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Zwischen Island und Neufundland

Nur wenige Seemeilen von der baskischen Küste, von den Häfen und Stränden entfernt bewegen sich bis heute Wale, die größten Säugetiere der Welt. Die Jagd dieser Meeresriesen war Jahrhunderte lang eine wesentliche Grundlage für die baskische Volkswirtschaft, insbesondere für die Entwicklung der Fischerorte an der Nordküste zwischen Armintza in Bizkaia und Biarritz in Iparralde. Wie kaum ein anderes Beutetier konnten Wale komplett verwertet werden, kein Teil des wertvollen Fangs blieb ohne Nutzung.

Walfang bildete über Jahrtausende hinweg eine Lebensgrundlage für viele Völker, die am Meer lebten, so auch die Basken. Die Tätigkeit führte sie immer weiter weg von ihrer Küste, in die Meere um Island und Neufundland in Kanada. Erfunden wurden neue Fang- und Konservierungs-Methoden, Kulturen und Sprachen mischten sich.

Weil die Lebensgewohnheiten dieser Meeressäuger noch immer nicht ganz erforscht sind werden die Wale bis in unsere Tage von vielen gerne in die Welt der Märchen übertragen, „umgeben von der Aura eines Mythos“, als handele es sich nicht um reale Wesen. Der das in einem seiner Bücher schrieb war der Anthropologe Jose Antonio Azpiazu, ein Experte für neuere baskische Geschichte. Tatsächlich handelt es sich um Tiere, die in vieler Hinsicht beeindruckend wirken und die für das Leben im Baskenland vor Jahrhunderten von vitaler Bedeutung waren.

Mythos und Lebensgrundlage

balea02Direkt vor der Küste – wie bis vor 120 Jahren – sind sie Wale nicht mehr zu finden (1). Dass sie dennoch nicht allzu weit entfernt leben wurde Anfang Februar 2019 deutlich, als am Strand der bizkainischen Kleinstadt Sopela (span: Sopelana) ein 30 Tonnen schwerer Finnwal zu Besuch kam (2). Doch war das Ganze eine eher traurige Angelegenheit, denn das Tier kam verletzt und ausgehungert an, lag hilflos an dem ein Kilometer langen Strand und verendete wenige Stunden nach seiner Ankunft. Heutzutage lassen sich die Tiere im Golf von Bizkaia nur noch sehen, um Luft zu holen, wenn kein Risiko für ihre Unversehrtheit besteht. Früher war das anders.

Ihre bloße Erscheinung ruft heute große Faszination hervor. Doch zwischen dem 9. und dem 18. Jahrhundert waren sie ein hochgeschätztes und teures Alltagsgut. Sobald Wale gesichtet wurden, warfen sich Dutzende von Fischern in ihre Txalupa-Boote und ruderten gegen die Wellen und gegen die Zeit. „Sie waren so etwas wie heute eine Erdöl-Quelle“, sagt Aingeru Astui, Direktor des Fischerei-Museums in Bermeo. Mit seinem Vergleich bezieht er sich auf den Gebrauch des Walfetts, eine denkbar wertvolle Beute, die in Öl umgewandelt wurde, das legendäre Saín-Fischfett.

Vielfachnutzung und Lebensgefahr

Dieses Saín war eine ideale Flüssigkeit, um Uhren zu ölen. Vor allem aber diente sie dazu, die Straßenlampen in halb Europa am Leuchten zu halten. Das Besondere an jenem Öl war, dass es keinen Geruch hinterließ und keinen Rauch produzierte. „Ein Fass mit 200 Litern wurde für umgerechnet 5.000 Euro verkauft. Als im Jahr 1565 in Neufundland vor der kanadischen Küste der baskische Walfänger San Juan im Sturm unterging, lagerten in seinem Inneren 900 solcher Fässer, bereit zum Transport in die alte Welt. Ein wahrhaftiger Schatz“, versichert Sabino Laucirica, Ex-Kapitän der Handelsflotte und Experte für die Geschichte der baskischen Seefahrt.

balea03Das Fett wurde zudem zur Herstellung von Kosmetik und Medikamenten verwendet. Die großen Knochen kamen als Balken bei Baugerüsten zum Einsatz, außerdem wurden sie zur Herstellung von Möbeln benutzt. Die Barten aus dem Walmaul waren elastisch (3), deshalb wurden aus ihnen Sonnenschirme und Kämme gemacht, auch Korsette in Form von Fächerstäben. Letztere werden heute aus anderen Materialien produziert, dennoch werden sie nach wie vor „Walbein“ genannt.

Doch war aus dem Walkörper noch anderes nutzbar. Das Sperma war ein teurer Rohstoff, um Salben und Balsam herzustellen. Auch das Fleisch selbst wurde verzehrt, zwar nicht im Baskenland, hier wurde es nicht konsumiert. Zu seiner Konservierung wurde es gesalzen und exportiert, vor allem nach Frankreich. Kostbarster Teil des Walkörpers überhaupt war die Zunge. Hochgestellte Persönlichkeiten pflegten sie zu verspeisen, sie ließen sich direkt beliefern.

Der relativ große Gewinn, der beim Walfang zu machen war, war für die Seeleute der Ansporn, sich zur Jagd in die Boote zu werfen. Denn abgesehen vom Verdienst war diese Arbeit alles andere als ein Zuckerschlecken. Im Gegenteil, es bedeutete akute Lebensgefahr, sich diesen Riesenfischen entgegenzustellen: ein ungleicher, fast heldenhafter Kampf, der darin bestand, ein derart großes Wesen zu jagen und dabei zu töten. Die Walfänger riskierten ihr Leben, vom dem Moment an, als vom Wal-Aussichtpunkt, Atalaya genannt, die Tiere gesichtet und den Fischern die Signale zum Einsatz gegeben wurden.

Streit um Izaro

balea04Wenn Wale von verschiedenen Atalayas gleichzeitig gesichtet wurden, setzten sich aus den entsprechenden Küstenorten die Ruderer zu gleicher Zeit in Bewegung, es entstand eine heftige Konkurrenz. Denn nur wer zuerst ankam, dem gehörte die wichtige Beute. Wenn sich also verschiedene Txalupa-Boote dem Meereswesen näherten, ruderten sie so schnell es auch nur ging. Dazu wurden dünne Ruderstangen benutzt. Die Unterseite der Boote wurde mit eingefetteter Tierhaut bezogen, um sie schneller zu machen, ein Artikel in der Zeitschrift „Zainak“ berichtet davon (Zeitschrift der Anthropologie und Ethnografie).

„Es war eine kollektive Jagd, wer zuerst ankam und der Beute die erste Harpune verpasste, dem gehörte der bedeutende Teil der Beute“, erzählt Laucirica. Konsequenz waren häufige Streitereien zwischen den Nachbardörfern. Denn genaue Grenzen im Meer gab es nicht. Izaro, die kleine Insel vor dem heutigen Urdaibai Biosphären-Reservat, an der Fluss-Mündung des Oka, war so ein Streitfall. War der Wal nun im Bermeo-Gebiet, oder bei Mundaka oder Elantxobe erwischt worden? Mehr als einmal wurde der Streit zur Klärung vor die Richter gebracht.

Verarbeitungs-Prozess

„Sobald das Säugetier an Land geschleppt war, wurde mit der Abhäutung und Zerteilung begonnen. Es wurde zerschnitten, das Fett wurde durch Erhitzung flüssig gemacht. Dies bedeutete Arbeit für zahlreiche andere Personen des Ortes, viele waren in den Verarbeitungs-Prozess eingespannt. So gesehen war der Fang eines Wals ein großes Ereignis im Dorfalltag. Ein Teil der Gewinne mussten den Landherren von Bizkaia entrichtet werden, auch die katholische Kirche bekam ihren Teil ab. Obwohl sie dabei verdiente, sah die Kirche diese Arbeit mit eher kritischen Augen, wegen der vielen Menschenleben, die der Walfang forderte“, erzählt der Kapitän und Meeresforscher.

balea05Die baskischen Seeleute wurden mit der Zeit zu absoluten Experten des Walfangs. Bermeo war das Zentrum dieses Geschäftes in Bizkaia, Lekeitio war größter Konkurrent. Der Hang und später Leuchtturm von Matxitxako war ein idealer Atalaya-Aussichtspunkt, bestätigt Museumsdirektor Astui. An der baskischen Küste wurden vor allem die Franca-Wale gejagt, die Eubalaena Glacialis oder Glattwale (4). Jene Spezies kam in Gruppen. Weil sie besonders fetthaltig waren, trieben sie sofort an der Oberfläche, nachdem sie erlegt waren. Das erleichterte den Fang ungemein.

Ausdehnung der Fanggebiete

Diese Glattwale waren heimisch vor der gesamten „kantabrischen Küste“, die den hispanischen Teil des „Golf von Bizkaia“ darstellt. Diese „Cornisa Cantabrica“ erstreckt sich von der Grenze zu Frankreich über Gipuzkoa und Bizkaia, die spanischen Regionen Kantabrien und Asturien bis nach Galicien. Irgendwann wurden die Tiere seltener, weil zu viele erlegt wurden.

Dann kamen Nachrichten aus Kanada, aus dem Gebiet von Terranova (Neufundland). Dort sollte es Mengen von Kabeljau geben (bask: bakalao, span: bacalao). Viele Fischer beschlossen, dorthin zu fahren, nicht zuletzt, weil sie keine andere Wahl hatten. Eher zufällig wurde entdeckt, dass es dort oben im Nordwesten auch Wale gab. In zwei Jahrhunderten wurden immerhin 20.000 dieser Säuger erlegt. Das Geschäft mit dem Walfang und der folgenden Verarbeitung war die erste industrielle Produktion in Nordamerika.

Neufundland

balea06„Die ersten Daten stammen aus dem Jahr 1530. Die baskischen Fischer zogen im Frühjahr los und kamen vor dem Winter wieder zurück. Im Jahr 1576 brach die Kälte vorzeitig ein und 200 baskische Matrosen erfroren elendig“, erzählt Laucirica. Er hat eine Städtepartnerschaft ins Leben gerufen zwischen der Kleinstadt Plentzia an der bizkainischen Westküste und der kanadischen Stadt Placentia. Letztere hatte ihren Namen von Basken verliehen bekommen, die vor Jahrhunderten dort landeten. Die Ähnlichkeit der Namen ist nicht zu übersehen. Die Basken waren dort jeden Sommer, bis ihnen dies aufgrund des Utrecht-Vertrages 1713 verboten wurde, als Neufundland von französischem in britischen Besitz überging (5).

Die Basken fischten auch in den Meeren Richtung Island, daran erinnert der Dokumentarfilm „Baskavigin“ von der bizkainischen Produktionsfirma Old Port Film. Lange, wenn auch in beschränktem Umfang ging der Walfang auch an der baskische Küste weiter, bis 1901 vor der Hafenstadt Orio in Gipuzkoa das letzte Exemplar eines baskischen Wals gefangen wurde.

Vom Meer auf den Berg

Zwei große Walfische ruhen auf Mülldeponien in Bizkaia. Einer davon ist der 30-Tonnen-Finnwal, der im Februar 2019 am Strand von Sopela verendete. Der massige Körper wurde per Trailer zur Artigas-Müllkippe in der Nähe von Alonsotegi gefahren. Von einer Gruppe Expert*innen wurde der Walkadaver mit einer chemischen Substanz behandelt, um den ansonsten unvermeidlichen Verwesungsgestank zu vermeiden. Gleichzeitig wird verhindert, dass sich Aasfresser-Vögel über die Tierleiche hermachen. Die Wissenschaftler*innen entnahmen dem Wal zur Forschungszwecken ein Auge – das zweite war nachts gestohlen worden.

balea07Schon vor 15 Jahren war an Silvester 2004 ein weiterer Walfisch tot angeschwemmt worden, in jenem Fall vor dem Matxitxako-Kap nahe Bermeo. Zu Lebzeiten wog dieses Tier 50 Tonnen und hatte eine Länge von 20 Metern, deutlich größer somit als der Sopela-Wal. Jener erste Wal fand auf der Mülldeponie in Lemoiz (span: Lemoniz) seine letzte Ruhestätte. Dort wurde er sorgfältig vergraben, um ihn zu konservieren. Denn zwei Jahre später (2006) sollte das Skelett restauriert und in Bermeo im Fischerei-Museum ausgestellt werden. Bisher geschah jedoch nichts in dieser Richtung, auch wenn die Stadtverwaltung auf Nachfrage an dieser Option festhält.

Lange Wal-Tradition

Seit Urzeiten und bis ins frühe 20. Jahrhundert hätte ein Wal wie jener von Sopela für die baskische Küstenbevölkerung keine große Überraschung bedeutet. In einer Höhle bei Lekeitio wurden 13.000 Jahre alte Harpunen aus Walknochen gefunden. Eine weitere bei Ustaritz (Iparralde, französisches Baskenland) gefundene Harpune wird sogar auf ein Alter von 15.000 Jahre geschätzt. Schon immer haben also baskische Fischer Wale gejagt, bis 1901 der letzte erlegt wurde.

Auf den Bergen an der Küste lagen die Atalaya-Aussichtspunkte, die ständig besetzt waren. Die Atalayeros spähten den Horizont nach Walen ab, um die Ruderer so bald wie möglich zum Einsatz zu rufen und so die besten Aussichten zu haben, das Tier zuerst zu erreichen. Der französische Schriftsteller Jules Michelet schrieb im 19. Jahrhundert: „Der kräftigste und beweglichste warf sich aus seinem Ruderboot dem Ungetüm entgegen, ohne Rücksicht auf das eigene Leben, dabei stieß er einen langen Schrei aus und bohrte die Harpune in das Fleisch des vertrauten Monsters“.

balea08Im Sommer wanderten die Wale in arktische Gewässer, im Winter kamen sie Richtung Azoren. Die baskischen Walfänger verfolgten sie bis Neufundland (Kanada) und bis zur Labrador-Halbinsel. In Europa selbst gingen ihre Fanggründe bis Island. Dort wurde einst im Jahr 1615 das Todesurteil gegen 32 baskische Walfänger vollstreckt, denen eine Invasion der Insel vorgeworfen wurde. Sie wurden ermordet aufgrund eines Gesetzes, das ausdrücklich die Tötung von Basken erlaubte, ein Gesetz, das erst vor wenigen Jahren abgeschafft wurde. Die isländische Regierung hat sich für den lange zurückliegenden Vorfall sogar entschuldigt.

Herman Melville und die Bibel

Walfische sind riesige aber dennoch sanfte Wesen. Manchmal sind Gruppen von aggressiven Killerwalen hinter ihnen her und beißen große Fleischstücke aus ihren Körpern, während die Riesen weiterschwimmen. Die Bösartigkeit des Literatur-Wals Moby Dick ist eine metaphorische Reaktion auf die verderbliche Besessenheit des Kapitäns Ahab. Mit der Parabel vom unehrlichen Jona, den ein Wal verschluckt, haben die Tiere auch in der Bibel Eingang gefunden.

Auf einem mittelgroßen Walfangschiff waren zwischen 50 und 60 Männer zusammengepfercht, für sechs bis sieben Monate mussten Lebensmittel mitgenommen werden. Reiche Schiffsbesitzer mussten beträchtliche Vorfinanzierungen leisten und alle der Schifffahrt innewohnenden Risiken in Kauf nehmen. Im 16. Jahrhundert war Pasaia (span: Pasajes, in Gipuzkoa, nahe Donostia - San Sebastian) der wichtigste Hafen für Walfangschiffe. Das wertvolle Walöl wurde aus dem Fleisch des massigen Körpers gewonnen, indem es in riesigen Kesseln erhitzt wurde. Ein mittelgroßer Walfisch ergab ungefähr 8.500 Liter des wertvollen und zur Straßenbeleuchtung benutzten Saín-Walöles.

balea09Von dort stach 1565 der Walfänger (ballenero) San Juan in See, der später in der Bucht von Labrador mit 900 Fässern Walfett im Sturm vor der Küste sank. Derzeit wird dieser Walfänger in einer kleinen Werft in der Pasaia-Bucht originalgetreu nachgebaut – der Bauvorgang kann über Führungen besichtigt werden. Im Jahr 2020 soll das Schiff vom Stapel laufen und möglicherweise erneut die frühere Reise nach Neufundland machen.

Wale im Stadtwappen

Über die Jahrhunderte lange Tradition ist der Walfang im Baskenland zu einem Symbol geworden, das bis heute präsent ist. Dies gilt auch für andere Orte der kantabrischen Küste. Die Bevölkerung vieler Küstenorte lebte vom Walfang und der daraus resultierenden Verarbeitung. Aus diesem Grund wurden die Walfische in einigen dieser Anliegerorte ins Stadtwappen aufgenommen, um ihre Bedeutung in den mittelalterlichen Gesellschaften zu würdigen.

Eine Reihe von Stadtverwaltungen beschloss vor Jahrhunderten, den Wal als Symbol in das Stadtsiegel aufzunehmen, mit dem alle wichtigen Dokumente beglaubigt wurden. Aus vielen dieser Siegel wurden später offizielle Stadtwappen, die nicht nur in den Institutionen zu sehen sind, sondern teilweise auch an den Fassaden alter Häuser in Stein gemeißelt sind. In Bizkaia haben Bermeo, Lekeitio und Ondarroa den Walfisch in ihren Wappen. In Kantabrien erscheint er im Symbol von Castro Urdiales. In Gipuzkoa ist der Meeressäuger in den Wappen von Hondarribia, Zarautz, Getaria und Mutriku zu finden.

balea10Bermeo erhielt 1236 das Stadtrecht und war vor Bilbao lange Zeit Hauptstadt von Bizkaia und wichtigste Hafenstadt. /// Im Wappen von Biarritz (bask: Miarritze), der bekanntesten Stadt im französischen Baskenland, erscheinen neben Schiff und Wal zwei Pilgermuscheln und ein Stern. /// Castro-Urdiales gehörte im Mittelalter eine Zeit lang zum baskischen Königreich Navarra. Das Wappen enthält Schiffe, einen Brückenbogen und einen Wal. /// In Getaria war der Wal immer das Hauptmotiv der verschiedenen Wappen. /// Im Wappen von Hendaia (frz: Hendaye) ist der Wal ebenfalls Hauptmotiv des Wappens. Darüber drei Harpunen und eine Krone. /// Im Wappen von Hondarribia teilt sich der Wal die Darstellung mit Sirenen und einem Engel. /// In Lekeitio erscheint ein Wal mit Nachwuchs neben einem Walfangboot und zwei weiteren Ortssymbolen. /// Das Wappen von Ondarroa (bask: Ondarru) wurde im Jahr 2000 verändert. Seither wird der Wal von einem Ruderboot abgeschleppt. /// Im Wappen der Strandstadt Zarautz füllt der Wal die untere Seite des Wappens, darüber eine Festung und ein Löwe, sowie eine Krone.

(Publikation Baskultur.info 2019-02-18)

ANMERKUNGEN:

(1) Grundlage des Artikels ist die Publikation „El pueblo de las ballenas” (Das Volk der Wale) aus der Tageszeitung El Correo vom 2019-02-19, es handelt sich um keine Übersetzung.

(2) Finnwal: Der Finnwal ist eine Art der Furchenwale und der nächste Verwandte des Blauwals. Erwachsene Männchen werden auf der Nordhalbkugel 18 bis 24 Meter und auf der Südhalbkugel 20 bis 27 Meter lang. Weibliche Tiere sind etwas größer, dabei mit etwa 40 bis 70 Tonnen ungefähr gleich schwer. Der Finnwal ist schlanker und leichter als ein gleich langer Blauwal und wiegt weniger als manche kürzere Walarten wie Grönlandwal oder Pottwal. Finnwale sind in allen Ozeanen verbreitet. Küstenregionen werden gemieden. Sie werden meist alleine angetroffen, leben aber auch in Gruppen von etwa sechs Tieren. Auch größere Gruppen wurden schon gesichtet. Der Finnwal schwimmt schneller und taucht tiefer als die meisten anderen Großwale. Er ist bis zu knapp 50 km/h schnell und erreicht regelmäßig Tauchtiefen von weit über 200 Metern. Dabei bleibt er etwa fünfzehn Minuten unter Wasser. (LINK)

(3) Als Barten bezeichnet man die vom Oberkiefer eines Wals anstelle von Zähnen herabhängenden Hornplatten. Mit Hilfe der meist fein gefiederten Barten filtern Wale Plankton wie zum Beispiel Krill aus dem Meerwasser. Der Wal nimmt dazu eine große Menge Wasser auf, was bei den Furchenwalen durch einen stark dehnbaren Kehlsack erleichtert wird. Danach schließt er seinen Kiefer und drückt das Wasser mit seiner Zunge durch die Barten nach außen. Die im Wasser enthaltenen Kleintiere werden von den Barten wie durch einen Filter zurückgehalten und können so geschluckt werden. Barten wurden unter der Bezeichnung „Fischbein“ bis ins frühe 20. Jahrhundert unter anderem als Formgeber für Korsetts verwendet. (LINK)

(4) Die Eubalaena sind eine Gattung der Glattwale, die mit dem Atlantischen Nordkaper (Eubalaena glacialis), dem Pazifischen Nordkaper (Eubalaena japonica) und dem Südkaper (Eubalaena australis) drei Walarten beinhaltet. Die Glattwale der Gattung Eubalaena gehören als Bartenwale zu den größten Arten der Wale und damit zu den größten Tierarten überhaupt. Sie sind etwa gleich groß und schwer; werden meist etwa 15 Meter lang, manchmal 18 Meter. Ihr Gewicht liegt zwischen 50 und 56 Tonnen. Kennzeichnend sind die langen, dünnen, schwarzen Barten, die etwa 2,5 Meter lang sind. Als Bewohner meist sehr kalter Meere bis hin zum Südpolarmeer besitzen sie eine extrem dicke Speckschicht, dicker als jene ihrer Artgenossen, als Isolation gegen das kalte Wasser. Die Arten leben bevorzugt in kalten Meeren, auf ihren Wanderungen erreichen sie jedoch auch warme Meeresteile in den Subtropen. Fast alle Gewässer um die Arktis werden von Glattwalen bewohnt, ebenso Großteile des Nordatlantiks und des Nordpazifiks. Die südliche Hemisphäre wird vom Südkaper bewohnt, der alle südlichen Meere der Antarktis beschwimmt. Die Südküste Australiens, Teile der Küste Südamerikas und die Südküste Afrikas gehören zum von ihm bewohnten Areal. (LINK)

(5) Der sog. Friede von Utrecht umfasst mehrere zum Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im niederländischen Utrecht geschlossene Friedensverträge, die Schlussakte wurde 1713 unterzeichnet und beendete den Krieg zwischen den Königreichen von Großbritannien und Frankreich. Mit den Verträgen wurden verschiedene Ländereien und Kolonien umverteilt. Neufundland ging von französischem in britischen Besitz über, die Folge war ein Fisch- und Fangverbot für spanisch-baskische Expeditionen. (LINK)

 

ABBILDUNGEN:

(1) Walfang (elpais)

(2) Stadtwappen Biarritz

(3) Walfang (GSHG)

(4) Red Bay Labrador (wikipedia)

(5) Wal in Sopela (vanguardia)

(6) Stadtwappen Hendaia

(7) Jonas aus der Bilbel (jw.org)

(8) Walfang (oekosystem.erde)

(9) Stadtwappen Mutriku

(10) Walfang (elpais)

 

 

 

 

 

 

 

 

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