Geschichte der baskischen Sprache, des Euskara, seiner Entwicklung und Verbote, sowie der aktuellen Sprachpolitik in den verschiedenen Regionen des historischen Baskenlandes: Navarra, Iparralde, Autonome Gemeinschaft Baskenland.
Euskararen tailerra
Euskara dela gure territorio libre bakarra idatzi zuen Joseba Sarrionandiak. Duela 30 urte, 1995eko abenduaren 15ean, Bilboko euskaldunen eta euskaltzaleen «territorio libreak» ateak zabaldu zituen Abando auzoaren bihotzean, aisialdia eta euskaltzaletasuna batzeko. Hiru hamarkada geroago, Kafe Antzokiaren proiektua eredu bilakatu da, ez bakarrik gauean kontzertu-aretoan gertatzen denagatik, baita eraiki dituzten euskararen aldeko ekimen guztiengatik ere.
Euskara-Geschichte verlängert
Die Hand von Irulegui ist ein archäologischer Fund in einer Siedlung aus der Eisenzeit (1. Jahrhundert vor Christus) neben den Ruinen der Burg von Irulegui in Lakidain-Laquidáin, östlich von Iruñea-Pamplona, in der baskischen Region Navarra. Die Siedlung wurde verlassen infolge eines inner-römischen Bürgerkriegs, 82-72 v. C. Die Bronzehand trägt eine Aufschrift in baskischer Sprache, die über das heutige Euskara verstehbar ist. Sie bedeutet einen wichtigen Schritt in der baskischen Sprachforschung.
Mehr als eine Sprache
Der aktuelle politische Streit um die baskische Sprache Euskara bedroht vier Jahrzehnte von sprachlichem Konsens. Der Ausschluss der baskischen Sprache als Bewerbungs-Kriterium für öffentliche Stellen und die Kontroverse um den Gebrauch des Euskara in Behörden sind jüngste Beispiele für den Konflikt zwischen Parteien baskischer und spanischer Prägung. In den 1980ern, nach 40 Jahren Verbot und Verfolgung der Sprache während der franquistischen Diktatur, befand sich das Euskara in einer kritischen Lage.
Doppelt gegen den Strom
Im Juni 2023 wurde im Txalaparta-Verlag ein Buch vorgestellt, das die Beziehung der aktuellen lesbisch-feministischen Bewegung in Euskal Herria mit der baskischen Sprache Euskara behandelt. Es geht somit um zwei “Abweichungen“ von der gesellschaftlichen Dominanzkultur. Erstens, Lesbe zu sein und das Lesbisch-Sein offen zu zeigen, zu leben und in der Gesellschaft ihre Sichtbarkeit einzufordern. Zweitens, die Minderheiten-Sprache Euskera zu praktizieren, sie zu fördern und neue Begriffe zu erfinden.
Sommer-Intensivkurse
Erwachsene Personen, die die baskische Sprache Euskera lernen möchten, haben in den beiden autonomen Regionen Baskenland und Navarra verschiedene Möglichkeiten. Baskisch-Schulen für Erwachsene gibt es in praktisch allen Gemeinden. Zur Auswahl stehen zwei- oder vierstündige Kurse sowie Intensivkurse in Internaten. Eines der bekannteren dieser Internate befindet sich in der Stadt Zornotza (sp: Amorebieta). Hier werden unter anderem Studierende verschiedener Nationalitäten für Sommerkurse aufgenommen.
Ko-Amtssprachen in Madrid
Die spanische Regierung und ihre Unterstützer-Parteien aus Katalonien und dem Baskenland haben die Geschäftsordnung des Parlaments mit absoluter Mehrheit geändert, und die Benutzung verschiedener Ko-Amtssprachen erlaubt. Die Postfranquisten von der PP und die Faschisten von VOX bezeichneten den Vorgang als "illegal" und verließen den Tagungsraum, als damit begonnen wurde, die ersten Redebeiträge auf Baskisch, Katalanisch, Galizisch zu halten. Das Parlament ist zerstritten, die Legislatur beginnt.
Verwandt oder nicht?
Seit Jahrzehnten wird in der Sprachwissenschaft versucht, Herkunft und Alter der baskischen Sprache zu ergründen. Gibt es verwandte Sprachen? Oder sind gar Baskisch und Tschetschenisch miteinander verwandt? Die Vorstellung klingt etwas verrückt, denn die Basken leben im Norden Spaniens, die Tschetschenen im Kaukasus – wie kann man darauf kommen, dass die Sprachen verwandt sind? Es gab aber tatsächlich mal diese Theorie. Sie ist vermutlich falsch, aber ganz unberechtigt war die Überlegung nicht.
Fortschritte bei Euskara
Der Verband europäischer Minderheiten-Medien, MIDAS, ist ein Zusammenschluss von europäischen Medien, die in sogenannten Minderheiten-Sprachen publizieren. Unter dem Titel “Minderheiten in Europa“ publizierte die slowenische Zeitung Primorski Dnevnik ein Interview mit Martxelo Otamendi, dem langjährigen Chefredakteur der baskischen Tageszeitung Berria und vorher auch bei Euskaldunon Egunkaria. Thema ist die aktuelle Lage der baskischen Sprache Euskara und spanische Repression gegen die Sprache.