55 items tagged "Migration"

  • Marokkaner*innen in Bizkaia

    marok1Integration, Vorurteile, Kopftücher

    Marokkaner*innen in Bizkaia: Die größte Gruppe von Migrant*innen in Bizkaia fühlt sich gut integriert und arbeitet an ihrem Image. Dennoch sind die Marokkaner*innen immer noch Opfer der üblichen Vorurteile. Schwarze Schafe schaden der Gemeinschaft. "In zehn Jahren wird es sicher als normal betrachtet, wenn unsere Kinder Stadträte und Polizisten sind". Doch in der Zwischenzeit ist viel Energie für Integration und gegen Vorbehalte nötig, eine Mietwohnung zu finden, ist zum Beispiel nicht einfach.

  • Massaker am Grenzzaun

    melilla137 Migranten in Melilla getötet

    Siebenunddreißig Migranten haben an der Grenze zur spanischen Exklave Melilla (auf afrikanischem Boden) beim Einsatz der marokkanischen Polizei das Leben verloren. Somit hinterlässt das Abkommen zwischen der spanischen Regierung und Marokko tödliche Konsequenzen, denn die marokkanischen Sicher-heitskräfte gingen mit enormer Brutalität gegen hunderte von afrikanischen Migranten vor, die den Grenzzaun zur spanischen Stadt-Enklave zu überwinden versuchten. Ein Bericht von Ralf Streck im Overton-Magazin.

  • Melilla, tödliche Grenze

    maleno1Brutale spanische Migrationspolitik

    Spanische Migrationspolitik: "Deckungsgleich mit der des rechtsradikalen Salvini!" – so lautet der Titel eines Interviews, das der baskische Journalist Ralf Streck mit der Journalistin und Menschenrechts-Aktivistin Helena Maleno bei Heise.de publizierte. Nach dem Massaker an den Grenzzäunen zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla im vergangenen Juni ist die Festung Europa erneut in Verruf gekommen. Eine NGO spricht von 72 ermordeten Afrikanern statt der offiziellen Zahl von "nur“ 23 Toten.

  • Migrations-Karawane 2023

    karawane1Gegen die Festung Europa

    Wie jeden Sommer seit sechs Jahren zog auch 2023 eine Gruppe von Migrantinnen und solidarischen Personen vom Baskenland aus in den Süden, um die europäische Flüchtlingspolitik zu denunzieren. Diese Politik findet in der “Festung Europa“ ihren Ausdruck und kostet im Mittelmeer jedes Jahr Tausende von Migrantinnen das Leben. In diesem Jahr war Melilla das Hauptziel, jene spanische Enklave auf afrikanischem Boden, wo mit tödlichen Zäunen versucht wird, jeden Versuch von Grenzübertritt zu verhindern.

  • Mit Schrott überleben

    chatarra11Eine Migranten-Geschichte

    Vor wenigen Tagen stellte eine baskische Tageszeitung fest, dass 1% der Welt-Bevölkerung ganze 95% des Reichtums dieses Planeten kontrolliert. Nicht ganz so extrem, aber ganz ähnlich sehen die Eigentums-Verhältnisse in urbanen Zentren aus. Am unteren Ende der Einkommens-Liste stehen Immigrantinnen und Immigranten, vor allem solche ohne Papiere und Arbeits-genehmigung. Sie sind gezwungen, auf der Straße ihr Auskommen zu suchen. Zu Geld machen, was andere wegwerfen: Metallmüll aller Art zum Beispiel.

  • NATO gegen Flüchtlinge?

    otan1Visionen nach dem Gipfel in Madrid

    Bei ihrer Tagung in Madrid haben die NATO-Verantwortlichen ein neues Strategie-Konzept entwickelt. "Migration" wird darin als "hybride Bedrohung" genannt. Dafür kommt viel Unterstützung aus Spanien. Die tödlichen Ereignisse in der spanischen Exklave Melilla, kurz vor dem Gipfel in der spanischen Hauptstadt können als Blaupause für noch deutlich blutigere Vorgänge gewertet werden, die in der Zukunft drohen. Wie Telepolis berichtete, starben 37 Migranten beim Versuch, aus Afrika die "Mauer" nach Melilla zu überwinden.

  • Netzwerk für Flüchtlinge

    ihs11Zwischen Irun und Hendaia

    Vor sechs Jahren, im Sommer 2018, begann Irungo Harrera, das Willkommens-Netzwerk für Flüchtlinge in Irun seine Arbeit. Drei Freiwillige, die in diesem Netzwerk mitarbeiten, stellten im Oktober 2024 in Donostia-San Sebastian die Arbeit vor, die sie in dieser Zeit geleistet haben. Sie betonten die Notwendigkeit, “nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Herzen zu öffnen“. In der Tat hat die Unterstützung von ankommenden Migrant*innen viel mit “Hinschauen“ und antirassistischer Bildung zu tun.

  • Rassismus Kolonialismus Sport

    lilian1Interview mit Fußballer Lilian Thuram

    Über die Funktion von Rassismus, globalen Machtverhältnissen und die Rolle des Fußballs. Ein Gespräch mit Lilian Thuram. Thuram, geboren 1972 in Guadeloupe, war Profifußballer und zählt zu den besten Spielern seiner Generation. Er ist französischer Rekord-Nationalspieler, Weltmeister von 1998 und Europameister von 2000. 2008 beendete er seine Karriere und gründete die Stiftung “Fondation-Lilian­Thuram / Éducation contre le racisme”. Im März erschien sein Buch “Das weiße Denken” im Nautilus-Verlag.

  • Rassismus per Melderegister

    melde1Wer regiert in Pamplona?

    Mehr als 500 Obdachlose warten seit Monaten auf eine Eintragung ins Einwohnerregister, die die Stadtverwaltung von Iruñea (span: Pamplona) systematisch, rechtswidrig und absichtlich verweigert. So funktioniert die billigste Grenze. Es gibt keine offiziellen Daten, aber Organisationen, die seit Jahren mit Migranten und Obdachlosen arbeiten, schätzen, dass die Stadtverwaltung von Iruñea allein zwischen Mai 2025 und Januar 2026 mehr als 500 Anträge auf Eintragung ins Melderegister abgelehnt hat.

  • Reisen ohne Hindernisse

    bidasoa1Rudern für Freizügigkeit an der Grenze

    Achtzehn Migrant*innen bildeten die Besatzung eines kleinen Ruderboots bei der Überquerung des Bidasoa-Flusses. Mit dieser Überquerung unterstützte die Geschichts- und Kultur-Initiative Elkano Itsas Herria die Forderung nach Freizügigkeit zwischen Irun und Hendaye, zwischen Iparralde und Hegoalde, oder zwischen den Staaten Spanien und Frankreich. Am Bidasoa starben neun Migranten beim Versuch der Überquerung. Elkano Itsas Herria erinnert an die erste Weltumsegelung des Basken Elkano vor 500 Jahren.

  • Tod beim Fischfang

    senfi1Vom Senegal ins Baskenland

    Die beiden Senegalesen Karamo Ndong und Moustapha Ndong verließen wie viele andere ihr Land auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Nach langen Irrfahrten landeten sie im Baskenland, wo sie einen vergleichsweise angenehmen Empfang erlebten. Beruflich taten sie das, was sie auch in ihrem Ursprungsland getan hatten: Zum Fischen aufs Meer zu fahren. Wie gefährlich die Fischerei bis heute ist, ist allgemein bekannt. Karamo und Moustapha bezahlten ihre Arbeit nach einem Unfall vor der Küste mit dem Leben.

  • Tourismus und Flüchtlinge

    flucht01
    Wer ist „Willkommen in Bilbao“?

    Hinter der San-Anton-Brücke von Bilbao hängt an einem Baugerüst eine riesige Werbewand der baskischen Regierung. In englischer Sprache heißt es dort: „Here ‘Ongi Etorri‘ means welcome. Welcome to the Basque Country“ – auf Deutsch: „Ongi Etorri bedeutet hier Willkommen. Willkommen im Baskenland“. Optimist*innen könnten meinen, dass sich dieses Willkommen auf die mittlerweile 100 afrikanischen Migranten bezieht, die keine 100 Meter von der Wand entfernt in einer schlechten Notunterkunft leben.

  • Von Diktator Trujillo ermordet

    galindez0
    Jesús Galíndez: Antifranquist und US-Agent

    Jesús de Galíndez Suárez war nach dem Spanienkrieg von 1936 bis 1939 einer der bedeutendsten baskischen Exilpolitiker. Während des Krieges organisierte er als Parteiaktivist der PNV das baskische Zentrum in Madrid. Nach dem Krieg zog Galíndez über Frankreich in die Dominikanische Republik, wo er unter dem Diktator Trujillo zu einer wichtigen Persönlichkeit der baskischen Diaspora wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er in die USA, wo er 1956 von dominikanischen Agenten entführt und ermordet wurde.

  • Von Mali nach Gasteiz

    mali1Die endlose Reise

    Mehr als hundert Flüchtlinge aus Mali und anderen Ländern südlich der Sahara sind erst auf spanischem festland und jetzt im Baskenland angekommen. Ein Teil lebte in Donostia, mehr schlecht als recht, auf der Straße und wurde nun in Oñati willkommen geheißen. Ein anderer Teil, etwa fünfzig Migranten, kam in die baskische Hauptstadt Vitoria-Gasteiz als vorübergehendem (oder endgültigem) Zufluchtsort. Mit Essen versorgt werden sie, wie eine andere Gruppe vor 10 Jahren in Bilbo, von Freiwilligen.

  • Zwei Klassen von Flüchtlingen

    fluchtt1Afrika oder Venezuela?

    Zwei Vorgänge betrachtet, zeigen die Realität oft schonungslos. Gerade sorgt für Schlagzeilen, dass die spanische Regierung per Militär-Flugzeug den rechten venezolanischen Präsidentschafts-Kandidaten Edmundo González ausgeflogen hat, der in El Salvador einst in Massaker verwickelt gewesen sein soll. Der bekam sofort Asyl. Gegen Flüchtlinge aus Afrika, die auf dem gefähr-lichen Weg ihr Leben riskieren, schottet man sich hingegen ab. Dabei paktiert die Sozialdemokratie mit autokratischen Regimen.

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