Geschichte

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Aktueller Friedens-Prozess; 5. Historische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland.

orue1Franquistische Repression in Bilbo

Frauen, die 1937 in Bilbao franquistische Repression erlitten oder gar ermordet wurden – bei einer Gedenk-Veranstaltung im Stadtteil Santutxu wurde eine Geschichtstafel vorgestellt, die an das Schicksal jener faschistischen Unterdrückung von politisch aktiven Frauen erinnert. Im Blickpunkt die Villa Orue, von den Franquisten zu einem provisorischen Frauengefängnis umfunktioniert: fünf Jahre Gefängnis, später eine Klinik, Ende der 1960er Jahre Abriss. "Mit Erinnerung wird Würde wieder hergestellt".

1936naf1Keine Front, viele Erschießungen

Es mag erstaunlich klingen, aber in verschiedenen Regionen und Provinzen des spanischen Staates gab es nach dem franquistischen Militärputsch vom 18. Juli 1936 keine Front und keinen Krieg. Das heißt, jener Krieg fand nicht im ganzen Staat statt, sondern hatte stark regionalen Charakter. In all jenen Gebieten, die sich sofort den Putschisten anschlossen, gab es keinen Krieg. Dazu gehören – aus baskischer Sicht – Navarra und Araba. Dennoch gab es auch hier viele Tote durch faschistische Erschießungen.

stolp1Tod im Nazi-KZ

Zwölf Stolpersteine werden ab dem 1. Oktober 2022 an die zwölf Republikaner aus der Bizkaia-Stadt Barakaldo erinnern, die in den Konzentrationslagern der Nazis inhaftiert und ermordet wurden. In den deutschen Konzentrationslagern wurden sie zu Nummern gemacht, eine Gedenkfeier am 1.10. wird dafür sorgen, dass ihre Namen in Barakaldo nicht vergessen werden. An jenem Tag werden die Stolpersteine offiziell enthüllt. Auch in Elgeta, Iruñea (Pamplona) und Busturias sind bereits Stolpersteine zu finden.

irujo001Vernichtung durch die Legion Condor

Xabier Irujo, Historiker und Leiter des Zentrums für Baskische Studien an der Uni Nevada, hat zehn Jahre lang alle verfügbaren Einzelheiten des Angriffs auf Gernika recherchiert, für sein Buch "Gernika, 26. April 1937". Er gilt als der beste Kenner der Kriegsverbrechen der Legion Condor in Bizkaia. "Auf eine Gräueltat folgt immer eine Lüge, Franco hat die Bombardierung angeordnet, das ist dokumentiert", so Irujo bei der Präsentation des Buches "Gernika. Genealogy of Lie". Ein Rückblick auf Gernika.

gerda1Die ignorierte Frauenarbeit

Bisher wurde davon ausgegangen, dass nur wenige Frauen als Journalistinnen von den Kriegsschauplätzen aus über den Spanienkrieg 1936-1939 berichteten. Dem widerspricht ein Universitäts-Professor. Er hat eine umfassende Forschungsarbeit vorgelegt, in der dokumentiert ist, dass damals 183 Reporterinnen durch das Land zogen, die Fronten besuchten und Soldaten interviewten. Ihre Berichte zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung aufzeigten.

zorn1Tödliche Kriegsspiele der Nazis

Zornotza (spanisch: Amorebieta) liegt 20 Kilometer östlich von Bilbao. Während des Spanienkrieges im Frühjahr 1937 kamen die aufständischen Truppen mit Hilfe ihrer deutschen und italienischen Verbündeten aus genau dieser Richtung. Mit dem Angriff auf Durango hatten die Faschisten eine neue Offensive begonnen, deren Ziel die Einnahme der baskischen Hauptstadt war. Zornotza wurde aufgrund seiner strategischen Lage beim Vormarsch auf Bilbao von der aufständischen Luftwaffe mehrfach heftig angegriffen.

nafbu1Leben und Alltag 1522

Aus Anlass des 500. Jahrestags der militärischen Eroberung des Königreichs Navarra im Jahr 1522 durch das kastilische Imperium zeigt das Generalarchiv in Pamplona eine Ausstellung, in der Besucher*innen anhand archäologischer Funde erfahren, wie die Menschen, die das alte baskische Königreich verteidigten in den Burgen und Festungen lebten, arbeiteten und starben. Ausgangspunkt ist die Festung Maya oberhalb des Dorfes Amaiur im nördlichen Navarra, im Grenzgebiet der Staaten Spanien und Frankreich.

bida01Rassistische Migrations-Politik

Der Bidasoa-Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen Iparralde und Hegoalde, dem nördlichen und südlichen Baskenland. Auf “französischer Seite“ liegt Hendaye (Hendaia), auf der südlichen Seite Irun. Verbunden sind die beiden Orte durch die “Internationale Santiago-Brücke“ – mit dem Wegfall europäischer Grenzkontrollen ein problemloser Transit. Dschihadismus, Pandemie und Abschirmung gegen afrikanische Migration haben diese Grenze erneut zum Hindernis gemacht. Den Bidasoa zur tödlichen Falle.

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