Die Kategorie REISEN berichtet über alternative und sozial verantliche Formen des Reisens und stellt Reiseziele auf kritische Art vor. Im Vordergrund steht der alternative Zugang zu bekannten Städten, daneben Besuchsziele, die nicht von Massenandrang geprägt sind, sich an baskischer Kultur orientieren, ökologischen Charakter haben und dazu beitragen, nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen oder zu erhalten, insbesondere ländlicher Tourismus und Kooperativen-Projekte. Weitere Themen sind Ökologie und Reisekultur im Allgemeinen, die Geschichte des Tourismus in den baskischen Großstädten, aktuelle Tendenzen des Tourismus, alternative Stadtführungen, Kleinstädte und Dörfer, die Geschichte von Höhlen, der Jakobsweg, Meereskultur, Welt-Kulturerbe, Naturschutz- und Biosphären-Gebiete, interessante Ausflüge abseits der Metropolen, sowie Reiseberichte.
Naturschutz geopfert
Die Behörden Bizkaias stehen vor der Entscheidung, das Urdaibai-Biosphären-Reservat entweder zu schützen wie es Gesetze vorsehen, oder das Gebiet dem profanen Geschäft zu opfern. Die Reservats-Verwaltung, die Institutionen und die Guggenheim-Stiftung sind mit dem Dilemma konfrontiert, den Grundprinzipien des Ökosystems, zu dessen Schutz ein Gesetz verabschiedet wurde, entweder treu zu bleiben oder die Tür zum Schlachthof zu öffnen, um das legendäre Vogelschutz-Gebiet dem Tourismus zu opfern.
Das Ende von Lemoiz
Das Kernkraftwerk Lemoiz (span: Lemóniz) war ein Projekt des Franquismus, das im Baskenland der 1970er Jahre die Geburtsstunde der Ökologie-Bewegung markierte. Der 1972 begonnene Bau wurde von Hinderten von Sabotagen begleitet, bei Anschlägen gegen das Projekt wurden neun Menschen getötet. Letztendlich wurde dieses fertig gestellte AKW-Projekt nicht in Betrieb genommen, weil es gesellschaftlich nicht durchsetzbar war. Drei weitere Atomkraft-Projekte im Baskenland wurden gar nicht erst begonnen.
Umwelt-Bewegung formiert sich
Bizkaia befindet sich in einer kritischen Phase. In den letzten Jahren gab es eine wahre Lawine von Genehmigungs-Anträgen für den Bau von Straßen- und Eisenbahn-Infrastrukturen, von umweltschädlichen Unternehmen, berühmten Museen, Windparks, Photovoltaik-Anlagen und anderen. Vorangetrieben werden diese teilweisen gigantischen Projekte von der baskischen Regierung und der Provinzial-Verwaltung Bizkaias, allen voran ein zweites Guggenheim-Museum, diverse Windanlagen und eine Fluss-Untertunnelung.
Vom Regen in die Traufe
Die Wellen steigen höher, die Strände verschwinden langsam, Überschwemmungen eingeschlossen, die Fischer haben weniger Fänge in ihren Netzen ... dies sind einige Aspekte im Zukunfts-Panorama der baskischen Küste, verursacht durch die Klimakrise. In Dubai wurde der 28. Klimagipfel eröffnet, von dem sich einmal mehr niemand wirklich etwas erwartet. Ein Bericht des baskischen Forschungs-Zentrums Azti zeigt die gravierenden Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die baskische Küsten-Landschaften.
Mafiöse Machbarkeit
Immer lauter wird die Kritik gegen den Plan eines zweiten Guggenheim-Komplexes in Bizkaia, ausgerechnet im Biosphären-Reservat Urdaibai. Hinter dem Plan steht vor allem die konservativ-neoliberale Regierungs-Partei. Aber: "Die PNV hat erkannt, dass die Pläne selbst von ihren Wählern abgelehnt werden". Die Plattform "Guggenheim Urdaibai Stop" fordert das endgültige Ende des Projekts, weil es "nicht lebensfähig ist", sagt eine Sprecherin. “Wir werden alles tun, um den Plan endgültig zu stoppen".
Neubau im Naturschutzgebiet?
Der Streit um ein zweites Guggenheim-Museum im Naturschutzgebiet Urdaibai geht weiter. Beziehungsweise, er geht in eine neue Phase. Denn die Verhinderungs-Bewegung hat sich formiert und begonnen, öffentlich aufzutreten, mit Info-Veranstaltungen und Demonstrationen. Auch auf institutioneller Seite läuft nicht alles glatt, die Widersprüche häufen sich. Die Wasserbehörde weist auf Grundwasser-Probleme hin und bemängelt, dass die Museums-Baupläne trotz erwarteter Besuchermassen keine Antworten liefern.
Tourismus mit verantwortlich
Katalonien hat angesichts der schweren Dürre viel zu spät den “Notstand“ ausgerufen, aber auch im südspanischen Andalusien hat sich die Lage schon extrem zugespitzt. Für Großstädte wie Sevilla wird schon damit gedroht, das Wasser zeitweise abzustellen. Einige Stauseen sind angesichts fehlender Niederschläge in Folge des Klimawandels schon völlig leer, doch die Notmaßnahmen fallen weiter eher unangemessen zaghaft aus. “Dürre und Tourismus führen zum Wassernotstand“, Ralf Streck auf Overton-Magazin.
Von Italien nach Navarra
In den 1950er Jahren ließ die franquistische Diktatur im spanischen Staat eine Reihe von Stauseen anlegen, um die Wasser- und Energie-Versorgung zu sichern und den Staat autark zu machen. Unter anderem den Yesa-Stausee zwischen Aragon und Yesa (baskisch: Esa) südlich der Pyrenäen. Seit der Vergrößerung dieses Wasserspeichers kommt es zu kleineren Beben, eine Siedlung musste bereits aufgegeben werden. Noch schlimmer wäre, wenn wie in Italien ein ganzer Berg in einen See rutscht und Hochwasser provoziert.