Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

erlaitz01Höhlenfunde ohne Ende

Im Dezember 2014 wurden in der Danbolinzulo-Höhle von Zestoa (Gipuzkoa) 18.000 Jahre alte Höhlen-Malereien entdeckt. Nur wenige Wochen später konnte die Provinzregierung einen neuen Fund im selben Ort bekannt geben. Ebenfalls in Zestoa, nicht aber in derselben Höhle. Denn die nunmehr entdeckten acht prähistorischen Kunstwerke wurden in der Erlaitz-Höhle gefunden. Dabei handelt es sich nicht um Malereien, sondern um Gravuren, in den Fels geritzte Figuren von Pferden, Hirschen und Auerochsen.

harrizulatzaile01Auf der Suche nach dem Herzen des Steins

Steinhauer – baskisch: harrizulatzaile – war in den Bergwerken des Baskenlandes ein harter Beruf, der wie viele andere später zu einer Sportart wurde. Mit der Erfindung des Dynamits entwickelte sich diese Tätigkeit, bald wurde daraus auch ein Wettbewerb. Technischer Fortschritt brachte modernere Werkzeuge und führte dazu, dass der Steinhauer-Beruf und die Vergleichskämpfe verschwanden. Ende der 90er Jahre wurde die Steinhauerei als sportlicher Wettkampf wiederbelebt.

latxa01Latxa, das baskische Schaf

Latxa-Schafe sind Teil der baskischen Berge, ebenso wie Dolmen und Menhire. Wie diese sind sie Protagonistinnen der baskischen Mythologie. Bei den Latxas handelt es sich um eine einheimische Schaf-Art, die dank ihrer groben und zotteligen Wolle in den regenreichsten Regionen des Baskenlands leben kann. Aus ihrer Milch werden die begehrtesten baskischen Käsesorten hergestellt, meist unter geschützten Herkunfts-Bezeichnungen. Mit Festen und Wettbewerben wird die Hirtentradition gepflegt.

messi zarra03Messi und Zarra

Messi kennen sicher mehr Menschen weltweit als Angela Merkel, dank Fernsehen und Popularität des Fußballs. Aber wer oder was ist Zarra? Dass der Fußballer Lionel Messi Geschichte schreibt und Rekorde am laufenden Band aufstellt, daran hat sich das Publikum gewöhnt. Dagegen ist es nicht ganz so einfach nachvollziehbar, wessen Rekorde gebrochen wurden. Wenn sie zum Beispiel mehr als 60 Jahre Bestand hatten. Wie der von Zarra, dem Offensivspieler Telmo Zarraonandia Montoya, von Atletic Bilbao.

bakailaoa001600 Jahre Kabeljau-Fischzüge

Das Schiffs-Museum in Donostia zeigt die Ausstellung "Die großen Kabeljau-Fischzüge" (La gran pesca del bacalao). Sie zeigt die Geschichte der baskischen Seeleute, die schon vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent befahren haben auf der Suche nach dem wertvollen Fisch. Gezeigt werden Dokumente, Fotografien, Holzschnitte, Gemälde und Modelle aus der Zeit zwischen dem 16.Jahrhundert und heute, die den entbehrungsreichen harten Alltag der Semmänner auf ihren fünfmonatigen Reisen zeigen.

caracol01Schnecken, zwischen Tradition und Avantgarde

Als Allesfresser hat sich die Menschheit daran gewöhnt, alles zu verwerten, was die Umgebung bietet. Schon lange dienten Schnecken als Lebensmittel, davon zeugen die Gehäuse, die an Ausgrabungsstätten gefunden wurden. Diese Weichtiere waren immer Teil der menschlichen Ernährung, ob sie nun vom Land oder aus dem Wasser stammten, ob aus der Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme oder aus purer Lust. Hier soll es um die gastronomische Nutzung der Weinbergschnecke im Baskenland gehen.

eus domain01EUS – die baskische Domain

Die baskische Sprache hat eine eigene Domain im Internet: "EUS". Aus Anlass des Internationalen Tags des Euskara wurden den bereits bestehenden 100 Domains am 3.Dezember 2014 nochmal 1.192 hinzugefügt. Die Tatsache einer eigenen Domain stärkt die Internet-Community, die auf die baskische Sprache setzt. In einer ersten Phase waren es einige wenige Pioniere, in der zweiten konnten sich Institutionen und Vereine bedienen, nun wurde der Erwerb der EUS-Domain öffentlich freigegeben.

kabeljau01Kabeljau: ein Fisch als kulinarischer Botschafter

In langer Tradition ist der Kabeljau eng mit dem Leben und der Ernährung am Golf von Bizkaia verbunden, speziell in Bilbao. Zwar ist es keine Symbiose, wie manche übertrieben formulieren. Tatsache ist, dass vor der industriellen Revolution neben dem Walfang der Kabeljau eine wesentliche Lebensgrundlage der baskischen Gesellschaft war und ein wichtiges Element einer ausgewogenen Ernährung. Eine Verbindung, die aufgrund der Überfischung der Weltmeere in Gefahr ist.

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