fempflege1Feministische Theorie und Praxis

“Das öffentliche System muss vollständig von der öffentlichen Hand und ohne private Unternehmen verwaltet werden“ – in ihrem Buch “Gegen das Patriarchat“ (Katakrak) und in einem Interview mit El Salto Diario analysiert María Pazos, feministische Aktivistin, Ökonomin und Autorin die durch die Covid-Pandemie hervorgerufenen Veränderungen in der Gesellschaft, den Stand der feministischen Bewegung, den Vorschlag eines öffentlich-gemeinschaftlichen Systems und die Grenzen institutioneller Politik.

Am 30. November 2023 organisierte die feministische Bewegung des Baskenlandes zusammen mit Gewerkschaften einen Generalstreik, bei dem das Thema der Pflege von abhängigen Personen im Mittelpunkt standen, sowie die Frauen, die diese Arbeit schlecht oder gar nicht bezahlt leisten.

Drei Fakten bilden eine tickende Zeitbombe gegen Frauen, die für die gesamte Bevölkerung verheerende Folgen haben wird: erstens der demografische Anstieg der Abhängigkeit und Unselbständigkeit von Einzelpersonen; zweitens die zunehmende Privatisierung des Pflegesektors mit Schwerpunkt auf Pflegeheimen und drittens ein System der häuslichen Pflege, das sich auf von Rassismus geprägte und prekäre Arbeit konzentriert. Nach Ansicht von María Pazos sind die Institutionen weit davon entfernt, auf die aktuellen Bedürfnisse zu reagieren und dieses kollektive Recht auf Pflege zu garantieren. Stattdessen werden in diesem Bereich immer neue Nischen der Bereicherung und neue Formen der Ausbeutung geschaffen. Auch die Forderung nach einem öffentlich-gemeinschaftlichen Betreuungsmodell, der bisher einzigen Alternative, bezieht sich nicht auf den Hauptkritikpunkt: Es handelt sich weiterhin um ein gesellschaftliches Modell, das die geschlechtliche Arbeitsteilung intakt lässt.

fempflege2María Pazos ist eine Aktivistin, die ihr intellektuelles Leben der Forschung über feministische Ökonomie gewidmet hat. Sie hat sich auf die Analyse der öffentlichen und steuerlichen Politik aus der Geschlechter-Perspektive spezialisiert, sowie auf den internationalen Vergleich von Steuer- und Sozialleistungs-Systemen. 2018 war sie die Autorin des Buches “Contra el patriarcado. Economía feminista para una sociedad justa y sostenible“ (Gegen das Patriarchat. Feministische Ökonomie für eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft), erschienen im Kleinverlag Katakrak in Iruñea-Pamplona. Sie schlägt ein Wirtschafts-Programm vor, um die bestehende Gesellschafts-Ordnung zu verändern, indem die patriarchalische Struktur bekämpft wird.

Angesichts von Begriffen wie öffentlich oder gemeinschaftlich, die im institutionellen Rahmen entpolitisiert, inhaltsleer und privatisiert werden, bringt María Pazos im Interview Herausforderungen und Vorschläge zur Sprache, die dazu dienen, Debatten neu zu eröffnen, Modelle zu überdenken und auf Fragen einer unvollständigen Architektur zu antworten für eine vom Kapital unabhängige Versorgungswirtschaft.

Die Pandemie war ein Wendepunkt für die Pflege. Sie hat auch den politischen Kontext und den Zustand sozialer Bewegungen, wie der feministischen Bewegung, verändert. Wie können wir den gegenwärtigen Moment aus den Kategorien von “Gegen das Patriarchat“ denken?

Die feministische Bewegung hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Rückschritt erlebt, ein Prozess, der durch die Einschluss-Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie deutlich wurde. Das ist der Wendepunkt: Wir wurden aus dem öffentlichen Raum entfernt und entrechtet. Dies wiederum löste eine Welle konservativer Reaktionen aus, mit denen die Freiheit gegen die Sicherheit als Leitkonzept des öffentlichen Lebens ausgetauscht wurde. Indem man alle Menschen auf die Kategorie der “Mitbewohner“ eines Haushalts reduzierte, wurde die vorherrschende patriarchalische Ideologie ebenso aufgewertet wie die Institution der Familie. Das war ein großer Schlag gegen den Feminismus. Wir sind von dem Wunsch, diese Struktur aufzulösen, dazu übergegangen zu sagen: “Meine Familie ist auch wichtig“. Wir stellen sie nicht mehr in Frage.

Statt an anti-patriarchalischen Lösungen zu arbeiten, ist ein starker Widerstand von Seiten der Männer gegen Veränderungen in Erscheinung getreten. Ein wichtiger Faktor sind neue faschistische Bewegungen oder die Rolle des Kapitalismus, der in Verbindung mit dem Patriarchat die wirtschaftliche Sphäre, aber auch die symbolische Sphäre, das Verhalten der Frauen, beeinflusst. Es handelt sich um eine patriarchale Gegenreaktion gegen die seit Jahren im Entstehen begriffene feministische Bewegung. Der Motor des Wandels muss hingegen wieder die Frauen-Bewegung sein.

In dem Dokument “Auf dem Weg zu einem feministischen öffentlich-kommunalen Pflegesystem“ von der Feministischen Koordination in Euskal Herria Bizitzak Erdigunean (Das Leben im Mittelpunkt) heißt es, die Covid-Einsperrung sei eine “ideale Gelegenheit“ gewesen, etwas zu hinterfragen.

Tut mir leid, widersprechen zu müssen. Wenn sich soziale Bewegungen von der Straße zurückziehen, sprechen wir nicht von einer Chance, sondern von einem Debakel. Hinzu kommen die Probleme, die sich aus der Isolation von Frauen und Mädchen, aus der erhöhten Arbeitsbelastung oder der Verschlechterung der psychischen Gesundheit ergeben. Phobien haben sich verschlimmert, und einige sind erhalten geblieben. Achtzig Prozent der Phobien betreffen Frauen, wie zum Beispiel die Phobien, alles zu desinfizieren, mit denen die Frauen während der Pandemie konfrontiert waren.

Das Wichtigste ist jedoch, zu verstehen, dass der Zusammenbruch des Gesundheits-Systems auch die Pflege betraf. Es war ein schrecklicher Angriff, und es war nicht Covid, sondern die öffentliche Politik, die ihn verursacht hat. Wir müssen das analysieren, und ich weiß nicht, ob dazu ausreichend Mut vorhanden ist. Das Verbot von Besuchen in Altersheimen zum Beispiel war das größte Debakel der Covid-Politik. Wie können wir das aufarbeiten?

fempflege3Um wieder auf “Gegen das Patriarchat“ zurückzukommen: du sagst, dass die staatliche Politik die Ungleichheit aufrechterhält, dass sie diskriminierend ist und dass sie uns auf den Weg der Prekarität führt.

Die öffentliche Politik bestimmt im Allgemeinen das Verhalten, das die Ökonomen vorschreiben. Und Ökonomen verbringen ihr Leben damit, über das Verhalten der Wirtschafts-Protagonisten und über Stimulierungs-Maßnahmen zu sprechen, über Familien, Unternehmen, Einzelpersonen. Wenn wir dies konkret auf den Bereich der Pflege anwenden, dann bestimmen sie das Verhalten und halten die soziale Struktur aufrecht: die Struktur der Familie und die Struktur der Arbeit mit der geschlechtlichen Arbeitsteilung.

Die öffentliche Politik ist darauf ausgerichtet, Frauen dazu zu bringen, ihre Lohnarbeit aufzugeben, um häusliche Pflege zu leisten, wenn es jemanden zu betreuen gibt. Früher waren sie Vollzeit-Pflegekräfte, sie waren ihr ganzes Leben lang Hausfrauen. Aber jetzt, seit der feministischen Welle vor den 1970er Jahren, haben wir die Familie als Hausfrauen-Position aufgegeben und uns in die Arbeit und die Ausbildung gestürzt. Wir hinterlassen zu Hause eine Lücke, und die öffentliche Politik versucht, uns dort zu halten, wann immer es nötig ist.

Hat es in der Pflege-Politik überhaupt keine Fortschritte gegeben?

Die beiden Bereiche, in denen die Politik eingreifen muss, sind die Kindheit und die Pflegebedürftigkeit im Alter. Im ersten Bereich gibt es eine Politik der Freistellung von der Arbeit, um das Kind nach der Geburt betreuen zu können, was Frauen dazu ermutigt, sich um das Kind zu kümmern. Obwohl vor kurzem eine Reform durchgeführt wurde, ist es für die Eltern immer noch kompliziert, sich in den ersten Monaten abzuwechseln. Aber wenn das Kind das erste Lebensjahr vollendet hat, gibt es keine ausreichenden öffentlichen Dienstleistungen oder Zeitpläne. Die öffentliche Politik hat die Geschlechterrollen bisher innerhalb eines Paares festgelegt. Das ist, zusammen mit der Klassen-Ungleichheit, die größte Diskriminierung am Anfang.

Was die Alters-Abhängigkeit anbelangt, so gilt der Grundsatz, dass die Familie für die abhängige Person verantwortlich ist und das Betreuungs-System eine Ergänzung und Hilfe darstellt, wenn die Familie nicht ausreicht. Hinzu kommt die Tatsache, dass Männer sich zu Hause nicht kümmern. Die öffentliche Politik geht davon aus, dass die Frauen die Hauptstütze sind. Das unzureichende Leistungs-System fördert genau das. Dann gibt es noch die Steuererleichterungen, wenn die abhängige Person zu Hause bleibt. Die Frauen werden abhängig gemacht, sie ziehen sich aus dem Erwerbsleben zurück, um ihre Kinder zu betreuen, ihre Situation wird immer prekärer. Dann gibt es Frauen, die sich 24 Stunden am Tag um die Pflege kümmern, für ein minimales Gehalt, das ist totale Sklaverei.

Es gibt Diskriminierung auf allen Ebenen: bei der Beschäftigung, beim Einkommen, nicht nur für Frauen, die zu Hause pflegen, sondern auch für Frauen, die als Arbeitnehmerinnen in der Pflege tätig sind. Was wir brauchen, ist ein öffentlicher Dienst, der dafür sorgt, dass wir den Mangel an Autonomie ausgleichen und dass die Menschen aus dem Umfeld für die Pflege sorgen, die wir brauchen. Das wäre eine abhängige Pflege auf der Grundlage ausreichender und hochwertiger öffentlicher Dienstleistungen. Die Pflege ist jedoch nicht nur unzureichend und von schlechter Qualität, sondern befindet sich auch in den Händen von Geierfonds, sie wird privatisiert.

Warum ist das Familien-System finanziell untragbar?

Es heißt, das Problem seien die öffentlichen Haushalte, es sei kein Geld da, um das System zu ändern und pflegebedürftige Personen zu betreuen. Aber in Wirklichkeit ist das Familien-System nicht ausreichend, wenn wir eine Gesellschaft wollen, in der die Menschen mit Würde behandelt werden. Es ist eine Ideologie, die dem patriarchalischen und kapitalistischen System dient. Wenn wir Frauen versklaven und ihnen 200 Euro für eine 24-Stunden-Betreuung geben wollen, also bitte! In einem System mit fairen Arbeits- und Einkommens-Verhältnissen, einem anständigen Angebot für die Betreuung einer Person, die 24 Stunden Pflege braucht, wären in einem Haushalt mindestens vier weibliche Arbeitskräfte notwendig. Wäre diese Person jedoch in einem hochwertigen Pflegeheim untergebracht, wo ihre Familie und Freunde sie besuchen können, wann immer sie wollen, wäre der Aufwand geringer. Eine Person für je drei bis vier Pflegebedürftige. Es ist nicht sinnvoll, dass jede Person zu Hause gepflegt wird, zudem hat es psychologisch gesehen eine isolierende Wirkung.

fempflege4Welches Modell würde ein Pflege-System für alle Menschen in allen Lebens-Abschnitten garantieren, welche politischen Schritte sollten jetzt unternommen werden, um dies zu erreichen?

Wir müssen vom Familienmodell zu einem Modell der Individualisierung von Rechten und zu einem Modell der sozialen Gerechtigkeit übergehen. Dies bedeutet, dass jeder Mensch entsprechend seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten mit Dienstleistungen versorgt wird. Wir müssen vom Steuermodell zur Gleichheit in der Pflege übergehen, so dass Männer die Hälfte der Pflege übernehmen. Es muss genügend öffentliche Dienstleistungen und eine Arbeitspolitik geben mit kurzen Arbeitszeiten. 35 Stunden pro Woche an fünf Tagen. Nicht an vier Tagen, damit die Leute in den Urlaub fahren, sondern an fünf, damit jeden Tag Zeit ist, sich um die Familie zu kümmern.

Da müssen viele Rechtsvorschriften geändert werden. Es heißt, dass mehr Geld für die Alters-Betreuung benötigt wird, um ein öffentliches System aufzubauen. Es kann nicht sein, dass man es in die Kassen von Unternehmen fließt oder in die des Verbands der privaten Altersheime, den es nie hätte geben dürfen, weil alles öffentlich sein sollte. Alle bestehenden Steuer-Erleichterungen sind nicht nur sexistisch, sondern auch klassistisch und diskriminierend. Arme Menschen können keine Steuer-Erleichterungen bekommen, weil sie nicht genug Geld haben, mit anderen Worten, sie haben nicht genug Einkommen, um von Steuer-Erleichterungen zu profitieren. Dieses Geld kommt der Mittel- und Oberschicht zugute, aber nicht den Menschen, die es wirklich brauchen. Es geht um die ILO-Konvention 189 für Hausangestellte. Die einzige Möglichkeit, die Arbeit von Hausangestellten zu würdigen, besteht darin, das System zu ändern. Es ist notwendig, dass Hausangestellte in das öffentliche System überwechseln und öffentliche Angestellte werden.

Siehst du Unterschiede zwischen einem öffentlichen Dienstleistungs-System, das die Versorgung aller Menschen garantiert, und öffentlich-kommunalen Systemen?

In den Diskursen über ein öffentlich-kommunales Pflegemodell sind einige Dinge nicht sehr konkret und andere widersprechen einander. Warum werden die Anforderungen, die das System definieren würden, nicht konkret benannt? Einverstanden, dass die Pflegedienste öffentlich und nicht in den Händen privater Unternehmen sein sollten, aber es werden nur Genossenschaften benannt. Die Rolle, die sie spielen sollen, müssen untersucht werden, aber ich halte es für schwierig und gefährlich, Vereine in einen öffentlichen Dienst einzubeziehen.

Außerdem wird dieses Modell damit begründet, dass die Verwaltung nicht das leisten kann, was wir Betreuung nennen. Die Verwaltung kann nicht alles leisten, aber sie kann die materiellen Grundlagen schaffen, die es den Menschen zum Beispiel ermöglichen, ihre fehlende funktionale Selbständigkeit zu kompensieren, so dass eine Person nicht von anderen abhängig ist.

Die Verwaltung, die wir jetzt haben, ist schrecklich, wir müssen uns eine andere Art der Organisation vorstellen, bei der die Pflege von öffentlichen Angestellten geleistet wird. Es spricht nichts dagegen, dass ein Pflegesystem für Abhängige in diesem materiellen Sinne öffentlich ist.

Warum schlagen wir nicht yum Beispieleine gleichberechtigte, nicht übertragbare, zu 100% bezahlte Arbeitsbefreiung vor, ohne Betrug, damit sich die Eltern abwechseln können, damit sie nicht von der Erlaubnis des Unternehmens abhängig sind? Warum denken wir nicht darüber nach, wie das System aussehen sollte, damit die Betreuung wirklich mit einer qualitativ hochwertigen Beschäftigung erfolgt?

Warum gibt es diese Abstraktion in der öffentlich-gemeinschaftlichen Agenda?

Der Diskurs über Gemeinschaft, Pflege und das Leben in den Mittelpunkt stellen ... das sollte konkreter sein, es braucht öffentliche Maßnahmen, um der vorherrschenden patriarchalischen Ideologie entgegenzutreten. Männer denken, dass die Pflege Aufgabe der Frauen ist, weil sie sich nie gekümmert haben und darauf vertrauen, dass sie gepflegt werden. Die feministische Bewegung weist darauf hin, dass Männer sich um die Hälfte der Pflege kümmern müssen, großartig: “lasst doch mal die Männer die Arbeit machen“, das gefällt mir. Aber wie sollen sich die Männer kümmern, wenn man ihnen nicht die Erlaubnis dazu gibt?

Das andere Problem ist, den Konflikt um die Abschaffung jeglicher Privatisierung nicht in den Mittelpunkt zu stellen, die Abschaffung des Marktes als Institution ist keine Forderung, obwohl der Verband der Altersheime ein reiner Geierfonds ist. Die Pflege ist ein wachsender Sektor und die Unternehmen stürzen sich auf diese Marktlücke. Die Tatsache, dass der Diskurs von den Parteien bestimmt wird, behindert mögliche Lösungen ebenfalls. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir über den öffentlichen Sektor sprechen. Öffentlich muss vollständig öffentlich sein, öffentlich verwaltet und ohne private Unternehmen. Wir könnten sagen, er ist öffentlich, weil die Finanzierung öffentlich ist, aber die Verwaltung ist es nicht. Das Genossenschafts-Modell hat noch nicht bewiesen, dass es den Markt herausfordert.

Was sollte der Grundpfeiler einer feministischen öffentlichen Politik sein?

Die Abschaffung der Arbeitsteilung nach Geschlechtern. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frauen während ihres gesamten Lebens, um die patriarchalische Familie aufzulösen. Ich denke, dass die feministische Bewegung ihre Kräfte darauf konzentrieren muss.

fempflege5Was können wir von den Grenzen der Institutionen lernen, von ihrer Ohnmacht, von dem, was getan werden kann und was nicht?

Die Grenzen der Institutionen sind gewaltig. Das Bündnis zwischen Patriarchat und Kapitalismus ist stark. Dennoch gibt es von Zeit zu Zeit Möglichkeiten, vielen Debatten einen Anstoß oder eine Chance zu geben. Das reicht dann nicht für strukturelle Reformen, aber es kann eine symbolische Wirkung haben. Die einzige Hoffnung ist die organisierte Frauenbewegung.

Welche anderen Arbeitnehmer-Organisationen sollte die feministische Bewegung in Betracht ziehen, wenn Forderungen nach einem Pflege-System gestellt werden?

Es gibt organisierte Pflegekräfte und eine Bewegung von Hausangestellten, die gerade deshalb nicht viel in Erscheinung treten, weil sie sehr prekär leben. Sie sind wie losgelöste Phänomene, deren Projekte nicht aktiv unterstützt werden. Die Verbände der Kellys, der Hauspflegerinnen und der Hausangestellten sind entstanden, weil ihre Forderungen in den Gewerkschaften nicht berücksichtigt wurden und sie separate Vereinigungen bilden mussten. Diese Bewegungen sind nicht (oder nur am Rande) Teil des Diskurses der feministischen Bewegung.

ANMERKUNGEN:

(1) ”María Pazos: El sistema público tiene que ser completamente de gestión pública y sin empresas privadas” (María Pazos: Das öffentliche System muss vollständig öffentlich und ohne private Unternehmen betrieben werden), Internet-Tageszeitung El Salto Diario, Autorin: Aitziber Jimenez de Aberasturi, 2024-12-23 (LINK)

ABBILDUNGEN:

(1) Pflege (welnia)

(2) María Pazas (elsalto)

(3) Pflege (uno)

(4) Pflege (fundadeps)

(5) Pflege (diario de navarra)

(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2024-12-31)

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