tutera1Stadt der drei Kulturen

Besuch im südlichsten Teil des Baskenlandes, in der Ribera von Nafarroa, der baskischen Speisekammer, was Gemüse, Paprika, Spargel und ein wenig Wein anbelangt. Tutera (Tudela) ist mit 35.000 Personen die zweitgrößte Stadt der Region, die bis zu den Pyrenäen reicht und dort die Grenze zu Iparralde bildet. Im Süden heißen die Nachbarn Aragon und Rioja. Der Ebro-Fluss wälzt sich vorbei am Santa-Barbara-Berg, dessen Burg in der Vergangenheit islamischer, jüdischer und christlicher Bevölkerung Schutz bot.

Ein Spruch an der Stadt-Einfahrt: Tudela, Stadt der drei Kulturen. Auf der anderen Seite des Bahndamms: Tudela, Stadt für deine Einkäufe. Das muss kein Widerspruch sein. Drei Kulturen: die musulmanische, die jüdische und die christliche. Oder besser drei Religionen, denn zwischen Kultur und Religion ist ein Unterschied.

tutera2“Drei Kulturen in einer Stadt“, sagt auch der Stadtführer, “das ist nicht unbedingt ein Zeichen eines kulturellen Zusammenlebens. In Tutera bedeutete es lediglich Koexistenz. Nebeneinander statt miteinander.“ Jahrhunderte lang haben alle Seiten davon profitiert. Der Besuch beginnt in der Posada San Marcial, einer Pension nahe des Bahndamms, mit einer netten Terrasse, eingerahmt von ummauerten Kleingärten und zwei hässlichen Wohnblocks gegenüber. Auf dem Weg zum Zentrum liegt die Bar “Ritual“, die zwischen Fotos von Schweinen in der Natur einen lebendigen Überblick liefert über das geschäftige Leben auf der Straße.

RUNDGANG

Beim Informationsbüro am Fueros-Platz beginnt nach Vereinbarung ein historischer Rundgang, den ein Historiker und Archäologe durch die Altstadt anbietet – ein Leckerbissen für alle, die Spanisch verstehen, sich für jüdisch-musulmanische Geschichte ohne Vorurteile interessieren und die von Free-Tours nicht schon völlig versaut sind, weil sie in irgendwelchen Metropolen eine schlechte Erfahrung gemacht haben.

DIE BURG

Auf dem Santa-Barbara-Berg erhebt sich bis heute eine Christus-Statue, 1942 errichtet von den spanischen Faschisten, wie in vielen Städten während ihrer 40-jährigen Herrschaft. Jahrhunderte zuvor trug der Berg eine strategisch wichtige Burg mit verschiedenen Stadtmauer-Ringen, die die Bevölkerung vor Angriffen schützen sollte. Gebaut wurde sie um 800 unter dem arabischen Statthalter Amrus bin Yusuf, möglicherweise auf den Ruinen einer westgotischen Festung. Al-Tutili (Tutera) erlebte eine Blütezeit aufgrund der arabischen Kenntnisse in Land- und Viehwirtschaft, sowie in verschiedensten Handwerken. In ihrer weiteren Geschichte ging die Burg von den Arabern in die Hände der aragonischen und später navarrischen Könige über, Christen also.

Jüdische Bevölkerung kam zwischen 905 und 925 nach Tutera (eine andere Quelle spricht von 802), da hatten sich die arabischen Herrscher mit ihren Armeen bereits zu den Bestimmern des Ortes aufgeschwungen. Um 700 hatten sie die Meerenge bei Gibraltar überwunden, nach und nach die iberische Halbinsel kolonisiert und Iberien islamisch gemacht. 714 hatten sie im Norden die Westgoten geschlagen, die wiederum als Heerführer der alten Römer ihre ehemaligen Herren an der Macht abgelöst hatten. Die Westgoten, eher eine gesellschaftliche Schicht als eine Ethnie, konvertierten zum Islam, um sich den neuen Herrschern anzuschließen und weiter auf der Sonnenseite zu leben.

MEDINA

Die Mauren, Moriscos, Musulmanen, Araber oder wie auch immer genannt, besetzten und kontrollierten Al Tutili / Tutera von 714 bis 1119, als der aragonische König Alfons I der Kämpfer die Herren des maurischen Kalifats besiegte. Die “Islamitas“, wie es auf einer Inschrift am Fuero-Platz freundlich heißt, wurden jedoch nicht vertrieben, sie wurden nach ihrer Niederlage in einem neuen Viertel im Stadtwesten angesiedelt, im Morería. Die Juden, die sich aus Vorsicht vor den Schlachten zurückgezogen hatten, wurden zurückgeholt, die Moschee geschliffen. Im ehemaligen arabischen Viertel sind nur wenige Reste jener Kultur auffindbar, zum Beispiel eine hohe Mauer mit verhüllten Mini-Balkonen und eine Büste von Musa Abu Musa, die ausgerechnet vom Rotary-Club aufgestellt wurde, und das erst im Jahre 1996 christlicher Zeitrechnung. In einer Ausstellung in der Kathedrale sind archäologische Reste der Großen Moschee zu sehen, von der ansonsten nichts übrig ist.

JUDERÍA - ALJAMA

tutera3Die Altstadt von Tutera beherbergte ein altes und ein neues Jüdisches Viertel (Judería Vétula, Judería Nueva), um den Begriff “Judenviertel“ zu vermeiden, beide innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Navarra-König Sancho VI el Sabio (der Weise) sorgte für den Umzug ins Burg-Innere, was für die Bevölkerung der Aljama (das Jüdische Viertel) eine größere Sicherheit darstellte. Leider ist die neue Aljama auf dem heute gedruckten Stadtplan falsch eingezeichnet, nämlich außerhalb der Mauern! Peinlich für die Tourismus-Verantwortlichen, denn die jüdische Geschichte zählt unter den Besucher*innen zu den am meisten nachgefragten Themen.

Erinnert wird an die jüdische Geschichte Tuteras mit Straßennamen, in einem Prospekt der Stadt und einem weiteren der Vereinigung der spanischen Städte mit Jüdischen Vierteln. Kurz vor dem letzten Aufstieg zum Barbara-Cerro sind Reste von Häusern übrig, von der Synagoge keine Spur. Die jüdische Geschichte wird in einem kleinen Raum des Kathedralen-Museums dargestellt, oder besser: nicht die Geschichte, sondern eine Reihe von jüdischen Männern, die aufgrund ihrer intellektuellen Leistungen in Erinnerung geblieben sind. Dass viele jüdische Häuser eine sehr schmale Fassade zur Straße hatten, hat den Hintergrund, dass die Steuern nach der Breite des Hauses entrichtet werden mussten, viele dieser Häuser hatten deshalb eine Trapezform und öffneten sich nach hinten. Die engen Sträßchen, in denen moderne Fahrzeuge gar nicht erst verboten werden müssen, sind ein Erbe der jüdisch-muslimischen Bau-Kultur.

Die Geschichte der Stadt ist (laut Ausstellung in der Kathedrale) aufgeteilt in Prähistorisch, Keltisch, Römisch, Arabisch, Christlich. Die große Moschee wurde nach 1119 abgerissen und eine Kathedrale draufgebaut. Dabei wurde die Orientierung um 90 Grad verändert, weil Moscheen nach Osten schauen und Kirchen nach Süden. Erst Ausgrabungen in den Jahren 2002/2003 brachten einige Elemente der alten Moschee wieder zum Vorschein. Auch sie sind im Museum der Kathedrale ausgestellt, (das auf jeden Fall einen Besuch wert ist).

ENDE DES BASKISCHEN KÖNIGREICHS

Die letzte groß angelegte Eroberung fand 1512 statt und ging auf das Konto des kastilischen Königreichs. Nachdem im Jahr 1200 die baskischen Westprovinzen (Araba, Bizkaia, Gipuzkoa) militärisch erobert worden waren, ging es dem kastilischen Imperium nun um den Rest des Königreichs Nafarroa. Tutera war die letzte navarrische Stadt, sie zeigte ihren Widerstand und ergab sich nicht, in der Hoffnung, die legitimen Könige würden Verstärkung schicken. Als diese nicht kam, verhandelte Tutera eine vorteilhafte Übergabe, die Selbstverwaltungs-Rechte (Fueros) beinhaltete.

EUSKARA

Tutera ist Navarra, die Wiege des ersten und einzigen baskischen Staates mit den Namen Königreich Pamplona und später Königreich Navarra, und möglicherweise auch eines zukünftigen. Am Hof wurde Euskara gesprochen, die baskische Sprache. Es musste drei Tage dauern, bis die Reisenden aus Bilbo zum ersten Mal auf der Straße Euskara zu hören bekamen. Zwei junge Frauen mit Hunden und zwei Schulmädchen plapperten frisch drauf los. Für eine ordentliche Euskaldunisierung steht also noch ein weiter Weg bevor. In der Schule ist Euskara Wahlfach, nur in der privaten Ikastola-Schule wird alles auf Baskisch unterrichtet.

FIESTA GEBRÄUCHE

tutera4Bei der Fiesta wird ein kleiner Engel – ein Junge mit angeklebten Flügeln - am Kabel über den Platz geflogen und von der heiligen Jungfrau – einer auf mehreren Schultern getragenen Madonnen-Skulptur – in Empfang genommen. Religiöses Spektakel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll es einen Zwischenfall gegeben haben, mit folgendem Hintergrund. Im Nachbarort Murchante lebte eine junge Frau, die für ihr Leben gerne ritt. Mit 20 erlitt sie einen Unfall und wurde blind und fast stumm. Die wohlhabenden Eltern stellten ihr eine Gehilfin zur Seite, in die sie sich mit der Zeit verliebte. Weil solcherart Beziehung gesellschaftlich nicht akzeptabel war, wurde sie vor die Alternative gestellt, sich von der Gehilfin zu trennen oder enterbt zu werden. Sie entschied sich für Letzteres, die beiden Frauen zogen nach Tutera, just in eine Wohnung am Fueros-Platz.

Wer will schon wissen, wie viel Legende und wie viel Wahrheit an der folgenden Geschichte ist, Aufsehen erregend ist sie allemal und wird deshalb auch gerne erzählt. Es lief das Jahr 1925, Fiesta, der kleine Junge am Drahtseil. Kurz bevor er am Ende der Seilbahn ankam, ging die Amazone auf ihren Balkon, nackt, weil sie ja blind war und nicht sehen konnte, was sie umgab. Das Publikum war entrüstet und verzückt, oder umgekehrt, und drängte zum Ort des Skandals. Die Jungfrau verpasste das Engelskind und alles lief aus dem Ruder.

STIERE

Der zentrale Fueros-Platz hat eine besondere Geschichte. Erst fiel der Turm der alten Kathedrale auf den Alten Platz, sodass dort keine Stierkämpfe mehr veranstaltet werden konnten. Ein Neuer Platz musste her, aus Platzmangel außerhalb der Altstadt. Dafür musste der Queiles-Fluss überbaut werden. Vor dem Ende der Arbeiten riss eine starke Flut des Queiles die halb fertige Arbeit mit sich. Zur Strafe wurden die Architekten eingesperrt, nach einem Jahr jedoch wieder freigelassen, weil das Werk schließlich vollendet werden musste.

Stierkampf war (und ist) nicht nur kultureller Unfug, sondern auch ein wichtiger Industriezweig. Erstens wurde Fleisch zur Ernährung produziert, zweitens Leder produziert, drittens war für das Spektakel gesorgt und viertens hingen daran viele Berufe, die wiederum die Bevölkerung ernährten.

WEIN

Wein ist nicht gerade das repräsentativste Produkt von Tutera. Der Einfall der Reblaus in den Bordeaux-Weinbergen bescherte jedoch im frühen 19. Jahrhundert nicht nur der Rioja, sondern auch Tutera einen neuen Industrie-Zweig. Weil dringend Alternativen angesagt waren, wurden fleißig Rebstöcke angepflanzt, um das französische Defizit zu kompensieren. Besonders findige Tuteranos erkannten die Gelegenheit und entwickelten einen künstlichen Wein, der als realer verkauft wurde. Die Betrüger verdienten sich damit eine goldene Nase. Erst als die Reblaus auch in Süd-Nafarroa ankam, war der Spuk vorbei. Bis dahin lebten die Betrüger mit dem vielsagenden Motto: Solange der Ebro Wasser führt, wird es unseren Wein geben. Der war nämlich nicht aus Trauben, sondern aus Ebro-Wasser gemacht.

BODEGAS

tutera5Die Altstadt ist von Bodegas untertunnelt. In diesem Fall jedoch nicht nur als Weinkeller, sondern auch zum Verarbeiten und Aufbewahren von Gemüse und anderen Produkten der Gegend. Leider sind die meisten dieser Keller in privaten Händen, sodass nur zwei zugänglich sind. Einer am Fuero-Platz, zum Aragon Restaurant gehörend und am Freitag geöffnet; der andere in einem Museum, mit Ausstellungen geschmückt. Die Steine zum Bau der Bodegas kamen aus der alten Stadtmauer, die abgebaut wurde, weil sie ihre Schutzfunktion verloren hatte.

PELOTA

Die Stadt sei nicht gerade berühmt für Pelota-Tradition, sagt die Angestellte im Informations-Büro. Was erklärt, dass der altersschwache Fronton am Ebro-Ufer abgerissen und nicht ersetzt wurde. Die weitere Suche nach entsprechenden Standorten verläuft fruchtlos. Einer der beiden am angeblichen Fronton-Standort beim Fußball-Stadion befragten Rentner bestätigt, dass Tudela keine Frontons aufzuweisen hat. Die Frage, ob es hier nicht auch einen bekannten Tintin wie in La Rioja gäbe, verneint er zwar vehement, dann fällt ihm jedoch ein, dass er mit einem bekannten Pelotari aus Navarra entfernt verwandt ist – wie hieß der noch, fragt er sich. Könnte es Julian Retegi sein? Erleichtert nickt er.

Auch die Straße mit dem Namen Trinquete erweist sich als Finte. Was denn ein Trinquete sei, will die professionelle Stadt-Informantin wissen: einer der Pelota-Frontons wie sie in Iparralde üblich sind. Iparralde zumindest kennt sie, obwohl sie in der Schule Französisch als Wahlfach dem Euskara vorgezogen hat. Dies ist die Praxis der großen Mehrheit in der Ribera, wie der flache südliche Teil von Nafarroa genannt wird. Keine Sprache, keine baskische Sportkultur. Nur Fußball.

INSEL

Just neben Tutera und hinter der Brücke mit den 17 Bögen hat sich der Ebro eine Insel aufgeschüttet, die zum vielleicht größten Kleingartengebiet von Navarra geworden ist. Ein Vier-Kilometer-Marsch umrundet das Eiland und lässt im blattlosen Winter zumindest Blicke auf den Strom und die Anbauflächen zu. La Mejana der Name. Kneipen gibt es dort keine.

KNEIPEN

Abgesehen vom Fueros-Platz und der Herrerias Carrera (so das Wort für Straße) ist die angrenzende Altstadt zu Wochenanfang eher angebotslos. Erst am Donnerstag werden in vielen Gaststätten die Rolläden nach oben gezogen und bieten ein breiteres gastronomisches Spektrum, von teuren Restaurants bis zu einheimischen Platzkneipen und Cafés.

FAZIT

tutera6In Bezug zur Literatur-Geschichte erinnert die Tutera-Vergangenheit der drei Kulturen nicht nur an Lion Feuchtwangers “Jüdin von Toledo“, sondern auch an Gotthold Ephraim Lessings Parabel “Nathan der Weise“. Ein Werk, das als Schlüsseltext der Aufklärung gilt und als pointierte Formulierung der Toleranzidee. Zu finden ist sie auch in Boccaccios “Decamerone“. Zu Lessings Vorlagen zählen auch Jans des Enikels Erzählung von Saladins Tisch (13. Jahrhundert) und die Erzählung “Vom dreifachen Lauf der Welt“ in den “Gesta Romanorum“. Bis ins 11. Jahrhundert lässt sich der Stoff zurückverfolgen, erfunden wurde er wahrscheinlich auf der Iberischen Halbinsel von sephardischen Juden. Tutera schließt den Kreis.

Die zweitgrößte Stadt der baskischen Region Nafarroa ist nicht nur voller Geschichte, sondern vor allem voller Kirchen, Paläste, Kathedralen, Kloster, Ruinen, Museen und einstiger Moscheen und Synagogen. Ein Tag Besuch reicht nicht, um sich ein Bild zu machen von dieser reichhaltigen und aus heutiger Sicht etwas anachronistisch anmutenden Geschichte. Wer ein Kirchenschiff ohne Kirche sehen möchte, sollte sich zur San-Anton-Straße begeben. Dort ist auch eine Quelle in erbärmlichen Zustand zu entdecken. In der Altstadt wurde schon viel renoviert und ähnlich viel bleibt noch zu tun auf dem Weg zur alten Burg. Ganze Blocks wurden abgerissen und haben Leerräume geschaffen. Die Neubauten stehen am Fluss und in der weiter südöstlich aufsteigenden Neustadt.

Im Stadtrat von Tutera sind ausschließlich bürgerliche Kräfte vertreten, die linke Koalition EH Bildu kam auf nur 2,7% und blieb ohne Ratsvertretung. Die Faschisten von Vox haben nicht kandidiert, das taten sie jedoch bei den Wahlen zum staatlichen Parlament. Dabei kamen sie auf 11%, EH Bildu auf 3,8%, an den Zubringerstraßen hängen noch Vox-Plakate. Die drei ehemaligen Wachtürme der Ebro-Brücke sind übrigens das Symbol der Stadt Thudela, Totela, Tudela, Tudella, Tutele, Tutella, Tuttellam und Al Tutili.

VERGESSEN

Auf ein wichtiges Ereignis in Tutera wird an keiner Stelle hingewiesen: der Tod von Gladys del Estal. Am 3. Juni 1979 (vor fast 45 Jahren) wurde in der Stadt ein internationaler Tag gegen die Kernenergie ausgerufen. Die Ökologie-Bewegung organisierte eine Demonstration, um gegen den Nationalen Energieplan zu protestieren und den Stopp des Kraftwerks Lemoiz und anderer Atomprojekte zu fordern, darunter eines in Navarra. Die Kundgebung hatte auch antimilitaristischen Charakter, indem sie den Widerstand gegen das Militärübungs-Gelände im nahe gelegenen Bardenas-Gebiet zum Thema machte.

Während mehrere Tausend Demonstrant*innen in einem Park ein Picknick abhielten, startete die Polizei einen brutalen Angriff mit Rauchbomben, die Mehrheit der Angegriffenen flüchtete. Die berüchtigten "Grauen", so der Beiname der bewaffneten Polizei des Franco-Regimes (wegen der Farbe ihrer Uniformen) vertrieben die Atomgegner*innen in einer Eskorte bis zur Ebro-Brücke. Auf der anderen Seite begannen viele, wieder in die Busse zu steigen. Einige setzten sich auf den Boden neben der Ebro-Brücke, darunter auch Gladys, eine junge Studentin aus Donostia. Zivilgardisten gingen zu den Sitzenden, einer schrie, alle sollten aufstehen. Ein Schuss ertönte, die junge Gladys stürzte zu Boden, ein Guardia Civil hatte sie mit seiner Maschinenpistole in den Nacken geschossen, die Kugel ging durch den Schädel. Auch das ist Tutera-Geschichte, die leider in keinem Infobüro vermittelt wird.

ABBILDUNGEN:

(*) Tutera - Tudela (Foto Archiv Txeng)

(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2024-02-17)

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