Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

roemer01
Ausgrabungen in Auritz und Aurizberri

Entdeckt wurde der Kilometerstein von Juan Mari Martínez Txoperena, der im Laufe der Forschungsarbeiten bei Aurizberri im Bodendickicht eines Buchenwalds etwas Auffälliges bemerkte. Nicht von ungefähr: Juan Mari Martínez ist seit seiner Jugend Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft Aranzadi und geht in der Regel sehr aufmerksam durch die navarrischen Pyrenäen. Die Entdeckung des Steins war ein wichtiger Schritt zur Identifizierung der alten römischen Stadt Iturissa in den südlichen Pyrenäen.

gorliz1Tuberkulose in Bilbao vor 100 Jahren

Die Arbeiterklasse im 50 Jahre zuvor industrialisierten Bizkaia lebte um Anfang des 19. Jhs. in übelsten Verhältnissen. Lange Arbeitszeiten, schlechter Lohn, Unfallgefahr, schlechte Unterkünfte und miserable Hygiene waren die Bedingungen, die das Leben prägten. Die Lebenserwartung dieser Menschen war gering, ihre Gesundheit war schwer angeschlagen, insbesondere bei Kindern. Regierung und Ärzte mit sozialer Ader steuerten dem entgegen – es war die Geburtsstunde des Lungenheil-Sanatoriums in Gorliz.

atxurra01Atxurra: der harpunierte Bison

Die 1929 entdeckte Höhle Altxurra bei Berriatua wird nach den neuesten Funden in die Geschichte der baskischen Urzeit-Kunst eingehen. Eine der Darstellungen ist sogar auf dem Weg, europäische Kulturgeschichte zu schreiben. Mit ihrem Revisions-Programm hat die Provinzregierung Bizkaia in 10 Jahren 12 Höhlendarstellungen entdeckt, die Geschichte des Baskenlandes kann vervollständigt werden. Pferde, Bisons, Ziegen, Hirsche, Auerochsen füllen die Forschungslücke zwischen Kantabrien und den Pyrenäen.

amerika01Basken in Amerika vor 20.000 Jahren?

Die Clovis-Kultur wird als die älteste Indigenen-Kultur des amerikanischen Kontinets betrachtet. Jüngere Ausgrabungen haben jedoch gezeigt, dass es bereits vorher Menschen gab, die dort lebten. Die wissenschaftlichen Hinweise deuten darauf ihn, dass jene vorherigen Bewohnerinnen vom europäischen Kontinent kamen, möglicherweise vom Golf von Bizkaia. Die britischen Wissenschaftler Bradley und Oppenheimer stellen mit ihren Forschungen die bisherigen Hypothesen auf den Kopf, ins Spiel kommen Basken.

santi01Prachtstück der baskischen Höhlenmalerei

Die Malereien und Gravuren in der Santimamiñe-Höhle von Busturialdea werfen ein Licht auf die Lebensform der baskischen Bewohnerinnen in der Zeit vor 14.500 und 12.000 Jahren, für die Rekonstruktion der baskischen Geschichte sind sie besonders wertvoll. Seit 2008 ist Santimamiñe Welt-Kultur-Erbe. Entdeckt wurde sie von Kindern zufällig im Jahr 1916, also vor genau 100 Jahren. Zum Santimamiñe-Geburtstag werden von den Behörden wissenschaftliche Konferenzen und Höhlenbesuche der speziellen Art organisiert.

iturissa01Urzeitliche Baskenstadt

Moderne Techniken wie Geomagnetismus, Georadar, elektrischer Widerstand und Geoarchäologie haben die Existenz einer urzeitlichen Siedlung bestätigt, die im Norden von Navarra in der ausgedehnten Hochebene von Auritz begraben liegt. Alle bisherigen Funde deuten in die Richtung, dass es sich um die vaskonische Stadt Iturissa handeln könnte, die bereits vom berühmten griechischen Historiker und Philosophen Claudius Ptolemäus vor 1.900 Jahren erwähnt wurde. Ein definitiver Beweis steht noch aus.

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information