Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

Karmele Jaios dritter Roman
Zehn Jahre nach ihrem ersten Roman “Mutters Hände“ legt die baskische Schriftstellerin und Journalistin Karmele Jaio ein neues Werk vor. “Aitaren Etxea“ wird der Titel sein: “Vaters Haus“. Eine Dreiecksgeschichte, die von der Bedeutung von Traditionen im baskischen Leben handelt. Zuletzt hatte Karmele Jaio 2015 die Gedichte-Sammlung “Jetzt haben wir Tote“ publiziert. Bereits vorher hatte eines ihrer Werk eine Übertragung ins Theater erlebt. Ihr erfolgreicher Erstroman fand den Weg in die Kinos.

Alte Tradition wiederbelebt
Die Erforschung und Wiederaneignung der baskischen Tradition des Stockkampfes ist Folge einer zufälligen Begegnung zu Beginn der 2000er Jahre. Iñaki Ganboa Landa, Professor für Chemie an der baskischen Universität in Donostia, kam mit einem sizilianischen Freund auf das Thema Stockkampf zu sprechen. In einer sizilianischen Zeitschrift war zuvor ein Artikel erschienen, der eine Verbindung zum Baskenland herstellte. Dieser Hinweis weckte Iñakis Neugier und er begann sogleich mit Nachforschungen.

Baskische Walfänger in Kanada
Der Historikerin Selma Huxley ist es zu verdanken, dass die Geschichte der baskischen Walfänger an der Küste Kanadas bekannt wurde und wissenschaftlich belegt werden konnte. In jahrelanger Arbeit verfolgte sie den Weg der von baskischen Häfen stammenden Walfangschiffe, die seit dem sechzehnten Jahrhundert vor den Küsten Neufundlands fischten und Wale jagten. Nach einer zunächst rein dokumentarischen Recherche fand Huxley archäologische Beweise für die Anwesenheit baskischer Walfänger in Neufundland.

Regionale Produktion, lokaler Konsum
Das Null-Kilometer-Konzept ist im Baskenland angekommen. Es basiert auf konsumnaher Produktion, sowie den Kriterien von hoher Qualität, garantiert guten Lebensmitteln, dem Respekt gegenüber der Umwelt, der Entwicklung einer lokalen Landwirtschaft und einer gesunden Ernährung. Das zusammen hat den Ausschlag gegeben, dass sich der baskische Lebensmittel-Markt mehr und mehr für die Produkte aus der regionalen Nachbarschaft begeistert. So kann auch die CO2-Emission durch Transport verringert werden.

Im Baskenland steigen die Zahlen
Im Baskenland vergeht keine Fiesta ohne Berichte über sexistische Gewalt und Übergriffe unterschiedlichster Art gegen Frauen. Manche erklären den Anstieg der Anzeigen mit der zunehmenden Aufklärung und einer gesteigerten Sensibilität, die betroffenen Frauen trauten sich mehr, zur Polizei zu gehen, weil dort zunehmend geschultes Personal im Einsatz ist. Die Mehrfachvergewaltigung in Pamplona im Juli 2016 war in dieser Entwicklung zweifellos ein Wendepunkt, der Prozess wurde zum öffentlichen Skandal.

Miserable Arbeitsverträge im Tourismus
Bei der Zunahme von Beschäftigung im Bereich Tourismus ist das Baskenland führend. Zweifelhaft hingegen ist die Qualität von Bedingungen und Verträgen. Der Sektor Tourismus in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland (auch CAV oder Euskadi genannt) beschäftigt 120.000 Personen, das sind 26% mehr als im vergangenen Jahr. Das Hotel- und Gaststättengewerbe macht hierbei den Großteil aus. Doch Quantität der Arbeitsverhältnisse kann – wie so oft – der Qualität derselben nicht das Wasser reichen.

Die ersten Menschen in Dima
Es geschah vor 100.000 Jahren. Eine Gruppe von Jägern fing einen Hirsch und die Sippe machte sich an ein Festmahl in der nahe gelegenen Höhle – zwischen einem Kiefernwald und Birken verlief damals wie heute ein Bach, der den Wissenschaftlern im Jahr 2019 die Geräuschkulisse zu ihrer Ausgrabung lieferte. Die Archäologen lüfteten die Geschichte jener urzeitlichen Frauen und Männer. Wir befinden uns in der Axlor-Höhle in der Umgebung der bizkainischen Kleinstadt Dima, am Fuße der Urkiola-Hochebene.
4. Ausgabe des Azken-Muga-Festivals
Das Kunst- und Kultur-Festival AZKEN MUGA 2019 – Letzte Grenze, Última Frontera – nimmt in seinem vierten Jahr konkrete Formen an. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen auf dem Zarate-Pass zwischen Bedaio in Gipuzkoa und Azkarate in Navarra, haben die Organisatorinnen neue Aktivitäten geplant. Einer der Höhepunkte ist die Wiederbelebung der traditionellen Holzkohle-Produktion in einem großen Holzmeiler, der eine Woche lang brennen und schwelen wird, um schließlich eine Tonne Holzkohle zu liefern.