Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

alde01Wer nicht lernen will …

Die baskische Sprache, das Euskara, ist nicht nur die älteste existierende Sprache im europäischen Raum, auch zeichnet sie sich aus durch eine Struktur und Deklination, die kaum vergleichbar ist mit anderen Sprachen. Da ist von 35 Fällen die Rede, eine Besonderheit ist, dass die zur Orientierung wichtigen Präpositionen nicht autonom im Satz stehen, sondern angehängt sind. Worte in ihrer Bedeutung zu identifizieren heißt somit erkennen, was Stamm und Anhängsel ist. Da hilft kein Wörterbuch.

lapurdi01Überraschender Bücherfund in Kopenhagen

Nicht im Baskenland selbst, sondern in der Königlichen Bibliothek der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurde eines der ältesten in der baskischen Sprache Euskara geschriebenen Bücher entdeckt, das jahrhundertelang als verschwunden galt. Zu jener Zeit gab es kein allgemein gültiges Euskara, die Sprache wurde in verschiedenen Dialekten praktiziert, sogenannten Euskalkis. Auch das wiedergefundene Buch war in laburdinischem Dialekt geschrieben, einer nordbaskischen Dialektvariante.

irujo01Xabier Irujo – baskischer Historiker

In einem am 22. Mai 2016 in der baskischen Presse publizierten Interview analysiert der Historiker und Sprachforscher Xabier Irujo die Hintergründe des Niedergangs der baskischen Sprache im 19. und 20 Jahrhundert. Er erläutert die Bemühungen, das Euskara am Leben zu erhalten und zu revitalisieren. Insbesondere geht es um die Anstrengungen, die im Exil für die baskische Sprache angestellt wurden. Xabier Irujo ist Historiker und Ko-Direktor des Zentrums für Baskische Studien an der Universität Nevada.

korrika001Euskara: trotz Wind, Wetter und Verbot

Die Motoren laufen warm: am 19.März startet der große Solidaritäts- und Promotions-Lauf für die baskische Sprache, die KORRIKA. Elf Tage und zehn Nächte lang wird ohne Unterbrechung marschiert, damit die baskische Sprache auch in der Zukunft geschrieben und gesprochen wird. Hunderttausende setzen sich in Bewegung und scheuen nicht Kälte, Regen, Sonne oder Nacht, um sich für ihre Sprache einzusetzen. Die baskische Zeitung ARGIA beteiligt sich auf ihre Art an der Kampagne.

eusk001Euskara am navarrischen Hof

Das Staatsarchiv von Navarra stellt in einer seiner Galerien im Monat April einen Briefwechsel aus, der von zwei Staatsbeamten – Martín de San Martín und Machín de Zalba – mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 1416 geschrieben und unterzeichnet wurde, ein Briefwechsel, der als der längste handgeschriebene Text in baskischer Sprache aus dem Mittelalter gilt. De Zalba war königlicher Schatzmeister von Carlos dem III. (el Noble), in den Briefen geht es um Steuerfragen und private Angelegenheiten.

korrika2015aLanger Marsch für eine Sprache

Immer noch steht die baskische Sprache – das Euskara – im zweiten Glied und braucht öffentliche und soziale Förderung. Nicht nur, um sich einen Platz in der Literatur und Musik zu erkämpfen, sondern vor allem auch auf der Straße, an Arbeitsplätzen und in Familien. Ein gesellschaftliches Großereignis zur Unterstützung des Euskara ist die KORRIKA, ein 11-tägiger Lauf quer durch alle Teile des Baskenlandes. Alle zwei Jahre findet die KORRIKA statt, 2015 steht bereits die 19.Ausgabe an.

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