Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

frieden03 1Die schwierige politische Normalisierung

Dreieinhalb Jahre sind vergangen, seit die baskische Untergrund-Organisation ETA (Baskenland und Freiheit) das definitive Ende ihrer bewaffneten Aktion bekannt gegeben hat. Nach dieser Zeit besteht kein Zweifel mehr, dass die Entscheidung endgültig ist und nicht mehr relativiert werden kann, wie einige Stimmen aus dem spanischen Staat befürchtet oder vorhergesagt haben. Bei ihren Initiativen haben ETA und die baskische Linke die Unilateralität zum tragenden Element gemacht.

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Bilbao: Migranten auf der Straße

Migrant*innen aus Afrika gibt es im Baskenland seit fünfzehn Jahren. Nicht so viele aber überall sichtbar. In Bilbao leben sie vor allem in den alten Arbeitervierteln wie San Francisco. Seit Ende Juni hat sich die Situation geändert. Das Sommerwetter hat viele Afrikaner zum Sprung über die Meerenge motiviert. Die Flüchtlingsblockade der neuen Ultra-Regierung in Italien und der sozialdemokratische Regierungswechsel in Madrid haben die Fluchtlinien verändert. Die Behörden sind überfordert. (*)

PK003ETA-Entwaffnung beginnt

Mit der Ankündigung der baskischen Untergrund-Organisation ETA, mit ihrer Entwaffnung zu beginnen, kommt wieder Leben in den Friedensprozess im Baskenland, der zuletzt stagniert hatte, weil die spanische Regierung den bisher erfolgten einseitigen Schritten nicht geantwortet hat. Eine Internationale Verifizierungs-Kommission hat den Schritt von ETA bestätigt, sich gleichzeitig aber heftige Kritik von Seiten der spanischen Regierung eingehandelt. Zwei Artikel beleuchten den Moment.

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Basken in Down Under, die unbekannte Migration

Eine eindrucksvolle Fotografie zeigt das Deck eines Schiffes, überfüllt mit jungen Leuten, einige mit Baskenmützen, viele mit einem ernsten Blick, ausschließlich Männer. Wir schreiben 1958, es handelt sich um baskische Auswanderer, die mit der „Toskana" nach Australien reisen. Das Bild ruft eine vergessene Realität in Erinnerung, die der fast 2.500 Basken, die Mitte des letzten Jahrhunderts in die andere Erdhälfte ausgewandert sind und unter harten Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienten.

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Normalisierungs-Prozess im Baskenland

Seit im Jahr 2011 die baskische Untergrund-Organisation ETA das definitive Ende ihrer bewaffneten Aktivitäten bekannt gab, hat sich im Baskenland viel verändert: internationale Konflikt-Vermittler sind aktiv, der Personenschutz für Politiker/innen wurde aufgelöst, die meisten Organisationen der Unabhängigkeits-Bewegung sind wieder legal, doch noch immer sind mehr als 500 politische Gefangene in Haftanstalten über den gesamten spanischen Staat verteilt. Zwei Artikel beleuchten das neue Panorama.

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Solidarität am Grenzübergang Irun

Im baskischen Irun (Gipuzkoa) gibt es jeden Tag neue Gesichter – und jeden Tag fehlen andere. Die Flüchtlinge kommen desorientiert an, aber die meisten von ihnen haben ein Ziel vor Augen: den französischen Staat. Viele haben dort Verwandte, andere wollen noch weiter nach Norden. Der erste Schritt ist der über die Grenze. Die Flüchtlinge sind teilweise schon Jahre unterwegs und wollen gegen alle Widerstände auch die letzte Etappe erfolgreich hinter sich bringen. Unterstützt von baskischen Freiwilligen.

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