55 items tagged "Migration"

  • Ein Baske vor der Todesstrafe

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    Pablo Ibar in Florida vor Gericht

    Seit fast 25 Jahren ist Pablo Ibar in Florida inhaftiert, ein Teil dieser Zeit in der Todeszelle. Wegen dreifachen Mordes wurde Pablo Ibar im Jahr 2000 zum Tode verurteilt. Mit einem Freund zusammen soll er einen Bordellbesitzer und zwei Bardamen ermordet haben. Die Beweislage ist mager, auf Widersprüche ging das Gericht nicht ein, der Mitangeklagte wurde inzwischen freigesprochen. Pablo Ibar ist der Sohn eines baskischen Pelotaspielers, der in den 1960er Jahren nach Florida ausgewandert war.

  • Ein Marokkaner bei Athletic

    aymane1Nur Einheimische und Fußball-Schüler

    Seit den Williams-Brüdern hat sich das Publikum von Athletic Club Bilbao daran gewöhnt, dass auch afrika-stämmige Fußballer das rot-weiße Trikot tragen. Was nicht gegen die Club-Philosophie verstößt, die da lautet: bei Athletic spielen nur im Baskenland geborene Spieler*innen und solche, die hier das Kicken gelernt haben, egal wo geboren. Zu Nico und Iñaki Williams kommt demnächst auch der aus Marokko stammende Aymane Jelbat, der im Alter von 23 Jahren bereits eine kleine Odyssee hinter sich hat.

  • Einstein und die Basken

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    1937: Keine Evakuierung baskischer Kinder

    Spanienkrieg im Baskenland. Als sich bei der baskischen Regierung im Frühjahr 1937 die Einsicht durchsetzte, dass der Krieg nicht zu gewinnen war, griff sie zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Tausende von Kindern wurden in nicht-faschistische Länder gebracht, um sie zu schützen und zurückzuholen, sobald die Kriegsfolgen absehbar wären. Zu den Zielländern gehörten Belgien, Frankreich, die UdSSR, Mexiko und England. Auch die USA, dort gehörte Albert Einstein zum Aufnahme-Komitee für die baskischen Kinder.

  • Emigrationsziel Argentinien

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    Reise-Vermittler: Jean Vigné

    Während der größten baskischen Auswanderungswelle nach Südamerika Ende des 19. Jahrhunderts waren viele Emigrations-Vermittler aktiv, sowohl in Iparralde (Nord-Baskenland), als auch in Hegoalde (Süd-Baskenland). In Soule (baskisch: Zuberoa, Xiberoa), der östlichsten Region von Iparralde und den anderen beiden Provinzen des baskischen Nordens standen diese Vermittler den Ausreisewilligen zur Seite, organisierten deren Überfahrt und vermittelten ihnen sogar Arbeit in Buenos Aires oder Montevideo.

  • Euskara und baskisches Exil

    irujo01Xabier Irujo – baskischer Historiker

    In einem am 22. Mai 2016 in der baskischen Presse publizierten Interview analysiert der Historiker und Sprachforscher Xabier Irujo die Hintergründe des Niedergangs der baskischen Sprache im 19. und 20 Jahrhundert. Er erläutert die Bemühungen, das Euskara am Leben zu erhalten und zu revitalisieren. Insbesondere geht es um die Anstrengungen, die im Exil für die baskische Sprache angestellt wurden. Xabier Irujo ist Historiker und Ko-Direktor des Zentrums für Baskische Studien an der Universität Nevada.

  • Flucht übers Baskenland

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    Solidarität am Grenzübergang Irun

    Im baskischen Irun (Gipuzkoa) gibt es jeden Tag neue Gesichter – und jeden Tag fehlen andere. Die Flüchtlinge kommen desorientiert an, aber die meisten von ihnen haben ein Ziel vor Augen: den französischen Staat. Viele haben dort Verwandte, andere wollen noch weiter nach Norden. Der erste Schritt ist der über die Grenze. Die Flüchtlinge sind teilweise schon Jahre unterwegs und wollen gegen alle Widerstände auch die letzte Etappe erfolgreich hinter sich bringen. Unterstützt von baskischen Freiwilligen.

  • Fluchtgrund: Krieg

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    Baskische Fluchthelfer

    Das Flüchtlingselend in Süd-Ost-Europa ist auch im Baskenland ein wichtiges Thema. Institutionen haben sich längst zur Aufnahme bereit erklärt, doch die Zentral-Regierung öffnet die Riegel nicht. Zivilgesellschaftlich hat sich eine starke Solidaritäts-Bewegung formiert, die „herzlich willkommen Flüchtlinge“ auf ihre Fahnen geschrieben hat. Zuletzt wurde in einem Akt von zivilem Ungehorsam versucht, Flüchtlingen direkt zu helfen. Auch wenn der Versuch scheiterte, es wird nicht der letzte gewesen sein.

  • Flüchtlinge in Bilbao

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    Allein die Nachbarschaft hilft

    Flüchtlinge aus dem Süden sind seit 3 Jahren im Baskenland ein Thema. In Bilbao existiert eine breite Volksbewegung, die die Aufnahme von Flüchtlingen fordert. Unterstützt wird sie von den baskischen Behörden, der Regierung, den Provinzen und den Rathäusern. Umso überraschender, dass nun 50 kürzlich angekommene Migranten auf der Straße schlafen müssen. Die behördlichen Strukturen haben total versagt, der politische Wille ist plötzlich unsichtbar. Doch die Nachbar*innen reagieren und organisieren.

  • Flüchtlinge retten

    lifesupp1Schiffbrüchige im Mittelmeer

    Im Mittelmeer geht die Menschlichkeit über Bord, Tausende ertrinken jedes Jahr ohne jede Chance auf Ankunft. Diese Chronik berichtet von Bord des Rettungs-Schiffes Life Support. Ein Bericht vom Versuch, schiffbrüchige Flüchtlinge aufzunehmen, die auf einer Gasplattform vor Tunesien gestrandet sind, verhindert durch die europäische Frontex-Überwachung. Erzählt wird die erfolgreiche Rettung eines Bootes mit 52 Flüchtlingen an Bord erzählt, die in Catania, auf Sizilien, an Land gebracht werden konnten.

  • Flüchtlinge Willkommen!

    marea1Gelbe Flut in Plentzia

    “Marea Horia“, die “Gelbe Flut“ genannte baskische Flüchtlings-Aktion forderte in den Küstenorten Plentzia und Gorliz eine neue Aufnahme-Politik. Die Gruppe Ongi Etorri Errefuxiatuak (Flüchtlinge Willkommen) forderte bei ihrem Auftritt, der an den Stränden der beiden Orte stattfand, dass die Institutionen sich auf eine Politik besinnen, die die Menschenrechte als Grundlage hat. Gefordert wurde zudem ein Protokoll, das Migrantinnen und Migranten die Einschreibung in die Melde-Register garantiert.

  • Flüchtlings-Knastschiff in GB

    portland1Politik mit Fremdenhass

    Das neue britische Einwanderungs-Gesetz öffnet in Europa die Tür für menschenrechts-feindliche Rege-lungen aller Art. Auf einem KZ-artigen Gefängnis-Schiff sollen vor einer Insel im englischen Süden Illegale eingesperrt werden, vor allem zu Abschreckung. Regierungschef Sunaks Gesetz-Entwurf gegen irreguläre Migration bedroht das Asylrecht und alarmiert die UNO, während fremdenfeindliche Positionen in der Europäischen Union an Bedeutung gewinnen. Ein eigener Migrations- und Asyl-Pakt ist überfällig.

  • Fluchtort Baskenland

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    Flüchtlinge von gestern und heute

    "Wir Baskinnen wissen sehr wohl, was es bedeutet, das eigene Land verlassen und in ein anderes Land flüchten zu müssen. Diesen Alptraum erleben heute andere Völker. Wenn wir unserer Geschichte treu bleiben und konsequent handeln, müssen wir heute ebenfalls solidarisch sein“. Sagte Josefina Redondo bei einer von der baskischen Pro-Flüchtlings-Bewegung organisierten Veranstaltung in Gernika. 

  • Fluchtpunkt Baskenland

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    Bilbao: Migranten auf der Straße

    Migrant*innen aus Afrika gibt es im Baskenland seit fünfzehn Jahren. Nicht so viele aber überall sichtbar. In Bilbao leben sie vor allem in den alten Arbeitervierteln wie San Francisco. Seit Ende Juni hat sich die Situation geändert. Das Sommerwetter hat viele Afrikaner zum Sprung über die Meerenge motiviert. Die Flüchtlingsblockade der neuen Ultra-Regierung in Italien und der sozialdemokratische Regierungswechsel in Madrid haben die Fluchtlinien verändert. Die Behörden sind überfordert. (*)

  • Fußball und Migration


    Das WM-Experiment

    „Nationalteams“ werden sie genannt, die Kickertrupps, die um die Krone des Fußballs streiten. Wer sich die Teams von England, Frankreich, Holland, Portugal oder Deutschland anschaut – Länder mit blutiger Kolonial-Tradition – mag sich über die große Zahl schwarzer oder brauner Spieler wundern. In jedem dieser Länder existieren große Gruppen in der Bevölkerung, die diese Nicht-Weißen am liebsten rauswerfen würden, ein Symptom des neuen Faschismus in Europa. Viel national und nix mit national.

  • Generalstreik im Baskenland!

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    Wenn sonst nichts hilft …

    In den Städten, Dörfern und Stadtteilen des Baskenlandes werden eifrig Komitees zusammengestellt, Strategien besprochen, Plakate werden verklebt, Presseerklärungen herumgeschickt. Etwas Wichtiges bahnt sich an: ein Generalstreik! Im Baskenland gibt es diese politisch umstrittene Form des Streiks nach wie vor. Einzige Voraussetzung: eine Gewerkschaft – oder mehrere – muss dazu aufrufen. Den Organisator*innen geht es am 30. Januar 2020 um “Rente, Löhne, würdiges Leben“, so das Motto der Mobilisierung.

  • Ibrahima im Baskenland

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    Von Guinea nach Irun

    Die Suche nach seinem kleinen Bruder führt Ibrahima Baldé aus seinem Heimatort in Guinea nach Irun in Gipuzkoa, an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Hier begegnet er dem Bertsolari-Sänger und Schriftsteller Amets Arzalluz, mit dem er Freundschaft schließt und seine Lebensgeschichte erzählt: von Ausbeutung, Gewalt und Einsamkeit. Im vergangenen Jahr wurde in baskischer Sprache ein Buch daraus, das in Buchläden und Kultur Cafés vorgestellt wurde. Nun ist eine deutsche Version erschienen.

  • Joseba Sarrionandia

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    Nirgendwo und überall

    Joseba Sarrionandia ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten baskischen Schriftsteller der Gegenwart. Seine regelmäßig publizierten Werke werden als literarisch herausragend bezeichnet und mit Preisen bedacht. Dennoch kannte bis November 2016 niemand sein Gesicht. Denn Sarrionandia hat eine typisch baskische Geschichte hinter sich: Literat, ETA-Mitglied, Folteropfer, Flüchtling, unbekanntes Exil. Nach 30 Jahren tritt er wieder auf, weil er künftig für die Universität Havanna arbeitet.

  • Lucio Urtubia, Anarchist

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    Bankräuber, Fälscher und Internationalist

    Der Baske Lucio Urtubia war Anarchist, Bankräuber, Fälscher, vor allem aber Maurer. Aufgewachsen in einer armen Familie in Süd-Navarra entdeckte er früh das Potential der Schmugglerei an der Grenze zu Frankreich. Beim Wehrdienst enteignete er das Militär, desertierte und floh 1954 nach Frankreich, um den Strafen des Franquismus zu entgehen. In Paris arbeitete er als Maurer, kam in Kontakt mit dem Anarchismus und Größen wie André Breton, Albert Camus und einem antifranquistischen Maquis-Mitglied.

  • Margot Duhalde Fliegerpionierin

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    In die Luft um jeden Preis

    Gegen Wind und Patriarchat wurde Margot Duhalde zur Pionierin für Frauen in der chilenischen Luftfahrt-Geschichte. Ihr Großvater war Auswanderer aus dem französischen Baskenland, geboren wurde sie am 12. Dezember 1920 in Rio Bueno in Chile. Nach einem bewegten Leben starb sie am 5.Februar 2018 in Santiago de Chile. Margot Duhalde verwirklichte ihren Mädchentraum vom Fliegen mit kleinen Lügen, um das patriarchale System auszutricksen, das Frauen von gestimmten Berufen ausschließen sollte.

  • Mariams lange Reise

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    Afrika und den Atlantik überlebt

    Mariam ist eine Frau aus Kamerun, die in Bilbao von einer Aktivistin zu Hause aufgenommen wurde und ihrem Grenzübertritt nach Frankreich plant. Sie erzählt von ihrer fast vierjährigen Reise, auf der Flucht vor Gewalt und Armut. Mariam, die bereits fünf riesige Länder durchquert hat, hat sich zum Ziel gesetzt, über die Grenze zu ihren Verwandten in Frankreich zu gelangen. Sie ist 36 Jahre alt und hat einen Traum. Ihre Erinnerung umfasst 10.000 km Reise, mit viel Kummer, aber auch mit guten Freunden.

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