Ökologie

Behandelt werden in der Kategorie ÖKOLOGIE Fragen der ökologischen Entwicklung im Baskenland, beleuchtete werden Projekte, die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht darstellen und einer umweltschonenden Politik und Haltung entgegen stehen.

gletsch01Klimakatastrophe auch in Navarra

Die Pyrenäen sind eine rund 430 km lange Gebirgskette, 120 davon entfallen auf die baskische Region Navarra. Sie trennen die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa im Norden, und weisen bei Höhen von über 3.000 Metern eine Vielzahl von Gletschern auf. Bisher zumindest. Denn auch hier machen die Erderwärmung und die aufziehende Klimakatastrophe keinen Halt. Die Gletscher in den Pyrenäen haben seit 2011 bereits zwischen sechs und zwanzig Meter an Dicke verloren sowie ein Viertel ihrer Fläche.

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Auf Harrisburg folgt Navarra

Vor 41 Jahren, am 3. Juni 1979, wurde die Öko-Aktivistin Gladys del Estal bei einem Anti-Atomkraft-Aktionstag in Navarra von einem Guardia-Civil-Polizisten aus nächster Nähe erschossen. Ein Gericht in Pamplona verhängte gegen den Polizisten eine Haftstrafe von 18 Monaten, die er jedoch nie antrat. Kurze Zeit danach wurde der Täter mit einem Verdienstkreuz ausgezeichnet. Gladys del Estal wurde zu einem Symbol für die Umweltbewegung – ihr Tod zu einem weiteren Beispiel für die Straflosigkeit der Polizei.

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Urdaibai vom Verschwinden bedroht

Der Klimawandel bedroht auch die baskische Küste. Der steigende Meeresspiegel wird Überschwemmungen verursachen, Sandbänke reduzieren und Feuchtgebiete verschwinden lassen. Wenn keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. Auf zwei gefährdete Gebiete in Bizkaia wird besonders hingewiesen: das Sumpfgebiet von Urdaibai, das die Hälfte seiner Fläche verlieren kann, und das Verschwinden eines großen Teils des Sandgebiets von Bakio. Dazu die Gefahr von Überschwemmungen in zahlreichen städtischen Zentren.

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Nicht überall ist Pandemie

Nicht überall in der Wüste ist das Leben unmöglich, es gibt Oasen mit Wasserquellen. Oasen gibt es neuerdings auch im Baskenland, in Bizkaia. Oasen, in die das Coronavirus nicht vorgedrungen ist. Die Mehrheit dieser von Virusbefall umzingelten Oasen-Dörfer liegt in oder in der Nähe des Biosphären-Reservats Urdaibai, bekanntes Vogelschutz-Gebiet mit Mikroklima und bäuerlich-ländlicher Struktur. In unmittelbarer Nähe der Industrie- und Viren-Zentren Bermeo und Gernika und doch Lichtjahre entfernt.

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Risiko eines ökologisch-energetischen Chaos

Reise durch den vom ökologisch-energetischen Kollaps bedrohten Großraum Bilbao: das “Verdauungs-System“ der Hauptstadt ist krank. Und nicht nur das. Auch das “Atmungs-System“ und die “Kreislauf-Funktionen“ zeigen besorgnis-erregende Symptome. Die “Gesundheit“ der Stadt verschlechtert sich im selben Rhythmus, wie sich auch das sozio-ökonomische Modell verschlechtert, das die Stadt am Leben hält. Der Blick auf die Wirklichkeit der baskischen Großstadt bringt verschiedene Notstände zum Vorschein. 

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Umstrittene baskische Gas-Pläne

Ökologisch gesehen ist es umstrittener denn je, weiter auf Erdöl, Kohle oder Erdgas zu setzen. Doch letzteres gehört zum Energie-Versorgungs-Plan der baskischen Regierung. Dafür hat sie nun von der spanischen Regierung die Zustimmung erhalten, in der Provinz Araba Probebohrungen durchzuführen, die zu einer Förderung führen könnten. Die baskische Opposition und alle Ökologie-Gruppen laufen Sturm. Zwar ist die Fracking-Methode vom Tisch. Doch fossile Brennstoffe sind mega-out – Windenergie ist in.

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In der Tradition der baskischen Walfänger

Seit ihrer Gründung 1994 steht die baskische Kleider-Marke “Ternua“ für nachhaltige Innovation. Bei der Produktion ihrer technischen Outdoor-Bekleidung wird darauf gesetzt, Kleidung auf andere Art und Weise herzustellen. Indem Materialien, Füllungen und Behandlungen benutzt werden, die Natur und Umwelt nicht über die Maßen strapazieren. Seit vielen Jahren setzt “Ternua“ Produktions-Projekte um, die die Kreislaufwirtschaft in ihrer baskischen Heimat fördern und darüber hinaus zum Umdenken anregen.

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Game-of-Thrones zerstört die Insel

Es gibt viele Kriterien und Motivationen, Reiseziele auszuwählen: alte Gewohnheiten, neue Träume, Modeziele, ein berühmtes Museum als Anlass … Dazu kam jüngst der Riesenrummel um die Drehorte von Kultserien, die über Fernsehen weltbekannt gemacht wurden. Dass das Baskenland in dieser Spirale eine Rolle übernommen hat, stimmt die einen froh und die andern kritisch. Denn der auf die Propagandashow folgende Massentourismus hat gravierende Folgen. Wie ein geschütztes Biotop zum Tourismus-Renner wird.

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