Künste

Die Kategorie KÜNSTE umfasst sechs Themenbereiche: Kunst, Musik, Theater, Film, Fotografie und Architektur.

ravel deia01aEin Komponist mit baskischer Seele

Maurice Ravel ist bekannt als einer der berühmtesten französischen Komponisten. Dabei wurde er im Baskenland geboren, an der Atlantikküste im beschaulichen Ciboure. Den Großteil seines Lebens verbrachte er entfernt von seinem Geburtsort, doch verlor er nie den Kontakt zu seinen Ursprüngen. Sein Leben lang fühlte er sich der baskischen Kultur, insbesondere der Liedkultur und dem Tanz eng verbunden. Auch in seinen musikalischen Werken sind einige baskische Referenzen zu finden.

fotomuseo01xFotomuseum Zarautz

Was Fotografie betrifft kann Vitoria-Gasteiz als baskische Hauptstadt bezeichnet werden. In keinem anderen Ort der baskischen Landkarte wird eine vergleichbare, qualitativ hochstehende Auswahl an Ausstellungen dieses Mediums angeboten. In Bilbao ist seit zwei Jahren das Zentrum Zeitgenössischer Fotografie zu finden. Das Prachtstück unter den Foto-Standorten ist jedoch zweifellos das Photomuseum im gipuzkoanischen Zarautz, das sich der umfassenden Darstellung der Fotografie widmet.

haekelguerrilla3aDie Häkelguerilla

Langsam aber stetig verbreitet sich in Euskal Herria eine neue städtische Kunst: das gestrickte Graffiti, bekannt unter dem Namen "urban knitting", städtische Strick-Kunst oder auch "yarnbombing", Garnbombardierung. Ganze Gruppen von Strickerinnen der vier baskischen Großstädte widmen sich dieser Kunstart. Die Kreationen des "yarnbombing" sind auffällig, ironisch und farbenfroh, allerdings auch kurzlebig. Nur mit Glück sind sie zu finden, auch wenn es neuerdings einfacher ist, eine zu erhaschen.

laboa03xLaboa, Lertxundi und die wilde Dreizehn

In den düsteren Zeiten des Franco-Regimes brachte eine handvoll Künstler, Schriftsteller und Sänger/innen die Wiederbelebung und Erneuerung baskischer Kultur, der baskischen Sprache und der baskischen Liedtradition auf die Tagesordnung, die in Zeiten der Zensur kaum Luft zum Atmen gehabt hatte. Namen wie Mikel Laboa, Benito Lertxundi, aber auch Nestor Basterrextea oder Jorge Oteiza sind seitdem unlöschbar mit dem Kampf ums Überleben der baskischen Kultur verbunden. Baskische Medien erinnern täglich an ihr Wirken.

oteiza01xDer Querdenker Jorge Oteiza

Jorge Oteiza gilt als einer der großen baskischen Künstler des 20.Jhs und als maßgeblicher Vertreter der baskischen Bildhauerschule. Im Gegensatz zu seinen Kollegen Eduardo Chillida und Nestor Basterretxea begnügte sich Jorge Oteiza nicht mit Kunst allein. Zeit seines Wirkens war er auf der Suche nach dem baskischen Wesen, nach der ästhetischen Essenz des Lebens im Baskenland, nach einer baskischen Philosophie. Auf diesem Weg schrieb Oteiza einige Werke, die seine Nachwelt bewegten.

gaizkahoy2Regisseur aus Bilbao gewinnt einen Goya

Vom Baskenland ist Gaizka Urresti vor Jahren nach Zaragoza gezogen, wo er an der Universität Filmwissenschaften lehrt. Seit dreißig Jahren im Filmgeschäft produziert er seit 10 Jahren selbst Filme. Verschiedene regionale Filmpreise konnte er für sich entscheiden, wiederholt war er beim spanischen Film-Festival Kandidat für Goya-Preise. Im Jahr 2014 schließlich erhielt er den Preis für den besten Fiktions-Kurzfilm "Agencias abstenerse" (Agenturen nicht anrufen).

filmoteca04xxDrei Generationen baskischer Filmemacher

In Donostia (San Sebastian) fand Anfang Juli 2014 ein für die baskische Filmwelt historisches Ereignis statt: ein dreitägiger Kongress mit dem Titel "Baskischer Film: drei Generationen von Filmschaffenden". Organisiert vom Filmarchiv und im Rahmen der Sommeruniversität waren 16 aktive Filmemacher aus drei Generationen zu Gesprächsrunden eingeladen. Erst die Veteranen der 70er und 80er Jahre, am zweiten Tag die der 90er und zum Schluss Vertreter der jungen Generation.

anne etchegoyen X

Baskische Musik in Iparralde

"Wir können die Lücke im französischen Markt nutzen, um das Euskara in Iparralde zu unterstützen", sagt Anne Etchegoyen, Sängerin aus der nordbaskischen Provinz Nieder-Navarra. Sie hat mit ihrer aktuellen musikalischen Arbeit ein kleinen Anteil des französischen Musikmarkts erobert: "Die baskischen Stimmen" heißt das Werk, das mit dem Aizkoa-Chor aus Baiona (frz. Bayonne) aufgenommen wurde. Bereits 60.000 Exemplare wurden verkauft, eine Menge in Anbetracht der geringen Bedeutung der baskischen Sprache in Frankreich.

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