Aktuell

Die Kategorie AKTUELL bietet Nachrichten zum Baskenland sowie Informationen für Besucherinnen und Besucher der Webseite. Sie besteht aus fünf Abteilungen: Nachrichten, Kalender und Jahrestage, Newsletter, sowie Ausflugs-Angebote. Neu ist die Rubrik "Die Kolumne".

kolu52x00Karneval Ituren, Zubieta

Nach dem Winterschluss-Verkauf ist kommerzielle Langeweile angesagt, österliche Sonnenfreuden erscheinen Lichtjahre entfernt. Genau die Zeit, sich bei Minusgraden im leichten Karnevals-Kostüm den Arsch abzufrieren. Die baskische Welt schaut auf Ituren und Zubieta. Figuren mit Schafsfellen, Spitzhüten und Riesenglocken marschieren vor einem Dutzend Kamerateams im Gleichschritt durch die Straßen. Zanpanzar, der Inbegriff baskischer, bäuerlicher und widerständischer Kultur. Dong-Dong-Dong-Dong-Dong.

pflege1Auf die Straße am 30. November

Pflegearbeit ist ein allumfassender Job, nur Rechte bringt er nicht mit sich. Die Frauenbewegung wird bei ihrem morgigen Streik für die Aufhebung des Ausländergesetzes und die Abschaffung des aktuellen Systems der Pflege durch Hausangestellte streiken. Hausangestellte, fast ausschließlich Migrantinnen, leiden am meisten unter dem Pflegesystem. Durch das Ausländergesetz kommen sie in eine rechtlich prekäre Situation, das System der intern lebenden Hausangestellten nimmt ihnen den Rest an Rechten.

23ruck01Rudern zum Erfolg

2023 war Wahl-Jahr auf allen Ebenen: Kommunal, Regional und für das Staatsparlament. Baskische Parteien, links und rechts, spielten bei den folgenden Mehrheits-Bildungen in Madrid, Nafarroa und Pamplona eine wesentliche Rolle. In Euskadi wird erst 2024 gewählt. Ein baskischer Journalist sitzt seit zwei Jahren schutzlos in polnischer Untersuchungs-Haft. Der israelische Vernichtungskrieg gegen die palästinensische Bevölkerung in Gaza hat im Baskenland tiefe Spuren von Protest und Solidarität hinterlassen.

kolu49x00Zeit der Positionierungen

Die baskische Rechte positioniert sich gegen Gewerkschaften und für die Unternehmer, die Linke positioniert sich ohne Gegenleistung für eine sozialliberale Koalition in Madrid. Die baskische Bevölkerung positioniert sich für Palästina. Der baskische Feminismus positioniert sich gegen das aktuelle Pflegemodell, das auf dem Rücken von migrierten Frauen basiert und von kapitalistischer Ausbeutung geprägt ist. Am 30. November führt diese Position, von Gewerkschaften unterstützt, zum Generalstreik.

kolu51x00Wo zum Teufel ist der Schneemann?

Jahresrückblicke haben Hochkonjunktur, Pamplona hat einen neuen sozialdemokratischen Bürgermeister, zur Monatsmitte gehen Tausende auf die Straße für die Rechte der politischen Gefangenen. 2024 ist das Jahr der baskischen Regionalwahlen, zumindest im Westen, in Euskadi – dabei wird ein neuer Regierungs-Chef gewählt, zur Wahl stehen nur Männer. Zwar wird die Mehrheit im Baskenland häufig als nationalistisch beschimpft, in den Fenstern hängen derzeit jedoch mehr palästinensische als baskische Symbole.

kolu48x00Kein Wasser aus dem Himmel

Die Regierungsbildung in Madrid wird im Baskenland entschieden, und in Katalonien. Der baskische Ministerpräsident fühlt sich verfolgt, angesichts vieler Proteste und schlechter Wahlergebnisse. Die Gewerkschaften streikten ohne jeden Grund, sagt er in einem Anflug von Verfolgungswahn. Die Gewerkschaften streiken weiter und radikale Feministinnen haben nun auch noch einen Generalstreik für November ausgerufen, gegen die Pflegepolitik der baskischen Regierung, die die Großlast den Frauen aufhalst.

kolu50x00Friede den Hütten

Zufriedene Rückblicke auf den ersten feministischen Generalstreik (am 30N), bei dem Hunderttausende mobilisiert wurden, um ihre Kritik am herrschenden Pflege-System hinauszuschreien: öffentlich, für alle und gemeinsam durch Männer und Frauen – so einfach. Hunderttausende waren es auch, die in den vergangenen Wochen für die Rechte des palästinensischen Volkes auf die Straße gingen. Während in der BRD amtlich die Fortsetzung des Krieges in Gaza gefordert wird, ist im Baskenland von Völkermord die Rede.

NL14 230921Tausend Mal publiziert

Ohne Pandemie und Diebstahl im Büro gibt es keine Anlässe, um neue Newsletter zu schreiben – so scheint es beinahe. Da kam die tausendste Publikation bei BASKULTUR.INFO gerade recht, als Alibi für elek-tronische Post aus Euskal Herria, dem scheinbar befriedeten Baskenland. Zwar schweigen die Waffen von ETA, aber auch so liegt viel Pulverdampf in der Luft. Das streikfreudige Land erinnert fast täglich an die Wichtigkeit von Widerstand gegen die Verhältnisse. Und BASKULTUR.INFO surft auf dieser Welle.

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