Interview Kommunisten-Kneipe
Die Arbeiterbewegung im Baskenland beleuchtet ein Podcast, der innerhalb der Interview- und Podcast-Serie “Kommunisten-Kneipe” auf zwei verschiedenen Kanälen im Internet zu hören ist. In der Folge vom 22. Juli 2025 sprechen die Redakteur*innen Ann-Sofie und Harro mit Tomax, einem langjährigen Aktivisten aus dem Baskenland, über die Geschichte und Gegenwart der baskischen Arbeiterbewegung. Ein Gespräch über Klassenpolitik, nationale Befreiung, Erinnerungskultur und aktuelle Herausforderungen.
Die bisherigen Interviews der Kommunisten-Kneipe beschäftigten sich unter anderem mit Themen wie: “Sudan, Zollkrieg, Ukraine-Krieg und Nahost“, “Rheinmetall entwaffnen. Verbotsversuch gescheitert“, oder ganz aktuell “Militarismus, Imperialismus, Faschisierung“.
Vorgestellt wird das 78 Minuten lange Interview mit Tomax aus Euskal Herria folgendermaßen: “Gemeinsam blicken wir zurück auf zentrale Etappen: die Proletarisierung im 19. Jahrhundert, den Spanienkrieg, den antifaschistischen Widerstand, die Repression unter Franco, den bewaffneten Kampf der ETA und die sozialen Bewegungen der Transition. Tomax teilt persönliche Erfahrungen und politische Einschätzungen – von seiner Flucht nach Deutschland bis zur Rückkehr ins Baskenland.“
Publiziert wurde das Interview zur Geschichte der baskischen arbeiterbewegung auf zwei Internet-Kanälen. Einerseits bei OPEN-SPOTIFY, andererseits auf YOUTUBE. Letzte hat den Vorteil, dass während des Interviews “gesprungen“ werden kann, vorwärts oder zurück, um Passagen erneut zu hören. Bei OS hingegen kann zwar gestoppt, aber nicht gesprungen werden. Der Youtube-Podcast liefert zudem den Vorteil, dass mit Hilfe einer thematischen Chronologie und konkreten Zeitangaben einzelne Themen zielgerichtet angesteuert werden können, wie in der folgenden Übersicht zu sehen ist.
Interview in Schlagzeilen
Entstehung der baskischen Arbeiterbewegung in den Bergwerken um Bilbo (Bilbao) in der Provinz Bizkaia seit 1830; Einwanderung aus spanischen Regionen; Rückdrängung der baskischen Sprache; Warum gab es im Baskenland keinen Großgrundbesitz. // Spanienkrieg: Warum wurde Gernika angegriffen; Erinnerung in Elgeta. // Transition 1975 bis 1979, der falsch benannte Übergang von der franquistischen Diktatur zur parlamentarischen Demokratie. // Der Kampf um die Atom-Energie im Baskenland, Entstehung einer Anti-AKW-Bewegung; ETA mischt sich ein. // Zweite Industrialisierung mit Arbeiter-Streiks als Folge. Wirtschaftliche Öffnung des Franquismus in den 1950er Jahren. // Der spanische Faschismus gegen die baskische Unabhängigkeits-Bewegung. // Neue kommunistische Jugendbewegung als Reaktion auf den reformistischen Kurs der ehemals radikalen baskischen Linken: vom anfänglichen Dogmatismus zur Zusammenarbeit mit sozialen Bewegungen.
Die Chronologie des Interviews auf Youtube:
(0:00) Tomax. (5:10) Entstehung der baskischen Arbeiterklasse in den Erz-Bergwerken Bizkaias. (11:00) Aktueller Bezug: Spanienkrieg, Klassenkämpfe Baskenland. (20:16) Nazi-Angriff Legion Condor auf Gernika (Guernica). (26:35) Baskische Erinnerungskultur, Elgeta. (29:54) Spanischer Faschismus vs. spanische Unabhängigkeits-Bewegung. (34:46) Transición (Übergang von Diktatur zu Demokratie): Amnestie und Repression nach Francos Tod. (42:10) Anti-AKW-Protest Lemoiz (Lemóniz) und ETA-Einmischung Ende der 1970er Jahre. (53:49) Polizei schießt 1976 in Vitoria-Gasteiz auf streikende Arbeiter. (1:02:39) Verhältnis: nationaler Befreiungs- und Klassenkampf. (1:09:21) Neue Kommunistische Jugend-Bewegung im Baskenland EHKS / GKS.
Literaturtipps
(A) Raul Zelik: Die Linke im Baskenland. Eine Einführung. Verlag Mandelbaum 2019. (B) Ingo Niebel: Das Baskenland. Geschichte und Gegenwart eines politischen Konflikts. Promedia 2009. (C) Peter Rau: Spanienkrieg, Papyrossa Verlag 2012.
ANMERKUNGEN:
“Arbeiterbewegung im Baskenland“, Kommunisten Kneipe, Podcast auf OPEN-SPOTIFY und YOUTUBE.
ABBILDUNGEN:
(*) Kommunisten Kneipe
(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2025-09-04)
