Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.
Wer ist wer im Palästina-Konflikt
Gaza: Geographie, Kräfteverhältnisse und menschliche Dramen. Der Autor dieses Artikels kennt die Realität des Gazastreifens mehr als gut. Er gibt einen Überblick über die Geografie von Gaza, die Lebens-Realität der palästinensischen Bevölkerung, über die Stärke der aktiven Gruppen des bewaffneten palästinensischen Widerstands und die Einheiten der israelischen Armee, die an dem beteiligt sind, was er als Völkermord bezeichnet. Mussa’ab Bashir Alazaiza schreibt für die Tageszeitung Gara.
Judith Butler im Interview
In einem Interview mit der Journalistin und Buchautorin Amy Goodman hat die jüdische Wissenschaftlerin Judith Butler Israels "Völkermord" in Gaza verurteilt. Im Interview mit Goodman erklärt die Berkeley-Professorin, warum sie von “Genozid“ spricht. In ihrer Analyse von Politik und Medien kommt sie zu dem Schluss, dass die Opfer der unterschiedlichen Seiten in zwei Klassen eingeteilt werden, und leitet aus dieser willkürlichen Ungleichheit ihre Forderungen ab. Beitrag aus dem Internet-Magazin Telepolis.
Israel begeht zweite Nakba
Verschiedene UN-Organisationen weigern sich, an der von der israelischen Armee angeordneten neuen Vertreibung im Gazastreifen teilzunehmen. Was gerade begonnen hat ist eine unvorstellbar große Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung, erst aus dem Norden von Gaza, voraussichtlich auch aus dem Süden und eingeschränkt aus dem West-Jordanland. Nachdem Israel den Exodus von 1,7 Millionen Menschen erzwungen hat, sollen sie in "die bekannten Schutzräume" im Süden gehen. Doch real existieren die gar nicht.
Gaza, Gefängnis ohne Wärter
Mit dem Titel “Wer hat zum x-ten Mal angefangen? Gaza – ein Gefängnis ohne Wärter“ wird im Internet-Portal die letzte mörderische Etappe im ewigen Konflikt zwischen Israel und Palästina untersucht. Während in Teilen Europas jegliche solidarische Stellungnahme zu Gunsten der Palästinenser*innen verboten oder diffamiert wird, vergeht im Baskenland kein Tag ohne Kundgebungen und Demonstrationen für das malträtierte Volk. Im Stadion oder auf der Straße: gegen Unterdrückung, Neo-Kolonialismus und Genozid.
Israels Risikokrieg
In Gaza stehen sich derzeit zwei sehr ungleich ausgerüstete Gegner gegenüber: Hamas und Israel, oder David und Goliath. Die militärisch weit überlegene israelische Armee hat in ihrem Krieg gegen Hamas mit internen Defiziten zu kämpfen und läuft Gefahr, sich mit dem Gegner, verschanzt in den Tunneln unter dem Gazastreifen, in einem urbanen Stellungs-Krieg zu verzetteln. Wenn sich die israelische Offensive in die Länge zieht, besteht die Gefahr, dass andere politische Akteure neue Fronten eröffnen.
Krieg auf Kosten des Volkes
Die palästinensisch-islamistische Organisation Hamas führt Krieg gegen den Staat Israel – der Staat Israel führt Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung. So wird der Krieg im Oktober 2023 in Palästina in der baskischen Politik und in den Medien beschrieben. Denn Gaza ohne Strom, Wasser, Benzin und Lebensmittel zu lassen, trifft nicht Hamas, sondern die Ärmsten der Armen, die Krankenhäuser, die elementarste Versorgung. Woher kommt die islamistische Hamas und wohin geht der zionistische Staat Israel?
Geschichts-Abriss des Zionismus
Es ist nicht das erste Mal, dass der Gazastreifen im Mittelpunkt der Welt-Nachrichten steht. Immer in einem blutigen und gewalttätigen Kontext. Aber dieses Mal ist er Schauplatz eines Völkermords, der charakteristische Merkmale des zionistischen Kolonialismus aufweist. Die Überschrift mag wie eine Plattitüde klingen. Aber zusammen mit der anhängenden Infografik zeigt sie, wie Palästina unter britischer Herrschaft aussah und wie Israel den historischen Gazastreifen um ein Drittel verkleinert hat.
Was sich in der Welt bewegt
Baskultur.info kümmert sich weiter um internationale Nachrichten, die nicht in der Mainstream-Presse zu lesen sind. Schon gar nicht auf den Titelseiten. Dabei blicken wir über den Tellerrand und auch über die Ozeane. Ein erster Blick geht in den kleinen Bundesstaat Rhode Island in den USA, wo an der Universität eine Ausstellung eröffnet wurde, die sich kritisch mit der Masseninhaftierung von Schwarzen und Gefängnis-Industrie befasst und ein schlechtes Licht wirft auf das “freieste Land der Welt“.