Sport

Der Schwerpunkt SPORT beschäftigt sich neben dem klassischen Fußball mit aktuellen Sport-Ereignissen spezifisch baskischer Sportarten wie Pelota und Trainera-Rudern. Er beschreibt, wie sich alte Berufe in folkloristisch anmutende Volks-Sportarten verwandelt haben.

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Links verteidigen bei Athletic Bilbao

Eunate Arraiza ist Profi-Fußballspielerin bei Athletic Bilbao und mit dem Club schon einmal Meisterin der spanischen Frauenliga geworden. Das war im Jahr 2016, auch in die staatliche Auswahl wurde sie berufen. Eunate Arraiza gilt als Musterbeispiel für den Kampf gegen widrige Umstände, denn sie ist die einzige Profispielerin in der Liga mit einer Hörbehinderung. Seit sieben Spielzeiten spielt sie in der Abwehr bei Athletic in Bilbao und zählt zu den besten linken Außenverteidigerinnen des Landes.

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Einwurf aus baskischer Sicht

Baskische Fans lieben Fußball und hassen die Weltmeisterschaft. Denn ihre Lieblinge dürfen nicht mitmachen. Oder zumindest nur unter falschem Namen. Ihre Favoriten waren deshalb Deutschland, Argentinien und Uruguay. Oder auch Belgien. Und wie wäre es mit dem Senegal. Der russische Großevent zwischen Juni und Juli 2018 bedeutete jedenfalls vier Wochen Leidenszeit. Dass am Ende die Blauen gewannen war ebenfalls kein besonderer Trost, auch wenn an jener Stelle wenigstens ein Baske beteiligt war.

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Die den Weg zum Erfolg zeigten

Im Februar 2019 fand in Bilbao ein zweiter staatsweiter Kongress statt, der sich mit dem Phänomen Frauen und Sport befasste. Zweck der Vereinigung war, die zuletzt errungenen Fortschritte zu dokumentieren und festzustellen, welche Schwierigkeiten noch zu überwinden sind. „Auf dem Weg zur Gleichberechtigung müssen Frauensport und Sportlerinnen sichtbar gemacht werden. Wir haben quantitativ Fortschritte gemacht, aber qualitativ steht uns noch vieles bevor“. So der Ausgangspunkt für den Kongress.

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Erfolg ohne Anerkennung

Die erfolgreichste Pelotaspielerin aller Zeiten zieht sich im Alter von 44 Jahren aus den Turnier-Wettkämpfen ihres Verbands zurück. Bei den im Oktober 2018 in Barcelona stattfindenden Weltmeisterschaften des baskischen Pelota will sie nicht mehr teilnehmen. Hinter ihr liegt eine beispiellose Karriere von Erfolgen. Die fanden dennoch keinen gesellschaftlichen oder mediatischen Wiederhall. Maite Ruiz hat alles gewonnen, was es in dieser Sportart zu gewinnen gibt. Dennoch ist sie weithin unbekannt.

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Die Tragödie um Aitor Zabaleta

Aitor Zabaleta war ein Fußballfan aus Donostia (San Sebastian). Die Fahrt nach Madrid war für den „Hincha“ von Real Sociedad seine erste Fahrt zu einem Auswärtsspiel: im UEFA-Pokal sollte sein Club im Jahr 1998 bei Atletico Madrid antreten. Miterleben konnte er das Spiel nicht mehr, denn in Sichtweite des Stadions wurde er von madrilenischen Neonazi-Ultras ermordet. Die Umstände der Tat waren ebenso skandalös wie der folgende Prozess gegen die faschistischen Täter. Nur einer wurde verurteilt.

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Das Jahr der Niederlagen

Egal in welcher Ecke des Baskenlandes sie leben und für welches Team sie fiebern, in einem können sich die baskischen Fußballfans einig sein: es war ein Jahr des Leidens. Kaum eine Erwartung wurde erfüllt, am Ende waren alle froh wenigstens nicht abgestiegen zu sein. Vor allem die internationalen Erwartungen wurden bitter enttäuscht. Einzige Ausnahme vor diesem dunklen Horizont sind die baskischen Trainer, die beachtliche Erfolge erreicht haben. Nicht einmal die Weltmeisterschaft bietet Trost.

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