Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

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Zu Tode geschuftet und verachtet

Die Treidlerinnen von Bilbao sind seit dem 1. Mai 2021 mit einer Skulptur an der Uferpromenade in der Nähe des Guggenheim Museums verewigt. Diese Frauen (baskisch “Zirgariak“, spanisch “Sirgueras“) zogen die Schiffe vom Ufer aus mit Hilfe eines dicken Schlepptaus von der Flussmündung in Getxo in den 14 Kilometer entfernten Hafen. Die Skulptur besteht aus vier Frauen von 2,5 Metern Höhe, die mit einem dicken Seil miteinander verbunden sind. Sie würdigt den schweren und zermürbenden Arbeitseinsatz dieser Frauen.

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Copa, die wichtigste baskische Trophäe (1902-2021)

Baskische Fußballerinnen und Fußballer haben in der spanischen Liga-Geschichte eine wichtige Rolle gespielt. Bei den Meisterschaften, vor allem aber im Pokal. Der wurde während der Diktatur “Copa del Generalisimo“ (Führer-Pokal) genannt, die Teams mussten mit Faschistengruß auf den Rasen laufen. Erfolgreich waren Athletic, Real Sociedad San Sebastian, Real Unión, Racing de Irun, Arenas, Bizcaya und Club Ciclista San Sebastián, die gewinnen konnten. Osasuna und Alavés kamen ebenfalls in Endspiele.

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Fußball trotz und mit Covid

Die iberische Fußball-Saison 2020-2021 mit umfangreicher baskischer Beteiligung wird als die Saison der Coronavirus-Pandemie in die Geschichte eingehen, in der es (bei einer minimalen Ausnahme) auf den Tribünen keine Zuschauer*innen gab. Bei der Mehrheit der erstklassigen Teams waren die Blicke stärker nach unten (Abstieg) als nach oben gerichtet, Unbeständigkeit war die allgemeine Regel. Am Ende gab es dennoch zwei baskische Cup-Sieger. Bilbao blieb wegen Covid die Europa-Meisterschaft erspart.

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Baskische Fahrrad-Sklaven gegen Multis

Baskische Rider haben sich in Genossenschaften zusammengeschlossen, um den großen, im Baskenland dominierenden Firmen Glovo und Deliveroo etwas entgegenzusetzen. In drei baskischen Provinzen wurden Genossenschaften gegründet, die Fahrrad-Kurierdienste auf lokaler Ebene anbieten: Eraman, Botxo Riders und Blokal. Dahinter steckt die Absicht, die miserablen Arbeitsbedingungen der Radlerinnen in diesem schlecht bezahlten Sektor zu verbessern und den Arbeitenden einen angemessenen Monatslohn zu zahlen.

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Vom “wir können“ zum “wir konnten nicht“

Zehn Jahre nach der Rebellion der “Empörten“ in Madrid und Barcelona ist die Bewegung an einen Punkt der Ernüchterung angelangt. Den Erfolgen auf der Straße waren Erfolge bei Wahlen gefolgt. Doch in den Parlamenten ließen sich diese Erfolge leider nicht fortsetzen. Fast überall, wo die neugeründete Podemos-Partei in eine Regierungs-Verantwortung kam, scheiterte sie an der institutionellen Zähigkeit, an fehlender Kontinuität oder am exzessiven Protagonismus ihrer Anführer*innen wie Pablo Iglesias.

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Archäologischer Zufallsfund in Nafarroa

In Navarra (Nafarroa) wurden die Überreste eines mehr als 11.700 Jahre alten menschlichen Körpers gefunden. "Loizu-Mann" ist der Name für diese ältesten vollständigen menschlichen Überreste, die bisher in Nafarroa gefunden wurden. Nach ersten Schätzungen stammen sie aus der Zeit um 9.700 vor Christus und finden auch in Europa kaum einen Vergleich. Der Loizu-Mann wurde in einer Höhle nahe der navarrischen Gemeinde Erro gefunden. Es handelt sich um einen jungen Mann zwischen 17 und 21 Jahren.

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Auch in Nachbar-Regionen gesprochen

Wurde in Soria, 180 Kilometer südlich von Pamplona, vor 2.000 Jahren irgendeine Art von baskischer Sprache gesprochen? Und in Aquitanien in der Region südlich von Bordeaux. Oder in Andorra? Baskische Sprach-Spuren finden sich insbesondere in topografischen Begriffen und Ortsnamen in Gebieten außerhalb des historischen Baskenlandes. Sprach-Wissenschaftler*innen wollen in einem Sommerkurs der baskischen Universität die territoriale Ausdehnung der baskischen Sprache in früheren Zeiten analysieren.

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Das Jahr, in dem sich alles änderte

Am 15. März 2020 trat ein zweiwöchiger Alarmzustand in Kraft. 365 Tage und mehr als 5.000 Tote später sehen Euskadi und Navarra wie die ganze Welt noch immer nicht das Ende des Covid-Tunnels. Drei Tage zuvor, am 12. März 2020, war bereits die Schließung der baskischen Schulen verfügt worden. Beim aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik ist es schwer vorstellbar, dass bisher kein Weg zu Bekämpfung der Pandemie gefunden wurde. Das politische Krisen-Management hat versagt, daran besteht kein Zweifel.

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