Geschichten

Die Kategorie GESCHICHTE beinhaltet folgende sechs Themenbereiche: 1. allgemeine Geschichte des Baskenlands, Königreich Navarra; 2. Krieg, Gernika, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Aktueller Friedens-Prozess; 4. Migration, Diaspora; 5. Baskische Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland. 7. Geschichten, Ereignisse.

lifesupp1Schiffbrüchige im Mittelmeer

Im Mittelmeer geht die Menschlichkeit über Bord, Tausende ertrinken jedes Jahr ohne jede Chance auf Ankunft. Diese Chronik berichtet von Bord des Rettungs-Schiffes Life Support. Ein Bericht vom Versuch, schiffbrüchige Flüchtlinge aufzunehmen, die auf einer Gasplattform vor Tunesien gestrandet sind, verhindert durch die europäische Frontex-Überwachung. Erzählt wird die erfolgreiche Rettung eines Bootes mit 52 Flüchtlingen an Bord erzählt, die in Catania, auf Sizilien, an Land gebracht werden konnten.

judivg11Judimendi Vitoria-Gasteiz

Im Jahr 1492 verordneten die “Katholischen Könige“ Isabel und Fernando die Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus dem Königreich Kastilien. Kastilische Orte verloren damit einen wichtigen Teil ihrer Bevölkerung. In Vitoria-Gasteiz, das zu diesen Orten gehörte, schlossen die Ausgewiesenen mit den Stadtherren vor ihrem erzwungenen Auszug eine Vereinbarung, die vorsah, dass der alte jüdische Friedhof außerhalb der Stadtmauern respektiert werden und auf alle Zeiten eine Wiese oder Weide bleiben sollte.

gern24a87. Jahrestag der Vernichtung

Heute, am 26. April 2024, wird der 87. Jahrestag der Bombardierung und fast vollständigen Vernichtung der baskischen Stadt Gernika begangen. Der Tag war auch in diesem Jahr von einer gemeinsamen Erinnerung geprägt, die auf dem Friedhof, im Kulturhaus und auf den Straßen stattfand. Abgeschlossen wurde der Tag mit der Verleihung der Gernika-Friedenspreise, mit einer Kerzen-Demonstration und mit der Anprangerung des “kolossalen Schwindels“, der 1937 von einem franquistischen Militär verbreitet wurde.

navsym1Langsame Säuberung

Die Demokratie lässt sich alle Zeit der Welt zur Aufarbeitung des Faschismus, der offiziell 1975 endete. Das gilt für den spanischen Staat wie auch für die baskische Region Nafarroa. Nach der Verabschiedung des Memoria-Gesetzes wurden in Navarra seit 2015 insgesamt 435 franquistische Symbole entfernt – oder anders gesagt: bis 2015, 40 Jahre nach der Diktatur, war die Region voller faschistischer Symbole, die für Kriegsverbrechen, Morde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit standen. Schöne Demokratie!

bwahl1Spannende Regionalwahlen

Baskenland: EH Bildu vor dem Sprung: Die baskischen Links-Nationalisten könnten bei den Regionalwahlen in der Autonomen Region Baskenland (Euskadi) erstmals stärkste Partei werden. Persönlichkeiten wie Arnaldo Otegi haben nicht nur wesentlich zum Ende von ETA beigetragen, sondern auch einen politischen Strategiewechsel in die Mitte vollzogen. Bestes Beispiel dafür ist, dass Bildu in Madrid zur zuverlässigsten Stütze des Sozialdemokraten Pedro Sanchez in der spanischen Regierung geworden ist.

atoch1ETA oder Islamisten

Das Bomben-Massaker am 11. März 2004 gegen die Vorstadtzüge in Madrid-Atocha hatte verheerende Folgen. Ein politisches Erdbeben löste im direkten Anschluss die PP von Regierungschef Aznar aus, als sie die baskische Organisation ETA für die Serien-Explosionen von zehn Sprengsätzen in vier Zügen verantwortlich machte. Obwohl es Hinweise auf islamistische Attentäter gab, beschuldigte Aznar die Basken. Der die Lüge prallte zurück, ihre Folge war eine soziale Revolte und die Niederlage der PP bei den Wahlen.

namufr1Aufarbeitung in Navarra

Weil die alte franquistische Garde in Amt und Würden blieb, kam die Aufarbeitung des spanischen Faschismus nur langsam in Gang und voran. Vor allem dank der Bemühungen einer links-republikanischen Basis-Bewegung und dem guten Willen einiger Regional-Regierungen wie im Baskenland oder Katalonien. Im Vordergrund standen bei dieser Aufarbeitung vor allem Männer, als Soldaten, Gewerkschafter, Abgeordnete. Die Frauen wurden – wie so oft – vergessen. Ein Buch über Navarra korrigiert diesen Mangel.

huegun1Mit Stockholm-Syndrom

Im September 2023 jährte sich zum zwanzigsten Mal die Entführung von sieben Personen im Dschungel des nördlichen Kolumbien. Neben vier Israelis, einer Deutschen und zwei Engländern betroffen war der Baske Asier Huegun aus Donostia, entführt von der ELN-Guerrilla. Die baskische, spanische und internationale Presse widmete der Geschichte damals viel Aufmerksamkeit. Die Gruppe war auf dem Weg zur “Verlorenen Stadt“, einer archäologischen Stätte in der Sierra Nevada de Santa Marta, nahe der Karibik.

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