Geschichte

Die Kategorie beinhaltet folgende sieben Bereiche: 1. allgemeine Geschichte Baskenland-Navarra; 2. Krieg, Diktatur, historische Erinnerung; 3. Migration, Diaspora; 4. Politische Normalisierung seit 2011; 5. Persönlichkeiten; 6. Deutsche Spuren im Baskenland; 7. Geschichten aller Art.

ozahl1Zahl der Opfer unterschätzt

Spanien geht ins 50. Jahr nach dem Tod des Massenmörders Franco. Noch immer ergeben Nachforschungen ungeahnte Neuigkeiten zum Verlauf des Krieges von 1936 und zu den damaligen Massakern. Die Zahl der Opfer von Krieg und Diktatur ist wesentlich höher als bisher bekannt. Jahrelange Nachforschungen beziehen sich auf die faschistischen Kriegsverbrechen in mehreren Städten Andalusiens. Nazi-Deutschland und Mussolini-Italien waren kriegsentscheidend. Ein Junge-Welt-Gespräch mit Francisco Moreno Gómez.

ihs11Zwischen Irun und Hendaia

Vor sechs Jahren, im Sommer 2018, begann Irungo Harrera, das Willkommens-Netzwerk für Flüchtlinge in Irun seine Arbeit. Drei Freiwillige, die in diesem Netzwerk mitarbeiten, stellten im Oktober 2024 in Donostia-San Sebastian die Arbeit vor, die sie in dieser Zeit geleistet haben. Sie betonten die Notwendigkeit, “nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Herzen zu öffnen“. In der Tat hat die Unterstützung von ankommenden Migrant*innen viel mit “Hinschauen“ und antirassistischer Bildung zu tun.

gaza35aWas Hannah Arendt sagen würde

Während die westlich-christlichen Gesellschaften Weihnachten feiern und sich mit Geschenken und guten Wünschen überhäufen, praktiziert der zionistische Staat Israel in Palästina, Gaza einen Völkermord, der für alle sichtbar in den Medien live kommentiert wird. Die Deutsch-Jüdin Hannah Arndt versuchte vor 62 Jahren, anlässlich des Eichmann-Prozesses in Jerusalem den Holocaust-Völkermord an der jüdischen Bevölkerung zu analysieren und als warnendes Beispiel vor der Welt-Öffentlichkeit zu denunzieren.

tortu1In Polizeistationen und Kasernen

Der Offizielle Bericht der Kommission liegt vor: So wurden Menschen in Polizeistationen und Kasernen durch Vergewaltigung gefoltert. Zangen, Besenstiele, Elektroden. Dies sind einige der Zeugenaussagen über sexistische Folter, die der Bewertungs-Kommission aktuell unter Tränen vorgelegt wurden. Es handelt sich um Textauszüge von Opfer-Aussagen der 75 in diesem Jahr anerkannten Fälle, die dem offiziellen Bericht entnommen wurden. Worte sind überflüssig. Polizeipraxis in “demokratischen“ Zeiten.

spee1Kantersieg gegen Faschisten

Pünktlich zur baskischen Buchmesse in Durango wurde ein neues Buch über die Geschichte des Fußball-Clubs aus Bilbao vorgestellt: “Unser Athletic auf der ganzen Welt“. Mit bisher unbekannten Geschichten zur Club-Geschichte. Erinnert wird an ein Duell im Stadion San Mamés im Jahr 1938, nachdem die Franquisten in Bizkaia einmarschiert waren, während der Spanienkrieg in anderen Regionen noch im Gang war. Eine Auswahl von Athletic trat an gegen eine Elf der Schiffsbesatzung des Nazischiffs Graf Spee.

degrelle1Léon Degrelle 1945

8. Mai 1945, Tag der Kapitulation der Nazis im 2. Weltkrieg. Dem belgischen SS-Mann, Journalisten und Nazi-Politiker Léon Degrelle gelang es, vor den Alliierten zu fliehen. An Bord des Privatflugzeugs von Albert Speer, Hitlers Architekt und Rüstungs-Minister, erreichte Degrelle den Strand der baskischen Stadt San Sebastian. In Belgien wurde er zum Tode verurteilt, der spanische Diktator Franco kam dem Auslieferungs-Antrag aber nicht nach. Degrelle starb im März 1994 im Alter von 87 Jahren in Malaga.

zumala1Der baskische Karlisten-General

Er galt als militärisches Genie und proklamierte eine baskische föderale Republik: Tomas Zumalakarregi. Absolutistischer Reaktionär, klerikaler Monarchist oder Held der baskischen Selbstbestimmungs-Rechte – das sind die gegensätzlichen Sichtweisen von Zumalakarregi, über den zwei Bücher erschienen sind. Sie beleuchten widersprüchliche Facetten: Zumalakarregi als militärisches Genie und als Förderer einer baskischen Republik. Den Karlismus verstehen heißt, die Unabhängigkeits-Bewegung zu verstehen.

mendin1Opfer moderner Zeiten

Mendinueta ist ein Dorf im östlichen Zentrum Navarras, das vor 60 Jahren von seinen Bewohner*innen verlassen wurde. Seither beherrschen Einsamkeit, zerfallende Mauern und Gestrüpp das, was vom Ort übrig geblieben ist. Doch seit drei Jahrzehnten kehrt zumindest an einem Tag im Jahr wieder Leben nach Mendinueta, wenn die damaligen letzten Bewohner*innen zum Feiern einer kleinen Fiesta in die Ruinen zurückkehren. Mendinueta ist nur eines von wenigstens zwanzig verlassenen Dörfern der baskischen Region.

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