Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

Geschichte der baskischen Kabeljau-Fischerei
Im Auftrag des Kabeljau-Unternehmens Biscay Seafood haben die Historiker José Maria Unsain und Peio Urrutia ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Die Basken und die Kabeljau-Fischerei / The Basque cod fishery“. Die Publikation ist zweisprachig, Englisch und Spanisch. Sie zeigt das Panorama der abenteuerreichen Kabeljau-Fischerei, vom 16. Jahrhundert bis in die heutigen Tage. In der zweiten Hälfte des Buches ist eine umfangreiche Fotosammlung zu finden, die von jenen Fischerei-Erfahrungen zeugt.

Euskara und die großen Sprachen
„Es gibt große und kleine Sprachen“ – sagen viele und meinen damit, dass Sprachen von vielen oder wenigen gesprochen werden. Darin steckt nicht nur eine quantitative sondern auch eine qualitative Wertung. Die Schriftstellerin Karmele Jaio (1970) wehrt sich gegen solche Feststellungen. Die „kleine baskische Sprache“ kann es literarisch mit jeder anderen aufnehmen, sagt sie. Dass Englisch als Brückensprache für das Erreichen eines größeren Publikums wichtig ist, stellt dabei keinen Widerspruch dar.

Konsens im Parlament über Neuregelung
Dass das Lernen der baskischen Sprache Euskara umsonst und für alle sein soll, fordert schon lange eine ganze Reihe von Expert*innen, die um die Zukunft der Sprache besorgt sind. Nun könnte es erstmals dazu kommen, dass dieses Recht gesetzlich garantiert wird. Denn die linke Koalition EH Bildu hat eine Initiative gestartet, der sich drei der vier übrigen Parteien angeschlossen haben. Die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes wäre ein Meilenstein in der Geschichte des Euskara und seiner Förderung.

Erwachsene studieren Euskara
In einhundertunddrei Baskisch-Schulen wollen im kommenden Jahr ungefähr 35.000 Erwachsene die baskische Sprache Euskara lernen. Als Ansporn verteilt die baskische Regierung dafür Subventionen an die Teilnehmer*innen, denn die Kurse sind nicht gerade billig. Dieser Zuschuss wurde für das anstehende Jahr um 44% erhöht und beträgt nunmehr 1,8 Millionen Euro. Die Tendenz bei den Einschreibungen ist der Einstieg in höhere Kursniveaus, weil viele Schüler*innen bereits Euskara-Kenntnisse mitbringen.

Mit dem EUSKO zum Einkauf in Baiona
Der EUSKO ist ein regionales Alternativ-Zahlungsmittel in Iparralde, dem nördlichen Baskenland. Nach 5 Jahren Benutzung hat sich der EUSKO zum meistbenutzten Regionalgeld Europas entwickelt. In der besagten Region sind nunmehr 1 Million EUSKO im Umlauf. Geholfen hat dabei, dass auch Institutionen auf dieses System setzen und sogar Gehälter und Diäten in EUSKO ausgezahlt werden. Ziel dieser Alternativ-Währung ist die Belebung der regionalen Wirtschaft und die Förderung von „Handel ohne Entfernungen“.
Mobilisierung und politische Bildung
Seit vierzehn Jahren existiert im Baskenland – Euskal Herria – das antifaschistische Netzwerk Sare Antifaxista. Zwar sind faschistische oder neofaschistische Ideen und Umtriebe im Baskenland nicht so stark ausgeprägt wie in anderen Ländern oder Regionen, dennoch sind sie sichtbar. Das Netzwerk ist ein Sammelbecken von Personen verschiedener linker Ideologien, deren Gemeinsamkeit eine antikapitalistische Haltung darstellt, sowie die Ablehnung jeder Form von Rassismus, Faschismus und Ungleichheit.

Archäologische Entdeckung in der Altstadt
Erdarbeiten in einem altem Gebäude der Altstadt von Donostia (San Sebastian) haben eine interessante Entdeckung ermöglicht. Gefunden wurden dabei fünf riesige Tonkrüge, die aus dem 16. Jahrhundert stammen. Die Gefäße wurden entdeckt in der Erdschicht eines Hausportals der San Lorenzo Straße. Sie wurden benutzt um Öl zu konservieren. Nach Angaben der Verantwortlichen ist noch nicht ganz klar, ob es sich dabei um Olivenöl oder Walfett handelte. Die Funde wurden in ein archäologisches Lager gebracht.

Einwurf aus baskischer Sicht
Baskische Fans lieben Fußball und hassen die Weltmeisterschaft. Denn ihre Lieblinge dürfen nicht mitmachen. Oder zumindest nur unter falschem Namen. Ihre Favoriten waren deshalb Deutschland, Argentinien und Uruguay. Oder auch Belgien. Und wie wäre es mit dem Senegal. Der russische Großevent zwischen Juni und Juli 2018 bedeutete jedenfalls vier Wochen Leidenszeit. Dass am Ende die Blauen gewannen war ebenfalls kein besonderer Trost, auch wenn an jener Stelle wenigstens ein Baske beteiligt war.