Reisekultur

In der Rubrik REISEKULTUR werfen wir einen kritischen Blick auf die Geschichte des Tourismus im Baskenland, seine Tendenzen und Aussichten im Sinne sozial verantwortlichen Reisens. Der traditionelle Massen-Tourismus wird beleuchtet, alternative Reisewege werden vorgestellt. Reiseberichte aus verschiedenen Epochen vervollständigen das Bild des Tourismus, der durch das Baskenland führt.

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Free Bilbo: besetzen, kämpfen, streiken

In touristischen Reisezielen stehen sich oft zwei Welten mit recht unterschiedlichen Interessen gegenüber: die Masse der Reisenden, die etwas kennen lernen will, und die Gruppe der Einheimischen, die sich ein Geschäft verspricht und dennoch nicht wie in einem Zoo leben möchte. Eine Stadtteil-Initiative in Bilbao hat sich dieses Widerspruchs angenommen und bietet einen erfrischend kritischen alternativen Rundgang an, der sich unbekannten Themen widmet, die mitunter sogar Tabu-Charakter haben.

bdp01Bericht Bildungsfahrt Baskenland

Bilbo. Ein Sonntag Abend Ende August. Nach knapp zweitägiger Fahrt schlendern wir müde von der Fahrt über die alternative Fiesta. Wir bewundern die phantasievoll gestalteten Stände. Da gibt es einen Stand mit einer überdimensionierten Asterix-Figur. Das gallische Dorf im Baskenland?!? Dieser und vielen anderen Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren baskischen Freundinnen in den näxten Tagen nachgehen. (Bericht einer Reisegruppe aus Hessen im Sommer 2015: Oradour, Bilbo, Gernika, Elgeta, Lekeitio)

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Bilbao, Venedig, Donostia …

Zwar wird auch im Tourismus mittlerweile häufig von Nachhaltigkeit gesprochen, bei näherem Hinsehen ist jedoch das Meiste Schall und Rauch. Wie alle Wirtschafts-Sektoren, die nach kapitalistischen Prinzipien funktionieren, setzt auch Tourismus nicht wirklich auf das Kennenlernen anderer Orte und Kulturen, sondern lebt vom Ausverkauf des jeweils Vorhandenen. Je zahlungskräftiger die Besucherinnen, desto „herzlich willkommen“. Einheimische und ihre Lebens-Interessen kommen in diesem Spiel wenig vor.

PA donostiaInternationales Symbol des Friedens

Unter dem Titel „Internationales Symbol des Friedens“ organisiert die alternative Reiseorganisation Partizan-Travel im April 2016 eine Bildungsreise ins Baskenland. Auf dem Programm stehen Besuche in den Metropolen Bilbo, Donostia und Gasteiz, sowie den Kleinstädten Gernika, Lekeitio und Otxandio. Daneben sind Treffen organisiert mit Vertreterinnen der Erinnerungs-Bewegung. Reiseleiter ist der Historiker Ingo Niebel, die Fahrt geht über sieben Tage vom 24. bis 30.April 2016 und kostet ab 1180 Euro.

Stadt-Rundgang Free BilboFree-Bilbo statt Massentourismus

Die Stadtteil-Initiative Zirikatzen! aus dem Stadtteil Deustu hat für Bilbao-Reisende eine Handy-Anwendung vorgestellt, die es ihnen ermöglichen soll, die Stadt auf eigene Faust und in eigenem Rhythmus zu erforschen. An den verschiedenen Orten der Stadt wird eine alternative Sichtweise von Geschichte und vergangenen Ereignissen geboten. Die Anwendung kann mit Android-Telefonen einfach heruntergeladen werden, neben Information beinhaltet sie Links und Karten, die bei der Orientierung hilfreich sind.

rolli01Pionierprojekt integratives Reisen

Personen mit verschiedenen körperlichen Behinderungen sind derzeit damit beauftragt zu überprüfen, ob Bizkaia als Reiseziel für Menschen mit Handicap geeignet ist. Dabei bereisen sie auf verschiedenen Routen verschiedene Ziele der baskischen Küstenprovinz und beschreiben vorgefundene Barrieren genauso wie barrierefreie Zugänge. Es handelt sich um ein Pionierprojekt der Reiseagentur Travel For All. Ziel sind Ausflüge und Routen, die ohne Einschränkung für jedes Publikum geeignet sind.

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