Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

arto1Widerstand gegen Franco

Völlig unhistorisch wird die 60-jährige Aktivität der Untergrund-Organisation ETA heutzutage von der bürgerlichen Presse und rechten Politikern umfassend als “Terrorismus“ bezeichnet, ohne in Betracht zu ziehen, dass die Gruppe aus einer bürgerlichen Partei entstand, zu einer Zeit, als im spanischen Staat keinerlei demokratischen Rechte existierten: im Franquismus. Vor allem die Baskisch Nationalistische Partei PNV steht in engem Zusammenhang mit der ETA-Gründung. Eine unangenehme Angelegenheit.

ehselek01Hausgemachte Fußball-Hypothese

In Katar hat die umstrittenste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten begonnen. Frauenrechte, Menschenrechte – nicht nur die demokratische Welt, sogar WM-Kicker üben scharfe Kritik. Wer dabei ist, darf sich feiern lassen, aus verschiedenen Gründen trifft das auf einige Länder nicht zu. Die einen haben sich nicht qualifiziert, die andern dürfen nicht, weil sie nicht offiziell anerkannt sind. Die baskische Auswahl (Euskal Selekzioa) zum Beispiel. An fußballerischer Qualität würde es nicht fehlen.

euskan1Spurensuche im Baskenland

Die Geschichte der baskischen Sprache ist nicht nur von Unterdrückung geprägt, sondern auch von Widerstand und wachsendem Selbstbewusstsein. Das Euskara hat bis heute mit negativem Sozialprestige und der Dominanz des Spanischen zu kämpfen. Welche Perspektiven kann es also für das Baskische geben? Ein Projekt von Angelina Schülke (19), unterstützt durch ein Stipendium der zis-Stiftung, widmete sich im Sommer 2022 genau dieser Frage und gelangte dabei zu inspirierenden wie erstaunlichen Entdeckungen.

gubl01Fragwürdige Museums-Verwaltung

Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, kann leicht das Gleichgewicht verlieren – ausgerechnet zum 25. Geburtstag kommt das Projekt Guggenheim-Bilbao in negative Schlagzeilen. Ein neuer Besuchsrekord zum Jubiläum sollte alles andere in den Schatten stellen. Doch plötzlich erhält der Plan, in einem Naturschutzgebiet eine Zweigstelle einzurichten, gehörigen Gegenwind. Nicht nur von Umweltschützer*innen, sondern aus den eigenen Reihen. Dazu kommen Berichte über unangemessen schlechte Betriebsführung.

mcc001Der große Kooperativen-Ausstieg

Die Kooperativen Orona und Ulma waren Teil des Kooperativen-Multis MCC, Mondragon Cooperative Corporation. Sie stellen 15% des Konzernumsatzes und 14% der Arbeitsplätze, waren aber mit ihrer Position in der Geschäftsführung nicht zufrieden. Weil ihre Änderungs-Vorschläge abgelehnt wurden, haben die jeweiligen Aktionär*innen auf ihren Versammlungen am 16.12.2022 den Austritt aus dem MCC-Kooperativen-Verbund beschlossen. Über fünf grundlegende Fragen soll der Hintergrund der Entwicklung erklärt werden.

hypo1Armut und Zahlungsunfähigkeit

Preise steigen überall, angefangen bei Energieprodukten, die Wirtschaft kriselt, die Inflation zieht an, die Einkommen bleiben hinterher, die Kaufkraft der Bevölkerung sinkt. Dennoch soll sie die Rechnung bezahlen. Um der Inflation zu begegnen, wurden die Leitzinsen erhöht, das hat Auswirkungen auf die Kredit-Rückzahlungen. Euribor-Index ist das gefürchtete Zauberwort. Wer säumig ist, kann die noch nicht abgezahlte Wohnung verlieren. 8.000 Hypotheken im Baskenland sind von Zahlungsausfall bedroht.

hunde11In der Steinzeit domestiziert

Seit Jahrhunderten gelten Hunde als beste (tierische) Freunde des Menschen. Wann tatsächlich der erste Hund domestiziert wurde, hat die Wissenschaft womöglich lange unterschätzt. Ein Knochenfund im Baskenland (Zestoa, Gipuzkoa) hat jetzt neue und überraschende Hinweise auf die Ursprünge der Kultur der Haushunde ergeben. Ein Oberarmbein (Humerus), das einer Höhle gefunden wurde, dürfte dem ersten domestizierten Hund Europas gehört haben. Ein Bericht im “Journal of Archaeological Science Reports“.

chivas1Duell der Talentschmieden

Athletic Bilbao gegen den Club Deportivo Guadalajara im Stadion San Mamés? An dieser Idee arbeitet die mexikanische Fußballliga, die mit der spanischen Liga Kontakt aufgenommen hat, um eine Tournee mit vier Teams durchzuführen und sie mit Clubs von der Halbinsel zu messen. Athletic-Chivas hätte hohen symbolischen Wert, es wäre das Duell der Clubs, die nur mit Einheimischen spielen: Athletic Bilbao nur mit Bask*innen, Chivas (so der Beiname des Club Deportivo Guadalajara) nur mit Mexikaner*innen.

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