kolu52x00Karneval Ituren, Zubieta

Nach dem Winterschluss-Verkauf ist kommerzielle Langeweile angesagt, österliche Sonnenfreuden erscheinen Lichtjahre entfernt. Genau die Zeit, sich bei Minusgraden im leichten Karnevals-Kostüm den Arsch abzufrieren. Die baskische Welt schaut auf Ituren und Zubieta. Figuren mit Schafsfellen, Spitzhüten und Riesenglocken marschieren vor einem Dutzend Kamerateams im Gleichschritt durch die Straßen. Zanpanzar, der Inbegriff baskischer, bäuerlicher und widerständischer Kultur. Dong-Dong-Dong-Dong-Dong.

Otsaila – Februar – ist auch im Baskenland der Monat des Karnevals, Aratusteak oder Inhauteriak, je nach Dialektzone. Am Ageda-Tag wird nach bäuerlicher Tradition mit Stöcken die Erde wachgeklopft, damit sie wieder Früchte abgibt. Fraglich bei so viel Klimachaos und Preissteigerung.

(2024-02-26)

AUSWAHLSPIEL GEGEN URUGUAY

kolu52x26Euskal Selekzioa, die baskische Fußball-Auswahl, kehrt am Samstag, den 23. März, im Stadion San Mamés gegen das Uruguay von Marcelo Bielsa zurück. Das Spiel wird um 20 Uhr angepfiffen und ist das dritte Aufeinandertreffen der beiden Auswahl-Teams. Im Jahr 2003 gewann die baskische Nationalmannschaft in San Mamés mit 2:1, 1998 besiegte sie die Charrúas in Anoeta mit 5:1.

Die baskische Fußball-Auswahl der Männer kehrt wieder zurück. Nach dreijähriger Pause läuft sie am 23. März in San Mamés wieder einmal im Stadion ein, und zwar gegen einen hochkarätigen Gegner: Marcelo Bielsas Uruguay. Das Gerücht der letzten Wochen wurde am Montag vom baskischen FB-Verband bestätigt.

Es wird das dritte Mal sein, dass die Euskal Selekzioa auf Uruguay trifft. Bisher waren die Begegnungen von Erfolg gekrönt, zwei Siege mit 7:2 Toren gegen eines der besten Teams der Welt. Die “Charrúas“ (so der Beiname der Uruguayer, benannt nach den Ureinwohner*innen, die bei der kastilischen Kolonisierung in der Region ausgelöscht wurden) haben zwei Weltmeisterschaften und 15 Mal die Copa América gewonnen.

In der FIFA-Rangliste steht Uruguay derzeit auf dem elften Platz, unter Marcelo Bielsa haben sie zu ihrer besten Form zurückgefunden. Der argentinische Trainer hatte das Team in der vergangenen Saison nach dem Scheitern bei der letzten Weltmeisterschaft in Katar übernommen. Der ehemalige Athletic-Trainer kehrt nach einem Jahrzehnt mit einem wiedererstarkten Team nach Bilbao zurück, in der Qualifikationsgruppe für die nächste Weltmeisterschaft belegt Uruguay derzeit den zweiten Platz. Neben der Hereinnahme junger Spieler gelang es Uruguay im Oktober letzten Jahres, Brasilien nach mehr als zwanzig Jahren zu schlagen (2:0) und im November auch Argentinien zu besiegen (0:2). Andererseits verpasste das Land mit der U-23-Mannschaft die Teilnahme am olympischen Turnier.

Der argentinische Auswahl-Trainer Uruguays ist in Bilbo besonders bekannt und beliebt. Vor 12 Jahren führte er Athletic in das Finale des UEFA-Cups, das gegen Atletico Madrid verloren ging. Bielsa begeisterte das Publikum trotz wechselndem Erfolg mit einem attraktiven und offensiven Spiel, sein polemisch-überzeugender Charakter ist bei vielen in Bilbo in bester Erinnerung. Insofern wird das Spiele gegen Uruguay nicht nur ein fußballerischer Vergleich, sondern auch eine Hommage an Marcelo Bielsa werden.

Drei Jahre ohne Spiel

Die Euskal Selekzioa hat seit dem Spiel gegen Costa Rica in Eibat im Jahr 2020 keine Freundschafts-Spiele mehr ausgetragen. Angeführt von Javier Clemente besiegte die Auswahl den damaligen WM-Teilnehmer durch Tore von Iker Muniain und Unai Núñez mit 2:1. Das Spiel wurde wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings ohne Zuschauer ausgetragen. Zuvor spielten sie 2019 in Panama (0:0) und siegten 2018 in Mendizorrotza (Vitoria-Gasteiz) gegen Venezuela mit 4:2.

Im Dezember 2020 beantragte der baskische Verband bei der UEFA und der FIFA die internationale Anerkennung und damit die offizielle Zulassung, bei internationalen Turnieren als baskische Auswahl antreten zu dürfen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt und der neue Verbands-Vorstand schloss es aus, den Kampf um offizielle Anerkennung (nur möglich bei einem spanischen JA) vor Gericht fortzusetzen. Der baskische Verband teilte mit, dass in den kommenden Tagen weitere Einzelheiten zum Kartenverkauf und zum Spielverlauf bekannt geben wird.

(2024-02-22)

VERSTECKSPIEL GUGGENHEIM

kolu52x22Die Diskussion um ein mögliches zweites Doppel-Guggenheim-Museum im bizkainischen Naturschutzgebiet Urdaibai ist zu einem Versteckspiel geworden. Zu Jahresbeginn wurde klar, dass das Projekt unter den bisherigen Naturschutz-Bestimmungen (Küstengesetz) nicht machbar ist. Deshalb wurde in Madrid kurzerhand das Gesetz aufgeweicht. Und nachdem der scheidende Ministerpräsident Urkullu (PNV) die Realisierung des Projekts in die Ferne gerückt hat, haben Parteikollegen hartnäckig auf einem Doppel-Guggenheim insistiert. Der Guggenheim-Präsident aus Bilbao traf sich heimlich mit der künftigen Guggenheim-Chefin aus New York, auf Regierungsebene will niemand etwas davon gewusst haben. Finten, Possen, Versteckspiel.

Jetzt kommen auch noch Zahlenspiele hinzu. Die PNV-Parteipresse berichtet von sogenannten “Simulationen“, mit denen der Verkehr hochgerechnet wurde, der durch das Museum zusätzlich durch Gernika und das Naturschutzgebiet führen soll. Bisher seien es 13.300 Fahrzeuge, die täglich über die Umgehungsstraße an Gernika vorbeifahren, um danach auf die einzige Landstraße einzufädeln. Die Studie (ohne weitere Angaben) hat angeblich festgestellt, dass das Guggenheim Urdaibai nur 87 Fahrzeuge mehr pro Tag nach Gernika bringen wird – ein ziemlicher Schwachsinn! Denn wo es ein einladendes Museum gibt, wird die Zahl von 87 allein durch Campingcars aus aller Welt ausgefüllt. Mit den “Simulationen“ wird stattdessen behauptet, dass die meisten Besucher mit dem Bus oder der Bahn anreisen werden. Bei Gaztelugatxe wurde ähnlich argumentiert, Ansturm-Chaos und Teil-Schließungen waren die Folge.

Die Studie hat sicher genau das erbracht, was die Auftraggeber hören wollten, um den Befürchtungen der Projekt-Gegner*innen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn bereits ohne Museum ist die Strecke Gernika-Mundaka (und mehr noch am anderen Ufer) in den Sommermonaten komplett überlastet. Im Wortlaut: “Die beiden Standorte des Guggenheim-Museums, die in Urdaibai gebaut werden sollen, werden der Region keinen großen Besucherstrom bescheren. Und das nicht nur, weil ihr Zugang auf 150.000 Besucher pro Jahr beschränkt sein wird und weil es nicht möglich sein wird, mit dem privaten Auto nach Murueta zu fahren, sondern auch, weil die Prognosen davon ausgehen, dass die meisten von ihnen mit dem Bus oder der Bahn nach Gernika kommen werden.“

Im Urdaibai-Projekt ist vorgesehen, die beiden Museums-Teile in Gernika und Murueta mit einem Bio-Wanderweg zu verbinden, der mitten durch das sensible Vogelschutz- und Feuchtgebiet führt. Wer diesen Weg gehen und die beiden Museen besuchen will, muss jedoch zu einem der beiden Standpunkte vordringen. Der Weg nach Murueta, wo sich der zweite Standort befinden würde, soll für die Benutzung von Privatfahrzeugen verboten werden. Doch wenn Murueta verboten bleibt, fällt die ganze Last des Ausgangspunkts auf Gernika, und zwar Gernika-Zentrum. Wer will da von 87 Fahrzeugen pro Tag reden, wenn die Stadt schon ohne Museum ein großes Parkproblem aufweist.

In der Studie wurde (erneut ohne nähere Angaben) analysiert, wie die Menschen nach Gernika reisen würden, um das Museum zu besuchen, "um die Verkehrsbelastung im Stadtzentrum zu ermitteln und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen", erklärte die Bizkaia-Präsidentin und unumschränkte Befürworterin des Projekts. Die Simulationen hätten ergeben, dass der Bau des Museums, zu dem auch ein Parkplatz in Gernika gehört, keine großen Auswirkungen auf den normalen Verkehr in der Gemeinde haben wird. Der Studie zufolge werden Bus und Bahn die am meisten genutzten Verkehrsmittel sein, nur 23% der Besucher würden sich für ein privates Fahrzeug entscheiden, um die Stadt zu erreichen“. Versteht sich, dass nicht erklärt wird, worauf sich die 23% beziehen – auf das Verkehrsaufkommen in 5 oder 10 Jahren etwa. Zahlenspiele, um das Publikum zu verwirren und den Befürwortern scheinbar Argumente zu liefern. 87 Autos mehr pro Tag in Gernika, im Sommer, wenn der größte Zustrom erwartet wird. Das alte Sprichwort: “Trau keiner Studie, die du nicht selbst manipuliert hast“.

(2024-02-16)

INVESTITIONS-FREUNDLICH ARMEN-FEINDLICH

kolu52x16Die "Financial Times", eine der Bibeln des modernen Kapitalismus, hält Bilbao für eine der Städte, in denen sich Unternehmen ansiedeln sollten oder wo sich Investitionen empfehlen. In der Rangliste europäischer Großstädte wurde Bilbao auf den vierten Platz gesetzt, was die Anziehung ausländischer Direktinvestitionen betrifft. Eine gute Nachricht für Leute mit Geld, die aus diesem Geld mehr machen wollen, ohne zu arbeiten. Eine schlechte Nachricht für alle jene, die ohnehin schon Probleme haben, über die Runden zu kommen, weil die Preise und die Mieten steigen und die Löhne nicht hinterher kommen.

Zurück zur Financial Times, die eine Rangliste "European Cities and Regions of the Future 2024" publiziert hat, die von der Zeitschrift fDi Intelligence, einem Teil der britischen Financial Times, erstellt wurde. Mit Bilbao auf dem vierten Platz. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die angeblich 370 Städte in Europa untersucht hat, nach ihrer Fähigkeit, ausländische Direktinvestitionen anzuziehen, zu halten und zu steigern. Bewertet wird die umfassende Arbeit der lokalen Regierungen bei der Förderung ausländischer Investitionen, wobei das Potenzial jeder Stadt in dieser Hinsicht ermittelt wird.

Bilbao – oh großer Schreck – hat sich um sechs Plätze verbessert, nachdem es im letzten Jahr unter den Großstädten in die Top 10 dieses Rankings gekommen war. Diese Rangliste umfasst Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern sowie Städte mit einem Ballungsraum von mehr als einer Million Einwohnern, letzteres trifft auf Bilbo zu. Das Ranking basiert auf einer Analyse von mehr als 80 Indikatoren, die in fünf Kategorien unterteilt sind: Wirtschaftspotenzial, Humankapital und Lebensstil, Rentabilität, Konnektivität und Erleichterung der Geschäftstätigkeit.

Bilbao modern und zukunftsorientiert. "Es ist sehr erfreulich, dass solch renommierte Publikationen Bilbao als Maßstab für die wirtschaftliche Entwicklung auf internationaler Ebene setzen und uns als Stadt, die sich für die Anziehung und Bindung von Talenten einsetzt, so positiv bewerten", sagte der Stadtrat Ochandiano, verantwortlich für wirtschaftliche Entwicklung von Bilbao. "Wir arbeiten weiterhin für ein Bilbao mit einer modernen und attraktiven Zukunft für verschiedene Akteure". Mit gutem Gehalt und zusätzlichen Diäten lässt sich das leicht sagen.

Die Verbesserung des Rankings ist eine Anerkennung der Arbeit der Stadtverwaltung im Bereich der Wirtschaftsförderung und insbesondere der Arbeit, die geleistet wurde, um die Entwicklung des Urbanen Innovationsdistrikts Zorrotzaurre (DUIZ) voranzutreiben, dem wichtigsten Zukunftsgebiet der Stadt (früher eine künstliche Halbinsel mit Kleinindustrie, heute eine künstliche Insel, die von Spekulanten umworben wird). Zu den Meilensteinen in diesem Sinne gehören der Beginn der Arbeiten am künftigen städtischen Campus des Technologieparks Bizkaia, der Start der Phase 2 der Bau-Entwicklung der Insel und das Engagement für Nachhaltigkeit durch die Umsetzung des Stadtentwicklungs-Plans. Und wenn es regnet, laufen die Keller voll.

Die Preisverleihung für das oben genannte Ranking findet am 12. März auf der Immobilienmesse MIPIM statt, dem Global Urban Festival in Cannes. Es sind noch einige Hotelzimmer frei, um an der Gala teilzunehmen. Arbeitslose und Sozialhilfe-Empfänger werden gebeten, von Plänen Abstand zu nehmen, nach Cannes zu reisen.

(2024-02-14)

GEIERFONDS ANGREIFEN

kolu52x14"Azora ha taus diesen Gebäude Menschen hinausgeworfen, um zu spekulieren. Azora schmeißt uns raus, Donostia stirbt" – dieser Spruch stand vergangenen Woche auf einem Transparent, dass die Linkspartei Sortu vergangene Woche aus dem Obergeschoss eines Gebäudes am Plaza Catalunya in Donostia ausrollte. Am Wochenende waren sie in das Haus gegangen, um die derzeitige Wohnungspolitik anzuprangern und neue Lösungen zu fordern. Gleichzeitig zeigte eine Gruppe von Leuten auf der Straße ihre Unterstützung für die Aktion. Die Dachgeschoss-Wohnung gehört dem Geierfonds Azora, dessen Manager zusammen mit der Ertzaintza-Polizei vor Ort war, um die Beteiligten zu identifizieren. In diesem Gebäude wohnen noch einige Personen, der Rest sind sechs Tourismuswohnungen und leere Wohnungen.

Gegen Mittag wurde auf demselben Platz ein weiteres großes Transaprent von einem Gebäude heruntergelassen. Es gehörte dem Telefónica-Unternehmen und wurde an einen luxemburgischen Investmentfonds verkauft, der es in ein Hotel umwandeln wollte. Nachdem die Genehmigung nicht erteilt wurde, kündigte der Fonds an, ein Projekt zum Bau von 22 Luxuswohnungen zum Preis von jeweils über einer Million Euro einzurichten. Auf dem Transparent stand: "Wohnen ist ein Recht, nein zur Spekulation! Keine Häuser ohne Menschen, keine Menschen ohne Häuser", daneben ein großer Geier auf der unteren Terrasse.

Wohnungsnotstand

Diese Aktionen sind Teil des Protestes, den Sortu in Donostia durchführt, um den im Baskenland herrschenden "Wohnungsnotstand" anzuprangern und sichtbar zu machen. An diesem Wochenende drangen Sortu-Aktivisten in zwei Häuser von Mehrfach-Besitzern ein, in der Calle Zubieta im Zentrum von Donostia und an der bereits erwähnten Plaza Catalunya im Stadtteil Gros. Gestern, nachdem die Frist für den Aufenthalt abgelaufen war, kündigten sie an, dass sie in den Häusern bleiben würden. In einem vorher veröffentlichten Video wiesen sie darauf hin, dass "die Nachbarn unter Mieterhöhungen und Druck leiden und mehrere von ihnen gezwungen wurden, das Haus zu verlassen, während in dem Gebäude, das jetzt Azora gehört, Touristenwohnungen eröffnet wurden".

Gleichzeitig zogen andere von der Plaza Catalunya zum Boulevard unter dem Motto "Mit Rechten wird nicht spekuliert. Würdige Wohnungen, würdiges Leben für alle". Am Ende der Demonstration betonte ein Sortu-Sprecher die Notwendigkeit, sofortige Notmaßnahmen zu ergreifen: "Einerseits müssen, wie in der spanischen Gesetzgebung vorgesehen, sofort Spannungszonen festgelegt werden, um die Preise zu begrenzen. Andererseits müssen Beschränkungen für die Unterbringung von Touristen eingeführt werden". Er fügte hinzu, dass es auch notwendig sei, die Mieten zu begrenzen und Maßnahmen zu ergreifen, um Zweitwohnungen auf den Markt zu bringen.

Sortu betonte, dass es zur Gewährleistung des Rechts auf Wohnen notwendig sei, die Mietkultur zu fördern, hinzugefügt wurde, dass man noch weiter gehen müsse: "Wir brauchen volle Souveränität. Die Gesetze in Euskadi und Nafarroa sowie die Zuständigkeiten der Baskischen Gemeinschaft in Iparralde sind ein Anfang. Aber wir brauchen alle Kompetenzen, um eine souveräne und gerechte Wohnungspolitik entwickeln zu können: Bodenrecht, Hypothekenrecht, Mietrecht."

"Sie nehmen die Rechte einfach"

Der Bürgermeister von Donostia bezeichnete es als "gelinde gesagt überraschend", dass Sortu mit den durchgeführten Aktionen "sich das Recht einfach greifen will". Nach einer Sitzung der Stadtregierung sagte er vor den Medien, dass "Regeln für alle gelten, ob es uns nun mehr oder weniger gefällt", und betonte, dass wir "die Spielregeln respektieren müssen". Er wies darauf hin, dass es "noch überraschender ist, dass solche Aktionen in Donostia passieren. Denn in Orio oder Getaria gäbe es mehr Ferienwohnungen pro Einwohner, aber “weil dort EH Bildu selbst regiert, ist das scheinbar kein Problem, nur hier in Donostia".

Die Antwort von Sortu

Sortu antwortete mit der Erinnerung, dass die Stadtverwaltung in Donostia "das Gesetz durch die Hintertür geändert hat, um Touristenwohnungen oberhalb des ersten Stocks zu beschönigen". Angeprangert wurde, dass "die notwendigen Kontrollen nicht durchführt werden, um sicherzustellen, dass die großen Mehrfach-Eigentümer die Regeln einhalten". "Die Spielregeln sind für die großen Eigentümer günstig und müssen geändert werden. Dazu dienen unter anderem die Wohnungsbau-Gesetze, die jedoch nicht eingehalten werden".

(2024-02-12)

UNTERGANG DER TITANIC IN URDAIBAI

Der Streit um ein zweites Guggenheim-Museum im Naturschutz-Gebiet Urdaibai geht weiter. Der Widerstand formiert sich: “Sie wollten es 2008 mit allen Ehren eröffnen, aber der Protest der Bevölkerung und die stümperhafte Regierungsweise der PNV haben dies verhindert. Das transatlantische Projekt, das in einem ersten Plan mit der Ankunft des Guggenheim-Museums im Ferienzentrum Sukarrieta das Leben der Einwohner von Busturialdea verändern sollte, ging unter. Nicht, weil es mit einem Eisberg kollidiert wäre, vielmehr scheiterte es an der Realität, die manchmal so kristallklar daherkommt, und härter ist als Titan oder ein Block aus Treibeis.“

kolu52x12Sechzehn Jahre später sind die Zementköpfe der gleichen Partei PNV wieder am Werk. Sie haben auf dem Schiff einige der Flaggen ausgetauscht, haben eine andere Musik aufgelegt, aber sie fahren weiter mit denselben Motoren. Nur der Kapitän des Schiffes soll nicht mehr Urkullu sein (der Ministerpräsident), den haben sie über Bord geworfen. Stattdessen haben sie sich einen neuen Kapitän eingehandelt, dem sie zutrauen, den kommenden Stürmen und Unwettern zu trotzen: Imanol Pradales, ein Technokrat, der vom Bau von Autobahnen und Tunneln dazu übergegangen ist, ein Schiff zu steuern ohne eine Seekarte und Logbuch.

Das Ziel bleibt dasselbe. Das Schiffsprojekt soll den Atlantik überqueren, um den New Yorker Auftraggebern, den "Eigentümern" dieses Flaggschiffs zu huldigen: die Solomon R. Guggenheim Stiftung, Experten im Transport von beschädigten Gütern über ihre Metropole hinaus, wie sie es zuvor bis 2012 in Berlin versucht hatten, oder in Helsinki, wo die Behörden 2016 den Bau verweigerten.

Die Besatzung dieses neuen Projekt-Schiffes hat bereits beträchtliche Verluste erlitten. Nicht nur der Kapitän, auch der ältere Teil der Seeleute, der nicht mehr nützlich ist, wurde entlassen. Die Flotte und ihre Mitglieder müssen erneuert und modernisiert werden, damit die bisherigen Passagiere nicht weiter abwandern. Das neue Projekt muss von einer intensiven Marketingkampagne begleitet werden. "Reisen Sie mit uns“ ist der Name ihres derzeitigen Reisebüros. Mit großem Brimborium wird verkündet, dass dieses neue transatlantische Linienschiff in der Werft von Murueta vom Stapel laufen soll, einem der beiden Museums-Standorte. Niemand weiß, wann – auf jeden Fall nach dem x-ten anti-ökologischen Ausbaggern der Flussmündung. Alle Probleme einer Region und ihrer Bewohner werden gelöst, heißt das Versprechen.

Jemand will Tausende von verzückten Leonardo di Caprios und Kate Winslets am Bug dieses fantastischen Schiffes gesehen haben, wie sie einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Kap von Ogoño betrachteten, überflutet von der glücklichen Landschaft. Andere, die wie der Bürgermeister von Gernika träumen davon, noch ein weiteres Jahrzehnt auf der Schiffsbrücke zu stehen, um den Mast (der politischen Karriere) nicht loszulassen. Wieder andere glauben, vielleicht naiv oder weil sie immer noch das biblische Wunder der Brote und Fische in Erinnerung haben, dass die Ankunft des Transatlantik-Kreuzers einen Horizont unbegrenzter Gewinne schaffen wird, ein neues Paradies, in das Millionen von Besuchern strömen, um ein paar Euros auszugeben und ganz nebenbei ihren Müll und Dreck zu hinterlassen.

“Sechzehn Jahre des Wartens sind beachtlich für ein solches Ereignis. Das Ereignis ist so grandios, dass wir gerne noch länger warten. Noch zwei Jahre? Um zu sehen, wie dieses aufregende Ereignis zustande kommt? Die Promotoren dieser ökologischen Vernichtungs-Kampagne sind auf dem richtigen Weg – für sich selbst und ihre Interessen. Sie müssen jetzt nur noch weitere Umwelt-Verordnungen und Gesetze ändern, nachts und in böser Absicht, und die Kommunikationsmittel nutzen, die ihnen willig zur Hand gehen, also praktisch fast alle.“

Dann gibt es noch jene, die zu Fuß unterwegs sind, diejenigen unter uns, die wissen, dass nicht alles was glänzt Gold ist. Diejenigen, die eine kleine Barkasse einem riesigen Kreuzfahrtschiff, oder eine Fluss-Schreinerei einer Polyesterfaser vorziehen. Personen, die sich für eine ausgewogene und umweltfreundliche Lebensweise einsetzen. Viele von uns, eine große Mehrheit, wollen keine neue Titanic für Urdaibai. Eine Region, die durch das Versagen der Regierungspartei PNV im Stich gelassen wurde, die in den letzten vierzig Jahren keinen Entwicklungsplan umgesetzt hat, abgesehen von der katastrophalen Verwaltung des Biosphären-Reservats mit einer Forstpolitik, die auf fremde Kiefern und Eukalyptus setzt, und die die Verschlechterung der Dienstleistungen und Versorgung in Kauf nimmt, begleitet von Einschränkungen bei der Wasserversorgung.

Am vergangenen 28. Oktober 2023 haben Tausende von Menschen, die in Gernika auf der Plattform "Guggenheim Urdaibai Stop" demonstriert haben, laut und deutlich gesagt, dass sie keine Fahrkarten gekauft haben, um an Bord dieses halbkaputten, mit Ballast gefüllten Transatlantik-Liners zu gehen. “Dass wir uns nicht auf selbstmörderische Projekte einlassen und dass wir nicht aufhören werden, bis dieses Projekt endgültig geparkt oder in den Tiefen ihrer egoistischen Meere versenkt ist.“

Die Leute dieses Landes werden sich die "Rettungsweste", die die PNV mit diesem infamen Projekt verkaufen will, nicht anziehen. “Wir sollten uns daran erinnern, dass am 15. April 1912 Benjamin Guggenheim, zusammen mit seiner Geliebten und zwei Bediensteten, an Bord der Titanic ums Leben kam – jener amerikanische Geschäftsmann, Vater von Peggy Guggenheim und Solomon R. Guggenheim, die beide zu Mäzenen des Guggenheim-Museums wurden.“

“Nein, wir steigen nicht an Bord ihres Ozeandampfers. Wir sind nicht wie sie Passagiere der ersten Klasse. Wir wollen weiterhin unsere Landschaft genießen, die auch so schon ein Museum ohne Dach darstellt. Wir fordern, diese Umweltverschmutzung nicht auch noch mit unserem Geld zu bezahlen, all den von der Werft verursachten Dreck. Hier wurden dieses und viel zu viele andere Schiffe gebaut. Wenn Sie dieses zerstörerische Projekt genehmigen und weiter vorantreiben, dann sehen wir wieder auf der Straße und vor Gericht. (Plattform Guggenheim Urdaibai Stop)

(2024-02-10)

DIE BLUME VON LARRAGA

kolu52x10Der Platz für das Blumenmädchen, das getötet wurde, aber nicht in Vergessenheit geriet: Am 10. Februar 2018 wurde in Iruñea der Platz für Maravillas Lamberto eingeweiht. Es war ein Akt der Wiedergutmachung, emotional, nach 82 Jahren familiärem Leidensweg, der sich in ihrer Schwester Josefina widerspiegelte. Sie konnte den Platz noch sehen, bevor sie 2022 verstarb.

"Nach 82 Jahren ist ein wenig Frieden in unsere Herzen eingekehrt". Josefina Lamberto Yoldi sagte dies, als sie ein Porträt ihrer Schwester Maravillas in der Hand hielt und den damaligen Bürgermeister von Iruñea, Joseba Asiron, an einem kalten Februarmorgen 2018 in Iruñea umarmte. Der Platz, auf dem der Name des "Blumenmädchens aus Larraga" verewigt wurde, das der Barbarei Francos zum Opfer fiel und dem anschließenden Versuch, alles zu verstecken. Eben war der Platz eingeweiht worden. Die Leiche des jungen Mädchens, das kaum 14 Jahre alt war, war verbrannt worden, nachdem sie vergewaltigt und getötet worden war. Im Jahr 1036, nach dem Militärputsch der Faschisten. Ein Foto zeigt Maravillas Lamberto, das einzige, das von ihr übrig geblieben ist.

Dieses erzwungene Schweigen nahm in einem anderen, fast vollständigen Leben Gestalt an, dem ihrer Schwester Josefina, die damals 7 Jahre alt war. Sie hat nicht nur Maravillas verloren, sondern auch ihren Vater Vicente, der erschossen wurde. Sie mussten nach Iruñea gehen, wo ihre Mutter Paulina um Almosen bettelte und die Familie so überlebte. Mit 21 Jahren wurde Josefina Nonne, weil sie dort die Möglichkeit sah, "Gutes zu tun" und Kindern zu helfen, "damit sie nicht das Gleiche erleiden, was ich erlitten habe". Aber sie fand das Gegenteil: erst Misshandlungen und dann eine Versetzung nach Pakistan für 14 Jahre, was wie ein Manöver aussah, um den langen Schatten der Maravillas von Nafarroa zu entfernen.

Franco starb und Josefina kehrte voller Mut zurück. Mit einem Ziel vor Augen: die Überreste ihres Vaters und ihrer Schwester zu finden. Die Nonnen versuchten, ihr das zu verbieten, und schlugen ihr die Klostertür vor der Nase zu, so dass sie auf der Straße schlafen musste. Dieser Schmerz, diese Verachtung haben ihre Entschlossenheit nur noch verstärkt. Sie war eine der Gründerinnen der “Asociación de Familiares de Fusilados de Nafarroa“ (Vereinigung der Angehörigen der Erschossenen von Nafarroa), arbeitete in der Suppenküche von Paris 365 mit und engagierte sich in anderen Bereichen.

Der schreckliche Fall von Maravillas gewann im Bewusstsein der Bevölkerung an Gewicht. Durch der Liedermacher Fermin Balentzia, die Rockgruppe Berri Txarrak, das besetzte Haus Nabarreria gaztetxea ... Dank ihrer Impulse gewann der schreckliche Fall von Maravillas im Bewusstsein der Bevölkerung an Gewicht. Auf das Lied von der "Florecica de Larraga" von Fermin Balentzia folgte das Stück "Maravillas" von Berri Txarrak.

Als Nabarreria-Platz in der Hauptstadt von Navarra ein Haus besetzt wurde, erhielt es den Namen der jungen Frau aus Larraga. Maravillas Lamberto wurde ermordet, aber die Erinnerung an sie ist nicht verblichen und taucht immer wieder auf, wenn sich der Kalender unaufhaltsam dem Jahrestag nähert. Das Gleiche geschah mit der Flucht aus der Gefängnis-Festung Ezkaba und mehr als 200 Todesopfern.

Josefina starb im Altersheim Casa de Misericordia in Iruñea im Alter von über 90 Jahren, nachdem sie ein Samenkorn in diesem Prozess der Erinnerung gewesen war. In einem Interview erinnerte sie sich daran, wie die Guardia Civil in ihr Haus eindrang, um ihren Vater zu suchen, und wie ihre Schwester ihn begleiten wollte. "Sie wusste nicht, was passieren würde". Am nächsten Tag gingen Josefina und die dritte Schwester zum Gefängnis, um dem Vater das Frühstück zu bringen, sie kamen am Boden zerstört zurück: "Die Wärter sagten uns: Euer Vater braucht euch nicht mehr. Er ist nicht mehr hier. Das Gleiche haben wir von Maravillas gehört".

Franco starb und es gab zum ersten Mal die Möglichkeit, nach den vermissten Angehörigen zu suchen. Aber die Nonnen verboten es. Sie sagten: "Irgend etwas wird sie schon getan haben". Josefina fragte: "Was soll meine Schwester getan haben?" Die Antwort war: "Ihre Sünde war, zu hübsch gewesen zu sein." Wenn Mädchen zu hübsch sind, ist dies für Faschisten eine Einladung zur Vergewaltigung.

"Von Maravillas ist nichts mehr übrig", beklagte Josefina bei diesem Gespräch. Aber damit lag sie falsch, denn die Erinnerung an sie wird nie zu Ende gehen. Sie wird jeden 15. August als Zeichen des Schreckens von Franco wiederbelebt.

(2024-02-09)

PERSONA NON GRATA

kolu52x09Der alte Franquist Martín Villa hat Iruñea besucht und sowohl auf der Straße wie auch im Rathaus eine deutliche Antwort erhalten. Der Stadtrat der Hauptstadt Navarras hat daran erinnert, dass MV bereits 2019 zur "Persona non grata" in der Stadt erklärt wurde. Hunderte von Menschen haben sich vor dem Hotel versammelt, in dem MV zu einer Buchvorstellung eines faschistischen Kollegen eingeladen war. Gegen den peinlichen Besuch des ehemaligen Franco-Ministers mobilisiert hat die Plattform Sanfermines 78 Gogoan. Bei der Kundgebung wurde an die Verantwortung von MV für staatliche Verbrechen wie das Massaker vom 3. März in Gasteiz oder den Überfall auf die San Fermin Fiestas in Iruñea im Jahr 1978 erinnert.

Unter den Teilnehmern der Kundgebung war auch Fermin Rodríguez, der Bruder von Germán Rodríguez, der am 8. Juli 1978 von der Polizei erschossen worden war. Er hielt ein Transparent gegen die "Straflosigkeit", die Martín Villa und viele andere alte Franquisten schützt. Daneben war ein weiteres Transparent zu sehen mit den Gesichtern der fünf Arbeiter, die zwei Jahre zuvor (am 3. März 1976) von der Polizei in Gasteiz getötet worden waren.

Mentxu Velasco und Josu Chueca lasen ein Kommuniqué in baskischer und spanischer Sprache, in dem sie Rodolfo Martín Villa als "den deutlichsten Vertreter dessen, was der Franquismus und seine verbrecherische Repression war", bezeichnen und dabei Verbindungen her zum "verräterischen Staatsverbrechen" von Sanfermines 78, den anschließenden Tod von Joseba Barandiaran in Donostia, zu den beiden Toten am Montejurra-Berg oder den sieben Toten der Pro-Amnestie-Woche von 1977 sowie den Erschossenen in Gasteiz. MV war nämlich Innenminister in der Zeit nach Francos Tod, ein Faschist in Zeiten der Demokratie.

Das Ergebnis war in allen Fällen dasselbe: "Es gab keine Gerechtigkeit, sondern Schweigen, Vertuschung und Straflosigkeit", wurde betont.

"Mörderische Polizei" war einer der am häufigsten skandierten Slogans bei diesem Protest. Die Kundgebung fand vor einem Hotel im Stadtzentrum statt, wo Martín Villa zusammen mit Jaime Ignacio del Burgo, einem historischen Führer der spanischen Rechten in Navarra, sprach. Die Präsentation eines Buches über das Statut von Navarra war von Del Burgo dazu genutzt worden, den ehemaligen franquistischen Minister nach Iruñea einzuladen.

Wenige Stunden zuvor hatte die Ablehnung von MV auch eine institutionelle Form angenommen. Die drei Fraktionen, die das Regierungsteam des Stadtrats von Iruñea bilden (EH Bildu, Geroa Bai und Contigo Zurekin) haben die Anwesenheit von Martín Villa in Iruñea verurteilt.

"Persona non grata"

Die drei Fraktionen setzen diese Ablehnung fort und erinnern daran, dass "der ehemalige Franquist und Innenminister während der ersten Regierung von Adolfo Suárez seit 2019 aufgrund einer Vereinbarung des Pamplona-Plenums als 'Persona non grata' in der Stadt gilt". Speziell in Erinnerung gerufen wurde, dass Martin Villa während der tödlichen Ereignisse bei den Sanfermines im Jahr 1978 Chef des Innenministeriums war und dass er es aus diesen und anderen Gründen verdient hätte, nach Argentinien ausgeliefert zu werden, um über die sog. Argentinischen Klage verurteilt zu werden" – weil Menschenrechte überall einklagbar sind, läuft ausgerechnet in Argentinien ein Verfahren gegen MV. Mitglieder der Stadtregierung stellten fest, dass dieser von der Richterin Servini eingeleitete Prozess zur Aufklärung und Verurteilung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die während des Franco-Regimes und der sogenannten Transition begangen wurden, vom Stadtrat von Iruñea durch aufeinander folgende Plenarvereinbarungen unterstützt wurde.

Eines dieser Abkommen vom 7. März 2019 beinhaltet die Erklärung von MV zur Persona non grata in der Stadt. In dieser Abstimmung, die mehrheitlich angenommen wurde, forderte das Konsistorium die spanische Regierung auf, "das Abkommen des Ministerrats vom 13. März 2015 zu annullieren und folglich die Auslieferung von Martín Villa an die Republik Argentinien zu bearbeiten und zu akzeptieren".

(2024-02-06)

VIER JAHRE TÖDLICHER MÜLLSKANDAL

kolu52x06Die abgerutschte Mülldeponie im Bizkaia-Ort Zaldibar ist zum Inbegriff für individuelle Bereicherung, Korruption und fehlende öffentliche Kontrolle geworden. Obwohl der Ausbruch der Pandemie kaum einen Monat später die Angelegenheit abkühlte, ist das Abrutschen der Mülldeponie von Zaldibar im Jahr 2020 einer der großen politischen Skandale dieser Jahrzehnte, neben der menschlichen Tragödie mit zwei Todesopfern und der Umwelttragödie.

Die ersten Nachrichten am Nachmittag des 6. Februar 2020 bezogen sich auf den Erdrutsch bei Zaldibar. Es schien sich um einen weiteren der Erdrutsche zu handeln, die sich während der Wintersaison gelegentlich auf der AP-8 und anderen angrenzenden Straßen ereignen, aber die ersten Bilder zeigten, dass er eine viel brutalere Dimension hatte. Im Ingenieurbüro, das am selben Morgen (um 9.33 Uhr) eine warnende Nachricht verschickte, war man sich bereits darüber im Klaren, welche Katastrophe man vor sich hatte, und welche weiteren Gefahren drohten. Die aufgetretenen Risse in der gesamten Deponie konnten nicht anders interpretiert werden. Von drohenden Gefahren wusste man auch in den Büros der baskischen Regierung – ohne Reaktion.

Der Einsturz hatte ein beispielloses Ausmaß. Er kostete nicht nur zwei Arbeitern das Leben (Joaquín Beltrán, dessen sterbliche Überreste nie gefunden wurden, und Alberto Sololuze), sondern riss auch 800.000 Kubikmeter Müll aller Art den Hang hinunter. Dies entspricht der Füllung von 320 Schwimmbecken von olympischer Größe.

Die Stabilisierung des an einem Hang gegenüber dem Ort Zaldibar liegenden Gebiets lässt auch vier Jahre später noch Zweifel aufkommen. Man schätzt, dass es 30 Jahre dauern wird, bis das Gebiet wiederhergestellt ist. Dies ist unter anderem auf das Vorhandensein von Asbest zurückzuführen, das in den Stunden nach der Katastrophe "vergessen" wurde, als die Suche nach den beiden vermissten Personen begann. Ein weiteres Zeichen für die fehlende behördliche Kontrolle.

Niemand hat besser auf die direkte und indirekte Verantwortung für das Geschehen hingewiesen als Pedro Alberdi, der Schwager von Alberto Sololuze und Verfasser dieses öffentlichen Briefes: "In den Medien sind führende Persönlichkeiten aufgetaucht, die behaupten, dass der Berg den Arbeiter Alberto Sololuze getötet hat, dass sein Tod die Schuld des Berges war, als ob der Berg von selbst und ohne äußere Einwirkung eingestürzt wäre. Wie können sie nur so leichtgläubig sein? Diese Behauptung hat weder Kopf noch Beine, und zwar aus einem Grund: Der Arbeiter Alberto Sololuze mochte die Berge. Nein, liebe Behörden, der Arbeiter Alberto Sololuze wurde nicht vom Berg getötet, sondern von der Gier der Menschen. Und diese Gier nach Geld hat einen Namen und einen Nachnamen, wie die Schreie auf der Straße immer wieder deutlich machen. Was geschah, ist leicht vorstellbar: Die Gier hat den skrupellosen Bauunternehmer und den korrupten Politiker, der mit einer mächtigen politischen Partei verbunden ist, zusammengebracht, sie haben sich perfekt verstanden. Je mehr Geld, desto gieriger. Je zufriedener, desto hungriger".

Die 2011 eröffnete Deponie, die 35 Jahre lang in Betrieb sein sollte, wurde in nur elf Jahren gefüllt, in einem Höllentempo, das den Mangel an Kontrolle umso mehr deutlich machte. 2012 wurden 185.000 Tonnen aufgenommen, 2018 und 2019 waren es bereits über 500.000 Tonnen pro Jahr. Das bedeutete, dass das Müll-Unternehmen im Jahr 2017 mehr Geld verdiente als die baskische Regierung in jenem Jahr für die Abfall-Entsorgung ausgab. Dabei gab es nur zwei Anteilseigner und sechs Mitarbeiter.

Nach der Katastrophe hat das Unternehmen Verter Recycling die enormen Kosten für die Suche nach den Leichen und für die Stabilisierung des Gebiets (nach einer vorläufigen Schätzung 28 Millionen) nicht übernommen, sondern Bankrott angemeldet.

23 Unregelmäßigkeiten und eine vorherige Anordnung

All dies offenbart eine nicht vorhandene oder äußerst laxe Kontrolle durch die öffentlichen Einrichtungen. Außerdem wurden sie in den Wochen vor dem Unfall auf die Gefahr eines Abrutschens aufmerksam gemacht. Bei einem Regierungstreffen sprach der Umweltsenator von einem Treffen der Verwaltung mit dem Unternehmen am 21. Januar (16 Tage vor dem Abrutsch), ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Der Senator und der Eigentümer des Unternehmens hatten ein freundschaftliches Verhältnis, nach den Worten des Senators trafen sie sich zum "Kaffee trinken" und sprachen nicht über die Katastrophe, nachdem sie sich ereignet hatte.

Die Deponie wurde unkontrolliert aufgefüllt, der Prozess zu keinem Zeitpunkt gestoppt, obwohl bei Inspektionen bis zu 23 Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren, die jedoch alle als “unerheblich“ eingestuft wurden.

Als die Einzelheiten der Tätigkeit von Verter recherchiert wurden und in der Presse erschienen, kam ein Verstoß nach dem anderen zum Vorschein. In Zaldibar wurde beispielsweise 2012 mit der Ablagerung von Asbest begonnen, ohne dass eine entsprechende Genehmigung vorlag, das Unternehmen hat diese Form der Deponie erst 2017 angemeldet.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, veröffentlichte eine Tageszeitung einen vom damaligen Industrieminister unterzeichneten Erlass, mit dem im Jahr 2000 die Spielregeln für die öffentliche Kontrolle von Asbest-Ablagerungen geändert wurden. Darin wurde "die Vereinfachung des Verfahrens für die Inbetriebnahme von Industrieanlagen" festgelegt.

Mit dieser Neuerung war nicht mehr die Verwaltung zuständig für die direkte Überwachung der "die Sicherheit und Qualität der Industrie", diese Aufgabe und Verantwortung wurde den "Eigentümern, Projektleitern, Installateuren, Kontrollstellen, Vertriebs- und Marketing-Unternehmen" übertragen. Es gab Kontrollen, die jedoch nicht funktionierten.

Laufende Ermittlungen

Vier Jahre nach dem tödlichen Abrutsch ist die menschliche Katastrophe nicht wiedergutzumachen, die ökologische Katastrophe wird noch einige Jahrzehnte andauern, und die gerichtliche Aufarbeitung lässt auf sich warten. Eine erste Untersuchung, die wegen eines Verbrechens gegen die Arbeiter eingeleitet wurde, endete mit einer Einigung mit den Familien, ohne dass es zu einer Anhörung kam. Der Unternehmer und zwei weitere Verter-Verantwortliche akzeptierten eine Strafe von sechs Monaten Gefängnis wegen "fahrlässiger Tötung". Im zweiten Verfahren, das sich auf das Umweltverbrechen bezieht, ermittelt das Gericht von Durango derzeit gegen dreizehn Personen, darunter drei Techniker der baskischen Verwaltung.

All dies macht Sololuze und Beltrán nicht wieder lebendig, die Regeneration eines Berggebiets mit einer Hanglage wird nicht beschleunigt, eine solche Anlage hätte hier überhaupt nicht errichtet werden dürfen. Für Zaldibar bedeutet der Absturz ein Vorher und ein Nachher. Dass die Kontrollen völlig versagt haben, macht einmal mehr deutlich, dass ökologisch sensible Einrichtungen nicht in private und profitorientierte Hände gegeben werden können, sondern unter öffentliche Kontrolle bleiben müssen. Deponien müssen in die öffentliche Hand zurückgeführt werden. Doch die aktuellen Handlager spielen auf Zeit. Der Umwelt-Senator sagte, dass "wir darüber nachdenken müssen", und der Innen-Senator fügte hinzu, dass "es noch zu früh ist, um die Grundlagen für ein künftiges Konzept zu legen, aber das gemischte öffentlich-private Modell ist ein europäisches Modell und für die Ausübung der Kontrolle durch die öffentlichen Verwaltungen gedacht". Das war kurz nach der Katastrophe. Seitdem wurde nichts unternommen. (naiz)

(2024-02-03)

UNBELIEBTE GÄSTE

kolu52x03Das Ergebnis war gar nicht mehr so wichtig im Basketball-Europa-Spiel von Baskonia aus Vitoria-Gasteiz. Schon vor dem Spiel hatte ein Teil der Fans eine Kundgebung durchgeführt. Falls Spielgäste jemals willkommen sind – in diesem Fall waren sie es überhaupt nicht. Denn Baskonia hatte das Team von Maccabi Tel Aviv zu Gast. Dass Maccabi in Gasteiz nicht willkommen ist, wurde deutlich, als ein Großteil der Zuschauer in der Buesa-Arena kurz nach Beginn des Euroleague-Spiels zwischen Maccabi und Saski Baskonia in der fünften Minute laut wurde. Auf den Tribünen bildeten sie mit zahlreichen palästinensischen Fahnen ein Mosaik mit der Aufschrift "Free Palestine!" und riefen "Palestina askatu!" (Freiheit für Palästina) und "Israel, Völkermörder". Der kulturpolitische Boykott der BDS-Kampagne ist im Baskenland überall vertreten, vor Supermärkten, in Fußballstadien und beim Basketball. Sport ist nicht unpolitisch.

Bereits am Vortag, als Maccabi aus Tel Aviv in Gasteiz eintraf, waren an verschiedenen Brücken und Zäunen Transparente zu sehen. Während des gesamten Donnerstags war im Stadtzentrum keine größere Polizeipräsenz als sonst zu beobachten, aber in der Altstadt waren palästinensische Fahnen auf Balkonen und Fenstern zu sehen.

Die Bevölkerung war seit den Morgenstunden gewarnt, nachdem ein Sicherheitspolitiker in Radio Vitoria erklärt hatte, dass "die Ertzaintza, die örtliche Polizei und der Sicherheitsdienst von Maccabi perfekt zusammenarbeiten“. Maccabi bringt also einen eigenen Sicherheitsdienst mit, nicht erst seit dem Oktoberkrieg, der gar keiner ist, sondern ein Genozid. Die Polizeikräfte wurden kurzfristig verdreifacht".

Vor dem Spiel zog der größte Teil der Menge in einem Umzug von einer Gaststätte zum Stadion. Eine große palästinensische Flagge beherrschte diesen Umzug, auch Fackeln kamen zum Einsatz. Für die politischen Fans war klar: mehrere Mitglieder des aktuellen Maccabi-Teams sind Werbeträger für den Zionismus.

Fahnen von Palästina oder Südafrika (!) standen auf keinem Verbots-Index, für den Eintritt war der Sicherheitsdienst des gastgebenden Clubs zuständig, der wie bei anderen Spielen alle Fahnen zuließ, "wie bei einem normalen Spiel". Freiwillige verteilten palästinensische Fahnen an jene, die keine eigenen mitgebracht hatten. Zensur gibt es nicht, zumindest nicht beim Thema Palästina, da müsste schon die Mehrheit zensiert werden und in Gasteiz ist man Israel-Besuche gewohnt, weil das Team regelmäßig in Europa spielt – auch gegen vom zionistischen Staat finanzierte Clubs.

(2024-02-01)

DER SCHWARZE DETEKTIV VON BILBAO

Der schwarze Detektiv Touré und "Klein-Afrika" in Bilbo – ein Volltreffer gegen Rassismus in Form einer TV-Serie. Mit deutlich weniger derben Sprüchen als das Original der von Jon Arretxe geschaffenen Krimi-Saga, sucht die neue TV-Serie ein "familiäreres" Publikum. Mit einer Galerie von großartigen Charakteren, startet die Serie "Touré Detektibea" diesen Donnerstag auf der Euskal-Plattform Primeran, in baskischer Sprache. Die Krimi-Zutaten: Intrigen, Humor ... und immer wieder Breitseiten gegen Rassismus.

kolu52x01Mittagszeit im BBK-Kino an der Gran Vía in Bilbao. Ein Interview folgt dem anderen, bevor am Nachmittag die baskische Version der Serie "Touré Detektibea" dem Publikum vorgestellt wird. Die von mehreren Film-Plattformen und dem baskischen öffentlichen Fernsehen produzierte Serie wird auf Primeran (baskisch: asn erster Stelle), der größten kostenlosen Streaming-Plattform in baskischer Sprache, uraufgeführt. Ab sofort sind die ersten drei der sechs Kapitel der ersten Staffel zu sehen. Nicht unwahrscheinlich, dass es, wenn das Angebot angenommen wird, eine zweite Staffel geben wird. Nach Primeran soll die Serie auf ETB1 ausgestrahlt werden. Was die spanische Version betrifft, so gibt es noch kein Datum für die Premiere auf La Primera, dem ersten spanischen Programm, obwohl von Februar die Rede ist. "Ich habe mich schon auf die Premiere gefreut, und der schönste Moment meiner literarischen Karriere ist endlich gekommen", gibt Schriftsteller Jon Arretxe zu.

Arretxe trifft Touré

Der Protagonist der Saga spielt einen charismatischen Migranten ohne Papiere, einen Detektiv, Gigolo und was sonst noch zum Überleben nötig ist. Schreiber Arretxe gesteht, dass er an Schauspieler Malcolm Treviño-Sitté, der den Detektiv Mahamoud Touré spielt, nur einen einzigen Makel findet: Treviño-Sitté ist nicht so groß, wie er sich seine Figur eigentlich vorgestellt hat. “Malcolm Treviño-Sitté", fügt er hinzu, "ist ein gutaussehender, attraktiver Kerl mit einem tollen Charakter und, was am wichtigsten ist, er hat viel Charisma. Die Figur hat dieses Charisma, das ihn so gut funktionieren lässt und dafür sorgt, dass er beliebt wird. Ich denke, die Zuschauer werden ihn genauso mögen wie die Leser".

Der Schriftsteller aus Basauri scheint glücklich zu sein, dass das "Universum", das er in den zehn Romanen seiner Krimireihe geschaffen hat, den Sprung auf den kleinen Bildschirm geschafft hat. Seit 2012, als "19 Kameras" veröffentlicht wurde, verfolgen seine Leser die Fälle und das Leben eines untypischen Detektivs, eines Einwanderers ohne Papiere, der in der reinsten Tradition des Kriminalromans das reale Leben eines multikulturellen Viertels wie San Francisco in Bilbao eingefangen hat.

Die Romane sind bereits in verschiedene Sprachen übersetzt worden. Das jüngste Werk, das auf der letzten Buchmesse in Durango veröffentlicht wurde, ist “Musker amarruak", in dem Touré auf die Kanarischen Inseln reisen muss. Im Laufe der Jahre war er in Paris, wurde nach Mali zurückgeschickt, hat sich in den Pyrenäen verirrt, jetzt ist er auf dem Bildschirm zu sehen.

Lauf, Touré, lauf

Mahamoud Touré wirft Muscheln auf einen Kunden im hinteren Teil des Arriaga-Theaters. Ein Ertzaintza-Polizist erscheint und er muss abhauen. So beginnt die erste Folge der Serie, in der sogar Jon Arretxe selbst einen Gastauftritt hat. Die Serie wurde von bekannten Leuten mit langjähriger Krimi-Erfahrung entwickelt, Regie führt Esteban Crespo. Der in Madrid geborene Schauspieler Malcolm Treviño-Sitté – "Ich bin Afro-Vallecano" – spielt den vitalen und charismatischen Touré, der in seiner 20-jährigen Karriere zum ersten Mal eine Hauptrolle auf dem kleinen Bildschirm verkörpert. Außerdem ist er der erste schwarze Protagonist in einer Serie in der Geschichte der spanischen audiovisuellen Medien. Im 21. Jahrhundert – eigentlich nicht zu fassen.

Der aus Äquatorialguinea stammende Schauspieler, der seit seiner Kindheit in Madrid lebt, hat einen Abschluss in Dramatischer Kunst und eine langjährige Schauspiel-Karriere hinter sich, mit vielen Arbeiten im Theater und einigen im Fernsehen, wo er durch seine Rolle als Balotelli in der Serie “El chiringuito de Pepe“ bekannt wurde. Mit Touré macht Malcolm einen wichtigen Schritt nach vorn, sowohl in der eigenen Karriere, als auch für andere Schauspieler der afrikanischen Diaspora, denn nach vielen meist stereotypen Rollen könnten sich jetzt Türen öffnen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

"Als ich die Rolle bekam, sagte ich mir: Wenn es in diesem Land auch nur einen einzigen Weißen gibt, der sich dafür einsetzt, dass es einen schwarzen Protagonisten gibt, dann hat er meine Zeit, meine Gesundheit und meinen Respekt verdient. Also habe ich mich auf die Suche nach dem Roman '19 Kameras' gemacht", erzählt er. Malcolm sei übrigens der einzige in der Serie, der die Romane alle gelesen habe, gesteht der baskische Schriftsteller. "Ich habe die Romane an das Team verteilt, auch an die Techniker, aber er ist der Einzige, der sie gelesen hat."

Von Sanfran bis Neguri

Der Touré im Film ist nicht so grob wie die der im Buch. Mit dem Ziel, die Geschichte für alle Zuschauer leichter verdaulich zu machen, von Kindern ganz zu schweigen. Aber der Geist ist derselbe, auch bei den Figuren, die zwar nicht genau denen der Originalromane entsprechen, aber einen Schmelztiegel bilden, in dem das Bilbo-Viertel San Francisco getreu dargestellt wird. In diesem "Klein-Afrika" ließ sich Jon Arretxe vor einem Jahrzehnt nieder, um seine Romane aufgrund von authentischen Beobachtungen niederzuschreiben.

Das Neguri-Paar spielen Itziar Ituño (Charo) und Unax Ugalde als untreuer Ehemann, der aus den oberen Schichten Bilbaos stammt. Kurios: der Schauspieler erinnert sich, dass er während seines Theaterstudiums in Basauri im Viertel San Francisco wohnte. "Ich war mit Bus und Zügen unterwegs nach Basauri. Morgens um 7 Uhr ging von zu Hause weg und brauchte eine Stunde. Es war schrecklich. Im zweiten Jahr mietete ich eine Wohnung in Sanfran. Die Serie spielt schon am richtigen Ort, aber das Viertel hat sich in zwanzig Jahren stark verändert. Damals war es noch viel schäbiger und ghettoartiger. Veränderungen zum Besseren, ich denke, der Charme des Viertels ist erhalten geblieben".

Ugalde dreht derzeit eine weitere Krimiserie, ebenfalls in Bilbo, diesmal mit einem gehörlosen Detektiv. "Von Kommissar Touré zu Kommissar Romi", sagt er. "Ich hoffe, dass ich einige Zeit im Baskenland verbringen kann", sagt er, denn die Dreharbeiten führen nach Donostia und Gasteiz. Die behördliche Unterstützung, die Bizkaia dem audiovisuellen Sektor bietet, macht das Baskenland derzeit zu einer großartigen Filmkulisse. "Das Kino bringt auch viel Geld in die Stadt. Es ist eine Werbung für die Stadt, so wie "Intimidad" (Netflix, mit Itziar Ituño in der Hauptrolle), der in der ganzen Welt zu sehen war".

Auch Malcolm Treviño-Sitté dreht derzeit noch in der Bizkaia-Hauptstadt. "In 'Sin instrucciones' bin ich ein ausgezeichneter baskischer Schauspieler", sagt er lachend. Ein Spielfilm mit Paco León in der Hauptrolle, in dem es um einen Schürzenjäger geht, der entdeckt, dass er der Vater eines kleinen Mädchens ist. Malcolm ist sehr zufrieden mit seiner filmischen Erfahrung im Baskenland. Vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen, die er nur aus der Ferne kannte. "Ich bin glücklich".

ABBILDUNGEN:

(*) Tagespresse

(ERST-PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2024-01-01)

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