Kunst

Die Rubrik KUNST beinhaltet Malerei, Bildhauerei, in ihr werden Künstlerinnen und Künstler, Ausstellungen und Museen des Baskenlandes vorgestellt.

lucarini1Die Familie Lucarini

Ende des 19. Jahrhunderts liessen sich drei aus Italien stammende Brüder mit dem Familiennamen Lucarini in Bilbao nieder. Sie kamen aus Pietrasanta in der Toskana. Alle drei waren Marmor-Arbeiter, die ihr Handwerk in den Marmor-Brüchen von Carrara gelernt hatten. Zwei von ihnen (und einige ihrer Nachkommen) wurden zu bekannten Bildhauern, deren Werke bis heute in verschiedenen Städten des Baskenlandes zu bewundern sind. Die Nähe zum Anarchismus zeichnete die Familie auch in schweren Kriegszeiten aus.

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Wegbereiter der abstrakten Kunst

Das Guggenheim-Museum in Bilbao zeigt eine Ausstellung mit Werken des russischen Malers Wassily Kandinsky, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Revolution der Formen anführte und als Wegbereiter der abstrakten Kunst gilt. Die Ausstellung umfasst neunzig Werke aus der New Yorker Sammlung der Guggenheim Foundation. Diese umfassende Retrospektive, bestehend aus Gemälden und Arbeiten auf Papier, zeichnet Kandinskys ästhetische Entwicklung im Laufe seiner Karriere nach. Trotz Pandemie geöffnet.

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Frauen-Kunst in Bilbao

Die Geschichte wird größtenteils von Männern erzählt oder aus der Sicht von Männern. Auch die Kunst entzieht sich dieser patriarchalischen Sichtweise nicht. In diesem Jahr hat das Guggenheim acht Ausstellungen zur Rolle von Frauen im Programm, im Herbst 2021 werden in den Sälen des Museums Künstlerinnen in drei Ausstellungen zu sehen sein. Eröffnet wird dieser Frauen-Herbst mit einer etwa hundert Werke umfassenden Retrospektive, die der US-amerikanischen Malerin Alice Neel (1900-1984) gewidmet ist.

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Zum Tod von José Luis Zumeta

Das Baskenland hat mit dem Tod des Malers José Luis Zumeta nicht nur einen großen Künstler, sondern auch an Farbe verloren. Zumeta starb inmitten der Corona-Krise am 22. April 2020 in seiner Werkstatt im Donostia-Stadtteil Gros. Im Gegensatz zu der Mehrheit seiner baskischen Kolleginnen war Zumetas Stil nicht figurativ, sondern abstrakt. Trotz Ausstellungen in Europa und Amerika wurde er vor allem im Baskenland bekannt und beliebt. Zumeta war Gründungs-Mitglied der avantgardistischen Kunst-Gruppe GAUR.

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Vom besonderen Wert der Kopien

Reproduktion hört sich an wie Kopie, Piraterei, Abklatsch, billig, Verstoß gegen Copyright, Plagiat oder Fälschung. Muss es aber gar nicht sein. Es ist vielmehr eine Art, Kunst ohne die Originale darzustellen. Schließlich können nicht alle nach Athen oder Berlin reisen, um sich den Pergamon-Altar live anzuschauen. Ein gutes Beispiel ist das 1927 eröffnete Reproduktions-Museum in Bilbao. Es zeigt klassische Skulpturen in Originalgröße und wird durch interessante Wechsel-Ausstellungen komplettiert.

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Globalisierungs-Kritik im Tourismus-Tempel

Die Abteilung Video-Kunst des Guggenheim Museums in Bilbao zeigt zwischen März und Juni 2019 eine kritisch-poetische Videokreation der beiden auf Puerto Rico arbeitenden Künstler*innen Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla. Die in Bilbao präsentierten Filme beschäftigten sich mit den negativen Folgen der Globalisierung. „Die tropische Apotheke“ ist der Titel der Ausstellung, die drei Videos umfasst und sich mit der lokalen Pharma-Industrie und den wiederkehrenden katastrophalen Hurrikanen befasst.

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Otl Aicher im Museum der Schönen Künste

Das Museum der Schönen Künste in Bilbao präsentiert zum ersten Mal eine monografische Ausstellung zum Thema Design. Gewidmet ist diese Retrospektive dem deutschen Grafik-Designer Otto “Otl“ Aicher. Auf ihn geht das Logo der Metro Bilbao zurück, deren Eröffnung sich im November 2020 zum 25. Mal jährte. Aicher gilt als einer der prägendsten deutschen Gestalter bzw. Grafik-Designer des 20. Jahrhunderts. Verheiratet war Aicher mit der Schwester der von den Nazis ermordeten Hans und Sophie Scholl.

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Kontroverse um moderne urbane Kunst

Wer heutzutage durch die baskische Hauptstadt Vitoria-Gesteiz geht, trifft in vielen Stadtteilen auf riesige bunte Graffitibilder, die Wände zieren, die ansonsten grau und trist wären. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch ranken sich um diese Wandgemälde Kommentare zwischen Begeisterung und Polemik. Renommierte Künstler*innen und Architekt*innen kritisieren die neue Stadtgestaltung mit verschiedenen Argumenten. Unklar bleibt indes, ob es um sachliche Argumente geht oder um Einflussverlust.

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