Sei dem Ende von ETA haben sich die Zusammenhänge zwischen baskischen und spanischen emanzipatorischen Initiativen und Bewegungen vervielfacht. Öfter als vorher wird über die Grenzen geschaut, das spanische Parlament ist zur Bühne geworden.
El Comienzo del Imperio de Castilla
La historia de Castilla (y luego de España) es la historia de reconquistas y conquistas: contra los arabes, el Reino de Navarra, Cataluña, Aragón, en América... En el mejor de los casos, la conquista se llevó a cabo mediante matrimonios, pero generalmente mediante sangrientas matanzas. Antes del "descubrimiento" de América por Colón, las Islas Canarias fueron objeto de deseo imperial: la conquista, a menudo olvidada, del archipiélago conocido entonces como el "fin del mundo", genocidio incluido.
Gegen unbequemen Anwalt
Spanien will den Puigdemont-Anwalt Gonzalo Boye mit gefälschten Beweisen zehn Jahre hinter Gitter bringen. Denn der Anwalt von verschiedenen Exil-Katalanen wie Ex-Ministerpräsident Carles Puigdemont ist seit langem nicht nur ein Dorn im Auge von Lawfare-Richtern. Er wurde über das Pegasus-Spionagetool ausspioniert und nun sitzt Gonzalo Boye in einem “politisch motivierten Prozess“ auf der Anklagebank mit mutmaßlichen Drogenbossen, wie der deutsche Menschenrechts-Anwalt Wolfgang Kaleck kritisiert.
Geplante Übersterblichkeit
Die Debatte um massive Hochrüstung, euphemistisch “Wiederbewaffnung“ genannt, so als habe es vorher nicht gegeben, hat mit wucht den spanischen Staat erreicht. Mangels parlamentarischer Mehrheit will Regierungs-Chef Sanchez einen 100-Milliarden-Zuschlag ohne Zustimmung der Kammer durchdrücken. Ausgerechnet die rechten Postfranquisten jaulen, das sei nicht demokratisch – als ob Panzer und Drohnen auf Zurufe wie “Frieden“, “Verteidigung“ oder “demokratisch“ reagieren würden. Die Linke sortiert sich.
Cervantes grüßt die Welt
Die neue Kolumne bei Baskultur.info beschäftigt sich mit Nachrichten aus dem Land von Cervantes, Quijote und der Inquisition, dem Land der Kolonisierung Amerikas und des Franquismus, dem Land des Brava- und Sol-Massentourismus, dem Land der stärksten europäischen Unabhängigkeits-Bewegungen, dem Land der Imperien Real Madrid und Florentino Perez, in dem Könige Elefanten schießen und ins arabische Exil gehen, und in dem Fußballer “Die Roten“ genannt werden. Hispania ist berühmt, Galicien hat Prestige.
Ist Franco wirklich tot?
Der postfranquistische spanische Staat begeht seit 50-jähriges Jubiläum. 50 Jahre Demokratie sind für die regierenden Sozialdemokraten ein Grund zum Feiern, damit stehen sie allein. Die Faschisten mit Vox an der Spitze trauern dem Regime hinterher – die Linke stellt fest, dass auch 50 Jahre nicht genug waren, die franquistischen Altlasten zu beseitigen, der “demokratische Übergang“ gilt als gescheitert, in Militär, Kirche und Justiz herrschen dieselben alten Riegen wie unter Diktator Francisco.
Flutkatastrophe wegen Unfähigkeit
Schon wieder herrscht Alarmstufe Rot an der Mittelmeer-küste, die Furcht ist groß, dass die neue DANA (Kaltlufttropfen) zu weiteren Dramen im geschundenen Katastrophengebiet führt, wo noch immer der Schlamm kniehoch in den Straßen steht und das Abwassersystem verstopft ist. Noch beherrschen Bilder die Szenerie, die einem Kriegszustand gleichen. Für die tödlichen Fehler will niemand Verantwortung übernehmen und nur die zahllosen freiwilligen Helfer bringen den Menschen Hoffnung im Katastrophen-Zone.
Demontage der Demokratie?
Der Schweizer Ort Davos ist bekannt als Treffen von Großkapitalisten und Politikern, die keinerlei politisches Mandat haben und dennoch große Entscheidungen in die Wege leiten – eine Art niemals gewähltes Welt-Parlament. Der spanische Premierminister Pedro Sánchez hat auf diesem “Welt-Wirtschafts-Forum den Betreibern von sozialen Netzwerken den Kampf angesagt und behauptet, sie seien für das “Vergiften“ der Gesellschaft verantwortlich. Stattdessen müsse die Demokratie nachhaltig geschützt werden.
Kritischer Blick auf die Ursachen
Die Aufräumarbeiten nach der Unwetter-Katastrophe in Valencia werden noch Wochen dauern, die Toten sind noch lange nicht alle geborgen. Statt Krisen-Management übt sich die spanische Politik in parteipolitischem Gezänk zwischen PP und PSOE – spanische politische Kultur auf dem Tiefpunkt. Nicht nur die Betroffenen, auch andere haben es satt. Faschistische Helfer sammeln Geld und Material, aber nur für weiße Spanier. Nur wenige trauen sich, eine nüchterne, aber notwendige Ursachen-Suche zu beginnen.