Reisen

Die Kategorie REISEN berichtet über alternative und sozial verantliche Formen des Reisens und stellt Reiseziele auf kritische Art vor. Im Vordergrund steht der alternative Zugang zu bekannten Städten, daneben Besuchsziele, die nicht von Massenandrang geprägt sind, sich an baskischer Kultur orientieren, ökologischen Charakter haben und dazu beitragen, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen oder zu erhalten, insbesondere ländlicher Tourismus und Kooperativen-Projekte. Weitere Themen sind Ökologie und Reisekultur im Allgemeinen, die Geschichte des Tourismus in den baskischen Großstädten, aktuelle Tendenzen des Tourismus, alternative Stadtführungen, Kleinstädte und Dörfer, die Geschichte von Höhlen, der Jakobsweg, Meereskultur, Welt-Kulturerbe, Naturschutz- und Biosphären-Gebiete, interessante Ausflüge abseits der Metropolen, sowie Reiseberichte.

gohome1Eine internationale Bewegung

Der Ausdruck "Yankees go home" bringt in verschiedenen Teilen der Welt zum Ausdruck, dass US-amerikanische Institutionen nicht beliebt sind und besser nach Hause gehen. In den letzten Jahren hat sich der Satz "Tourist, go home" verbreitet, vor allem in Orten, die sich zu wichtigen touristischen Attraktionen entwickelt haben und deren Bewohner*innen sich darüber beklagen, dass alles eine Grenze haben muss: auch die Zahl der Reisenden, die die Städte derart vereinnahmen, dass sie unbewohnbar werden.

dssair1Tourismus gegen Alltag

Nach dem Durchhänger bei der Coronavirus-Pandemie hat das Airbnb-Modell seine globale Präsenz konsolidiert. Auch im Baskenland. Vor allem in Donostia ist der Aufwärtstrend schneller als vor den Einschränkungen. In einer Studie wird auf den unzu-reichenden Charakter der aktuellen Tourismus-Verordnung hingewiesen und vor den Folgen des ungehemmten Wandels von Mietwohnungen zu Tourismus-Wohnungen gewarnt, die den Charakter der Stadt und die Lebenswelten in vielen Stadtteilen verändern könnten.

tenerife1Schnauze voll auf den Kanaren

Teile der Einwohnerschaft der Kanarischen Inseln haben begonnen, ihren Unmut über das herrschende Tourismus-Modell auf die Straße zu tragen. Dieses gegenüber dem Alltag der Bewohner*innen völlig rücksichtlose Modell beutet natürliche Ressourcen aus und vertreibt die einheimische Bevölkerung. Nach Ansicht von Kritiker*innen hat die negative Entwicklung schon längst jegliche zumutbaren Grenzen überschritten. Die dagegen erfolgenden Mobilisierungen werden nun von internationalen Medien aufgegriffen.

kreuzf1Lernen von Kiel und Venedig

Für 5 Millionen Euro hat die Provinzregierung Bizkaia in der Bilbao-nahen Hafenstadt Getxo einen aufwendigen Anleger für Kreuzfahrtschiffe bauen lassen. Seither wird bei Behörden und in der Presse die Ankündigung gefeiert, dass jährlich 80 Monsterschiffe mit mehr als zwei Millionen Fahrgästen im Hafen von Bilbao Halt machen. Die verheerenden ökologischen Folgen dieser neuen Variante von Massentourismus sind hinlänglich bekannt, werden aber unter den Teppich gekehrt. Nicht so in der Ostsee-Stadt Kiel.

florenz1Liquidiert Kunsthandwerk

Massentourismus macht die Handwerkskunst in Florenz kaputt. Der Florentiner Goldschmied Tommaso Pestelli musste seine Werkstatt aufgeben, um einem Luxushotel Platz zu machen. Dabei ist er nur eines der unzählbaren Opfer des Massentourismus in der Toskana-Stadt Florenz, die nach Ansicht vieler Aktivist*innen und Beobachter*innen ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren droht, wenn dies nicht ohnehin schon längst geschehen ist. Reisezielen wie Venedig oder Sarajewo droht der touristische Kollaps.

bildung1Ein politischer Reisebericht

Die Redaktion Autonomie-Magazin arbeitet derzeit an einer kleinen Serie über das Baskenland. Der erste Teil enthält einen politischen Reisebericht, hinzu kommen sollen ein Interview mit einem Vertreter der baskischen Linken und ein Hintergrund-Artikel zur Thematik. Unter dem Titel “Überwundenes Schweigen? – Soziale Kämpfe um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ organisierte die Initiative basis.bildung im Juni 2022 eine politische Bildungsreise und traf sich mit verschiedenen baskischen Organisationen.

kreuz001Ohne Rücksicht auf Verluste

Malaga gegen Barcelona: Warum die einen im spanischen Staat Kreuzfahrt-Schiffe begrüßen und die anderen sie ablehnen … Die Tatsache, dass einige Städte im spanischen Staat die Ankunft von Kreuzfahrt-Schiffen fördern, während andere dies einschränken, mag paradox erscheinen, hat aber einen gemeinsamen Hintergrund: Es droht die Massifizierung, Überfüllung und Übersättigung. In der Regel werden die Interessen der Reisenden höher bewertet als die der Einheimischen, die sich häufig überrannt fühlen.

BLR01
Alternative Reisekultur

Die Corona-Pandemie hat den Tourismus weltweit zum Erliegen gebracht. Den Massentourismus ebenso wie die Reise-Alternativen. Doch bereits im Sommer 2021 war deutlich zu spüren, dass Tourismus wie eh und je große Menschenmassen ins Baskenland führt. Anlass für den Kulturverein Baskale, seine alternativen Reise-Angebote erneut in die Waagschale zu werfen. Seit 8 Jahren praktiziert Baskale einen sozial-verträglichen Tourismus in Form von Rundgängen und Exkursionen. Nun erscheint eine neue Webseite.

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