Kultur

Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

1533aZum ersten Mal gedruckte Begriffe

Der baskische Verlag Mintzoa in Iruñea (Pamplona) hat in Paris das Exemplar eines Buches aus dem Jahr 1533 entdeckt, in dem die ersten baskischen Wörter der Geschichte gedruckt erscheinen. Es handelt sich um das Werk "De rebus Hispaniae memorabilibus" (Die erinnernswerten Dinge Hispaniens) des italienischen Chronisten Marineo Siculo, der in der Epoche der endgültigen Eroberung des Königreichs Navarra über Jahrzehnte hinweg am kastilischen Hof beschäftigt war. Darin sind 57 baskische Begriffe zu lesen.

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Ein exemplarischer Ausstand

Im Baskenland kämpften Beschäftigte eines Industriebetriebs gegen ihre Entlassung – unterstützt von einer breiten sozialen Bewegung. Zu einem der längsten Streiks in der baskischen Geschichte kam es, nachdem die Geschäftsführung einen Sozialplan verkündet hatte, mit dem wegen angeblich schlechter Auftragslage 129 Beschäftigte entlassen und die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden sollten. Erfolgreich war er, weil die Streikenden es verstanden, den Ausstand zum Thema für eine ganze Region zu machen.

dol01Hügelgräber oder Orientierungshilfen?

Fünf Jahrtausende nach ihrer Errichtung sind die Dolmen noch immer von vielen Fragezeichen umgeben. Die allgemein anerkannte Interpretation besagt, dass es sich um prähistorische Gräber handelt. Der Journalist Iñaki Vigor hat mehr als 500 Dolmen in Ober-Nafarroa besucht und kommt zu einem anderen Schluss. In seinem Buch “Prähistorische Routen durch Navarra“ entwickelt er eine neue Theorie: Nicht Begräbnissen sollen sie gedient haben, sondern der besseren Orientierung in unzugänglichen Gebieten.

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Steinzeit-Kunst in den Vorpyrenäen

Neue Forschungs-Technologien ermöglichen immer neue und spektakuläre Entdeckungen aus der Urzeit. In Höhlen, die längst bekannt und erforscht schienen, gibt es interessante neue Funde. Zuletzt bei Urdazubi, im Norden Navarras, in den Pyrenäenausläufern direkt vor der Grenze zum nördlichen Baskenland Iparralde. Schon länger bekannt waren die Malereien der Alkerdi-Höhle, nun wurden in Alkerdi-2 ungewöhnliche Gravuren gefunden, die aus der Altsteinzeit stammen und ungefähr 25.000 Jahre alt sind.

amsel01Minderheitensprachen in Europa

Die baskisch-deutsche Text- und Poesie-Anthologie "Die Stimmen der Amsel" erschien im Oktober 2018 im österreichischen EYE-Verlag, der sich auf Literatur in Minderheiten-Sprachen spezialisiert hat, das zwölfte Buch der Sammlung "Am Herzen Europas", die der österreichische Künstler Gerald Nitsche ins Leben gerufen hat. Das Werk umfasst eine Einführung in baskische Sprache und Kultur, eine Bibliografie der Geschichte des Euskara, eine umfangreiche Textsammlung sowie Biografien der Autorinnen.

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Das Beispiel Unai Romano

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat den spanischen Staat mehrfach wegen unterlassener Ermittlungen nach Folter-Anzeigen verurteilt. In sieben Fällen war Grande-Marlaska der zuständige Untersuchungsrichter des Sondergerichts Audiencia Nacional. Heute ist er Innenminister der sozialliberalen Sanchez-Regierung. Folter wurde seit dem Franquismus systematisch praktiziert, von allen Polizeieinheiten. Vor allem gegen die baskische Opposition. Unai Romano ist ein brutales Beispiel.

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Ganz im Interesse der Herrschenden

Die erste dokumentierte Kartographie der südlichen baskischen Gebiete kam im 16. Jahrhundert zustande, als der damalige kastilische König einen Atlas in Auftrag gab, der alle Regionen der iberischen Halbinsel umfasste. Generell gilt, dass für die Entwicklung der baskischen Kartographie immer der Einfluss des jeweils herrschenden Imperiums entscheidend war. Die ersten Karten über baskische Territorien, die von baskischen Wissenschaftlern selbst angefertigt wurden, stammen aus dem 18. Jahrhundert.

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Frankreich schießt den Vogel ab

"Frankreich ist das Land in Europa, das seine Minderheiten-Sprachen am schlechtesten schützt". Die Aussage stammt von Davyth Hicks, dem Generalsekretär des Europäischen Netzwerks für sprachliche Gleichheit (ELEN). ELEN hat bei den Vereinten Nationen eine Beschwerde gegen den französischen Staat eingereicht wegen anhaltender Diskriminierung von Minderheiten-Sprachen wie dem Euskara. Nachdem der französische Verfassungsrat das in Iparralde praktizierte Verbindungs-Modell für illegal erklärt hat.

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