Reisen

Die Kategorie REISEN berichtet über alternative und sozial verantliche Formen des Reisens und stellt Reiseziele auf kritische Art vor. Im Vordergrund steht der alternative Zugang zu bekannten Städten, daneben Besuchsziele, die nicht von Massenandrang geprägt sind, sich an baskischer Kultur orientieren, ökologischen Charakter haben und dazu beitragen, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen oder zu erhalten, insbesondere ländlicher Tourismus und Kooperativen-Projekte. Weitere Themen sind Ökologie und Reisekultur im Allgemeinen, die Geschichte des Tourismus in den baskischen Großstädten, aktuelle Tendenzen des Tourismus, alternative Stadtführungen, Kleinstädte und Dörfer, die Geschichte von Höhlen, der Jakobsweg, Meereskultur, Welt-Kulturerbe, Naturschutz- und Biosphären-Gebiete, interessante Ausflüge abseits der Metropolen, sowie Reiseberichte.

kreuzf1Lernen von Kiel und Venedig

Für 5 Millionen Euro hat die Provinzregierung Bizkaia in der Bilbao-nahen Hafenstadt Getxo einen aufwendigen Anleger für Kreuzfahrtschiffe bauen lassen. Seither wird bei Behörden und in der Presse die Ankündigung gefeiert, dass jährlich 80 Monsterschiffe mit mehr als zwei Millionen Fahrgästen im Hafen von Bilbao Halt machen. Die verheerenden ökologischen Folgen dieser neuen Variante von Massentourismus sind hinlänglich bekannt, werden aber unter den Teppich gekehrt. Nicht so in der Ostsee-Stadt Kiel.

hotel1
In Erwartung neuer Massen

Trotz Minimal-Belegung wegen der Coronakrise hat Bilbao eine historische Rekordzahl von 93 Hotels und Pensionen erreicht. Ausgerechnet in der Krise und obwohl mehrere Einrichtungen von Schließung bedroht sind, ist das Angebot in den letzten zwei Jahren um 20% gewachsen. Dies zeugt davon, dass Ketten und Unternehmer weiter auf den Standort Bilbao setzen: hier lässt sich gutes Geld verdienen. Zum Missfallen der Kritiker des Massentourismus, für die die Stadt zum zoologischen Garten mit prekären Jobs wird.

bildung1Ein politischer Reisebericht

Die Redaktion Autonomie-Magazin arbeitet derzeit an einer kleinen Serie über das Baskenland. Der erste Teil enthält einen politischen Reisebericht, hinzu kommen sollen ein Interview mit einem Vertreter der baskischen Linken und ein Hintergrund-Artikel zur Thematik. Unter dem Titel “Überwundenes Schweigen? – Soziale Kämpfe um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ organisierte die Initiative basis.bildung im Juni 2022 eine politische Bildungsreise und traf sich mit verschiedenen baskischen Organisationen.

gug01
Gernika im Visier des Massentourismus

Seit 13 Jahren existiert bei der baskischen Regierung und im Aufsichtsrat des Guggenheim-Museums Bilbao ein Plan, den berühmten “Guggenheim-Effekt” zu nutzen und ein zweites Museum zu bauen. Zwischenzeitlich wurde der Plan eingefroren, nun steht er wieder auf der Tagesordnung. Es war zu befürchten, dass die Entscheidungsträger erneut diese Karte ziehen, um den baskischen Massentourismus nach der Pandemie wieder anzufeuern. Ausgerechnet ein Naturschutz-Gebiet soll mit der Attraktion belastet werden.

BLR01
Alternative Reisekultur

Die Corona-Pandemie hat den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Den Massentourismus ebenso wie die Reise-Alternativen. Doch bereits im Sommer 2021 war deutlich zu spüren, dass Tourismus wie eh und je große Menschenmassen ins Baskenland führt. Anlass für den Kulturverein Baskale, seine alternativen Reise-Angebote erneut in die Waagschale zu werfen. Seit 8 Jahren praktiziert Baskale einen sozial-verträglichen Tourismus in Form von Rundgängen und Exkursionen. Nun erscheint eine neue Webseite.

piz01
Kritische Betrachtung der aktuellen Reisepraxis

Tourismus spielt sich immer mehr in anonymen und statischen Massen ab. Die besuchten Orte werden zu Disney-Ländern und für die Einheimischen zunehmend unbewohnbar. Im Gleichschritt wird der touristische Erfahrungswert reduziert auf fotografische Dokumentation ohne jeglichen Tiefgang. Individualität, Eigeninitiative und persönliches Erleben sind undenkbar. Mit der Pandemie musste der weltweite Massen-Tourismus auf Null gefahren werden. Nun wird ein Neubeginn vorbereitet. Zu den alten Formen zurück?

tutot01
Vom Wesen des modernen Tourismus

Seit es Menschen auf der Erde gibt, war Reisen eine Notwendigkeit. Immer galt es zu entdecken, was sich hinter dem Horizont verbirgt, entweder um neue Lebensorte zu finden oder neue Welten zu erleben. Letztendlich ist das ganze Leben eine Reise, ein Weg, von dem wir oft nicht wissen, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt. Wie schon vor 500 Jahren ist das Reisen jedoch denen vorbehalten, entweder die Mittel haben oder ausreichend Abenteuerlust. Statt Peru wird heute Bilbo bereist und kolonisiert.

stz1
Santurtzi setzt auf Zugänglichkeit

Die Gemeindeverwaltung Santurtzi, Hafenstadt vor Bilbao, setzt auf Reisen ohne Hindernisse. Die Industrie- und Fischerei-Geschichte der Stadt ist in den vergangenen Jahren zu einer kleinen Attraktion für Reisende geworden, die einige Tausende an die Nervión-Mündung geführt hat. Immerhin hat Santurtzi den einzigen Fischereihafen des Landkreises Groß-Bilbao. Nun setzt Santurtzi auf Zugänglichkeit für Personen, die an vielen Orten Probleme haben, die üblichen Gastronomie- und Tourismus-Angebote zu nutzen.

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information