Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

01 batzar nagusiSonderrechte und Demokratie

Zwischen 1200 und 1512 wurden die verschiedenen vormals zum Königreich Navarra gehörenden Gebiete von der kastilischen und französischen Krone unterworfen. Durch Heirat, Pakte und militärische Eroberungen. Bei aller Unterschiedlichkeit haben sich die baskischen Provinzen die Option auf Selbstregierung offen gehalten. Neben der Garantie von historischen Sonderrechten – Fueros – entwickelte sich im Baskenland bereits früh eine Art von Demokratie mit Beteiligung breiter Volksschichten.

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Der rote Pfadfinder zurück in Baranbio

Der Spanienkrieg-Freiwillige Fritz Teppich war gerade zwei Monate alt als die Kommunistin Rosa Luxemburg vor 100 Jahren in der Reichshauptstadt ermordet wurde. Er war einer der ersten Ausländer, die aus eigenem Antrieb zur Verteidigung der spanischen Republik in den Süden zogen. Ausgerechnet ins Baskenland. 100 Gründe für Baskultur.Info, die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, in denen das antifaschistische Erbe von Fritz Teppich im Baskenland wieder zu Tage gefördert und gepflegt wurde.

irunaveleia1yEuskal Herria, das Baskenland – eine Einführung

Die sieben baskischen Regionen umfassen rund 20.000 qkm. Araba (Álava), Bizkaia (Vizcaya), Gipuzkoa (Guipúzcoa) und Nafarroa (Navarra) gehören politisch und administrativ zum spanischen Staat. Die französischen Teile des Baskenlandes – Lapurdi (Labourd), Zuberoa (Soule) und Behenafarroa (Basse-Navarre) – werden Iparralde genannt. Araba, Bizkaia und Gipuzkoa sind seit 1978 in der  Autonomen Gemeinschaft des Baskenlandes (CAV-Comunidad Autónoma Vasca) zusammengefasst.

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Franquismus: Auch Pfarrer nicht verschont

Ein dunkles und bis heute relativ unbearbeitetes Kapitel der Geschichte der spanischen Franco-Diktatur ist die Repression gegen die Arbeiterpriester der 1960er Jahre. Die katholische Kirche war neben dem Militär, der Guardia Civil, der Falange und der Oligarchie eine der Grundsäulen des faschistischen Regimes. In der baskischen Kirche hingegen gab es Räume, die für den antifranquistischen Widerstand genutzt wurden – selbstverständlich entgegen der Kirchenoberen. Die Opfer fordern Anerkennung.

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Notaufnahme in der Sowjetunion

Um baskische Kinder vor den anrückenden Faschisten in Sicherheit zu bringen, traf die baskische Regierung im Juni 1937 eine dramatische Entscheidung: Tausende von Kindern wurden mit Schiffen evakuiert, nach England, Belgien, Frankreich und in die Sowjetunion. Einige kamen Jahre später zurück, die letzten zwanzig Jahre danach, manche nie. Jon war eines dieser „Kriegskinder“, die häufig auch „Kinder von Gernika“ genannt wurden, nach dem weltbekannten Kriegsverbrechen der nazideutschen Legion Condor.

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Untersuchung von Verbrechen über Argentinien

In Argentinien werden Verbrechen untersucht, die während der franquistischen Diktatur Spaniens gegen Frauen verübt wurden. Die argentinische Richterin Maria Servini hat eine Klage der Frauen-Organisation Women's Link Worldwide akzeptiert. Die hatte eine Untersuchung aller Verbrechen gegen Frauen gefordert, die während des Krieges von 1936 bis 1939 und der folgenden Franco-Diktatur verübt wurden – Verbrechen gegen Frauen, weil sie Frauen waren. Die Klage von WLWW bezieht sich auf sechs konkrete Fälle.

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