Ökologie

Behandelt werden in der Kategorie ÖKOLOGIE Fragen der ökologischen Entwicklung im Baskenland, beleuchtete werden Projekte, die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht darstellen und einer umweltschonenden Politik und Haltung entgegen stehen.

apock1Menschengemachte Epidemien

Die Menschheit hat es noch nicht geschafft, der Bedrohung durch die Coronavirus-Pandemie von der Schippe zu springen, da lauert bereits die nächste Gefahr einer weltweiten Krankheit: Affenpocken. Die wurden bisher nur in Afrika verortet, doch jetzt ist dem Virus der Sprung auf alle Kontinente gelungen, bis nach Portugal und Spanien, und auch ins kleine Baskenland. Warum schon wieder eine Zoonose? Weil wir zu viel reisen, Ökosysteme zerstören, mit Wildtieren handeln und zu viele Urwälder abholzen.

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Urdaibai vom Verschwinden bedroht

Der Klimawandel bedroht auch die baskische Küste. Der steigende Meeresspiegel wird Überschwemmungen verursachen, Sandbänke reduzieren und Feuchtgebiete verschwinden lassen. Wenn keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. Auf zwei gefährdete Gebiete in Bizkaia wird besonders hingewiesen: das Sumpfgebiet von Urdaibai, das die Hälfte seiner Fläche verlieren kann, und das Verschwinden eines großen Teils des Sandgebiets von Bakio. Dazu die Gefahr von Überschwemmungen in zahlreichen städtischen Zentren.

aliment1Manifest für Ernährungs-Souveränität

Die Metropole Bilbao, die vom Endlauf des Flusses Nervion-Ibaizabal durchquert wird, ist an ihren Hängen umgeben von Wiesen und Bergen, mit weitläufigen Grünflächen. Eigentlich ein schönes Bild. Doch dahinter verbirgt sich eine Konsum-Gesellschaft, die das Land Euskal Herria und die Provinz Bizkaia als bloße Ware betrachtet und das Leben kommender Generationen nicht berücksichtigt. Um dieses fatale Verhältnis zu kippen, kursiert in den sozialen Medien ein Manifest zum Kampf um die Ernährungs-Souveränität.

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Risiko eines ökologisch-energetischen Chaos

Reise durch den vom ökologisch-energetischen Kollaps bedrohten Großraum Bilbao: das “Verdauungs-System“ der Hauptstadt ist krank. Und nicht nur das. Auch das “Atmungs-System“ und die “Kreislauf-Funktionen“ zeigen besorgnis-erregende Symptome. Die “Gesundheit“ der Stadt verschlechtert sich im selben Rhythmus, wie sich auch das sozio-ökonomische Modell verschlechtert, das die Stadt am Leben hält. Der Blick auf die Wirklichkeit der baskischen Großstadt bringt verschiedene Notstände zum Vorschein. 

golf1Zurück über die Nahrungskette

Jede Plastikflasche, die über baskische Flüsse ins kantabrische Meer gespült wird (in den Golf von Bizkaia), trägt zur zunehmenden Verschmutzung des Atlantik bei. Doch damit ist es nicht getan. Denn das Plastik kehrt zurück. Wenn nicht direkt als Strandgut, dann als Mikroplastik in Fischen, die den zerkleinerten Fremdstoff aufnehmen. Über die Nahrungskette kommen die Umweltsünden zurück auf den Mittagstisch. Letztendlich geht es um Gesundheit und eine große Tradition von baskischer Gastronomie.

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In der Tradition der baskischen Walfänger

Seit ihrer Gründung 1994 steht die baskische Kleider-Marke “Ternua“ für nachhaltige Innovation. Bei der Produktion ihrer technischen Outdoor-Bekleidung wird darauf gesetzt, Kleidung auf andere Art und Weise herzustellen. Indem Materialien, Füllungen und Behandlungen benutzt werden, die Natur und Umwelt nicht über die Maßen strapazieren. Seit vielen Jahren setzt “Ternua“ Produktions-Projekte um, die die Kreislaufwirtschaft in ihrer baskischen Heimat fördern und darüber hinaus zum Umdenken anregen.

gletsch01Klimakatastrophe auch in Navarra

Die Pyrenäen sind eine rund 430 km lange Gebirgskette, 120 davon entfallen auf die baskische Region Navarra. Sie trennen die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa im Norden, und weisen bei Höhen von über 3.000 Metern eine Vielzahl von Gletschern auf. Bisher zumindest. Denn auch hier machen die Erderwärmung und die aufziehende Klimakatastrophe keinen Halt. Die Gletscher in den Pyrenäen haben seit 2011 bereits zwischen sechs und zwanzig Meter an Dicke verloren sowie ein Viertel ihrer Fläche.

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Auf Harrisburg folgt Navarra

Vor 41 Jahren, am 3. Juni 1979, wurde die Öko-Aktivistin Gladys del Estal bei einem Anti-Atomkraft-Aktionstag in Navarra von einem Guardia-Civil-Polizisten aus nächster Nähe erschossen. Ein Gericht in Pamplona verhängte gegen den Polizisten eine Haftstrafe von 18 Monaten, die er jedoch nie antrat. Kurze Zeit danach wurde der Täter mit einem Verdienstkreuz ausgezeichnet. Gladys del Estal wurde zu einem Symbol für die Umweltbewegung – ihr Tod zu einem weiteren Beispiel für die Straflosigkeit der Polizei.

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