Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

(*) Alfredo González Ruibal (naiz)
Wenig Respekt für die Opfer 

In einem Buch stellt der Archäologe und Schriftsteller Alfredo González Ruibal 20 Jahre Ausgrabungen zu Bürgerkrieg und Diktatur vor. Er kritisiert, dass die Darstellung des Übergangs zur Demokratie diejenigen ignoriert, die in den vorangegangenen Jahrzehnten des Franquismus Widerstand geleistet hatten. Er warnt davor, dass die post-franquistische PP „nach wie vor im franquistischen Gedächtnis“ verankert ist. „Die Archäologie belegt, dass das Franco-Regime versuchte, den Besiegten ihre Menschlichkeit zu nehmen“.

(1) Johanna Fernández (bookstore)
Gegen das Gefängnis-System

Dr. Johanna Fernández, Historikerin der „Young Lords“, ist von uns gegangen. Die dominikanisch-amerikanische Historikerin, Verfechterin der Abschaffung des Gefängnissystems und Bewegungsforscherin, verstarb am 30. Juli 2026 nach einem jahrelangen Kampf gegen Lungenkrebs. Sie wurde 55 Jahre alt. Johannas Leben – eine Mischung aus Wissenschaft, Aktivismus, Familie und Freundschaft – war, wie ihr Bruder Geovanny Fernández erklärte, geprägt von den Lehren ihrer Eltern, insbesondere ihres Vaters Tirso Fernández.

(*) Marokkanischer König (adelswelt)
Mehr als Ceuta und Melilla

Die Bevölkerung in Marokko kann weder etwas essen noch telefonieren, weder reisen noch Bankgeschäfte tätigen, ohne einen Teil ihres Geldes aufgrund der umfangreichen Geschäfte des Königs in dessen Taschen fließen zu sehen. Die machiavellistische Vorgehensweise des Königs von Marokko bei der Öffnung der Grenze zu Ceuta im Juli 2026 ermöglichte den Ansturm von Tausenden von Migrant*innen, darunter auch Frauen, Mädchen und ganze Familien. Bei heutigen Flucht-Bewegungen eine sehr untypische Erscheinung.


Vom Putsch zur sozialen Revolution

Während das Baskenland und Nafarroa zwischen faschistischen und republikanischen Kräften gespalten war, schuf der Militärputsch vom 18. Juli 1936 in anderen Teilen des Staates optimale Voraussetzungen dafür, dass die anarchistische Bewegung mit der Verwirklichung ihres lang ersehnten Traumes von der gesellschaftlichen Gleichheit beginnen konnte: die soziale Revolution. Vor allem in der Pyrenäen-Region Aragon machten diese revolutionären Anstrengungen beachtliche Fortschritte – mitten im Krieg.

(*) Legion Condor (naiz)
Eigenbeschuss und Lynchjustiz

Das Bild der Nazi-Luftwaffe Legion Condor im Baskenland ist untrennbar mit Gernika verbunden. Die Junkers und Heinkel, die Brandbomben, die flüchtende Bevölkerung und die verwüstete Stadt gehören zu den universellen Bildern von den Kriegen des 20. Jahrhunderts. Doch die Intervention der Nazis zur Unterstützung der Putschisten des 18. Juli 1936 hatte auch eine weniger bekannte Seite. Etwa dreißig der von Hitler geschickten Soldaten verloren auf baskischem Gebiet in geheimer Mission ihr Leben.


Putsch-Vorbereitungen

Wie jedes Jahr begannen die San-Fermin-Fiestas auch 1936 am 6.Juli. Zwölf Tage später putschten ultrarechte Militärs gegen die Republik. Vor 90 Jahren wurden die Sanfermines somit zur Kulisse der Putschisten-Verschwörung, die das Massaker von 1936 auslöste. Während die Einwohner von Iruñea und die Besucher die Fiesta trotz Unwetter so gut es ging genossen, vereinbarten General Mola und der Chef-Redakteur des „Diario de Navarra“ in Iruñea die letzten Details des Aufstands, um die Zweite Republik zu stürzen.

(*) Manteroak (argia)
Jazarpen polizialak

Bilboko manteroek kontatu digute Poliziaren tratu txar eta oldarkorrek okerrera egin dutela bi urtetik hona, ordaindu ezin dituzten isunetan eta prozesu judizial nahasgarrietan korapilatzen dituztela, eta Bilboko Udalak erantzukizun argia duela horretan guztian. Hori bai, ez dute inolako asmorik haiena ere baden hiritik desagertzeko, eta Inor ez da ilegala ekimena eta herritarren elkartasuna dituzte borroka-lagun. Manteroen aurkako jazarpen polizialak ez du etenik Bilbon.


Das WM-Experiment

„Nationalteams“ werden sie genannt, die Kickertrupps, die um die Krone des Fußballs streiten. Wer sich die Teams von England, Frankreich, Holland, Portugal oder Deutschland anschaut – Länder mit blutiger Kolonial-Tradition – mag sich über die große Zahl schwarzer oder brauner Spieler wundern. In jedem dieser Länder existieren große Gruppen in der Bevölkerung, die diese Nicht-Weißen am liebsten rauswerfen würden, ein Symptom des neuen Faschismus in Europa. Viel national und nix mit national.

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