Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

gudari11Mateo Balbuena starb mit 110

16. Juli 2024 – ein historischer Tag für die vor 87 Jahren aus dem Nichts zusammengestellte baskische Armee, Euskadiko Gudarostea. Denn an diesem Tag stark im Alter von 110 Jahren Mateo Balbuena, der letzte Gudari-Kämpfer der baskischen Verteidiger, ein unbeugsamer Kommunist. Der Kommunist hinterlässt nicht nur ein lebendiges Beispiel von Überzeugung und Militanz, sondern auch ein Vermächtnis von 15 veröffentlichten Büchern, darunter das Buch, mit dem er 1964 in die Endrunde des Planeta-Preises kam.

gern24a87. Jahrestag der Vernichtung

Heute, am 26. April 2024, wird der 87. Jahrestag der Bombardierung und fast vollständigen Vernichtung der baskischen Stadt Gernika begangen. Der Tag war auch in diesem Jahr von einer gemeinsamen Erinnerung geprägt, die auf dem Friedhof, im Kulturhaus und auf den Straßen stattfand. Abgeschlossen wurde der Tag mit der Verleihung der Gernika-Friedenspreise, mit einer Kerzen-Demonstration und mit der Anprangerung des “kolossalen Schwindels“, der 1937 von einem franquistischen Militär verbreitet wurde.

etagal11Rebellion und Aufstandsbekämpfung

Im Jahr 1995 standen sich zwei Realitäten in Euskal Herria konfrontativ gegenüber. ETA hatte einen Unternehmer entführt, Teile der Gesellschaft forderten dessen Freilassung. Während eine zivile “Friedens-Bewegung“ mit Kundgebungen und blauen Armbändern Freiheit für den Unternehmer einforderte, demonstrierte die baskische Linke für die Freiheit des Baskenlandes. Die Mainstream-Realität hatte die bürgerlichen Medien hinter sich, die Bewegung nicht mehr als eine Tageszeitung von politischen Aktivisten.

bwahl1Spannende Regionalwahlen

Baskenland: EH Bildu vor dem Sprung: Die baskischen Links-Nationalisten könnten bei den Regionalwahlen in der Autonomen Region Baskenland (Euskadi) erstmals stärkste Partei werden. Persönlichkeiten wie Arnaldo Otegi haben nicht nur wesentlich zum Ende von ETA beigetragen, sondern auch einen politischen Strategiewechsel in die Mitte vollzogen. Bestes Beispiel dafür ist, dass Bildu in Madrid zur zuverlässigsten Stütze des Sozialdemokraten Pedro Sanchez in der spanischen Regierung geworden ist.

folnaf11Späte Anerkennung

Die Regierung der baskischen Region Navarra hat mehrere Personen als Opfer von staatlicher Gewalt anerkannt, die zwischen 2005 und 2011 gefoltert wurden. Diese Misshandlungen gehen auf das Konto staatlicher Sicherheitskräfte: Guardia Civil und National-Polizei. Dem Netzwerk von gefolterten Personen sind insgesamt 19 solcher Anerkennungen bekannt. Dieses Eingeständnis kommt spät, im Vergleich zur Region Baskenland, die schon vor Jahren staatlichen Gewalt-Missbrauch offiziell zur Kenntnis nahm.

namufr1Aufarbeitung in Navarra

Weil die alte franquistische Garde in Amt und Würden blieb, kam die Aufarbeitung des spanischen Faschismus nur langsam in Gang und voran. Vor allem dank der Bemühungen einer links-republikanischen Basis-Bewegung und dem guten Willen einiger Regional-Regierungen wie im Baskenland oder Katalonien. Im Vordergrund standen bei dieser Aufarbeitung vor allem Männer, als Soldaten, Gewerkschafter, Abgeordnete. Die Frauen wurden – wie so oft – vergessen. Ein Buch über Navarra korrigiert diesen Mangel.

lifesupp1Schiffbrüchige im Mittelmeer

Im Mittelmeer geht die Menschlichkeit über Bord, Tausende ertrinken jedes Jahr ohne jede Chance auf Ankunft. Diese Chronik berichtet von Bord des Rettungs-Schiffes Life Support. Ein Bericht vom Versuch, schiffbrüchige Flüchtlinge aufzunehmen, die auf einer Gasplattform vor Tunesien gestrandet sind, verhindert durch die europäische Frontex-Überwachung. Erzählt wird die erfolgreiche Rettung eines Bootes mit 52 Flüchtlingen an Bord erzählt, die in Catania, auf Sizilien, an Land gebracht werden konnten.

judivg11Judimendi Vitoria-Gasteiz

Im Jahr 1492 verordneten die “Katholischen Könige“ Isabel und Fernando die Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus dem Königreich Kastilien. Kastilische Orte verloren damit einen wichtigen Teil ihrer Bevölkerung. In Vitoria-Gasteiz, das zu diesen Orten gehörte, schlossen die Ausgewiesenen mit den Stadtherren vor ihrem erzwungenen Auszug eine Vereinbarung, die vorsah, dass der alte jüdische Friedhof außerhalb der Stadtmauern respektiert werden und auf alle Zeiten eine Wiese oder Weide bleiben sollte.

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