Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

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Franquistischer Durchbruch am “Eisernen Ring“

Nach dem Militärputsch der faschistischen spanischen Generäle musste die baskische Regierung aus dem Nichts eine eigene Armee aufstellen und die Verteidigung ihrer verbleibenden Territorien organisieren. Navarra, Araba und Gipuzkoa fielen schnell in die Hände der Aufständischen, wichtig war deshalb vor allem die Verteidigung von Bilbao. Dazu wurde ein 80 Kilometer langer “Eiserner Ring“ aus Mauern, Bunkern und Schieß-Stellungen gebaut, der verhindern sollte, dass die Putschisten die Stadt erobern.

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Notaufnahme in der Sowjetunion

Um baskische Kinder vor den anrückenden Faschisten in Sicherheit zu bringen, traf die baskische Regierung im Juni 1937 eine dramatische Entscheidung: Tausende von Kindern wurden mit Schiffen evakuiert, nach England, Belgien, Frankreich und in die Sowjetunion. Einige kamen Jahre später zurück, die letzten zwanzig Jahre danach, manche nie. Jon war eines dieser „Kriegskinder“, die häufig auch „Kinder von Gernika“ genannt wurden, nach dem weltbekannten Kriegsverbrechen der nazideutschen Legion Condor.

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Im Krieg oft vergessen: Der Kampf der Frauen

Vor 80 Jahren – am 31. März 1939 – endete der Krieg in Spanien. Beim Versuch der Republik und ihrer Unterstützer*innen, Francos Faschisten aufzuhalten, waren auch Frauen vorn dabei. Eine Frau war es, die den populärsten Schlachtruf des 20. Jahrhunderts erfand. Dennoch wurde die Rolle der Frauen – wie allgemein üblich in der Geschichte – weitgehend ignoriert oder verschwiegen. Im Baskenland hat sich das erst in den letzten Jahren verändert, durch Forschung, Publikationen und spezielle Ehrungen.

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Der rote Pfadfinder zurück in Baranbio

Der Spanienkrieg-Freiwillige Fritz Teppich war gerade zwei Monate alt als die Kommunistin Rosa Luxemburg vor 100 Jahren in der Reichshauptstadt ermordet wurde. Er war einer der ersten Ausländer, die aus eigenem Antrieb zur Verteidigung der spanischen Republik in den Süden zogen. Ausgerechnet ins Baskenland. 100 Gründe für Baskultur.Info, die letzten Jahre Revue passieren zu lassen, in denen das antifaschistische Erbe von Fritz Teppich im Baskenland wieder zu Tage gefördert und gepflegt wurde.

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Gefangene während des Krieges 1936-39

Der Spanienkrieg fand statt von Juli 1936 bis März 1937. Überall dort, wo die Faschisten oder Franquisten nach und nach militärisch die Oberhand gewannen, wurden umgehend Gefängnisse und Konzentrationslager eingerichtet, um die politischen Gegner*innen gefangen zu halten oder um sie direkt zu vernichten. Bis heute sind Historiker*innen und antifaschistische Gruppen mit der Arbeit beschäftigt, die Gräuel dieser Repressions-Orte ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, um an die Opfer zu erinnern.

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Franquismus: Auch Pfarrer nicht verschont

Ein dunkles und bis heute relativ unbearbeitetes Kapitel der Geschichte der spanischen Franco-Diktatur ist die Repression gegen die Arbeiterpriester der 1960er Jahre. Die katholische Kirche war neben dem Militär, der Guardia Civil, der Falange und der Oligarchie eine der Grundsäulen des faschistischen Regimes. In der baskischen Kirche hingegen gab es Räume, die für den antifranquistischen Widerstand genutzt wurden – selbstverständlich entgegen der Kirchenoberen. Die Opfer fordern Anerkennung.

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