Künste

Die Kategorie KÜNSTE umfasst sechs Themenbereiche: Kunst, Musik, Theater, Film, Fotografie und Architektur.

haekelguerrilla3aDie Häkelguerilla

Langsam aber stetig verbreitet sich in Euskal Herria eine neue städtische Kunst: das gestrickte Graffiti, bekannt unter dem Namen "urban knitting", städtische Strick-Kunst oder auch "yarnbombing", Garnbombardierung. Ganze Gruppen von Strickerinnen der vier baskischen Großstädte widmen sich dieser Kunstart. Die Kreationen des "yarnbombing" sind auffällig, ironisch und farbenfroh, allerdings auch kurzlebig. Nur mit Glück sind sie zu finden, auch wenn es neuerdings einfacher ist, eine zu erhaschen.

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Die legendäre Freiheit des radikalen Rock

Seit der Verabschiedung eines neuen „Sicherheits-Gesetzes“ im spanischen Staat können kritische Aussagen oder oppositionelle Kommentare mit strengen Strafen belegt werden. Praktisch verboten ist, staatliche Organe oder den König verbal anzugehen. Journalisten können bestraft werden, wenn sie ihre Arbeit tun und zum Beispiel Polizei-Brutalität auf der Straße filmen. Kommentare in Sozialen Netzen haben bereits zu harten Strafen geführt, mehrere Rapper sind kurz davor, Gefängnisstrafen anzutreten.

oteiza01xDer Querdenker Jorge Oteiza

Jorge Oteiza gilt als einer der großen baskischen Künstler des 20.Jhs und als maßgeblicher Vertreter der baskischen Bildhauerschule. Im Gegensatz zu seinen Kollegen Eduardo Chillida und Nestor Basterretxea begnügte sich Jorge Oteiza nicht mit Kunst allein. Zeit seines Wirkens war er auf der Suche nach dem baskischen Wesen, nach der ästhetischen Essenz des Lebens im Baskenland, nach einer baskischen Philosophie. Auf diesem Weg schrieb Oteiza einige Werke, die seine Nachwelt bewegten.

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Rock, Txalaparta, Alboka und Triki

Das kleine Baskenland hat eine ausgeprägte und lebendige Musikszene entwickelt. Die Ursprünge gehen in die Zeit des Franquismus zurück, als aufmüpfige Liedermacher sich mit der Zensur anlegten. Mit der kulturellen Öffnung nach dem Tod Francos entwickelte sich eine breite musikalische Bewegung. Zur Speerspitze wurde der politische beseelte Radikale Basken-Rock. Ein Interview mit dem Auswanderer und Musikfan Uwe Bein gibt Einblick in die Szene und in seine Erfahrung in der Musikszene der letzten 30 Jahre.

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Die andere baskische Hymne

Vor 40 Jahren (1978) wurde die später mythische Rockband ITOIZ gegründet. Ihre musikalische Lyrik, ausschließlich in Euskara gesungen, ist weiter aktuell in Tributes, im Radio oder auf Platten-Neuauflagen, die bis Japan reichen. Unzählige Versionen des größten ITOIZ-Hits „Lau Teilatu“, von dem jungen Musiker Juan Carlos Perez komponiert, sind weiterhin präsent in der baskischen Musikszene. ITOIZ behauptete sich mit seiner Poesie in einer ansonsten durchweg politisierten Rockszene der 1980er Jahre.

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Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit

Eine Anzahl von Liedermacherinnen gibt es in der baskischen Musikszene: Anari, Lurdes Iriondo, Izaro, Maria Rivero, Sorkun, Maddi Oihenart, Alaitz eta Maider – viele Frauenbands hingegen nicht. Schon gar keine Punkbands! Nun sorgen die „Hexen“ für Furore, indem sie in einer fast hermetischen Männerdomäne Musik machen. Erfolgreich dazu. Nach der legendären Punkrock-Band „Vulpes“ der 1980er Jahre könnten die „Hexen“ zu einem neuen Inbegriff rebellischer baskischer Frauenmusik werden.

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