Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

sancho deia1xDas Archiv des Baskenlandes

Vor 50 Jahren (1964) wurde das Studien- und Forschungs-Zentrum Sancho el Sabio (Sancho der Weise) gegründet, die später vom Sozialwerk der Sparkasse Vitoria zur Stiftung gemacht wurde. Heute ist die Einrichtung bedeutender Bezugspunkt für alle Aspekte der baskischen Gesellschaft und Kultur. Da das historische Baskenland kein einheitlich verwaltetes Territorium darstellt, gibt es kein gemeinsames National-Archiv. In dieser Lücke hat sich die Stiftung ihren Platz erkämpft und einen weitreichend guten Ruf erarbeitet.

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4. Ausgabe des Azken-Muga-Festivals

Das Kunst- und Kultur-Festival AZKEN MUGA 2019 – Letzte Grenze, Última Frontera – nimmt in seinem vierten Jahr konkrete Formen an. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen auf dem Zarate-Pass zwischen Bedaio in Gipuzkoa und Azkarate in Navarra, haben die Organisatorinnen neue Aktivitäten geplant. Einer der Höhepunkte ist die Wiederbelebung der traditionellen Holzkohle-Produktion in einem großen Holzmeiler, der eine Woche lang brennen und schwelen wird, um schließlich eine Tonne Holzkohle zu liefern.

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Spuren von Ur-Basken im kantabrischen Gebirge

Aus einer Zahnprobe haben Forscher das Aussehen eines Europäers rekonstruiert, der vor 7000 Jahren lebte. Er hatte dunkle Haut und dunkle Haare, aber blaue Augen. Das lesen spanische Wissenschaftler aus dem Erbgut eines Mannes, der vor über 7000 Jahren im Norden der iberischen Halbinsel als Jäger und Sammler lebte, im kantabrischen Gebirge. Dieser Gebirgszug stellt die westliche Verlängerung der Pyrenäen dar und verläuft durch die autonomen Regionen Navarra, Baskenland, Kantabrien, Kastilien-León, Asturien und Galizien.

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Zwischen Island und Neufundland

Nur wenige Seemeilen von der baskischen Küste, von den Häfen und Stränden entfernt bewegen sich bis heute Wale, die größten Säugetiere der Welt. Die Jagd dieser Meeresriesen war Jahrhunderte lang eine wesentliche Grundlage für die baskische Volkswirtschaft, insbesondere für die Entwicklung der Fischerorte an der Nordküste zwischen Armintza in Bizkaia und Biarritz in Iparralde. Wie kaum ein anderes Beutetier konnten Wale komplett verwertet werden, kein Teil des wertvollen Fangs blieb ohne Nutzung.

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Alte Tradition wiederbelebt

Die Erforschung und Wiederaneignung der baskischen Tradition des Stockkampfes ist Folge einer zufälligen Begegnung zu Beginn der 2000er Jahre. Iñaki Ganboa Landa, Professor für Chemie an der baskischen Universität in Donostia, kam mit einem sizilianischen Freund auf das Thema Stockkampf zu sprechen. In einer sizilianischen Zeitschrift war zuvor ein Artikel erschienen, der eine Verbindung zum Baskenland herstellte. Dieser Hinweis weckte Iñakis Neugier und er begann sogleich mit Nachforschungen.

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Klares Wasser statt zwölf Trauben

Wenn am 31. Dezember die Glocken zum Jahreswechsel läuten, beginnen viele Menschen hektisch Trauben zu essen: mit jedem der 12 Glockenschläge eine Traube. Das soll Glück bringen und wird in so gut wie allen zum spanischen Imperium gehörenden Ländern und Regionen praktiziert. In Navarra existiert eine andere Tradition, die stark mit der Natur verbunden ist: das neue Jahr wird mit einem Schluck klaren Wassers begonnen. Gedacht wird dabei an das Wasser aus dem Himmel und an das Wasser aus der Erde.

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