Kultur

Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.

neander1100.000 Jahre Steinzeit

Eine Studie von Neandertaler-Zähnen aus der Axlor-Höhle von Dima (Bizkaia) steht im Mittelpunkt einer Veröffentlichung im Journal of Human Evolution. Die Höhle nahe der Bizkaia-Kleinstadt Dima war im Mittel-Paläolithikum bewohnt. Das haben Ausgrabungen in Axlor ergeben. Wissenschaftler datierten die ältesten menschlichen Überreste, die bisher in Bizkaia gefunden wurden, nun auf die Zeit vor 100.000 Jahren. Möglich gemacht wurden die Alters-Bestimmungen nicht zuletzt durch neuartige Techniken.

oteint1Erfolgsbilanzen hier und dort

Während in Madrid Pedro Sanchez zum dritten Mal zum spanischen Regierungschef gewählt wird – mit den Stimmen der baskischen Linken – spricht Arnaldo Otegi in einem Interview über die zurückliegenden Erfolge der Koalition EH Bildu in Madrid. Themen sind das ungleiche Bündnis-Verhalten in Madrid, Navarra und Euskadi, die gelungene fortschrittliche Blockade gegen die spanische Ultrarechte, die bevölkerungs-feindliche Politik der baskischen PNV und eine mögliche Kandidatur bei den Regionalwahlen 2024.

xalonso1Vom Regisseur zum Wundertrainer

Seit der aus Tolosa stammende Xabi Alonso im Jahr 2002 begann, das Mittelfeld seines Teams Real Sociedad San Sebastian zu dominieren, ist der baskische Fußballer aus den Sportberichten nicht mehr wegzudenken. Als Kicker wie als Trainer. Europa-Meister, Weltmeister, Champion mit Liverpool, Bayern München und Real Madrid setzt Alonso seine Karriere nunmehr als Trainer in Deutschland fort. Doch gibt es auch Schattenseiten. Zuletzt wegen einer Villa, die Alonso in Donostia ohne Genehmigung bauen lässt.

irule1Euskara-Geschichte verlängert

Die Hand von Irulegui ist ein archäologischer Fund in einer Siedlung aus der Eisenzeit (1. Jahrhundert vor Christus) neben den Ruinen der Burg von Irulegui in Lakidain-Laquidáin, östlich von Iruñea-Pamplona, in der baskischen Region Navarra. Die Siedlung wurde verlassen infolge eines inner-römischen Bürgerkriegs, 82-72 v. C. Die Bronzehand trägt eine Aufschrift in baskischer Sprache, die über das heutige Euskara verstehbar ist. Sie bedeutet einen wichtigen Schritt in der baskischen Sprachforschung.

haitz1Auf der Verliererstraße

"Die Erfüllung meines Traums hat mein Leben versaut" – in einer autorisierten Autobiografie mit dem Titel “Subcampeón – Vizemeister“ hat der ehemalige Fußballer Zuhaitz Gurrutxaga von Real Sociedad San Sebastian (Donostia) eine bittere Bilanz gezogen über seine Karriere im spanischen Profisport. Auf dem Höhepunkt seiner noch jungen Laufbahn, mit besten Aussichten für die Zukunft, versagte seine Psyche, eine Zwangsstörung warf den damals 22-jährigen Zuhaitz von einer Lebenskrise in die nächste.

tollen1Vor 5.000 Jahren in Araba

In einer Ausgrabungsstätte nahe der Stadt Laguardia in der süd-baskischen Provinz Araba wurden Anzeichen gefunden, die darauf hindeuten, dass in dieser Gegend die am längsten zurückliegende kriegerische Auseinandersetzung Europas stattgefunden hat. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Schlacht von Tollense im heutigen Deutschland während der Bronzezeit (1250 v. Chr.) “der älteste Krieg“ war, von dem Spuren gefunden werden konnten. Die baskische Rioja-Gegend ist reich an prähistorischen Funden.

azok1Kultur-Hauptstadt Durango

Die Buch- und Musik-Messe in Durango ist ein Hit im baskischen Kulturleben. Sie gilt als Gratmesser für das Wohlergehen der baskischen Sprache und Kultur und erlebt jeden Dezember einen Zulauf von hunderttausend Besucher*innen. Im Zentrum steht der direkte Kauf-Kontakt mit den Kulturschaffenden: Schriftsteller*innen, Fernsehstars oder Musiker*innen, die sonst nur aus den Medien bekannt sind. Doch leidet die Azoka unter einem Konzentrations-Prozess: die Kleinen bleiben weg, die Großen breiten sich aus.

ruestung1Baskische Waffenindustrie

Die baskische Militärindustrie und das Geschäft mit den Kriegen - Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Journalist, der sich eines Tages in Kriegsgebieten wie Israel, der Ukraine, dem Nahen Osten herumtreibt, auf Reste einer im Baskenland produzierten Waffe stößt: Mörser, Flugzeugteile, Panzer, Granaten, Munition. Denn obwohl baskische Regierung und Industrie oft behaupten, nicht in Kriegsgebiete zu verkaufen und zu liefern, ist die Realität ganz anders: die Waffen gehen sehr wohl in den Krieg!

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