Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.
Sozialist und Kommunist
Facundo Perezagua Suárez (1860 / 1935) war ein in Bilbao aktiver Gewerkschafter, er war erst Sozialist und später Kommunist. Perezagua war einer der ersten Organisatoren der Sozialistischen Partei PSOE und deren Gewerkschaft UGT in Bizkaia, einer der drei Keimzellen (neben Asturien und Madrid), aus denen der spanische Sozialismus und später die Kommunistische Partei PCE hervorgingen. In Zeiten der ersten Generalstreik in der baskischen Provinz war Perezagua einer der wichtigsten Arbeiterführer .
In der mexikanischen Wüste
Archäologen haben die Überreste eines Menschen identifiziert: das Skelett eines jungen Mannes, der in der Zeit vor siebenhundert bis tausend Jahren in einer Wüste des mexikanischen Bundesstaates Coahuila lebte und starb. Nach dem Namen des Nachbarortes wurden die sterblichen Reste “Bilbao-Mann“ genannt. Sicher nicht in Anlehnung an das baskische Bilbao in Europa, sondern das Bilbao eines anderen Teils der Welt. Mit jenem Bilbao in Mexiko sind es vier bekannte Orte weltweit, die den Namen tragen.
Frauen, Arbeiter, Soldaten
Soldaten, Arbeiter und sonstige Männer sorgten in Bilbao für die Existenz von Prostitution. Die Historikerin Marina Segovia (Bilbao, 1993) untersucht die Regeln und Spannungen des “fröhlichen Lebens“ im alten Bilbao, des Bilbao der Minengebiete und der Arbeiterklasse im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Prostituierten sollten “aus dem Sichtfeld, aber in Reichweite der Kunden“ sein. Neben der Notwendigkeit der Existenz der Prostitution sollte der bürgerliche Schein um jeden Preis gewahrt werden.
Die Legende vom friedlichen Übergang
Der vorbildhafte Übergang von der Diktatur zur Demokratie im spanischen Staat ist eine der Legenden der spanischen Geschichtsschreibung. Bei näherer Betrachtung der tatsächlichen Ereignisse stellt sich heraus, dass es sich um eine gezielte Falsch-Information (Fake News) handelt, um den plötzlichen ideologischen Wandel des Großteils der franquistischen Administration zu erklären, diese Faschisten in das neue “demokratische“ System zu integrieren und einem neuen Staatsstreich zuvorzukommen.
Terror gegen Zivilbevölkerung
Entgegen anderen Darstellungen in der deutschen Militär-Geschichts-Schreibung war die Legion Condor für sämtliche Angriffe an der spanischen Nordfront (Baskenland, Asturien) verantwortlich. Terrorangriffe gehörten zum bewährten Repertoire der Legion Condor. Auch die Angriffe auf Gernika oder Almeria waren geplante Terrorangriffe. Solcherart von Angriffen hatten keine militär-strategischen Ziele, sie dienten allein der Demoralisierung der Zivilbevölkerung. Teil 2: Terror gegen Zivilbevölkerung.
Filmdokumente aus Los Angeles
Spanienkrieg (Bürgerkrieg) im Baskenland: Die Universität im kalifornischen Los Angeles (UCLA) hat auf ihrer Website bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen über den Spanienkrieg von 1936 veröffentlicht. Darunter mehrere Streifen, die in süd-baskischen Orten wie Iruñea, Donostia, Irun, Bilbo oder Lekaroz gedreht wurden. Sie zeigen die Kriegshandlungen am Boden und aus der Luft sowie ihre vernichtenden Folgen. Auch die Niederlage von Bilbao im Juni 1937 und den triumphalen Einzug der Faschisten.
NS-Elitesoldaten und Verbrechen
Entgegen anderen Darstellungen in der deutschen Militär-Geschichts-Schreibung war die Legion Condor für sämtliche Angriffe an der spanischen Nordfront (Baskenland, Asturien) verantwortlich. Terrorangriffe gehörten zum erprobten und bewährten Repertoire der Legion Condor. Auch die Angriffe auf Gernika oder Almeria waren geplante Terrorangriffe. Solcherart von Angriffen hatten keine militärstrategischen Ziele, sie dienten allein der Demoralisierung der Zivilbevölkerung. Teil 1: Deutsche Kriegsziele.
Ramón de la Sota
Ramón de la Sota y Llano (1857-1936) war ein baskischer Rechtsanwalt, Geschäftsmann, Politiker und Oligarch mit konservativ-nationalistischer Ideologie. Zusammen mit seinem Cousin Eduardo Aznar gründete er ein Familien-Imperium, das mit Eisenerz, Schiffen und Banken ein Vermögen verdiente und zur Basis einer neuen baskischen Oligarchie wurde. Mit dem Aufbau einer traditionalistisch-nationalistischen Partei hinterließ er dem Baskenland ein politisches Erbe, dessen Früchte bis heute zu erleben sind.