60 items tagged "Soziale Bewegung"

  • ETA und die Atomkraft

    lemoiz001Das Ende von Lemoiz

    Das Kernkraftwerk Lemoiz (span: Lemóniz) war ein Projekt des Franquismus, das im Baskenland der 1970er Jahre die Geburtsstunde der Ökologie-Bewegung markierte. Der 1972 begonnene Bau wurde von Hinderten von Sabotagen begleitet, bei Anschlägen gegen das Projekt wurden neun Menschen getötet. Letztendlich wurde dieses fertig gestellte AKW-Projekt nicht in Betrieb genommen, weil es gesellschaftlich nicht durchsetzbar war. Drei weitere Atomkraft-Projekte im Baskenland wurden gar nicht erst begonnen.

  • Feministische Streikbilanz

    fegebi1Gora borroka feminista!

    Ein Meilenstein in der baskischen Streikgeschichte: Ein Feministischer Generalstreik mobilisierte am 30.11. im Baskenland Zehntausende für ein kollektives öffentliches Sorgesystem. Nach über einem Jahr der Vorbereitung beteiligten sich am 30. November 2023 Zehntausende Menschen am ersten feministischen Generalstreik. Organisiert wurde die Aktion von der feministischen Basisbewegung des Baskenlandes mit breiter Unterstützung eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Parteien und sozialen Bewegungen.

  • Feministischer Generalstreik

    fstreik1Anerkennung der Pflegearbeit

    “Bei diesem Streik geht es darum, anzuhalten, nicht zu arbeiten, Forderungen zu stellen. Aber auch darum, zu schauen, wie wir zu diesem Punkt gekommen sind und was wir als nächstes tun sollten. Aus diesen Gründen rufen wir zu einem Generalstreik gegen das kapitalistische, patriarchalische, koloniale und rassistische System auf.“ So beginnt ein Artikel bei El Salto über den Feministischen Generalstreik, der für den 30. November 2023 ausgerufen wurde und bei dem es um Pflege in der Gesellschaft geht.

  • Feministischer Generalstreik

    femgen1Gegen das ausbeuterische Pflege-System

    Das Baskenland schreibt erneut Arbeitskampf-Geschichte: Am 30. November 2023 wird auch für all jene die Arbeit niedergelegt, die selbst gar nicht streiken können, wie zum Beispiel illegalisierte Einwanderinnen, die in der häuslichen Pflege zu miserablen Bedingungen arbeiten. Mobilisiert wird in allen Orten und Stadtteilen über Kundgebungen und feministische und gemischte Vollversammlungen. “Die Straße gehört uns“, Feministinnen unterstützten 2020 den Streik für würdige Renten. (Ralph Streck, Vorwärts)

  • Feministischer Kampftag

    frauentag01Auf dem Weg zum Generalstreik

    Nach den erfolgreichen Mobilisierungen zum Inter-nationalen Kampftag der Frauen vor der Pandemie, war zuletzt von einer Krise in der feministischen Bewegung die Rede. Die Aktionen und Demonstrationen am gestrigen 8. März zeigten jedoch ein ganz anderes Bild. In hunderten von kleinen und großen Städten gingen hunderttausende von Frauen (und Männern) auf die Straße, so viele wie nie zuvor. Die massive Teilnahme an den Mobilisierungen “ebnet den Weg für einen Generalstreik“, schreiben einige Medien.

  • Feministisches Kulturzentrum

    sinso1La Sinsorga in Bilbaos Altstadt

    Das von den baskischen Journalistinnen Irantzu Varela und Andrea Momoitio ins Leben gerufene Projekt „La Sinsorga“ soll ein Café-Restaurant, ein Kleidergeschäft, einen Raum für Treffen, Vorträge oder Konferenzen und einen Coworking-Raum umfassen. Ausgerechnet in einem ehemaligen Geschäft für Brautkleider, das während der Pandemie schließen musste. Gesucht werden Frauen zur finanziellen Förderung des Projekts sowie Fachfrauen aus dem Baugewerbe, die sich mit den Renovierungsarbeiten befassen.

  • Feministisches Zentrum eröffnet

    sinsorga1Gegen Patriarchat und Homophobie

    In der Altstadt Bilbaos hat eine Gruppe Feministinnen vor zwei Jahren mit einem Projekt Kommunikationszentrum begonnen, das nun seine Türen öffnet. “La Sinsorga“ ist der Name von Haus und Projekt, der Begriff bedeutet “Die Sorglose“. Das Warten hat sich nunmehr gelohnt. Nach 18 Monaten intensiver Arbeit an der Renovierung des Gebäudes öffnet am 23. Juni 2023 der feministische Raum “La Sinsorga“ seine Pforten mit dem Ziel, ein Zufluchtsort für alle Frauen zu sein, die "außerhalb der Norm" stehen.

  • Fiesta-Design 2024

    asnagu1Wikinger in Bilbao

    Die “Landung des Guggenheim-Museums in Urdaibai“, die von widerständischen Basken auf einem Wikinger-Schiff aufgehalten wird – dieses Graffiti hat bei den Fiestas in Bilbo den Preis für die beste Gestaltung unter den 30 Fiesta-Ständen gewonnen. Die Föderation der Fiesta-Gruppen verlieh die Preise für die am besten / schlechtesten gestalteten Stände. Es gewann Pa...Ya! aus dem Stadtteil Otxarkoaga. Pa...Ya! hatte die Kritik am Plan eines neuen Guggenheim-Museums im Naturschutzgebiet umgesetzt.

  • Flüchtlinge Willkommen!

    marea1Gelbe Flut in Plentzia

    “Marea Horia“, die “Gelbe Flut“ genannte baskische Flüchtlings-Aktion forderte in den Küstenorten Plentzia und Gorliz eine neue Aufnahme-Politik. Die Gruppe Ongi Etorri Errefuxiatuak (Flüchtlinge Willkommen) forderte bei ihrem Auftritt, der an den Stränden der beiden Orte stattfand, dass die Institutionen sich auf eine Politik besinnen, die die Menschenrechte als Grundlage hat. Gefordert wurde zudem ein Protokoll, das Migrantinnen und Migranten die Einschreibung in die Melde-Register garantiert.

  • Für angemessene Renten

    rente001Fünf Jahre auf den Straßen

    Nach fünf Jahren und 230 Montags-Kundgebungen geht der Kampf der baskischen Rentner*innen-Bewegung weiter, um angemessene, ausreichende und würdige Renten für alle zu garantieren. Am 15. Januar 2023 hat die Rentnerinnen-Bewegung des Baskenlandes ihr fünfjähriges Bestehen gefeiert, mit Demonstrationen in verschiedenen Städten für die Sicherung einer Mindest-rente von 1.080 bzw. 1.200 Euro. Wie jeden Montag ging es am 15.1. auf die Straße, auch Dauerregen konnte eine große Beteiligung nicht verhindern.

  • Genozidioaren salaketak

    elkart1Euskal Herriko txoko guztietan

    Palestinarekin elkartasunean, 50.000 lagun baino gehiagok San Mames bete zuten Euskal Selekzioaren eta Palestinako futbol selekzioaren arteko partiduan. „The voice of Hind“ filmak begiak malkotan eta hitzik gabe utzi zituen ikusleak Donostiako Zinemaldian. Bilbon Israelek hil dituen 20.000tik gora haurrak gogoratu zituzten. Ikasle eta langileek lan uzteak egin dituzte. Alderdi Eder hilotzez bete zen. Genozidioa salatzeko ekimenak Euskal Herriko txoko guztietara heldu dira amaitzear den urte honetan.

  • Gesundheits-Versorgung

    osaki01Öffentlich, nicht privat

    Das Gesundheits-System Osakidetza in Euskadi (Osa-sunbide in Nafarroa) galt lange Zeit als das Juwel der baskischen Regierung, das auch fleißig in “Entwicklungsländer“ exportiert wurde. Damit ist Schluss, spätestens seit der Pandemie. Bereits vorher gab es kritische Stimmen, die Einsparungen und Privatisierung beklagten: sie blieben ungehört. Doch der Härtetest Covid hat die Grenzen von Osakidetza aufgezeigt und die Mängel brutal bloßgelegt. Für viele geht es um den Erhalt des öffentlichen Systems.

  • Hypothekenschulden verkauft

    desa1Geier-Geschäfte mit fälligen Krediten

    Die Sozialinitiative “Stop Desahucios“ (Stopp Zwangs-räumungen) hat sich im Oktober 2022 vor dem Sitz der baskischen Kutxabank versammelt, um deren "Geschäftspraxis" in Bezug auf 2.500 Hypotheken-Darlehen anzuprangern. Diese von Kutxabank erteilten Kredite und Hypotheken werden wegen Zahlungs-unfähigkeit als verloren betrachtet. Um Zwangs-maßnahmen zu vermeiden und nicht als Krisenprofiteure dazustehen, wurden die Schulden an einen irischen Geierfonds verkauft, der sie nun in Profite umsetzen will.

  • Immobilien-Spekulation

    desah1Gegen Gentrifizierung und Vertreibung

    Bis vor 35 Jahren war Bilbao eine Industriestadt. Während Fabriken geschlossen und gleichzeitig Museen und Hotels eröffnet werden, wird die Stadt interessant für internationalen Tourismus. Massentourismus. Bilbo ist zur Attraktion geworden, auch für Investoren. Interessiert nicht nur an Hotels, auch an privaten Unterkünften. Haifisch-Fonds “entmieten“ bisher billigen Wohnraum und bringen ihn auf den Tourismus- und Kapitalmarkt. Vertreibung von Einheimischen und Gentrifizierung sind die Folge.

  • Interne Haushaltshilfen

    pflege1“Sklavinnen“ melden sich zu Wort

    Die meisten von ihnen sind Migrantinnen. Ihre Arbeit besteht in der häuslichen Pflege von bedürftigen Personen, die es sich leisten können. Viele dieser Pflegefrauen wohnen zudem im betreffenden Haushalt und liefern somit eine Versorgung rund um die Uhr. Manche unter sklavenähnlichen Bedingungen, die sexistische Übergriffe einschließen. Diese Frauen haben sich im Baskenland zusammengeschlossen und eine Interessenvertretung gegründet: “Feministische Migrantinnen. Sozial – und Gesundheits-Pflege”.

  • Kampf um würdigen Wohnraum

    ehess1Großdemonstration in Bilbao

    Rund 8.000 Personen haben sich am 14.12.2024 in Bilbao zu einer baskenland-weiten Demonstration versammelt, um “menschenwürdigen, bezahlbaren Wohnraum für alle“ zu fordern. Aufgerufen hatte ein Netz von Autonomen Wohnungs-Gewerkschaften, unterstützt von 200 gesellschaftlichen Initiativen und Gewerkschaften aus dem ganzen Baskenland. Gefordert wurden Maßnahmen, um Kauf- und Mietpreise von Wohnungen zu senken und für benachteiligte Klassen ungenutzte und Tourismus-Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

  • Karmela Gaztetxea (2)

    krml2a10 urte autogestionatua

    Hamar urte bete ditu Karmelak eta urtemuga ospatzeko ateak zabal-zabalik utzi ditu, kantxetatik gimnasiora, kanpoko indarkerietatik ihes egiteko babeslekua den etxe handi horretan mundua bizigarriago egiten duten borrokei eta auzoa aberasten duten hamaika jarduerari eskainitako espazioa erakusteko. Ongi etorri soil batek baino askoz tonu iradokitzaileagoa duen “Izan parte eta izan aske” mezuarekin egiten dio Karmelak harrera atea zeharkatzen duen guztiari. Eta hura gurutzatuta, kanpokoarekin zerikusi handia ez duen beste mundu bat aurkituko du hark.

  • Karmela okupazioa

    karmela110 urtez auzogintzan

    Duela hamar urte sortu zen Karmela egitasmoa, eta denbora horretan esperientzia berritzailea izan da Euskal Herriko gune autogestionatuen tradizio luzean. Karmela ez da gaztetxe bat, ez da kultur etxea edo gizarte zentroa, baina funtzio horiek eta gehiago betetzen ditu, betiere komunitatean, autogestioan eta herritarren antolakuntzan oinarrituta.

  • Kukutza-Räumung 2011

    kuku1Mehr als nur besetzt

    Kukutza war ein besetztes Sozialzentrum (baskisch: gaztetxe) im Bilbao-Stadtteil Rekalde in. Es fungierte als freier, besetzter und selbstverwalteter Raum und wurde von 1996 bis 2011 als Jugend-, Kultur- und Freizeitzentrum genutzt, das sich über drei verschiedene Gebäude erstreckte. Kukutza I existierte 1996 drei Monate lang, Kukutza II folgte 1998 für zwei Monate und schließlich Kukutza III, das von 1998 bis 2011 in einer verlassenen Fabrik bestand und von der Polizei gewaltsam geräumt wurde.

  • Lesben und Euskara

    leseus1Doppelt gegen den Strom

    Im Juni 2023 wurde im Txalaparta-Verlag ein Buch vorgestellt, das die Beziehung der aktuellen lesbisch-feministischen Bewegung in Euskal Herria mit der baskischen Sprache Euskara behandelt. Es geht somit um zwei “Abweichungen“ von der gesellschaftlichen Dominanzkultur. Erstens, Lesbe zu sein und das Lesbisch-Sein offen zu zeigen, zu leben und in der Gesellschaft ihre Sichtbarkeit einzufordern. Zweitens, die Minderheiten-Sprache Euskera zu praktizieren, sie zu fördern und neue Begriffe zu erfinden.

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