Ökologie

Behandelt werden in der Kategorie ÖKOLOGIE Fragen der ökologischen Entwicklung im Baskenland, beleuchtete werden Projekte, die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht darstellen und einer umweltschonenden Politik und Haltung entgegen stehen.

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Auf Harrisburg folgt Navarra

Vor 41 Jahren, am 3. Juni 1979, wurde die Öko-Aktivistin Gladys del Estal bei einem Anti-Atomkraft-Aktionstag in Navarra von einem Guardia-Civil-Polizisten aus nächster Nähe erschossen. Ein Gericht in Pamplona verhängte gegen den Polizisten eine Haftstrafe von 18 Monaten, die er jedoch nie antrat. Kurze Zeit danach wurde der Täter mit einem Verdienstkreuz ausgezeichnet. Gladys del Estal wurde zu einem Symbol für die Umweltbewegung – ihr Tod zu einem weiteren Beispiel für die Straflosigkeit der Polizei.

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Kiefern-Pilz breitet sich bedenklich aus

Die als ganzjährig grün bekannten Berge des Baskenlandes weisen im Sommer 2018 eine weithin sichtbare rötlich-braune Färbung auf. Nicht etwa Wassermangel ist die Ursache. Grund: die aus Kalifornien stammende schnellwachsende Monterey-Kiefer, die in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts großflächig zur Aufforstung eingesetzt wurde ist von einem Pilzbefall betroffen, der in den letzten Monaten spektakuläre Ausmaße angenommen hat. Ein Drittel des gesamten Nadelbaumbestands ist betroffen.

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Nicht überall ist Pandemie

Nicht überall in der Wüste ist das Leben unmöglich, es gibt Oasen mit Wasserquellen. Oasen gibt es neuerdings auch im Baskenland, in Bizkaia. Oasen, in die das Coronavirus nicht vorgedrungen ist. Die Mehrheit dieser von Virusbefall umzingelten Oasen-Dörfer liegt in oder in der Nähe des Biosphären-Reservats Urdaibai, bekanntes Vogelschutz-Gebiet mit Mikroklima und bäuerlich-ländlicher Struktur. In unmittelbarer Nähe der Industrie- und Viren-Zentren Bermeo und Gernika und doch Lichtjahre entfernt.

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Forschungsprojekt auf baskischer Insel

Izaro gehört zu den vor der baskischen Küste liegenden unbewohnten Inseln. Wer vom Biosphären-Reservat Urdaibai aufs Meer fährt, trifft genau auf das Eiland, das einst ein Franziskaner-Kloster beherbergte. Das ist lange her. Der Zugang zu diesem unter Naturschutz stehenden Flecken ist verboten. Vögel verschiedenster Art haben sich seither die 675 Meter lange und bis zu 150 Meter breite Insel zu eigen gemacht. Im Sommer 2018 werden die Tiere allerdings Besuch erhalten. Wissenschaftlichen Besuch.

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Umstrittene baskische Gas-Pläne

Ökologisch gesehen ist es umstrittener denn je, weiter auf Erdöl, Kohle oder Erdgas zu setzen. Doch letzteres gehört zum Energie-Versorgungs-Plan der baskischen Regierung. Dafür hat sie nun von der spanischen Regierung die Zustimmung erhalten, in der Provinz Araba Probebohrungen durchzuführen, die zu einer Förderung führen könnten. Die baskische Opposition und alle Ökologie-Gruppen laufen Sturm. Zwar ist die Fracking-Methode vom Tisch. Doch fossile Brennstoffe sind mega-out – Windenergie ist in.

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Internationale Konferenz im Baskenland

Im Juli 2017 wurde die 7. Internationale Konferenz Vía Campesina durchgeführt. Gastgeber des Kongresses war Europa, vertreten durch die baskische Stadt Derio. Die Konferenz mit 800 Besucher*innen fand in festlichem Ambiente statt und endete mit einer Demonstration in Bilbao. Ziel der Vollversammlung war eine Diagnose der aktuellen Situation der Bewegung und der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe weltweit. Besonderes Augenmerk waren die Rechte von Frauen und der Zugang der Jugend.

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Game-of-Thrones zerstört die Insel

Es gibt viele Kriterien und Motivationen, Reiseziele auszuwählen: alte Gewohnheiten, neue Träume, Modeziele, ein berühmtes Museum als Anlass … Dazu kam jüngst der Riesenrummel um die Drehorte von Kultserien, die über Fernsehen weltbekannt gemacht wurden. Dass das Baskenland in dieser Spirale eine Rolle übernommen hat, stimmt die einen froh und die andern kritisch. Denn der auf die Propagandashow folgende Massentourismus hat gravierende Folgen. Wie ein geschütztes Biotop zum Tourismus-Renner wird.

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Ökologie, Korruption und direkte Aktion

Itoiz war ein kleiner Ort in den südlichen Pyrenäen-Ausläufern von Navarra. Bekannt wurde er in den 80er und 90er Jahren als Namensgeber für einen großen Stausee, der gleichzeitig das Verschwinden des Dorfes bedeutete, weil große Teile der zum Ort gehörenden Ländereien überflutet wurden. Der Protest gegen das ökologisch fragwürdige Großprojekt ließ nicht auf sich warten, Bürgerinitiativen mit verschiedenen Strategien formierten sich, um einen Baustopp zu erreichen – teilweise mit spektakulärem Erfolg.

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