Linker Nationalismus (Abertzalismus) im Baskenland ist kein Widerspruch zu einem starken Internationalismus. Jahrhundertelange Migration und die Solidarität mit unterdrückten Völkern haben zu einer breiten internationalistischen Bewegung geführt, von Venezuela bis Kurdistan, von Palästina bis Kuba.
42 Jahre in Haft
Am 9. Dezember 2023 jährt sich zum 42sten Mal die Verhaftung des Black-Panther-Aktivisten und Journalisten Mumia Abu-Jamal. Bei seinem nächtlichen Nebenjob als Taxifahrer in Philadelphia begegnete er zufällig seinem Bruder, der von einem Polizisten misshandelt wurde. In der Folge kam es unter den Anwesenden zum Streit, der Polizist schoss auf Mumia, ein anderer erschoss den Polizisten – die Tat wurde dem halbtoten Taxifahrer Mumia untergeschoben, der nach einem Lungenschuss nur knapp überlebte.
Israel begeht zweite Nakba
Verschiedene UN-Organisationen weigern sich, an der von der israelischen Armee angeordneten neuen Vertreibung im Gazastreifen teilzunehmen. Was gerade begonnen hat ist eine unvorstellbar große Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung, erst aus dem Norden von Gaza, voraussichtlich auch aus dem Süden und eingeschränkt aus dem West-Jordanland. Nachdem Israel den Exodus von 1,7 Millionen Menschen erzwungen hat, sollen sie in "die bekannten Schutzräume" im Süden gehen. Doch real existieren die gar nicht.
Israels "Verteidigungspolitik“
Wie schon im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sind die Massaker in Gaza von vielen falschen Nachrichten überschattet und von zurückgehaltenen Informationen, die neue Einsichten liefern könnten. Wer wusste davon, dass die Leichen erschossener oder ausgebombter Palästinenser entführt und für Forschungszwecke ausgenommen werden? Aufgrund der diplomatischen Krise zwischen Spanien und Israel fragt sich ein baskischer Journalist, wie realistisch die Frage eines Handelsembargos gegen den Nahost-Staat ist.
Israels Risikokrieg
In Gaza stehen sich derzeit zwei sehr ungleich ausgerüstete Gegner gegenüber: Hamas und Israel, oder David und Goliath. Die militärisch weit überlegene israelische Armee hat in ihrem Krieg gegen Hamas mit internen Defiziten zu kämpfen und läuft Gefahr, sich mit dem Gegner, verschanzt in den Tunneln unter dem Gazastreifen, in einem urbanen Stellungs-Krieg zu verzetteln. Wenn sich die israelische Offensive in die Länge zieht, besteht die Gefahr, dass andere politische Akteure neue Fronten eröffnen.
10 Jahre “Ukraine-Revolution“
Zum zehnjährigen Jahrestag des Beginns der Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew ist in vielen großen Medien eine fortgesetzte Mythenbildung rund um die Geschehnisse von 2013 / 2014 zu beobachten. Der gewaltsame Umsturz war aber weder demokratisch noch freiheitlich, wie es oft immer noch heißt. Außerdem muss er als ein Ausgangspunkt der Dynamiken gelten, die zum Ukrainekrieg geführt haben. Um an die Anfänge der damaligen Abläufe zu erinnern, übernehmen wir hier einen Beitrag von Stefano di Lorenzo.
Geschichts-Abriss des Zionismus
Es ist nicht das erste Mal, dass der Gazastreifen im Mittelpunkt der Welt-Nachrichten steht. Immer in einem blutigen und gewalttätigen Kontext. Aber dieses Mal ist er Schauplatz eines Völkermords, der charakteristische Merkmale des zionistischen Kolonialismus aufweist. Die Überschrift mag wie eine Plattitüde klingen. Aber zusammen mit der anhängenden Infografik zeigt sie, wie Palästina unter britischer Herrschaft aussah und wie Israel den historischen Gazastreifen um ein Drittel verkleinert hat.
Wer ist wer im Palästina-Konflikt
Gaza: Geographie, Kräfteverhältnisse und menschliche Dramen. Der Autor dieses Artikels kennt die Realität des Gazastreifens mehr als gut. Er gibt einen Überblick über die Geografie von Gaza, die Lebens-Realität der palästinensischen Bevölkerung, über die Stärke der aktiven Gruppen des bewaffneten palästinensischen Widerstands und die Einheiten der israelischen Armee, die an dem beteiligt sind, was er als Völkermord bezeichnet. Mussa’ab Bashir Alazaiza schreibt für die Tageszeitung Gara.
Judith Butler im Interview
In einem Interview mit der Journalistin und Buchautorin Amy Goodman hat die jüdische Wissenschaftlerin Judith Butler Israels "Völkermord" in Gaza verurteilt. Im Interview mit Goodman erklärt die Berkeley-Professorin, warum sie von “Genozid“ spricht. In ihrer Analyse von Politik und Medien kommt sie zu dem Schluss, dass die Opfer der unterschiedlichen Seiten in zwei Klassen eingeteilt werden, und leitet aus dieser willkürlichen Ungleichheit ihre Forderungen ab. Beitrag aus dem Internet-Magazin Telepolis.