Kultur

Die Kategorie KULTUR umfasste von Beginn an die Themenbereiche Euskara (baskische Sprache), Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport und Tradition. Später kam die Rubrik "Wirtschaft Soziales" hinzu.

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Euskara und die großen Sprachen

„Es gibt große und kleine Sprachen“ – sagen viele und meinen damit, dass Sprachen von vielen oder wenigen gesprochen werden. Darin steckt nicht nur eine quantitative sondern auch eine qualitative Wertung. Die Schriftstellerin Karmele Jaio (1970) wehrt sich gegen solche Feststellungen. Die „kleine baskische Sprache“ kann es literarisch mit jeder anderen aufnehmen, sagt sie. Dass Englisch als Brückensprache für das Erreichen eines größeren Publikums wichtig ist, stellt dabei keinen Widerspruch dar.

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Perretxiko, die Perle des Frühlings

Der Perretxiko ist im Frühling der meistgeschätzte Pilz in Euskadi und Navarra. Sowohl bei Hobby- als auch Profiköchen ist er sehr begehrt. Viele Pilz-Liebhaber*innen verbinden ihre Leidenschaft mit einem Ausflug in die Berge. Weil der Perretxiko gefragt ist, wird der Zugang zu Gebieten mit reichhaltigem Vorkommen teilweise von Förstern kontrolliert. Im deutschen Sprachraum wird er Maipilz oder Georgsritterling genannt, weil der Gedenktag des heiligen Georg am 23. April als Auftakt der Saison gilt.

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Erwachsene studieren Euskara

In einhundertunddrei Baskisch-Schulen wollen im kommenden Jahr ungefähr 35.000 Erwachsene die baskische Sprache Euskara lernen. Als Ansporn verteilt die baskische Regierung dafür Subventionen an die Teilnehmer*innen, denn die Kurse sind nicht gerade billig. Dieser Zuschuss wurde für das anstehende Jahr um 44% erhöht und beträgt nunmehr 1,8 Millionen Euro. Die Tendenz bei den Einschreibungen ist der Einstieg in höhere Kursniveaus, weil viele Schüler*innen bereits Euskara-Kenntnisse mitbringen.

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Schotte gewinnt bei den Basken

Das Basque Culinary Center wurde 2009 in Donostia (San Sebastian) mit verschiedenen Zielsetzungen gegründet. Über gastronomische Forschung und Innovation sollte der Gastronomie-Sektor weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollen die Erkenntnisse dieser Arbeit in eine entsprechende Ausbildung umgesetzt werden. Um die Arbeit des Basque Culinary Center international bekannt zu machen wurde unter anderem ein Preis ausgelobt: der Basque Culinary World Prize. Den gewann in diesem Jahr ein Schotte.

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Mobilisierung und politische Bildung

Seit vierzehn Jahren existiert im Baskenland – Euskal Herria – das antifaschistische Netzwerk Sare Antifaxista. Zwar sind faschistische oder neofaschistische Ideen und Umtriebe im Baskenland nicht so stark ausgeprägt wie in anderen Ländern oder Regionen, dennoch sind sie sichtbar. Das Netzwerk ist ein Sammelbecken von Personen verschiedener linker Ideologien, deren Gemeinsamkeit eine antikapitalistische Haltung darstellt, sowie die Ablehnung jeder Form von Rassismus, Faschismus und Ungleichheit.

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Prähistorische Funde - wissenschaftliche Auskunft

Wenn die Bewohner*innen der Santa-Katalina-Höhle von Lekeitio vor 10.000 Jahren zum Essen ein Rentier brieten, schauten sie nicht auf das heutige kantabrische Meer. Vor sich hatten sie eine große Ebene, die heute unter dem Meerwasser liegt. Auf dieser Ebene lebten Bisons, Hirsche und Rehe, Rentiere, Löwen, Hyänen, Pferde und andere Tiere. Mit den Mitteln der modernen Wissenschaft kann mittlerweile vom Tierbestand und dessen Nahrungsgewohnheiten auf die klimatischen Verhältnisse geschlossen werden.

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Einwurf aus baskischer Sicht

Baskische Fans lieben Fußball und hassen die Weltmeisterschaft. Denn ihre Lieblinge dürfen nicht mitmachen. Oder zumindest nur unter falschem Namen. Ihre Favoriten waren deshalb Deutschland, Argentinien und Uruguay. Oder auch Belgien. Und wie wäre es mit dem Senegal. Der russische Großevent zwischen Juni und Juli 2018 bedeutete jedenfalls vier Wochen Leidenszeit. Dass am Ende die Blauen gewannen war ebenfalls kein besonderer Trost, auch wenn an jener Stelle wenigstens ein Baske beteiligt war.

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Erfolg ohne Anerkennung

Die erfolgreichste Pelotaspielerin aller Zeiten zieht sich im Alter von 44 Jahren aus den Turnier-Wettkämpfen ihres Verbands zurück. Bei den im Oktober 2018 in Barcelona stattfindenden Weltmeisterschaften des baskischen Pelota will sie nicht mehr teilnehmen. Hinter ihr liegt eine beispiellose Karriere von Erfolgen. Die fanden dennoch keinen gesellschaftlichen oder mediatischen Wiederhall. Maite Ruiz hat alles gewonnen, was es in dieser Sportart zu gewinnen gibt. Dennoch ist sie weithin unbekannt.

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