Politik

Die im März 2022 neu geschaffene Kategorie POLITIK beinhaltet die Rubriken Antifaschismus, Gentrifizierung, Gewerkschaft, International, Repression, Soziale Bewegung, Spanien.

etxeb01Hinrichtung durch die Guardia Civil

Das ETA-Mitglied Txabi Etxebarrieta wurde am 7. Juni 1968 bei Tolosa (Gipuzkoa) bei einem Schusswechsel mit der Guardia Civil tödlich verletzt. Immer schon wurde in seiner Familie vermutet, dass der "Nahkampf", wie sein Tod offiziell dargestellt wurde, kein solcher war. 54 Jahre nach den Ereignissen konnte von einem Anwalt endlich der amtliche Autopsie-Bericht eingesehen werden. Darin steht, dass er zweimal auf Etxebarrieta geschossen wurde, das zweite Mal von hinten, aus kürzester Entfernung.

tortu11Ein Expertenbericht aus Euskadi

Ein offizieller Bericht über Folter und Misshandlungen durch verschiedene Polizeikörper in Spanien und im Baskenland in der Zeit zwischen 1960 und 2014 hat Staub aufgewirbelt. Im Auftrag der baskischen Regierung hat ein Team von Expert*innen eine Expertise angefertigt. Darunter der Anthropologe und Gerichtsmediziner Paco Etxeberria von der Forschungs-Gemeinschaft Aranzadi. Das Ergebnis stellt der spanischen Polizei ein vernichtendes Zeugnis aus. Auch die baskische Polizei kommt nicht gut weg.

yola1Yolanda Gonzalez 1980

Buchstudie über den Mordfall Yolanda Gonzalez: Die baskische Studentin wurde 1980 von Faschisten kaltblütig ermordet. Zwar hat dieses Verbrechen den “demo-kratischen Übergang“ von der Diktatur zur Demokratie geprägt. Doch war es nicht der einzige Mord, der von Rechtsradikalen und Polizeikräften verübt wurde. Denn, entgegen der heute bevorzugten Geschichtsschreibung, war der Übergang (Transition) alles andere als friedlich und vorbildlich. Faschisten und Sicherheitskräfte brachten hunderte von Menschen um.

lalib1Santander autogestionado

LA LIBRE, la librería alternativa de la ciudad cántabra de Santander, estaba a punto de perder su local en el centro de la ciudad a finales de 2025 debido a una operación inmobiliaria. Ahora, ha abierto una campaña de crowdfunding para recaudar dinero y devolver el préstamo con el que ha salvado su local de la Rampa de Sotileza de Santander. Uno de sus socios, Tomás González, cuenta cómo han vivido esta situación tan estresante. “La Libre es una ventana a un mundo para pensar otras maneras de estar”.

pablo01Baskischer Journalist in Polen inhaftiert

Am 28. Februar 2022 wurde der baskische Journalist Pablo Gonzalez in Polen bei seiner Arbeit verhaftet. Vorwurf: Spionage. Seither wurde weder seiner Familie in Bizkaia noch seinem Anwalt ein Kontakt erlaubt. Lediglich der spanische Konsul hatte Zugang. Verschiedene Geheimdienste sind involviert, Ukraine, Polen und Spanien. Die Lebenspartnerin von Pablo Gonzalez, Oihana Goiriena, im Interview mit dem katalanischen Journalisten Josep Rexach Fumanya: "Ich empfinde Wut auf die spanischen Geheimdienste".

itoiz1Sabotage mit vielen Folgen

Der Kampf der Bevölkerung gegen den Stausee von Itoitz erreichte mit der Sabotage-Aktion am 6. April 1996 einen Meilenstein. Acht Aktivisten von „Solidarios con Itoitz“ drangen am frühen Morgen auf die Baustelle vor und durchtrennten die Kabel für den Beton-Transport am Staudamm, die Arbeiten waren für Monate lahmgelegt. Der Stausee wurde schließlich gebaut, die Saboteure mussten ins Gefängnis. Nicht alle in der Bewegung waren mit der Aktion einverstanden, doch war sie ein Wendepunkt im Umweltkampf.

3maerz1Ein Übergang in Blut gebadet

Die Polizeimorde von Vitoria, in im Baskenland und Spanien auch bekannt als “Ereignisse von Vitoria“ oder als “Massaker des 3. März“ wurden 1976 von der spanischen Polizei verübt. Kein halbes Jahr nach Francos Tod waren Tausende von Arbeiter*innen der Industriestadt in einen Streik getreten, bei dem es nicht nur um formale, sondern auch politische Forderungen ging. Die franquistische Polizei schritt brutal ein, schoss in die Menge und tötete 5 Personen. Eine juristische Aufarbeitung fand nie statt.

lalib1Selbstverwaltung gegen Gentrifizierung

„La Libre“, alternative Buchhandlung und selbst-verwaltetes Sozialzentrum im Zentrum von Santander (Kantabrien), feiert Ende 2026 sein 25-jähriges Bestehen. Eigentlich ein Grund zum Feiern, wäre da nicht ein Problem aufgetaucht. Mitte Dezember 2025 kam die Nachricht, dass die Räumlichkeiten zum Verkauf stehen – ein Tiefschlag für ein Projekt mit einem empfindlichen wirtschaftlichen Gleichgewicht. Die Nachricht war Anlass für Überlegungen, wie diese drohende Situation abgewendet werden könnte.

Für den Betrieb unserer Webseite benutzen wir Cookies. Wenn Sie unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies. Mehr Information