Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

memorandum01Wege zur Erinnerung

Das im Auftrag der baskischen Regierung im Aufbau begriffene Erinnerungs-Institut „Gogora“ hat Ende 2015 eine Denkschrift präsentiert, in der die wichtigsten Daten zu den Orten des Krieges von 1936 im Baskenland (ohne Navarra) zusammengefasst sind – vom Sitz der baskischen Regierung bis zu den Schlachtfeldern des Krieges, auf denen sich die in aller Geschwindigkeit neu formierte baskische Armee „Eusko Gudarostea“ den franquistischen Truppen und seinen europäischen Verbündeten entgegen stellte.

oesterreich01Österreicher als Kämpfer für Franco

Mitte Juli 2016 jährt sich der Ausbruch des Spanischen Kriegs von 1936 bis 1939 zum 80. Mal. Noch sind lange nicht alle Aspekte dieses militärischen Aufstands erforscht, der in einem Völkermord endete. Dass rund 1.400 Österreicher damals für die linke Republik mitkämpften war bisher kaum bekannt. Auch nicht, dass im Lager der spanischen Faschisten 140 Österreicher aktiv waren. Ein zweiter Aspekt dreht sich um die Aufarbeitung des Franquismus und die Darstellung des Diktators in Spanien selbst.

himmler01Der Kreuzzug Hitlers in Euskadi

Die Bombardierung Gernikas durch die deutsche Luftwaffe am 26. April 1937 zeigte beispielhaft die Nazi-Präsenz an der Seite der Aufrührer gegen die spanische Republik. Sie war eines von vielen Anzeichen für die Anwesenheit deutscher Truppen und Geheimdienste auf baskischem Boden. Während Hegoalde und Iparralde in den Händen der Faschisten waren, startete am 19. Oktober 1940 der Geheimdienst- und Sicherheitschef des Deutschen Reiches, Heinrich Himmler, Donostia persönlich einen offiziellen Besuch ab.

blaudivis01Deutsche Rente für spanische Faschisten

Mitglieder der Blauen Division, dem franquistischen Freiwilligen-Bataillon, das während des 2. Weltkrieges mit den Nazis kollaborierte, erhalten seit mehr als einem halben Jahrhundert Pensions-Zahlungen von der Regierung der BRD. Die Zahlungen belaufen sich aktuell auf 100.000 Euro und werden gezahlt an 41 ehemalige Kämpfer, 8 Witwen und einen Waisen. Das steht in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke. Die linke Formation bezeichnet den Vorgang als „Skandal“.

GED01Es ist unser Recht – Gure Esku Dago

„Gure Esku Dago“ ist ein neues politisches Objekt am baskischen Horizont. Gure Esku Dago (Es liegt in unserer Hand / Es ist unser Recht) ist eine überparteiliche Bewegung und Organisation, die sich das Entscheidungsrecht der baskische Bevölkerung auf die Fahnen geschrieben hat. Streben nach Unabhängigkeit und Entscheidungsrecht wurden in der Vergangenheit immer mit politischen Organisationen in Verbindung gebracht. Gure Esku Dago liegt quer zu dieser Vorstellung und sucht Einschließlichkeit.

diaspora101Die baskische Diaspora

Eines der Ziele baskischer Auswanderer war seit Jahrhunderten der amerikanische Kontinent. Zuerst der Lateinamerika genannte Süden, später auch der Norden. Eroberung, Mission, Kriege und die Suche nach einer Zukunft führte zur Gründung einer baskischen Community in den USA, die sich gut organisiert und ihre Traditionen wahrt. Pete Cenarussa und Dave Bieter sind Beispiele für die baskische Integration in die us-amerikanische Gesellschaft. Dennoch sind sie dem Baskenland treu geblieben.

aguirre01Die Suche nach Verbündeten

Die Geschichte der baskischen Regierung im Exil nach 1937 beginnt als eine Chronik der Hoffnung. Gleichzeitig ist es die Bilanz eines Scheiterns, denn das baskische Ansinnen passte nicht ins internationale Panorama der Nachkriegszeit der 50er Jahre. In der Stunde der Wahrheit standen Aguirre und seine Regierung alleine da. Denn nach 1945 ging es nicht um die Beseitung der übrigen faschistischen Regimes, sondern um eine anti-kommunistische Front gegen die UdSSR, für die Franco durchaus nützlich war.

txiki01Letzte Hinrichtungen unter Franco

Das Jahr 2015 bringt für den spanischen Staat und seine Regionen einen wichtigen Jahrestag, der mit absoluter Sicherheit sehr unterschiedlich begangenen werden wird. Am 20.November sind es vierzig Jahre, dass der General, Putschist, Diktator und Verantwortliche für die Massenexekution von mehr als 100.000 Menschen an Altersschwäche gestorben ist. Während die einen an seine Gräueltaten erinnern, trauern viel zu viele auch 4 Jahrzehnte danach noch Franco und seiner autoritären Führung nach.

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