krieg 1936

Krieg 1936 behandelt die Ereignisse nach dem Militär-Aufstand vom 18.Juli 1936, insbesondere die Folgen des Krieges für das Baskenland: die Vernichtung der Stadt Gernika durch die Legion Condor, Geschichte des Picasso-Gemäldes. Konsequenzen der Diktatur in den baskischen Regionen, nazistische Intervention während des 2.Weltkriegs in Südfrankreich, das Konzentrationslager Gurs, die Maquis-Guerrilla - Aufarbeitung von Krieg und Diktatur.

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Blinde Flecken der Kriegs-Aufarbeitung

Nicht nur Männer waren von der franquistischen Repression betroffen. Weniger bekannt und erforscht ist, dass der spanische Diktator Franco auch baskische Frauen erschießen und in der Provinz Bizkaia zwei zusätzliche Gefängnisse ausschließlich für Frauen einrichten ließ. Über das Frauen-Gefängnis Saturraran in Mutriku ist einiges bekannt, deutlich weniger über die Anstalten in den Kleinstädten Zornotza (Amorebieta) und Durango, in denen viele Spanierinnen und weniger Baskinnen eingesperrt waren.

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Ende des Faschisten-Mausoleums in Navarra

Auf dem Weg zur Aufarbeitung des Franquismus kommt es in Pamplona (baskisch: Iruñea) zu einem historischen Schritt, der für die Opfer von Krieg und Diktatur einen Hoffnungsfunken darstellt. Die linksliberale Stadtverwaltung will die Leichen der Putsch-Generäle Emilio Mola und José Sanjurjo exhumieren, die bisher in einer Art Mausoleum begraben sind, in dem in der Vergangenheit regelmäßig Gottesdienste und Ehrungen stattfanden. Die navarrische Rechte protestiert gegen den Wegfall der Ehrenstätte.

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Ausstellung zum 80. Jahrestag

Nicht nur im Baskenland und im spanischen Staat findet die Erinnerung an 80 Jahre Krieg ihren Niederschlag. Auch in Deutschland, vielleicht immer mehr, wird an die entscheidende deutsche Beteiligung erinnert, für die insbesondere die Nazi-Flugstaffel „Legion Condor“ verantwortlich zeichnete: erst durch die Luftbrücke zwischen Afrika und dem Festland, um Francos Truppen auf die Halbinsel zu transportieren, danach mit verheerenden Luftangriffen zur Begleitung der spanisch-italienischen Bodenoffensiven.

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Mörderische Bomben auf Otxandio

Die Kleinstadt Otxandio im Südosten Bizkaias kämpft seit 80 Jahren gegen das Vergessen. Nur vier Tage nach Beginn des franquistischen Militäraufstands gegen die spanische Republik wurde der Ort zum Schauplatz eines Kriegsverbrechens. Mit einer Veranstaltungsreihe erinnerte der Ort an die Toten der Bombardierung vom 22. Juli 1936 und setzte erneut die Suche nach den Verantwortlichen für das Massaker auf die Tagesordnung, das sicher noch lange in der kollektiven Erinnerung der Gemeinde präsent bleiben wird.

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80 Jahre nach franquistischem Kriegsverbrechen

Im Oktober 1936 wurden wenigstens 128 Personen von den Franquisten erschossen und auf dem Friedhof von Hernani begraben. Darunter Priester, Partei- und Gewerkschafts-Mitglieder, schwangere Frauen und ein Mädchen von 17 Jahren. Keine dieser Personen hatte irgendwelche bedeutenden politischen Funktionen in der Zeit der Republik. Doch das konnte die franquistischen Militärs, die Requetés und Falangisten nicht bremsen, wild entschlossen suchten sie nach Vorwänden, sich an der Bevölkerung zu rächen.

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Wer finanzierte Krieg und Diktatur?

Der Schmuggelkönig Juan March, das Portugal Salazars, Mussolinis Italien, die deutschen Nazis, verschiedene europäische Banken und viele andere mehr haben eines gemeinsam: während des Spanienkrieges von 1936 bis 1939 finanzierten sie die Franquisten. Eine Publikation von José Ángel Sánchez Asiaín mit dem Titel „Die Finanzierung des Spanischen Bürgerkriegs“ liefert eine detaillierte Liste der finanziellen und materiellen Hilfen, die den Aufständischen zu Gute kamen, sowie die Namen der Geldgeber.

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