talent0Die ungleiche Liga

Athletic Bilbao, Real Sociedad und Osasuna sind vor dem Ligastart 2024-2025 noch mit einem offenen Transfermarkt konfrontiert, der womöglich noch ihre Jahresplanung durcheinander bringen und ihre sportlichen Optionen bestimmen könnte: Nico Williams, Mikel Merino, Martin Zubimendi, Aimar Oroz. Deportivo Alavés aus Vitoria-Gasteiz hat seinen Rückschlag schon früher erlitten und wird mit einem stark verjüngten Kader antreten. Eine Wiederholung des Resultats der letzten Saison wäre für alle ein Erfolg.

In der kommenden spanischen Kicker-Liga 2024-2025 sind erneut vier baskische Clubs mit ihren Teams beteiligt: Osasuna, Alaves, La Real und Athletic. Die einen träumen von Nicht-Abstieg, die anderen von der Wiederholung von Erfolgen.

Fußball ist wieder zurück! Eigentlich Quatsch … denn in diesem Sommer war er nie weg. Die Monate zwischen Saison-Ende und Neustart waren gefüllt mit Europameisterschaft und Olympischen Spielen, an denen eine ganze Reihe baskische Spieler*innen – oder Spieler*innen baskischer Clubs (was nicht dasselbe ist) – für Schlagzeilen gesorgt haben. Dazu kam in den Medien die ermüdende Spekulations-Schlacht über mögliche Vereinswechsel: wer geht warum und für wie viel Geld wohin. Wie jedes Jahr zur fußballerischen Saure-Gurken-Zeit. Meist eigennützige Gerüchte, die von bestimmten Clubs künstlich in die Welt gesetzt werden, um ihr Prestige aufzuwerten und mögliche Transfer-Optionen auszuloten. Gerüchte, die von sensationalistischen Medien zur Auflagen-Erhöhung gerne genüsslich verschlungen und verteilt werden.

Bis zur Schließung des Transfer-Marktes sind noch mehr als zwei Wochen, und wenn die Läden schließen, werden einige Teams bereits vier Spiele absolviert haben, also mehr als 10% der Meisterschaft. Es wird nicht an armen Clubs mangeln, deren gute Planung über den Haufen geworfen wird, weil ein finanz-stärkeres Team ihnen in diesen berüchtigten zwei Wochen eine Spieler-Perle abnehmen wird, für die sie so hart gearbeitet haben. In jedem Fall wird es weniger Schnäppchen in letzter Minute geben als sonst.

Von San Mames, nach San Mames

Angesichts dieser totalen Ungewissheit und in Erwartung der endgültigen Kader-Zusammenstellung bis zum Wintertransfer-Zeitraum startet die erste Männer-Liga wieder mit vier baskischen Teams. Das zumindest ist eine gute Nachricht. Eine bessere wäre es gewesen, wenn SD Eibar den Aufstieg geschafft hätte, doch dies gelang zum dritten Mal hintereinander nicht. Für Athletic rollt der Ball zu Beginn im eigenen Stadion, gegen Getafe in San Mamés.

Nach den Tabellenplätzen in der letzten Ligarunde belegte Athletic den fünften Platz und wurde Pokalsieger. Damit kehrt das Team nach einer sechsjährigen Durststrecke wieder nach Europa zurück, nachdem es im Achtelfinale der Europa League 2017-2018 an Olympique Marseille gescheitert war. In dieser Saison steht ein weiterer Traum auf dem Programm: die mögliche Teilnahme am Finale der Europa-League in San Mamés, dieser Spielzuschlag fand bereits vor Jahren statt, als noch niemand ahnen konnte, dass Athletic selbst mit dabei sein könnte.

Durch seine außergewöhnliche Leistung bei der Europameisterschaft ist Athletics schwarzer Jungstar Nico Williams noch mehr ins Rampenlicht gerückt. Er war nicht der einzige, wie wir gleich sehen werden - und der FC Barcelona hat sich in bekannt arroganter Art als Hauptinteressent an diesem Spieler in Szene gesetzt. Die Culés (Spitzname von Barca) betrachten den jungen Angreifer wie einer, der mit weit aufgerissenen Augen vor einem Juweliergeschäft steht, in seinem Portemonnaie aber nur ein paar kupferfarbene Münzen zusammenklauben kann, neben einer Büroklammer und einem zerknüllten Taschentuch.

Der jüngere der Williams-Brüder – gerade 22 Jahre alt geworden – bleibt also vorerst in Bilbo, wo er mit der Rückennummer 10 spielen wird, die Iker Muniain mit seinem Abschied frei gemacht hat. Ein anderer Spieler aus Navarra, der erfahrene Raúl García, der seine Schuhe an den Nagel hängt, wird ebenfalls nicht mehr dabei sein. Unter den Neuverpflichtungen ragt der vielversprechende Außen-Angreifer Álvaro Djaló vom portugiesischen Klub Braga heraus. Er ist zwar afrikanischer Abstammung und in Vallecas geboren, hat das Kicken aber im Baskenland gelernt und gilt deshalb als Fußball-Baske, der für Athletic spielen darf. Neu ist auch Rechtsverteidiger Andoni Gorosabel, der nach einem Jahr bei Deportivo Alavés die Brücke von Real Sociedad zu Athletic überschritten hat.

Einen Innenverteidiger hätte sich Trainer Ernesto Valverde noch gewünscht für eine bevorstehende Saison mit vier Wettbewerben. Der für Athletic eingeschränkte Markt und die Finanzen ließen das nicht zu. Dass Stamm-Torhüter und Europameister Unai Simon nach einer Operation nicht einsatzfähig ist und sich Reserve-Mann Julen Agirrezabala am Rücken verletzt hat, bremst ein Stimmungs-Hoch vor dem Liga-Start.

Imanol hält den Atem an

talent2Während der Sommer im Umfeld von Bilbao mit der “Nico-Affäre“ zum Dauerbrenner wurde, hatte Real Sociedad ähnliche, aber weniger spektakuläre Probleme. Die sportliche Leitung musste gleich an mehreren Baustellen gleichzeitig tätig werden. Mit Le Normand, Mikel Merino, Martin Zubimendi und Mikel Oyarzabal waren gleich vier Kicker an der erfolgreichen Europa-Meisterschaft beteiligt und zeigten herausragende Leistungen. Nicht ohne Folgen. Wer an der fußballerischen Wall Street (einem Haifisch-Becken) auffällt, wandert auf die Wunschlisten der multinationalen Fußball-Konzerne mit Namen Real, City, Chelsea oder Liverpool.

Die erste Folge dieses sich regelmäßig wiederholenden Ereignisses ist, dass der spanische Franzose (oder französische Spanier) Robin Le Normand zu Atletico Madrid abwandert und fast 35 Millionen in der Concha-Kasse hinterlässt. Und Merino ist seit Monaten dabei, die Blütenblätter des Gänseblümchens abzureißen … ich bleibe, ich bleibe nicht … bei Arsenal London mit dem Basken Mikel Arteta am Steuer denkt man jedenfalls ernsthaft an eine Verpflichtung.

Beide Spieler sind oder waren zwar wichtig, doch was die Blau-Weißen nachts vom Schlaf abhält, ist der mögliche Abgang von Jungtalent und Mittelfeld-Organisator Martín Zubimendi (25 Jahre), der auf allen Märkten umworben wird und für den eine Verkaufs-Klausel von 60 Millionen Euro gilt. Zur Zeit gibt es Gerüchte, dass er ein stratosphärisches Angebot aus Liverpool abgelehnt und dass La Real alle Anstrengungen unternommen hat, seine Gehalts-Konditionen zu verbessern, um ihn zu halten. Aber offiziell ist nichts.

Im Moment hat Manager Roberto Olabe die linke Flanke mit dem ehemaligen Alavés-Spieler Javi López und dem Olympioniken Sergio Gómez verstärkt, der in Anoeta die Minuten sucht, die er bei Manchester City nicht bekam. Der Kroate Luka Sucic aus Salzburg soll im Mittelfeld spielen, während die Weigerung des Nigerianers Umar Sadiq, sich einen neuen Club zu suchen, die Verpflichtung eines neuen Mittelstürmers verhindert hat. Borja Mayoral war im Gespräch, aber im Moment behält der Nigerianer die Trikotnummer 19.

Mit dem begeisterungsfähigen Imanol Alguacil als Steuermann wird das Boot von San Sebastián (Donostia) zum fünften Mal in Folge in kontinentalen Gewässern segeln, ein Meilenstein, der in der Clubgeschichte noch nie erreicht wurde. Nachdem La Real im vergangenen Jahr in die Champions League aufgestiegen ist, kehren das Team dank ihres sechsten Platzes in der Saison 2023-24 in die Europa League zurück.

Gleicher Trainer, anderes Alaves

talent3Deportivo Alavés hat eine erfolgreiche Rückkehr in die erste Liga geschafft. Nachdem Trainer Luis García Plaza in seiner ersten Saison mit dem Club den Aufstieg schaffte, brachte das folgende Erstliga-Jahr einen beachtlichen zehnten Platz. Das brachte ihm eine Vertrags-Verlängerung um zwei Jahre – für den unruhigen Club Deportivo eine bemerkenswerte Tatsache. Die Symbiose zwischen Team, Publikum und Führung, die in diesen beiden Jahren erreicht wurde, erinnert stark an jene, die über sechs Jahre zwischen Jagoba Arrasate und den Fans von Osasuna entstanden war.

Das Problem der Babazorros (Spitzname für Deportivo) ist das übliche von Clubs, die “versehentlich“ in einer Tabellenzone auftauchen, mit der niemand gerechnet hat – die Konkurrenz wird aufmerksam und kauft die Sahnehäubchen weg. Durch Transfers zu finanzstärkeren Teams und Leihgaben hat Alavés praktisch seine gesamte Stammelf verloren. Nur Kike García bleibt zurück, was mit Luis Rioja passiert, muss abgewartet werden. Er stand angeblich vor einem Wechsel, erst nach Valencia, dann nach Osasuna, doch nun wechselt er womöglich zu Betis Sevilla. Außerdem hat Deportivo mehr als die Hälfte des Stammpersonals in der Abwehr verloren: Andoni Gorosabel, Rafa Marín, Javi López und Ruben Duarte sind allesamt weggegangen.

Der sportlichen Leitung kann man schnelle Reaktionen allerdings nicht absprechen. Sie hat umgehend und offensichtlich gut gehandelt, um den jungen Ex-Leipziger Hugo Novoa, den Ex-Osasuna-Spieler Manu Sánchez und Moussa Diarra in der Abwehr einzubauen, sowie Luka Romero, den Ex-Eibar-Spieler Juan Diego Molina Martínez (“Stoichkov“ genannt) und Conechny für die Offensive zu verpflichten.

Dazu kommt Asier Villalibre, diesmal nicht als Leihgabe von Athletic sondern als Verpflichtung. Der “Büffel aus Gernika“ und aktuelle Pokalsieger kehrt somit dorthin zurück, wo vor 15 Monaten sein Erfolg mit dem Tor gegen Levante begann, das Deportivo den Aufstieg bescherte. Bei Athletic war er ein Jahr lang auf der Ersatzbank geblieben und hatte nur im Pokal seine Tore erzielt. Es sieht so aus, als ob das Alaves-Team wieder konkurrenzfähig wäre, aber García Plaza wird vieles erst wieder zusammenfügen müssen, damit die Fans in Mendizorrotza weiter glücklich sein können.

Osasuna nach Jagoba

talent4Osasuna aus Iruñea-Pamplona wird in jedem Fall einen seltsamen Start in die Saison erleben. Nach sechs Jahren der wunderbaren Zusammenarbeit mit Jagoba Arrasate aus Berritsua. Vicente Moreno gibt sein Debüt auf der Bank, und am zweiten Spieltag, ebenfalls zu Hause, empfängt Osasuna ausgerechnet Arrasate und sein neues Team aus Mallorca – für alle Beteiligten sicher kein Grund zur Nostalgie. Es bleibt abzuwarten, ob die Frage der Vertrags-Verlängerung von Jungstar und Olympiasieger Aimar Oroz bis dahin geklärt ist. Denn Athletic Bilbao wäre in seinem Fall bereit, eine beträchtliche Investition für die Zukunft zu unternehmen. Die weitere Bindung des aus Arazuri stammenden Spielers Oroz bei Osasuna wäre ein ähnlicher Schlag auf den Tisch, wie seinerzeit die Bindung von Jon Moncayola bis zum nächsten Jahrzehnt.

Bisher hat der Spieler-Markt für Osasuna eine schlechte und eine gute Nachricht gebracht. Die katarischen Petrodollars haben den Kapitän David García mitgenommen. Dafür hat der “Raubtierinstinkt“ von Sport-Direktor Braulio Vázquez eine Perle aus München mitgebracht: Bryan Zaragoza. Der 25-Jährige war in der letzten Winterpause von Absteiger Granada zu Bayern geholt worden und soll nun Spielpraxis bekommen. Auch für einen Ersatz für die Nummer 5 ist gesorgt, fehlt nur noch ein Ersatz-Innenverteidiger. Mit Bryan ist die Sache klar: der Erfolg mit Abde vor zwei Jahren (von Barcelona ausgeliehen) soll wiederholt werden.

Der Kader hat sich insgesamt kaum verändert. Neu-Trainer Moreno versprach, seine Arbeit im Sinne von Jagoba Arrasate fortzusetzen, seine Arbeit begann so vorsichtig wie das Treten auf Eierschalen. Erst nach und nach führte er seine Nuancen ein, wie z. B. die Doppelspitze in einem 4-2-3-1-System. Ziel ist es, Probleme zu vermeiden, wie in den fünf Spielzeiten in der ersten Liga mit dem Trainer aus Berriatua, der zur Vereins-Legende geworden ist. Wenn es in der Tabelle weiter nach oben geht, werden die Dribblings von Bryan Zaragoza und die Tore von Ante Budimir (17 in der letzten Saison, so viele wie noch nie in Osasuna) den Ausschlag geben.

Madrid uneinholbar

Alle vier baskischen Teams beendeten die letzte La-Liga-Saison unter den ersten Elf. Das ist ein Meilenstein, wenn man bedenkt, dass die ersten drei Plätze für einen Weltklasse-Club (Real Madrid) und zwei andere Super-Schwergewichte (Barcelona und Atlético) reserviert sind. Der Vergleich der baskischen Clubs mit diesen Giganten ist vom Budget her betrachtet der eines Flugzeugträgers mit Lastkähnen. Aber die Basken spielen ebenfalls elf gegen elf.

Florentino Pérez, Groß-Unternehmer, Real-Präsident und mächtigster Mann des spanischen Staates hat mit der Verpflichtung von Kylian Mbappé wieder einmal den Bogen überspannt. Denn für die Sternen-Liga ist er ein zweischneidiges Schwert. Er wird ihr Glanz verleihen, aber er könnte ein (vorläufig) endgültiges sportliches Ungleichgewicht verursachen. Es bleibt abzuwarten, wie Aufsteiger und Finanz-Leichtgewicht Leganés (ein Stadtteil von Madrid) zum Beispiel mit Vinicius, Bellingham, Rodrygo, plus dem französischen Star im Bernabéu zurechtkommt.

Die einzige Gefahr für Madrid scheint die Belegschaft selbst zu sein. Die Anhäufung von Stars hat Florentino schon vor zwei Jahrzehnten so sehr zu schaffen gemacht, dass er den Verein vorübergehend verlassen musste. Die damals so genannten “Galaktischen“ waren zu viel für ihn. Zuletzt gab es Gerüchte über einen Vinicius-Transfer, was in der fußballerischen Logik nicht einmal verwunderlich wäre. Der Brasilianer (wegen seines unsportlichen Gehabes einer der unbeliebtesten Spieler in der Liga) spielt auf derselben Position wie Mbappe und wird es wohl kaum akzeptieren, in Spielen und auf den Titelseiten von Mbappé verdrängt zu werden.

Bei dem Gerüchte-Transfer nach Saudi Arabien soll es um Tausend Millionen Euro gehen, so wird eine Milliarde in der spanischen Sprache ausgedrückt – eine Irrsinns-Summe, die den Staatshaushalb manches armen Staates übersteigt. Den Saudis ist kein Preis zu hoch, ihren schlechten Frauen- und Kaschoggi-Ruf mit fußballerischen Schlagzeilen weißzuwaschen. Niemand weiß das besser als ein baskischer Golfspieler aus Barrika (einem Fliegenschiss von Ort), dem die Saudis für einen Vertrag für ihre Golf-Liga eine halbe Milliarde zahlen. Zudem steht auch eine künftige Fußball-WM auf der Einkaufsliste der Scheichs.

Unterdessen geht für den FC Barcelona die Wüstenwanderung weiter zwischen dem, was Messi, Xavi, Iniesta und Puyol darstellten und dem, was Lamine Yamal, Pedri, Gavi oder Cubarsi werden könnten. Xavi Hernández ist als Trainer ertrunken in einer Zeit, in der sich die Erfolgs-Erwartungen beschleunigen. Nun ist der deutsche Flick in Camp Nou angekommen, kühler, pragmatischer und vielleicht auch vielseitiger. Er wird dennoch einen schweren Stand haben.

Atletico kann mit den Culés (Barca) auf Augenhöhe konkurrieren, aber nicht mit den Merengues (Madrid), die über den stärksten Kader verfügen. Die Colchoneros (Matratzen-Unternehmer von Atletico) haben auf einen Schlag mehr als 200 Millionen Euro für den Argentinier Julián Alvarez (City), den Norweger Sørloth (Villarreal, Ex von La Real) und Le Normand ausgegeben. Zudem sind sie noch hinter Gallagher von Chelsea her und es bleibt abzuwarten, ob nicht auch noch Mikel Merino dort zur Landung ansetzt.

Der erste Spieltag, über fünf Wochentage verteilt, wird einen ersten Eindruck vermitteln von der Wirkung der Einkäufe und der Standhaftigkeit der Clubs der “stärksten Liga der Welt“. Aber einiges wird noch bis zum 30. August entschieden, dem Ende der Möglichkeit zu Transfers. Weil die Clubs in der Vergangenheit mehrfach völlig über ihre finanziellen Möglichkeiten gewirtschaftet und sich verschuldet haben, wurde ein Finanz-Fairplay eingeführt, bei dem alle Clubs ihre Bilanzen offen legen müssen, um zu beweisen, dass die für die teuren Einkäufe und Gehälter notwendigen Finanzen real auch vorhanden sind. Sollten dabei rote Zahlen zum Vorschein kommen, können die eben neu verpflichteten Spieler nicht als Ligaspieler registriert werden und dürfen nicht aus dem Rasen auflaufen, zum Beispiel der Europameister Olmo, der von Leipzig zu Barca gewechselt ist. Getafe, Barcelona und Betis sind bereits am Jonglieren, weil der Haushalt schief liegt. Aus diesem Grund konnte Barca trotz großkotzigem Diskurs den Sommer lang die Ablöse für Nico Williams von Athletic nicht aufbringen. Eigentlich ein Wunder, das Athletic Bilbao im vergangenen Geschäftsjahr den spanischen Pokal gewinnen konnte, entgegen jeglicher Finanz-Logik. “Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, werden dazu eingefleischte Platt-Philosophen aus der lamentablen Fußballwelt sagen. Real wird Meister und Athletic Pokalsieger, wie im Vorjahr – irgendjemand anderer Meinung?

ANMERKUNGEN:

(1) “Retener talento vasco, primer partido de una Liga desigual” (Baskische Talente zurückhalten, erste Partie einer ungleichen Liga). Tageszeitung Gara, 2024-08-15 (LINK)

ABBILDUNGEN:

(0) Williams 2x (naiz)

(1) Djalo (dazn)

(2) Zubimendi (daily express)

(3) Villalibre (estadio deportivo)

(4) Arrasate (deia)

(PUBLIKATION BASKULTUR.INFO 2024-08-16)

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