Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

Der Baskenland- und Euskara-Forscher aus Berlin
Wilhelm Humboldt bereiste Europa und studierte Gewohnheiten und Sprachen, wie das Euskera. Sein Bruder Alexander fuhr nach Amerika und untersuchte Himmel, Flüsse und Tausende von botanischen Arten. Wilhelm (1767-1835) widmete sich der Anthropologie und reiste durch Europa, um die Sprachen zu lernen und Geschichte und Gewohnheiten der Völker zu studieren. Seine beiden Baskenland-Reisen trugen zum Euskera-Studium bei, er beschrieb das Land, seine Bevölkerung und seine politisch-soziale Struktur.

Gernika-Bizkaia / Wunstorf-Hannover
Am 26. April 2017 ist es 80 Jahre her, dass die baskische Stadt Gernika von Fliegern der deutschen Legion Condor in Schutt und Asche gebombt wurde. Die NS-Regierung unterstützte damals einen Militärputsch gegen die spanische Republik. Presseberichte über den Angriff und Fotos von den Ruinen sorgten weltweit für Entsetzen. Pablo Picasso schuf unter dem Eindruck der Verwüstungen sein bekanntestes Gemälde, nannte es „Guernica“ und machte den Namen zum Synonym für Leiden der Zivilbevölkerung im Krieg.

Die Nazi-Luftwaffe in Vitoria-Gasteiz
Gleich zwei Mal ist die historische Ausstellung über die „Geschichte der Legion Condor und die Zerstörung von Gernika“ im April 2017 in der baskischen Hauptstadt Gasteiz (Vitoria) zu sehen. Zum einen in der Altstadt, in der Gaststätte des alternativen Radios Hala Bedi in der Calle Cuchilleria; zum anderen in einem städtischen Bürgerzentrum im neu gebauten Stadtteil Salburua. Dieses Barrio hat eine besondere Geschichte. Hier hatte die Luftwaffen-Truppe der Nazis ihr baskisches Hauptquartier.

Völlige Entwaffnung steht unmittelbar bevor
Ein halbes Jahrhundert nach der Anschaffung des ersten Arsenals und fünf Jahre nach dem definitiven Gewaltverzicht von Aiete ist die baskische Untergrund-Organisation ETA im Begriff, ihren Entwaffnungs-Prozess zu vollenden. Ein Prozess, der von den beiden beteiligten Staaten behindert wurde, wie nur möglich. Dass die Entwaffnung dennoch auf ihr Ende zugeht, ist der nord-baskischen Zivil-Gesellschaft zu verdanken, die neue Wege beschritten hat. Bis zum 8. April oder vorher wird alles vorbei sein.

Erfolg und Niedergang der Guerrilla
Maquis waren republikanische Milizionäre, die nach dem Spanienkrieg (von 1936 bis 1939) den bewaffneten Kampf gegen den Franquismus in Bergen und Städten weiterführten. In Frankreich reihten sich viele in die Resistance ein, andere gingen im spanischen Norden direkt zum antifranquistischen Widerstand über. 1944 und 1948 wurden zu Meilensteinen jener Bewegung, positiv wie negativ. Zweiter Teil der Maquis-Serie bei Baskultur.info: Stadtguerrilla – größter Erfolg des Maquis – Verrat und Niedergang des Maquis.

Antifranquistischer Kampf nach dem Krieg
Bekannt ist, dass rechte Generäle am 18. Juli 1936 im spanischen Staat einen Militärputsch anzettelten, der in einen dreijährigen Krieg mündete. Bekannt ist auch, dass die Nazis mit ihrer Legion Condor in diesem Konflikt eine entscheidende Rolle spielten. Weit weniger bekannt ist, dass der Krieg in Spanien mit dem Sieg der Faschisten und Franco nicht zu Ende war, sondern dass es einen Guerrilla-Kampf gab, der das diktatorische Regime noch mehr als zwei Jahrzehnte lang beschäftigte: der Maquis.

Entwaffnung auf baskische Art
Der Prozess der Entwaffnung der baskischen Untergrund-Organisation ETA wird eine Welt-Premiere sein, nie zuvor wurden Waffen-Arsenale auf die Weise übergeben, wie es bis zum 8.April im Baskenland ansteht. Weil der Verhandlungsweg unmöglich war, musste ETA nach anderen Möglichkeiten suchen, zusammen mit der Internationalen Bestätigungs-Gruppe, der baskischen Regierung und den Friedensaktivisten aus Luhuso als Protagonisten. Nächster Schritt könnte (noch ohne Zeitplan) die Auflösung ETAs sein.

Faschistische Monumente werden abgewickelt
Abriss oder Neubestimmung. Diese Frage wird in der Bevölkerung Iruñeas (span: Pamplona) seit Sommer 2016 eifrig diskutiert. Objekt der Auseinandersetzung ist ein gigantisches Monument, das Größte in Euskal Herria, das zur Ehrung der Gefallenen des Spanienkrieges errichtet wurde. Obwohl sein offizieller Name neutral formuliert ist, werden mit diesem Gebäude-Denkmal nur die Gefallenen auf Seiten der Franquisten geehrt. Die Basilika des Vatikans stand Modell beim Bau des Monuments in der Hauptstadt Navarras.