Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

pacodelucia01Verwandtschaft mit dem Baskenland

Vor einem Jahr, am 25.Februar 2014 starb in Mexiko während einer Tournee überraschend das Gitarrengenie Paco de Lucia. Dass der im andalusischen Algeciras geborene Musiker eine baskische Verbindung hatte und längere Zeit im bizkainischen Durango lebte, ist wenig bekannt. Seine erste Ehefrau Casilda Varela stammte aus dieser Kleinstadt bei Bilbao. Ein seltsames Paar: er der Nicht-Gitano mit dem antifaschistischen Gitano-Herzen, sie die Tochter eines faschistischen Generals.

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Legion Condor war doch beteiligt

Am 31. März 1937 wurde die bizkainische Kleinstadt Durango während des Spanienkrieges bei einem Fliegerangriff bombardiert, es kam zu mehr als 300 Toten. Bis heute waren Historiker*innen davon ausgegangen, dass diese Bombardierung von der italienischen Luftwaffe „Aviazione Legionaria Italiana“ ausgeführt wurde, die Franco von Mussolini zur Hilfe geschickt worden war. Neue Nachforschungen haben ergeben, dass auch die Nazis mit ihrer Legion Condor an dieser Bombardierung direkt beteiligt waren.

barandiaran01Baskische Anthropologie

Fast 102 Jahre alt wurde "der weiseste unter den baskischen Anthropologen": José Miguel de Barandiaran. Im Jahr 1889 geboren, erforschte er die baskische Urgeschichte, die Kultur und die baskische Sprache. Dabei war seine Forschungsarbeit nicht nur von Entdeckungen und Anerkennung geprägt, sondern auch von Krieg, Diktatur und zwanzig Jahren Exil. Minutiös suchte er die baskische Landschaft nach Höhlen und Dolmen ab. Barandiarans Werk gilt als elementar für die Geschichte der baskischen Kultur.

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Die Wunstorf-Guernica-Connection

Sich mit dem Namen „Guernica“ zu schmücken ist in Deutschland zu einer institutionellen Mode geworden. Dass gerade der 80. Jahrestag der Bombardierung der baskischen Stadt Gernika war, hat sicher dazu beigetragen, das gleichnamige Picasso-Gemälde wurde deshalb besonders oft in den Medien gezeigt. Doch auch vorher schon zierte „Guernica“ das Straßenbild deutscher Städte. In Kriegszeiten sind Friedenssymbole besonders begehrt, um die politische Praxis zu verschleiern. Geschichtslos, zusammenhanglos.

martinugalde3Der Schriftsteller im Exil

Im Jahr 2004 starb der Schriftsteller und Euskaltzale Martin de Ugalde Orradre, ein baskischer Patriot, der sein Leben und Schaffen der Politik, der baskischen Kultur und Sprache gewidmet hatte. Die Erfahrung von wiederholtem Exil und Repression prägte das literarische und politische Werk von Martin Ugalde. Im Exil unterstrich er seine besondere Verbundenheit mit der baskischen Sprache, indem er bisher unbekannte Genre von Literatur in Euskara schuf.

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Kleine Anfrage der Fraktion
Die Linke

Am 26. April 2017 jährt sich zum 80. Mal die nahezu komplette Zerstörung der baskischen Stadt Gernika (spanisch: Guernica) durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte unter dem Kommando der deutschen Legion Condor. Die Angriffe fanden ohne jeden Zusammenhang mit Kampfhandlungen statt. Ziel war die Zivilbevölkerung, hunderte bis tausende Menschen starben. Militärische Ziele wie eine Munitionsfabrik außerhalb der Stadt blieben unbeschädigt. (Kleine Bundestags-Anfrage der Fraktion der Linken).

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