Die Kolumne

Mit der Kolumne wird der Artikel-Charakter von BASKULTUR erweitert um Aktualität und kritische Kommentare. Der monatliche Beitrag wird (fast) täglich ergänzt mit derzeitigen Ereignissen.

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Saramagos erster Blick

Der portugiesische Nobelpreisträger brauchte bei einem Kurzbesuch auf der Kanarenisnel Lanzarote nur einen Tag, um sich spontan für ein neues Domizil in Tias zu entscheiden. Dabei half, dass er in seinem Land kurz zuvor öffentlich eine schmerzhafte Erniedrigung erlitten hatte. Seinen Besucher*innen auf der Lavainsel öffnete der Schreiber selbst, so heißt es, und lud sie in der Küche zu einem Kaffee ein. Über die Jahre fand sich dort allerlei Prominenz ein, nachdem Saramago – immerhin Kommunist – mit ...

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Kreuzworträtsel

Das Worte-Reservoir der Kreuzworträtsel-Macher*innen wird immer umfassender, der Weltatlas wird langsam durchgearbeitet. Aber wie sollen wir armen Konsumenten drauf kommen, was gefragt ist, wenn wir den Heimatort nur damals zum Klassenausflug verlassen haben. Ein Drama! Gesucht wird da zum Beispiel eine spanische Stadt im Baskenland – eigentlich schon ein Widerspruch in sich – die dazu nur vier Buchstaben haben soll. Die Google-Karten durchzuarbeiten kostet derart viel Zeit, dass die Lösung ...

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Heiliger Tomas!

Drei Tage vor Heilig Abend ist im Baskenland der Heilige Tomas angesagt. Die Tradition besagt, dass kurz vor Weihnachten die Bauern und Bäuerinnen aus dem Umland in die Stadt kamen, um ihre Produkte zu verkaufen, ihre Pacht zu bezahlen und selbst die nötigen Einkäufe zu machen. In Arrasate ist schriftlich dokumentiert, dass das entsprechende Fest zumindest bis in Jahr 1351 zurückgeht. Heutzutage ist es der letzte Anlass im Jahr, noch einmal richtig auf das Fiesta-Pedal zu treten. In Arrasate drei Tage lang, mit Vieh-, Gefieder- und Gemüsemarkt.

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Architektur

Bilbao soll eine Architekturstadt sein. Das sagen anreisende Touristen. Als ich es das erste Mal hörte, dachte ich, die hätten sich getäuscht, sie hätten womöglich Bilbao mit Bologna verwechselt. Oder mit dem Phänomen, das jahrelang die europäischen Schlagzeilen zierte: Guggenheim-Effekt. Als ich den Begriff erneut hörte, wurde ich stutzig und musste mir eingestehen, dass ich wieder einmal der touristischen Propaganda-Maschinerie hinterher hinkte. Bilbao hatte einmal mehr den Effekt gewechselt, oder besser gesagt:

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Baskische Fischkutter entführen

Baskische Fischkutter fischen regelmäßig im Indischen Ozean. Der nahe liegende Atlantik ist derart leergefischt, dass weitere Reisen gemacht werden müssen. Gefischt wird in sog. internationalen Gewässern, die dennoch vor irgendeiner Küste liegen. In diesem Fall die somalische. Deshalb ist diese Praxis umstritten. Es kommt zu Zwischenfällen. Zu diesen Zwischenfällen gehören Kaperversuche von somalischen Piraten. Zuletzt war am 19. November 2017der Kutter „Galerna III“ betroffen.

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81 Jahre Militärputsch

Am 18. Juli 2017 vor genau 81 Jahren putschten faschistische Generäle in Spanien gegen die demokratisch gewählte republikanische Regierung. Unterstützt wurden sie von der katholischen Kirche und der Oligarchie. Es folgte ein Krieg, der verwirrenderweise „Bürgerkrieg“ genannt wurde, obwohl er keiner war. Zu viele internationale Interessen mischten sich in die kriegerische Auseinandersetzung zwischen 1936 und 1939. 81 Jahre nach dem Militärputsch liegen noch immer mehr als ...

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Sprachlektionen

Sprachlich ist das Baskenland nicht der einfachste aller Lebensorte. Die beiden offiziellen Kommunikations-Varianten, Baskisch und Spanisch, stehen sich nicht gerade freundschaftlich gegenüber. Zuletzt mischte sich – über Tourismus vermittelt – auch Englisch in den Sprachsalat. Und als wäre das nicht schon genug – zu Hause sprechen wir übrigens Deutsch – erhalten wir im Fernsehen auch noch kostenlosen Unterricht in einer Zusatzsprache. Die emanzipatorischen Ereignisse in Katalonien sind derzeit Hauptthema baskischer Medien.

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Die falsche Fahne

Bis vor Kurzem war es in der baskischen Region Navarra verboten, bei offiziellen Anlässen die Flagge des Baskenlandes zu zeigen, die Ikurriña. Im restlichen Baskenland hingegen hatte niemand Probleme damit, die navarrische Flagge gehisst zu sehen. Dass sich die Situation verändert hat ist der linksliberalen Regierung zu verdanken, die vor zwei Jahren das Ruder übernommen und eine Reihe von unsinnigen Verordnungen abgeschafft hat. Flaggenverbot ist eine Seite, die andere besteht aus Vorschriften.

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