Architektur

Die Rubrik ARCHITEKTUR ist die bisher letzte und neueste Kategorie bei Baskultur.info, sie beleuchtet baskische Architektur und Architekt/innen, die ihre Spuren im Baskenland hinterlassen haben - zum Guten wie zum Schlechten.

 

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Der Übervater des modernen Bilbao

Der in Kanada geborene Frank Gehry ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Architekten und Designer. Für seine dekonstruktivistische Architektur wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Pritzker-Award. Mit dem Baskenland steht Gehry in besonderer Verbindung. Mit dem Guggenheim-Museum gab der Stararchitekt der Stadtverwaltung Bilbao ein Instrument in die Hand, das die Geschichte der Stadt auf Jahrzehnte hinweg beeinflussen wird. Auch eine Brücke wurde nach Frank Gehry benannt.

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Bis zu 90% Energie-Ersparnis

Die größte baskische Stadt ist bereits seit Langem auf Rekordjagd. Das erfolgreichste Museum, ein Fußballclub nur mit Basken, sportliche und kulturelle Großevents am Fließband. Nun kommt über Architektur und Energiepolitik ein weiterer Hit dazu: im Oktober 2018 wird hier der höchste energiearme Wolkenkratzer der Welt von den neuen Eigentümer*innen und Mieter*innen bezogen. 88 Meter hoch ist dieses baskische Passivhaus, dem seine qualitative Besonderheit per Zertifikat bescheinigt wurde.

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Nobelpreis, Oscar, Pritzker

Pritzker heißt die Auszeichnung im Bereich Architektur, die gern mit einem Nobelpreis verglichen wird. Der von der Hyatt-Stiftung vergebene Preis für das Jahr 2019 ging an den japanischen Architekten Arata Isozaki. Was diesen 87-jährigen Baumeister für Bilbao und das Baskenland so interessant macht, ist die Tatsache, dass die Pläne für zwei Hochhäuser in der bizkainischen Hauptstadt aus seinem Büro stammen. Bilbao-Turismo freut sich, weil die Stadt der Auszeichnung Architekturstadt näherkommt.

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Fatale Sucht nach architektonischen Wahrzeichen

Das Bilbao-Guggenheim-Modell gilt weltweit als nachahmenswert. Der ökonomische Effekt medialer Aufmerksamkeit ist für Krisen-Städte attraktiv. Exotische Objekte, die weltweit aufblitzen, machen eine langweilige Stadt zur „Kulturstadt“. Kein Zufall, dass das Paradeexemplar medialer Baukunst in Bilbao steht, das nach dem Niedergang der Schwerindustrie in die Krise kam. Doch Städte, die von unberechenbaren, zyklischen Touristen-Strömen abhängig sind, können von einer Krise in die andere schlittern.

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