Die Kategorie umfasst die Themenbereiche baskische Sprache Euskara, Literatur, Wissenschaft, Gastronomie, Sport, Tradition. Später kamen die Rubriken Gesellschaft und Wirtschaft hinzu.
Die neuen Generationen
Drei Roma-Frauen – Gitanas – berichten von ihren Erfahrungen und von den Änderungen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte in ihrem Leben ereignet haben. “Roma-Frauen sind nicht das, wofür die Leute sie halten“ – dieser banale Satz ist ein Teil ihrer Bilanz auf dem Weg zur Anerkennung und Gleichberechtigung, in der Schule und auf der Straße. Nicht vergessen ist die Erfahrung der alten Generation, von Frauen, die einst weitreichende Entscheidungen treffen und große Verantwortung tragen mussten.
Wein und Meeresfrüchte
Das Meer erobern, auf See essen: Wie ernährten sich jene baskischen Seeleute, die im 16. Jahrhundert vor der Atlantikküste Kanadas Wale jagten und Kabeljau fischten? Wie stand es um ihre Gesundheit? Auf diese Fragen gab es eine Reihe von Antworten bei den Sommerkursen der baskischen Universität EHU-UPV. Zu Essen, was die jeweilige Umgebung hergab: Seehund- oder Hirschfleisch, Seekekse, mitgebrachten Schinken oder Wurst; zum Trinken Wein und Sidra, um nicht auf die heimischen Gewohnheiten zu verzichten.
Links tritt auf der Stelle
Die Welt ist konfrontiert mit einer immer angespannteren internationalen Lage, das Risiko eines nuklearen Konflikts rückt spürbar näher. Die Tatsache, dass wir angesichts dessen alte Rezepte zur Hand nehmen und uns auf die Politik des "kleineren Übels" beziehen, stößt immer mehr an ihre Grenzen. Noch schlimmer ist, dieses konservative Verhalten zum Verlust von transformativen und emanzipativen Horizonten führt. Dabei sind solche Perspektiven gesellschaftlicher Veränderung notwendiger denn je.
Der Trainer ist der Star
Üblicherweise wird die Geschichte des Fußballs über Team-Erfolge erzählt. Von Stars, die für diese Erfolge verantwortlich sind. Oder von zahlungskräftigen Sponsoren und Präsidenten, die sich Weltauswahlen zusammenkaufen, um Siege zu feiern. Trainer sind dabei ein notwendiges Übel, austauschbare Mosaiksteine, im besten Fall geben sie unanständige Interviews und liefern Schlagzeilen. Die Saison 2023-2024 hat diese Randfiguren des Fußballs ins Rampenlicht gezerrt. Mit Basken an vorderster Stelle.
Die ungleiche Liga
Athletic Bilbao, Real Sociedad und Osasuna sind vor dem Ligastart 2024-2025 noch mit einem offenen Transfermarkt konfrontiert, der womöglich noch ihre Jahresplanung durcheinander bringen und ihre sportlichen Optionen bestimmen könnte: Nico Williams, Mikel Merino, Martin Zubimendi, Aimar Oroz. Deportivo Alavés aus Vitoria-Gasteiz hat seinen Rückschlag schon früher erlitten und wird mit einem stark verjüngten Kader antreten. Eine Wiederholung des Resultats der letzten Saison wäre für alle ein Erfolg.
150.000 bis 300.00 Jahre alt
In einer Höhle in Karrantza, im Süden der baskischen Provinz Bizkaia, wurden menschliche Überreste aus der Zeit vor wenigstens 150.000 Jahren entdeckt. Der Fund in der Höhle El Polvorín gelang einem Forscherteam unter der Leitung der baskischen Universität UPV-EHU. Es handelt sich um die ältesten Knochenreste, die bisher in Bizkaia gefunden wurden. Angenommen wird, dass sie von einer Neandertalerin oder von einer Frau aus der Zeit vor der Neandertal-Kultur stammen.
Lebendige Tradition
Das historische Baskenland, mit seinen sieben Provinzen nördlich und südlich der Pyrenäen ist traditionell eine Bauern- und Hirtenkultur, was angesichts der Landschaft mit vielen Bergen und Tälern nicht weiter verwundert. Mit der Industrialisierung und dem Entstehen großer Städte wurde diese Tradition zwar verdrängt, hat sich im Arbeits-Leben jedoch gehalten. Daneben hat sich die Hirtenarbeit im Kultur-Bereich einen festen Platz erkämpft. Schäferhund-Wettbewerbe sind Feste und werden gut besucht.
Gegen Kapital und Patriarchat
Silvia Federici ist eine der renommiertesten Theoretikerinnen des antikapitalistischen Feminismus, eine politische Philosophin, die überall großes Interesse weckt, zuletzt auch im Baskenland. Ihre Gedichte in einem auf Euskara übersetzten Werk, erschienen beim baskischen Buchverlag Txalaparta, werden illustriert mit Aquarellen von Begonia Santa-Cecilia. Ende Mai 2024 erfolgte die Vorstellung in verschiedenen Orten von Euskal Herria. “Frauen sind das grundlegende Subjekt des sozialen Wandels“.